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Wir ergatterten das letzte freie Plätzchen im Restaurant, in der hintersten Ecke. Neben uns am Tisch ein größerer Kindergeburtstag, der Tisch voll mit Pommes und Ketchup geschmiert, die Kids benahmen sich bestimmt wie auch zu Hause. Egal, wir wischten unseren Bereich des Tisches mit Servietten sauber, denn die Überreste vom Vorgänger wollten wir nun nicht hier haben. Soviel erst mal zur Sauberkeit.
Ansonsten ist das kleine Restaurant erst einmal etwas rustikaler als MCD ausgestattet, dunkle Stühle und rustikale, dunkle Holztische versuchen mit verschiedenen Lichtinstallationen einen gemütlichen Aufenthalt zu erzeugen. Wer etwas höher sitzen will, kann dies auf Holzhockern tun, allerdings ist dort die Fläche zum Essen nicht ganz so groß. Die Wände sind komplett mit Holz vertäfelt, verziert mit nostalgischen Bildern. Ansonsten ist auch hier das Zeitalter der Technik eingezogen. Bereits am Eingang stehen zwei Terminals, ähnlich derer bei MCD, an denen man seine Speisen und Getränke ordern soll. Man kann es aber auch am Tresen ordern, so denn einer der beiden Mitarbeiter Zeit hat.
Da wir auf unserer Tour auch nichts zu trinken mitgenommen hatten, wollten wir also auch Getränke haben, da bot sich das Menü an.
So orderten wir:
Von der Bestellung am Terminal bis zur Abholung vergingen nur wenige Minuten, dann konnte man in den schmalen Gang vor dem Tresen kommen, und sich auf einem Tablett seine Fritten holen. Die Fritten wurden auf einer Pappschale serviert, als Besteck gab es eine unförmige und stumpfe Holzgabel. Viel Erfolg beim an spießen der Pommes.
Meine Frau hatte sich für die Tijuana Street Fries entschieden, welche einzeln 8,90 € kosten. Alle weiteren Extras, so man denn wünscht, kosten Aufpreis. Die Fritten waren portionsmäßig ähnlich wie an jedem Straßenimbiss. Satt werden ist nicht, aber für zwischendurch reichts.
Sie waren ordentlich mit Knoblauchöl angerichtet und schmeckten richtig gut und heftig nach Knoblauch. Fremdknutschen hinterher unmöglich. Als Garnitur gab es die frische, auch kräftig nach Knoblauch schmeckende, Guacamole sowie frische Tomatenwürfel. Ein Klecks Sour Cream rundete das ganze ab.
Ich hatte mir die Chili Cheese Fries auserkoren, allerdings auch als Knoblauchfritten, was einen moderaten Preisaufschlag von 0,60 € kostete. Auch hier wieder die Pommes gut frittiert und kräftig im Geschmack. Enttäuscht war ich von dem kleinen Klecks Käsesauce, welcher über die Pommes gekippt wurde.
Und auch der Klecks Sour Cream war nicht der Rede wert. Käsesauce als auch Sour Cream sehr mild im Geschmack, im Vergleich zu den Pommes kaum wahrnehmbar. Kaum wahrnehmbar waren zumindest von der Menge her die paar Scheibchen Jalapeños welche dann ganz oben aufgelegt wurden. Sie waren dafür ordentlich scharf.
Es war ein Snack für Zwischendurch, und für die Besitzer vom Frittenwerk ist dies eine Gelddruckmaschine. Denn auch hier passt der Wareneinsatz in keinem Verhältnis zum Preis. Noch mehr Geld macht man, indem man auf die Flaschen der Getränke 15 Cent Pfand erhebt, und 99% der Leute ihre Flaschen auf das Leerguttablett abstellen. Ich wurde da schon bisschen blöd angeschaut, als ich mit beiden Flaschen an den Tresen ging und das Pfand einforderte. Hier ging es mir aber ums Prinzip.
Unser Fazit: wir zahlten zu zweit 24,40 € für zwei Portionen Pommes und ein kleines Softgetränk im Frittenwerk. Preis/Leistung, Sauberkeit, Service, ach reden wir nicht drüber. Wir saßen trocken, hatten einen kleinen Snack, und wissen das wir ja so schnell nicht wieder herkommen.
PS: in Berlin an unserer Lieblingscurrywurstbude bezahlen wir für eine große Currywurst mit scharfer Sauce, reichlich Pommes und nem Kindl keine 8 Euronen, und werden mehr als satt.