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Leicht versteckt und in einem Wohnhaus untergebracht hatten wir das Oasis gefunden. Eine Reservierung ist an diesem Werktag unnötig, wir sind am frühen Abend die einzigsten Gäste. Daher freie Platzwahl. Man hat eine gute Aussicht auf den Rhein vom Lokal. Dieses ist sehr weitläufig. Wie in den meisten griechischen Restaurants dekoriert mit Büsten und weißen Säulen. Die Möbel sind dunkelbraun, das sieht in der Abendstimmung passend aus.
Der Kellner ist nett, aber kurz angebunden. Bestellt wird schnell ohne unnötiges Gerede. Schnell kommt auch der Vorspeisensalat. Da hatte ich schon weitaus bessere essen dürfen. Ein bisschen lieblos auf den Teller gewürfelt und fast trocken.
Die Hauptgerichte dann aber besser: Lammfilet mit Kräuterbutter und Ratatouille-Gemüse (33,10 Euro). Gute Menge und das Fleisch wird von der Frau gelobt. Das kleine Kinder-Rumpsteak (23,30) ist halb so groß wie die Ladung Pommes. Immerhin verliert sich noch etwas Grünzeug mit auf den Teller. Auch ohne Mängel.
Mein Essen wird dann leider Opfer einer Unachtsamkeit. Ich bestellte das Bifteki Feta-Chili (20,30). Das war auch soweit ganz gut, nur wunderte ich mich bald über die fehlende Schärfe. Na gut, leider werden Gerichte öfter an deutsche Gaumen angepasst und landestypische Schärfe weggelassen und nach Abwägung von Hunger und Beschwerdedauer habe ich es mal so akzeptiert.
Beim Teller abräumen ließ ich aber den Hinweis fallen, dass es ruhig etwas schärfer hätte sein können. Das wurde nur einsilbig kommentiert ohne Nachfrage. Als dann die Rechnung kam, war ich schlauer diesbezüglich. Dort stand Bifteki Klassik! Preislich ist es dasselbe. Nur geschmacklich halt nicht. Schade. Ob ich nuschelte bei der Bestellung oder es falsch notiert wurde, kann man nicht mehr nachvollziehen.
Erwähnenswert finde ich noch, dass die Gerichte auf den Tellern fast 1:1 aussehen wie auf den Fotos der Speisekarte. Das ist ein Nerd in der Küche.