Zurück zu Das Flammkuchenhaus
GastroGuide-User: NoTeaForMe
hat Das Flammkuchenhaus in 23552 Lübeck bewertet.
vor 7 Monaten
"Ein kleines Häuschen mit weiterem alternativem Flammkuchenangebot, welches zwar preislich in Ordnung aber geschmacklich noch besser geht."

Geschrieben am 08.08.2020
Besucht am 29.01.2018 Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen Rechnungsbetrag: 7 EUR
„Das Flammkuchenhaus“ in der Nähe des Lübecker Rathauses lässt jeden Gast natürlich umgehend mit seinem Namen wissen, was er kulinarisch hier zu erwarten hat. Natürlich belässt man es auch hier nicht nur beim traditionellen, elsässischen Rezept, sondern bietet die dünnen Teigfladen in unterschiedlichen Varianten an.
 
In dem schmalen aber lang nach hinten verlaufenden Raum mit Theke bietet eine ebenso lang Holzbank an der Wand Dank der zahlreichen Kissen bequeme Sitzmöglichkeiten an den Zweiertischen, welchen jeweils noch ein einfacher Stuhl gegenübergestellt ist.
Ansonsten macht das Lokal einen sauberen Eindruck.
Innenansicht.
Da sich „Das Flammkuchenhaus“ eher in einer Kategorie zwischen Imbiss und Mini-Restaurant bewegt (alle Speisen gibt es selbstverständlich auch zum Mitnehmen) kann man den Service natürlich nicht mit dem eines größeren Restaurants mit abendlicher Gastronomie vergleichen. Trotzdem werden die an der Theke bestellten Speisen an den Platz gebracht und die leeren Teller auch umgehend wieder abgeräumt. Auch die Bezahlung findet am eigenen Tisch statt.
Die junge Dame an der Theke war durchweg freundlich gestimmt. Schön war zudem, dass sich auch der Inhaber aus der Küche im Gastraum selber blicken ließ und die anwesenden Kunden begrüßte.
Auch auf Änderungswünsche bei den bestellten Speisen wird gerne eingegangen.
 
Bei meinem ersten Besuch im Januar 2018 fiel meine Flammkuchen-Wahl auf die Version „Italiano“ mit Tomaten, Mozzarella, Zwiebeln, Balsamico-Creme und Emmentaler.
Flammkuchen „Italiano“ mit Tomaten, Mozzarella, Zwiebeln, Balsamico-Creme und Emmentaler. 
Für 6€ erhält man dabei eine Portion mit einer Größe von ca. 30x20cm. Der vergleichsweise niedrige Preis begründet sich natürlich durch die Dünne des Teiges, genauso wie er ja auch sein soll, aber  auch durch einen recht übersichtlich dosierten Belag. Trotzdem kann man meiner Meinung nach  bezüglich der Portionsgröße von einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen.
Tomaten und Zwiebeln konnten waren zum Glück nicht geschmacklos und der Balsamico fügte eine angenehme Säure hinzu und angenehme Säure des Balsamicos kamen gut durch.
Der zum mediterranen Stil passende Mozzarella konnte sich hingegen gegen den kräftigeren Emmentaler nicht durchsetzen. Auch wenn Letztgenannter dem gesamten Flammkuchen so eine passende Würze gab, die der eher neutrale Mozzarella wohl nicht hätte liefern können, erschien die Kombination beider Käsesorten trotzdem nicht wirklich sinnvoll. 
Gerade mediterrane Kräuter hätte ich mir für die Variante "Italiano" deutlich intensiver gewünscht.
Der Flammkuchen war insgesamt nicht schlecht und angesichts des Preises auch keine Fehlinvestition, aber mehrere Verbesserungsmöglichkeiten taten sich für mich dann doch auf.
 
Ein halbes Jahr später versuchte ich es bei einem zweiten Versuch noch einmal. Diesmal sollte es aber die Variante „Edel und exklusiv“ mit Lachs, Tomaten, Lauchzwiebeln, Emmentaler und auf meinen Wunsch statt Spinat Champignons und zusätzlich Balsamico-Essig für 7,5€ sein. Die von mir gewünschten Änderungen hatten dabei freundlicherweise keinen Einfluss auf den Preis.
Flammkuchen „Edel und exklusiv“ mit Lachs, Tomaten, Lauchzwiebeln, Emmentaler und auf meinen Wunsch statt Spinat Champignons (noch ohne Balsamico).
Der Teig konnte schön dünn und trotzdem weder zu wenig, noch zu viel gebacken überzeugen. Erneut war die "Belagsdichte" aber eher auf einer geringeren Seite. Während Lauchzwiebeln, Champignons und Tomaten mit genügend Aroma überzeugten, war der Lachs auf Grund der dünnen Scheiben natürlich durch das Backen schon in den trockenen Bereich abgedriftet.
Umso froher war ich da, dass ich mir noch den Balsamico-Essig dazu gewünscht habe, der zudem eine für mich zum Fisch immer gut passende Säure bei lieferte.
"Edel" war also auch diese Variante eher nicht, aber der Preisunterschied zum beim ersten Mal verköstigten "Italiano" ja auch nicht so groß. Gesättigt und ohne richtigen Preisschmerz konnte ich also auch hier das Lokal wieder verlassen, auch wenn an der Wertung zum Essen keine Verbesserung für mich vorgenommen werden konnte.
 
Abschließend lässt sich für "Das Flammkuchenhaus" als positiv auf jeden Fall die Gastfreundlichkeit und portionsmässig recht faire Preisgestaltung hervorheben.
Während der dünne Teig jeweils gelungen war, lässt sich bei der Zusammenstellung, Dosierung und geschmacklichen Raffinesse des Belags aber doch noch einiges mehr rausholen.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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