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GastroGuide-User: stekis
hat Badischer Hof in 55743 Idar-Oberstein bewertet.
vor 5 Jahren
"Traditionelles Restaurant - in den Siebzigern stehengeblieben"
Verifiziert

Geschrieben am 26.09.2016
Besucht am 29.08.2016 Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 31 EUR
Von der Mosel aus hatten wir einen Abstecher nach Idar-Oberstein gemacht, um Erinnerungen aufzufrischen und einen Spießbraten zu essen. Daraus wurde leider nicht so viel, denn die Stadt hat sich dermaßen (und aus meiner Sicht nicht unbedingt zum Positiven) verändert, dass wir nur noch die Felsenkirche wiedererkannten. Auch die lokale Gastronomie gab sich spröde, das eine Restaurant hatte seinen Ruhetag, ein anderes machte Urlaub, ein weiteres war wegen eines Todesfalls und noch ein anderes gleich ganz geschlossen. So waren wir dann froh, den Badischen Hof geöffnet und mit freien Plätzen an den Tischen vor der Tür vorzufinden.

Bedienung

Wir nahmen an einem freien Tisch Platz und beobachteten eine junge Bedienung, die an anderen Tischen wirklich gut zu tun hatte. So folgten wir der Aufforderung auf einem Schild, mittels eines an der Hauswand angebrachten Klingelknopfes die Bedienung zu rufen. Darauf kam auch prompt eine andere Bedienung aus dem Lokal, begrüßte uns freundlich und reichte uns die Speisekarten. Auf ihre Frage, ob wir schon Getränkewünsche hätten, bestellte Madame eine kleine Cola light (0,2l für 1,90 €), ich orderte ein alkoholfreies Hefeweißbier (0,5l für 4,00 €).

Ihre junge Kollegin kam wenige Minuten später und servierte die Getränke. Die beiden Bedienungen hatten ganz gut zu tun, denn obwohl nicht alle Außentische besetzt waren, wurden frei gewordene Plätze oft schon nach wenigen Minuten neu besetzt. Das brachte die Damen aber nicht in Hektik, sie hatten das Geschäft gut im Griff ohne dass es zu unangemessenen Wartezeiten kam.

Essen

Das Restaurant bietet gutbürgerliche deutsche und regional geprägte Küche und dazu die Spezialitäten vom offenen Kamin. Das sind verschiedene Steaks und Filets, die im offenen Holzofen im Gastraum gegrillt werden, allen voran natürlich der Idar-Obersteiner Spießbraten. Das ist ein ordentliches Stück vom Schweinenacken, meist über 300 g, das vor dem Grillen für einige Zeit mit Zwiebeln eingelegt wird.

Die Speisekarte ist komplett auf der Homepage des Restaurants hinterlegt:

http://badischer-hof-breckner.de/speisekarte.html

Neben den schwerpunktmäßig vorhandenen Fleischgerichten gibt es noch ein Angebot mit Fisch und ein vegetarisches Gericht. In der Erinnerung an meine lange zurück liegenden Lehrgänge an der damaligen Artillerieschule im Ort bestellte ich natürlich den Spießbraten, der hier mit Grillkartoffeln mit Kräuterquark und traditionell angemachtem Rettichsalat serviert wird (12,90 €), Madame folgte meinem Beispiel.

Nach einer angemessenen Wartezeit wurden die Teller mit den Spießbraten serviert. Auf den Tellern mit farbig abgesetztem Rand lagen mittig die Fleischstücke, daneben einige kleinere Kartoffeln mit Schale und dem Kräuterquark und ein fest gepresstes Türmchen mit dem Rettichsalat. 

Der Spießbraten war, wie bei diesem Stück Fleisch normal, durchwachsen, das Fett aber beim Grillen gut herausgeschmolzen. Geschmacklich war er mir eine Spur zu salzig, dominierend und sehr gut aber war der eingezogene Zwiebelgeschmack. Die Grillkartoffeln (auf der vor Ort aushängenden Speisekarte ist die Rede von einer Folienkartoffel) waren mit Schale gegart, die stellenweise schon recht dunkel geraten war. Mit dem Kräuterquark schmeckten sie aber gut, und auch der Rettichsalat war in Ordnung.

Ambiente

Wie schon erwähnt haben wir an einem Tisch vor der Tür gesessen, in dem nur kurz auf dem Weg zur Örtlichkeit durchquerten Gastraum ließen sich mit den von der Sonne geblendeten Augen kaum Details erkennen, die Einrichtung ist aber wohl eher traditionell und rustikal.

Die Bestuhlung außen mit Stahlrohrgestellen und geflochtenen Sitzflächen und Rückenlehnen war stabil und bequem. Die Tische hatten ebenfalls Metallgestelle und dazu kunststoffbeschichtete Platten, die mit weißen Stofftischdecken mit eingesticktem Emblem der Betreiberfamilie bedeckt waren. Darauf standen lediglich ein Aschenbecher sowie ein Aufsteller mit dem Hinweis auf die Serviceklingel, die in Servietten eingewickelten Bestecke wurden von der Bedienung zusammen mit den Getränken gebracht.

Die Einrichtung der Toiletten war scheinbar noch original aus den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, mit den Bodenfliesen in gelb-brauner Farbe und einer Form, wie es sie nur in jener Zeit gab. Die Farbe der Sanitärobjekte hieß nach meiner Erinnerung Curry-Gelb.

Sauberkeit

Gläser, Teller und Besteck waren einwandfrei sauber, die Tische waren sauber gewischt, die Tischdecken ohne Flecken. Die Toiletten waren gut gepflegt und einwandfrei sauber.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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