Maximilian
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Seestr. 6-8, 72764 Reutlingen
Restaurant Catering Erlebnisgastronomie
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GastroGuide-User: DerOlli
hat Maximilian in 72764 Reutlingen bewertet.
vor 3 Jahren
"Traditionsrestaurant in historischem Ambiente mit guter Küche und souveränem Service."
Verifiziert

Geschrieben am 16.12.2016
Besucht am 19.10.2016 Besuchszeit: Abendessen 6 Personen Rechnungsbetrag: 258 EUR
Das „Maximilian“ existiert seit vielen Jahren am unteren Ende der Seestraße unweit der Echaz. Es ist in einem alten Backsteinbau untergebracht, der noch auf die der Gründerzeit der Industrialisierung zurückgeht.
Wir waren heute hier im Rahmen der Schlemmernacht.

Ambiente / Sauberkeit
Im vorderen Teil ist „Lisas Bar“ untergebracht, wo man Tapas essen und dazu Wein oder Cocktails trinken kann. Das eigentliche Restaurant befindet sich im hinteren Saal. In der Mitte gibt es eine Tanzfläche mit Parkettboden, die bei Bedarf für größere Feiern frei geräumt werden kann. Die Tische gruppieren sich im Zentrum sowie auf einer leicht erhöhten Empore an den Fensterseiten. Der Raum wirkt sehr hell und freundlich, die alte Bausubstanz kommt schön zur Geltung. Auf weitere Dekoration wurde weitgehend verzichtet.
Wenn das Restaurant voll besetzt ist dürfte es etwas lauter werden, da keinerlei dämpfende Raumteiler vorhanden sind.
Im Sommer kann man auf einer schönen kleinen Terrasse oberhalb der Echaz sitzen. Lediglich der starke Verkehr der nahegelegenen B312 stört etwas.
Der Innenraum wirkte sehr sauber und gepflegt, auch die Toilette war vollkommen in Ordnung.

Bedienung
Die Dame vom Service empfing uns freundlich und brachte nach der Bestellung flink die Getränke. Trotz des voll besetzten Hauses blieb sie souverän und behielt den Überblick. So fehlte es uns im Verlauf des Abends an nichts. Am Ende machte der Chef noch die Runde und erkundigte sich ob alles zur vollen Zufriedenheit verlaufen sei.

Essen / Trinken
Die Karte heute Abend beschränkte sich, wie in vielen Restaurants zur Schlemmernacht üblich, auf das vorgeschlagene Schlemmermenü. Dazu wurde eine kleine Auswahl verschiedener vermeintlich dazu passender Weine vorgeschlagen.

Das Menü bestand aus den folgenden drei Gängen:
Forellensüpple mit Kürbiscrostini
Gebratene Rinderhüfte auf Filderspitzkraut, dazu Haselnussbutter, Cassisjus und Serviettenknödel
Lauwarmer Käsekuchen mit eingelegten Heidelbeeren und Rumrosineneis

Zur Vorspeise tranken wir einen Grünen Veltliner aus der Wachau und zum Hauptgericht einen Côtes du Rhône villages.
Der Gastraum war bis auf den letzten Platz gefüllt. Anscheinend hatte das Maximilian mit dem diesmaligen Menü einen Treffer gelandet.
Nach kurzer Eingewöhnungsphase ging es auch schon los. Das Süppchen war hervorragend abgeschmeckt und sehr fein. Leider schwamm nur ein größeres Stück Lachsforelle darin und das war es auch schon. Davon hätte ich gerne noch mehr gehabt. Das Crostini mit der Mischung aus Tomaten und sauer eingelegten Kürbiswürfeln passte gut dazu und schmeckte erfrischend anders als übliche Crostini. Der Grüne Veltliner harmonierte gut zu der Vorspeise und wir freuten uns gemeinsam eine ganze Flasche davon bestellt zu haben. Das war schon mal ein guter Start.
Das Hauptgericht kam etwas bodenständiger daher wobei alle Komponenten von sehr guter Qualität waren. Das Fleisch noch rosa und saftig innen und obendrein sehr zart. Das Cassisjus war eher dezent ausgefallen. Das Filderspitzkraut zerging auf der Zunge und hätte der Chef nicht noch im letzten Moment entschieden, ein paar Spätzle zusätzlich auf dem Teller zu spendieren (weil das ohne irgendwie so lehr aussah!) hätte ich nicht so recht gewusst wohin mit meiner Haselnussbutter. Zu den hervorragenden Serviettenknödeln passte meines Erachtens eher das Cassisjus. Alles in allem ein vollständiger ausgewogener Gang. Der Côte du Rhône passte wiederum hervorragend zu dem kräftig abgeschmeckten Gericht.
Als krönenden Abschluss gab’s noch den lauwarmen Käsekuchen. Zwar ein Klassiker aber ganz so wie er sein sollte. Dazu herbes Heidelbeerkompott und ein hervorragendes hausgemachtes Rumrosineneis und der Nachtisch war komplett. Wirklich eine runde Sache zum Abschluss.

Fazit
Das Maximilian hat seit Eröffnung des Barfüßer Brauhauses direkt gegenüber sicherlich einigen Gegenwind bekommen. Doch braucht es sich mit seinem schönen Ambiente, der souveränen Bedienung und der Küche auf respektablem Niveau keinesfalls zu verstecken. Wenn ihr also mal eine Alternative im obere Wässere Viertel sucht, nur zu, es lohnt sich. Obendrein ist das Preisniveau durchaus angemessen.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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kgsbus und 6 andere finden diese Bewertung gut geschrieben.