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GastroGuide-User: Carsten1972
Carsten1972 hat Gastraum der Finne Hafenbrauerei in 48155 Münster bewertet.
vor 6 Stunden
"Kurz mal reingeschnuppert"

Geschrieben am 03.02.2026 | Aktualisiert am 03.02.2026
After Church Konzert im Jazzclub Münster, nach der Kirche geht es an den Hafen für eine gute Portion Jazz aufs Ohr. Auch meine Frau und ich setzen uns regelmäßig in den Zug und fahren von Rheine nach Münster für Konzerte im Jazz Club. Am Sonntag, den 1. Februar hatten wir uns das mal wieder vorgenommen mit dem Plan vor dem Konzert noch ein kleines Mittagessen zu genießen. Das Wetter war kalt, aber sehr sonnig und so nahmen wir uns vor, mal mittels einer großen Runde am Hafenbecken entlang zu schauen, was sich so getan hat an Münsters schöner Wasser ( DO-Ems-Kanal ) Seite. 

Der nördliche Teil des Hafenbeckens ist seit Jahren urbanisiert und Ausgehmeile für Münsteraner und Besucher. Jetzt ist auch am südlichen Teil das letzte bisschen Gewerbe weg, nur das Kraftwerk der Stadtwerke Münster wird noch geduldet. Auch hier residieren nun in prunkvollem Ambiente Dienstleister und zunehmend auch Gastronomie. Ein früher Anlieger war die Hafenkäserei Münster. Siehe die Berichte zu der hier bei GG. So ganz scheint sich das nicht gelohnt zu haben, denn inzwischen ist die Produktion dort still gelegt und die Hafenkäserei affiniert und vertreibt ihre Produkte nur noch in ihrer Gastronomie im Gebäude. Den stillgelegten Teil hat ein Münstersches Start-up übernommen, die Finne Brauerei. Craft Bier ist ja seit Jahren ein Trend, und die Jungs von der Finne Brauerei waren ganz früh dabei und sind dem Start-up Status inzwischen entwachsen. Es bot sich die Chance, die Produktion in die Räumlichkeiten der Hafenkäserei zu verlegen, was man dann auch nutzte. Und was gehört zu einem zünftigen Brauhaus? Eine Gastronomie natürlich. Dort wurden Netzwerke genutzt und so kam es, dass Pascal Hinkelammert seinen Posten als sous chef des Coeur d'artichaut verließ ( sicher nicht zur Freude von Freund und Chef Frederic Morel ) und die Aufgabe annahm, am Hafen eine Brauhaus Gastronomie zu eröffnen. 

Das alles wussten wir natürlich im Vorab und beim diesjährigen Silvester Menü im Coeur war Pascal Ehrengast und ich hatte Gelegenheit, mit ihm über seinen neuen Arbeitsort zu reden. Wir verabschiedeten 2025 und uns mit dem Vorsatz, ihn einmal in seiner neuen Küche zu besuchen. Nun denn, also standen wir an besagtem Sonntag mittags vor dem Gebäude der Hafenkäserei und blickten in den als Gastraum genutzten Bereich. es war nicht viel los drinnen und wir entschieden uns, das Mittagessen bei Pascal zu verbringen. Informationen zum Angebot finden sich auf der HP.

An der Stirnwand eine lange Reihe Zapfhähne für ca. 15 bis 20 Biere vom Fass, zum größten Teil eigene Produktion, und dazu ein paar Gastbiere. Das dauert etwas, sich da durch zu arbeiten. Man kann sich Bretter mit kleinen Probierportionen bestellen und sich so an seine Favoriten heran trinken. 

Pascal serviert dazu eine kleine, aber strikt handwerkliche Karte, von der er denkt, dass sie den Brauhaus Gedanken widerspiegelt. Für meine Frau und mich  servierte Pascal uns, es war noch ruhig und wir hatten Zeit ein bisschen zu klönen, grilled Sandwich. 

LEVANTE PEAS 
Erbsen Humus · Feta · gepickelte
Zwiebeln · Kräuter

FINNES FAVORIT 
Susländer Schweinebauch ·Coleslaw ·
Petersilie ·Koriander · Teriyaki Sauce

KÄSEPLATTE 
Variationen von der
Hafenkäserei &
Käsespezialitäten Kürten mit
Röstbrotscheiben
War der Abschluss, wir mussten rüber auf die andere Seite zum Jazzclub. Kleiner Tipp am Rande, wenn man es mag, immer die Plätze am großen Fenster zum Hafen nehmen, der Blick ist wunderbar, auch wenn der Verzehr etwas anstrengender ist als an den normalen Tischen. Wir kommen definitiv mal in größerem Kreis wieder, ein schöner Ort! 


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