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GastroGuide-User: Shaneymac
hat Essen'z in 42287 Wuppertal bewertet.
vor 2 Wochen
"Fabelservice trifft auf eher irdische Küche – erstmalig zu Gast in der Wuppertaler Gastro-Institution an der Blombachtalbrücke"

Geschrieben am 07.07.2019 | Aktualisiert am 07.07.2019
Besucht am 03.07.2019 7 Personen
Prolog
 
Zugegeben, der Anlass für dieses Essen war kein schöner solcher. Der mit großem Abstand in vieler Hinsicht weltbeste Chef, den ich je als Vorgesetzten vor der Nase hatte, verlässt nach über zehn Jahren das Unternehmen; und somit für mich zur absoluten Unzeit, nämlich nach nur wenigen Monaten der gemeinsamen Zusammenarbeit.
 
Aber ich denke, solch Unbill kennt sicher fast jeder aus dem Berufsleben: die vermeintlich Netten gehen, die Stinkstiefel scheinen wie Kletten an einem zu kleben, some things will never change.
 
Das wir mit ihm, unserem Team, sowie unserem „Chef-Chef“ aus der Schweiz ein gemeinsames Abschiedsessen haben wollten, war schnell abgemacht und da er als Gerne-Esser und Hobbykoch dem Vernehmen nach schon des Öfteren vom „Essen‘z“ gesprochen hatte – weil er schon seit Jahren mal hin wollte – war die Wahl des Restaurants in diesem Fall keine große Hürde.
 
Das wiederum weckte bei aller Wehmut große Vorfreude, das Restaurant stand seit Jahren auf meiner To-Do- ähhh Eat-Liste, schon zu Zeiten, als der Wuppertaler Vollblut Gastronom Wolfgang Schmitz das 1987 eröffnete „Schmitz Jägerhaus“ noch alleine führte.
 
Nach 30 Jahren wurde das Jägerhaus „re-launched“ und mit etwas geänderter Ausrichtung firmiert es nunmehr seit Sommer 2017 unter „Essen'z“. Schmitz führt es zusammen mit seinem Juniorchef Nikos Patseas, der übrigens vor 20 Jahren im "Jägerhaus" seine Ausbildung zum Koch machte.
 
Wir hatten für Mittwochabend reserviert, die Hitzewelle war Gott sei Dank vorüber, an einem milden Sommerabend fanden wir uns gegen 18:30 am Restaurant ein.
 
Die kurze Anfahrt von Ronsdorf war für mich eine kleine Freude, denn diese führte über die Blombachtalbrücke, von der man einen tollen Ausblick genießen kann, wenn man nicht gerade ein Liegerad pilotiert.
 
Die Parksituation am Restaurant ist gut, es stehen unmittelbar neben dem Gebäude genügend Stellplätze zur Verfügung. Da an diesem Abend offenkundig einige Reservierungen vorlagen, wurde es trotzdem knapp. Ich ergatterte dort den letzten Platz, jene Kollegen, die nach mir eintrafen mussten auf den unmittelbar benachbarten Wanderparkplatz ausweichen, alles sehr entspannt und geräumig.


 
Ein kleines Parkplatz-Bonmot am Rande: Das Porsche Cayenne Fahrer nicht unbedingt zu den feingeistigsten, geschmackssicheren Zeitgenossen gehören, zeigt ja schon die Tatsache, dass sie ein Fahrzeug bewegen, das aussieht wie das unglückliche Ergebnis einer alkoholgetränkten Urlaubs-Affäre zwischen einem 911er und einem Ford Bronco.
 
Das jeder zweite dieser Fahrer hier in der Gegend dem Anschein nach eine vollgekokste Außendienst-Fachkraft jener hochseriösen Familien-Clans ist, welche die Gazetten momentan so beschäftigen, sei an dieser Stelle geschenkt.
 
Allerdings eint alle Cayenne Fahrer, das sie sehr, sehr wichtig sind und das eigene Vehikel immer gut in Szene gesetzt werden muss, was zur kreativen Auslegung von Parkverboten oder aber heroischen Einzelleistungen bei der Improvisation von Restaurant-nahem Parkraum führt.
 
Wie erwähnt war der Parkplatz am Restaurant belegt, bis auf eine kleine Lücke, die durch suboptimales Parken der beiden Wagen zur Linken und Rechten jener allerhöchstens Platz für eine Heinkel Kabine geboten hätte.
 
Auftritt Mr. Cayenne mit Begleitung! Da sich neben mir noch andere Personen auf dem Parkplatz befanden rollte man mit erhabenem Gestus hinter dem Volant durch das kleine Tor und war sichtlich empört darüber, das für den Adel kein Platz vorgehalten wurde. Abschätzig wurden wir Plebejer beäugt, wie konnten wir es wagen, mit unseren ärmlichen Dritte-Welt Vehikeln diesen Parkplatz zu besetzen???
 
Es folgten höchst amüsante Minuten, in denen mit eingeklappten Spiegeln trotzig versucht wurde, den hässlichen Trumm in die verbliebene Nische zu quetschen.
 
Als man schließlich einsah, dass, wenn es denn überhaupt funktioniere, man sein dann vom Service durch die geöffnete Heckklappe geworfenes Essen im Fahrzeug einnehmen müsste, da links und rechts nur wenige Zentimeter Platz zum Aussteigen blieben, folgte schweren Herzens der Rückzug zum erwähnten Wanderparkplatz.
 
Erhobenen Hauptes schritt man hernach über den Parkplatz und enterte das Lokal, der Pöbel wurde keines Blickes gewürdigt, der dies wiederum unisono mit gruppendynamischem, kollektivem Grinsen quittierte.
 
Nur wenige Momente später fuhr übrigens ein Wagen weg, das Universum kann so gerecht sein, ich löschte meine Zigarette und betrat in seltenem Einklang mit der Welt das Restaurant.
 
 
Kritik

Das Haus macht vom Parkplatz aus gesehen einen unscheinbaren, schmucklosen Eindruck, man schaut auf Schiefer und weiße Kunststoff-Fensterrahmen, hier könnte auch ein Grieche oder Balkan-Restaurant beheimatet sein.
 
Dieser Eindruck wandelt sich aber umgehend nach dem Eintreten, die Ausstattung wirkt modern, hochwertig und mit Geschmack ausgewählt, wenn auch einen Hauch generisch und kühl.


 
Aber direkt von einem Weinregal und freundlich lächelndem Service begrüßt zu werden, vertrieb alsbald jeden Eindruck von Kühle, wir wurden charmant zu unserem Tisch begleitet, wo sich bereits zwei von uns eingefunden hatten.
 
Der in mehr als ausreichender Personenstärke präsente Service agiert bis ins Detail einheitlich gekleidet, Frau wie Mann, in einem schicken Schwarz-Weiß Ensemble mit passenden Hosenträgern, dies macht optisch einen sehr positiven Eindruck und passt zum Ambiente.
 
Der Gastraum war fast bis auf den letzten Tisch besetzt, auch im gepflegten Garten hinter dem Haus wurde an zwei Tischen gespeist.



Die Gästeschar ist mit „illuster“ sicher gut beschrieben: am Nebentisch die unvermeidliche, dynamische „Business Fraktion Sparkasse“ im Sommer-Sakko, direkt daneben schien der Vorstand eines hiesigen Motorrad-Clubs zu tagen (die Herren tätowiert mit kurzer Hose), zu rechten ein Tisch aus der gutbürgerlichen Mitte, später noch ein herrlich aus der Zeit gefallenes, älteres Pärchen, das man auch als Statisten für das Gala-Dinner in einem auf einem Ocean-Liner der 60er Jahre spielenden Kinofilm hätte besetzen können – großes Kino.


 
Die Wartezeit auf unseren stets mit Terminen überschütteten Schweizer Kollegen überbrückten wir mit ersten Getränken, Autofahrer wird die nette Auswahl alkoholfreier Aperitif-Optionen freuen, ich wählte einen Hugo, welcher wenige Minuten später souverän mit den weiteren Bestellungen serviert wurde, ohne jede Nachfrage à la „wer war noch mal der Aperol?“ wohlgemerkt.
 
Dazu reichte man etwas Brot, zusammen mit einer Bärlauch-Creme und einer leider noch steinharten Kräuterbutter. Durchaus schmackhaft, allerdings empfand ich die Menge – zehn Scheiben Brot für sechs Leute – und die Tatsache, dass es nur eine Sorte gab, für ein Haus mit Anspruch etwas dürftig.




 
„Dürftig“ ist leider auch ein Attribut, dass ich dem Hugo bescheinigen muss: Lauwarm serviert mit viel zu wenig Eis, um den Drink schnell herunterzukühlen, viel zu süß und flach, einer der bislang schlechtesten seiner Art.


 
Die Karten wurden gereicht und hierbei zählte unsere charmant-professionelle junge Service-Dame eine Reihe von Tagesempfehlungen auf, die durchweg verlockend klangen.
 
Aber wie oft hatte ich mir vorher schon Gedanken gemacht, was ich gerne essen würde, nur um es in letzter Sekunde just in einem solchen Moment wieder zu verwerfen, nur um dann schlussendlich enttäuscht zu werden.
 
Diesmal nicht, meine Lieblingskombination aus maritimer Vorspeise und karnivoren-kompatiblem Hauptgang sollte sich diesmal behaupten können.
 
Kurz nach der Aufgabe unserer Bestellungen servierte man zu zweit ein kleines
 
| Amuse |
 
Die Freude über ein dediziertes Amuse, das diesen Namen auch verdient und nicht durch Brot mit geschmacksneutraler Quark-Pampe substituiert wurde, wich alsbald einer kleinen Ernüchterung.

Amuse
 
Eine Curry-Terrine auf einer Schnittlauch-Creme an einem kleinen Deko-Spiegel einer Erdbeersauce.
 
Ich empfand die Kombination der Aromen nicht unbedingt als unharmonisch, allerdings als eher indifferent, definitiv leider nicht mehr als die Summe der Einzelkomponenten.
 
Dass die pfeffrig-frischen Noten der Kresse den nachhaltigsten Eindruck auf dem Gaumen hinterließen, bestärkt mich rückblickend in meiner Meinung – eher leichtes Lüftchen als stürmischer Auftakt.
 
 
| Vorspeise |
 
„Schmitz“ Bouillabaisse – (als Vorspeise) 11,90 €
2018 Chardonnay IGT, Weingut Matteo Braidot, Friaul, Italien – 0,1l zu 4,50 €

„Schmitz“ Bouillabaisse
 
Meine Vorlieben für Fischsuppen & Co. habe ich ja schon des Öfteren kundgetan, ich freute mich sehr auf den kulinarischen Ausflug in die Provence - dieser gelang allerdings nicht ganz unfallfrei.
 
Der Duft, der dem Teller entströmte war durchaus appetitanregend, Safran, Pastis, „das Meer“, auch durchaus recht nett anzusehen war auch das Auge hinreichend zufrieden.
 
Ein Scampi thronte mittig auf verschiedenen, überschaubaren Stücken verschiedener Fischfilets, schwierig zu identifizieren, glaube aber Barsch und Petersfisch erkannt zu haben.
 
Ich hatte mich auf eine traditionelle Bouillabaisse gefreut, wenn auch nicht in zwei Gängen serviert aber immerhin mit den üblichen Beigaben. Eine Rouille servierte man beispielsweise nicht, leidglich zwei Scheiben Knoblauchbrot, deren intensiver Geruch den halben Gastraum beglückte, meinen Gaumen aber umso weniger mit bitteren Noten verbrannten Knoblauchs.


 
Die Suppe selbst war handwerklich sauber zubereitet, auch die Zunge freute sich über Safran, Pastis und einen soliden Fond.
 
Allerdings fehlte ihr Vielschichtigkeit, Eleganz und Raffinesse, die die südfranzösischen Fischsuppen so ausmachen, dieser Tanz auf der Zunge, der beim ersten Löffel beginnt, fand hier nicht statt, es blieb eher ein Sitztanz.
 
 
Dazu passte auch die optische Anmutung der Gemüseinlage, das ging auch geschmacklich in die Richtung der Gemüsebrühe meiner – Gott hab sie selig – Großmutter.
 
Gut passte hierzu der ideal gekühlte Chardonnay aus dem Friaul, sortentypische Noten von grünem Apfel gefielen, eine frische Säurestruktur konnte sich gut gegen die leicht fettige Suppe behaupten, ein solider, guter Wein.
 
An dieser Stelle sei explizit der herausragend gut agierende Service erwähnt, nie musste jemand sein Wasserglas selbst nachfüllen, alles geschah präzise, unaufgeregt und höchst professionell, das hatte in vieler Hinsicht durchaus Sterne-Niveau.
 
 
| Hauptgang |
 
Limousin Rinderfilet - 28,50 €
2016 Chianti Classico Riserva DOCG, Castello di Volpaia, Toskana , Italien – 0,1l zu ?? €
 
Limousin Rinderfilet

Das Rind gewann gegen das Lamm, hurtz, wobei das Sylter Deichlammrückenfilet meiner Kollegin rückblickend einen hervorragenden Eindruck macht - wäre vielleicht die bessere Wahl gewesen wäre.
 
„An einer leichten Pfeffersauce dazu Bohnenbündchen und überbackene Kartoffeln“ verkündete die Karte zu meinem Gericht und war damit nicht ganz präzise, dazu gleich mehr.
 
Als präzise kann man jedoch den Gargrad bezeichnen, Medium Rare wurde erbeten und geliefert, da gab es wenig zu meckern, obgleich ich mehr Röstung nicht nur optisch geschätzt hätte.


 
Zunächst probierte ich das Fleisch solo und kann diesem eine gute Qualität und – sofern bei Filet möglich – auch einen guten Eigengeschmack bescheinigen. Aber das Steak schien in der gleichen Pfanne wie die Bohnen im Speckmantel gebraten worden zu sein, es war quasi ein „bacon-infused“ Steak, was ich im Kontext des Gerichtes als störend empfand.
 
Die Pfeffersauce leider keine „leichte“, wie in der Karte erwähnt, was ich mit einer klaren Sauce mit einem Schuss Hochprozentigem verbinde, was ich sehr liebe. Nein, es wurde leider mit Rahm oder Sahne nachgeholfen, was naturgemäß das Gegenteil von „leicht“ bewirkte, geschmacklich aber dennoch gut.
 
Kartoffel-Gratin und Bohnen einfache Pfeffer und Salz Küche aber als solche perfekt, das Ratatouille dankenswert beherzt gewürzt und schmackhaft, der Rahmwirsing hatte noch einen erfreulich festen Biss. Alles handwerklich gut gemacht, allerdings geschmacklich eben auch sehr gewöhnlich.
 
Etwas enttäuschend diesmal die Abteilung Wein: Vor dem Gang fragte ich unsere Service-Dame nach einer Weinempfehlung zum Steak, worauf diese mir einen Merlot und einen Chianti anbot.
 
Ich fragte nach etwas spanischem, das Holz gesehen hatte und da musste man leider passen, versprach aber nach etwas kräftigem zu Steak und Pfeffersauce zu schauen.
 
Als man mir kurz vor dem Servieren des Ganges den Probeschluck meine Weines einschenkte, blickte ich vorab etwas verwundert auf den Chianti, probierte, dann wiederum zur jungen Dame: „ich habe geschaut, das ist der kräftigste, den wir momentan offen anbieten“ hörte ich von dieser leicht verlegen.
 
Da hatte ich wohl keine andere Wahl, leider war dieser elegante, feingliedrige und durchaus hochwertige Wein die völlig falsche Begleitung zu Speck, Pfeffersauce und Co. – er ging völlig unter.
 
Das dieser Chianti angesichts der Ausrichtung der Karte die „kräftigste“ Option an offenem Rotwein ist, lässt mich gemessen am Anspruch des Hauses doch etwas ratlos zurück, schade.
 
 
| Dessert |
 
Champagner-Crush mit Joghurt Eis und frischen Früchten – 9,90 €
 
Champagner-Crush

Die Dessertkarte präsentierte sich eher sahne- und schkoladen-lastig, die unvermeidliche Creme B., das notorische Schoko-Küchlein mit flüssigem Kern (ohne dieses Ding hätte man die Sendung „Das perfekte Dinner“ wohl mittlerweile einstellen müssen…) und Artverwandtes fand man dort.
 
Ich war gut gesättigt, aber da die Kollegen alle noch gerne ein Dessert mochten, freundete ich mich gedanklich mit etwas aus der Sorbet-Abteilung an.
 
Und daher sprang mich der „Champagner-Crush“ direkt an, ich dachte an eine sizilianische Granita oder ein aufgegossenes Sorbet, nicht nur wegen der „Crushed Ice“ Assoziation, nein, auch und gerade im Kontext der anderen Dessert-Optionen.
 
Was dann serviert wurde übertraf selbst meine kühnsten Erwartungen. Der „Crush“ entpuppte sich als weitgehend geschmacksneutraler, transparenter Wackelpudding (!) der zwischen Eis und Früchten sein Dasein fristete.
 
Unten noch ein kleiner Zierspiegel der aus dem Amuse bekannten Erdbeersauce, dazu eine Hippe, die geschmacklich Richtung Eiswaffel tendierte. Mein Kollege hatte die gleiche Wahl getroffen, wir schauten uns leicht konsterniert an, Lächeln, Schulterzucken, das Schicksal akzeptieren.
 
Wie erwähnt blieb der „Jelly-Crush“ geschmacklich völlig unauffällig, die Früchte waren von hervorragender Qualität und das Eis köstlich.  Aber man kann sich sicher schon anhand der Optik vorstellen, was die Wackelpudding-Textur dem Gericht angetan hat.
 
Ich aß das Eis mit der Hippe und den Früchten, schob die Glibberklumpen auf eine Seite des Tellers und hatte somit einen schmackhaften Nachtisch – allerdings nicht den, den ich anhand des Wordings erwartet hätte.
 
Vorschlag liebes Essen’z Team: Nennt es doch bitte „Champagner Jelly“, sollte „Crush“ ein neuer fancy Gastro-Trend in Sachen Wackelpudding sein, nehme ich diese Kritik natürlich beschämt zurück.
 
Leider fragte mich nach diesem Gang niemand mehr nach meiner Zufriedenheit, somit bot sich für mich nicht die Gelegenheit diese Kritik vor Ort anzubringen, was ich gerne getan hätte.
 
Die Bezahlung konnte unser spendabler Schweizer Bereichsleiter mit seinem Kredit-Kärtli direkt am Tisch erledigen, ein Abschiedsfoto machte man noch sehr gerne von uns, die Verabschiedung überaus freundlich und verbindlich - der Service blieb uns allen in bester Erinnerung…
 
 
Fazit
 
Ich bewerte Restaurants immer in Relation zu ihrem eigenen Anspruch und der preislichen Dimension. Es ist hier nicht immens teuer, wenn auch sicher kein Schnäppchen, trotzdem komme ich, vor dem Hintergrund obiger Kritik, aufgrund der Selbstdarstellung und des von Ambiente und Service vermittelten Anspruches nur auf 3 Sterne für die Küche.

Jetzt finden sicher viele, die nur die Kritikpunkte sehen, dies viel zu gnädig. Aber diese Leser bitte ich auch die positiven Aspekte wahrzunehmen, ich halte diese Bewertung für treffend und hatte weder die rosarote Brille auf, noch war ich verkrampft auf Fehlersuche.
 
Zum Service habe ich sicher schon genug gesagt, hochprofessionell ohne Plastiklächel-Attitüde, ich habe selten so überzeugt 5 Sterne für den Service vergeben – und für die Bandbreite der offenen Weine mache ich diesen nicht verantwortlich.
 
Das Ambiente etwas bieder und einen Hauch steril, teilweise erinnert es an eine Münchner Vorort-Tatort-Villa aus einem alten Derrick, viel weiße, glatte Oberflächen. Bei vollem Gastraum leider auch laut und stickig, trotzdem 4 Sterne, alleine schon wegen des schönen Gartens. Die Sauberkeit tadellos.
 
Das Preis-Leistungsverhältnis kann ich nicht in Gänze bewerten, da wir eingeladen wurden, die à la carte Preise sehe ich jedoch als völlig akzeptabel an, vor allem bei dieser Personaldecke. Daher 4 Sterne für das PLV:
 
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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