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GastroGuide-User: PetraIO
hat Klosterküche in 18209 Bad Doberan bewertet.
vor 6 Monaten
"Zufallstreffer"
Verifiziert

Geschrieben am 20.07.2019
Besucht am 11.06.2019 Besuchszeit: Abendessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 36 EUR
Auf dem Rückweg unseres Ausfluges nach Warnemünde und Rostock schauten wir uns noch das Doberaner Münster an.

Etwas außerhalb der Klosteranlage entdeckten wir die Klosterküche.
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Das alte Backsteingebäude gefiel uns auf Anhieb, sah einladend aus und die angebotenen Speisen waren auch nach unserem Geschmack.
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Ohne Reservierung hofften wir jetzt auf einen Platz. Sehr hungrig waren wir nicht, aber unser Appetit war geweckt.

Innen begrüßte uns freundlich die Servicedame an der Theke. Wir hatten Glück, ein Zweiertisch wurde uns angeboten.

Das Restaurant war schon gut besucht, auch im schönen Außenbereich waren ein paar Tische belegt.

Das gepflegte Restaurant ist etwas verwinkelt, in mehrere offene Räume unterteilt.
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Hinter der Theke befindet sich die Küche.

Die Speisekarten wurden gereicht. Keine große Auswahl, aber wenn die Karte so gut zusammengestellt ist, findet sicherlich jeder Gast seinen Leckerbissen. Uns fiel die Entscheidung gar nicht leicht. Die Karte wechselt saisonal.

Salatteller, Süppchen, Geschmortes, Schnitzel, Steak, Burger, Fisch, Pasta, Vegetarisches. Auch der Nachwuchs ist bedacht.

Kurze Zeit später war die erfahrene Mitarbeiterin wieder bei uns.

Unsere Getränke:
Lübzer alkoholfrei, 0,33 l, € 3,50
Mineralwasser, 0,25 l, € 2,10
Grauburgunder (Baden) „Der weiße Mönch“, trocken, 0,25 l - € 5,90.

Unsere Getränke wurden schnell und gut gekühlt serviert.

Mein Mann entschied sich für das
Kartoffel-Lachs-Törtchen mit Honig-Senf-Dillsauce auf Gurken, Haselnussasche € 9,90 (als Vorspeise auf der Karte).

Ich wählte
Vegetarische Austernpilzschnitzel mit Spargel, Frühlingszwiebelgemüse, Hollandaise und Rosmarinkartoffeln - € 14,90.

Dem Gast bietet sich ein Blick in die verglaste Küche hinter der Theke. Und das war sehr interessant. Nur zwei junge Männer waren hier in ihrem Element. Voll konzentriert arbeiteten sie Hand in Hand. Stille Übereinkunft, jeder Handgriff saß und eine Speise nach der anderen verließ gut angerichtet die Küche.
Blick zur Küche
Welch positiver Unterschied zu unserem Abend zwei Tage zuvor in Heiligendamm! So sieht Teamarbeit aus.

Beim Service verhielt es sich ähnlich. Die freundliche Servicedame wurde von einem jungen Mann unterstützt. Jeder Gast wurde freundlich empfangen und aufmerksam bedient. Tische abgeräumt,  abgewischt, neu eingedeckt, alles mit freundlicher und ruhiger Gelassenheit. Für einen Plausch mit Gästen war keine Zeit. Trotzdem wurde überall kurz nach dem Servieren der Speisen nachgefragt, ob alles zur Zufriedenheit ist. So soll es sein.

Auch wir mussten nicht länger als nötig auf unsere frisch zubereiteten Speisen warten.

Erfrischend die Wahl meines Mannes. Und für eine Vorspeise (für ihn das Hauptgericht) gar nicht wenig.
Kartoffel-Lachs-Törtchen auf Gurken
Der mild geräucherte und fein geschnittene Lachs saftig und gut abgeschmeckt. Ebenso die Gurken, wohl mit Crème fraîche angerichtet. Kartoffeln fehlten auch nicht, verbargen sich im Inneren des Törtchens. Leider kann ich zur Haselnussasche nichts sagen. Eigentlich die interessanteste Komponente, aber sie ging wohl leider geschmacklich unter.

Auch ich war sehr zufrieden mit meiner Wahl. Die knusprig ausgebackenen Austernpilze als „Schnitzel“ zu bezeichnen? Na ja, man muss dem Kind einen Namen geben.
Vegetarische Austernpilzschnitzel mit Spargel, Frühlingszwiebelgemüse und Rosmarinkartoffeln
Die Pilze im Knuspermantel waren jedenfalls top gebraten und gewürzt. Unter den Pilzen, reichlich bemessen, Stücke vom grünen und weißen Spargel. Der Spargel ebenfalls gebraten und mit angenehmen Biss. Obenauf frischer Rucola und einige Kerbelblätter. Der Kerbel gefiel mir hier geschmacklich besonders gut zu diesem Gericht. Und auch die halbierten Drillinge hatten einen tollen Kartoffelgeschmack mit genau richtiger Konsistenz. Die Hollandaise war dezent auf dem Teller verteilt worden. Nochmal ein Pluspunkt. Ich mag es gar nicht, wenn die Speisen von Saucen "erschlagen" werden.

Bei einem anderen Gericht entdeckte ich auf der Karte die "Aioli vom schwarzen Knoblauch". Bei meiner Bestellung fragte ich, ob ich hier vielleicht einen Tupfer probieren dürfte. Selbst dies hatte die Küche mit einigen Tupfern bedacht. Danke!

Ich muss sagen, dass war leider ein kurzer Besuch und wir hätten gerne mehr probiert. Eine Freundin reist nun morgen mit Familie nach Rerik. Ich habe ihr die Klosterküche sehr gerne empfohlen.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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