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GastroGuide-User: Kupfertopf
hat Finkenwerder Landungsbrücke in 21129 Hamburg bewertet.
vor 5 Jahren
"Was ißt man in Finkenwerder? - Plattfisch. Was sonst."
Verifiziert

Geschrieben am 18.05.2015 | Aktualisiert am 18.05.2015
Besucht am 18.04.2015
Nahe des Fährenanlegers teilen sich die Ströme der Fährgäste. Die einen eilen zur Bushaltestelle und wollen nach Hause oder zur Arbeit. Die anderen stehen unschlüssig herum und suchen einen Ort zum Verweilen bei Essen und Trinken. Typische Touristen eben - im Stadttarif aus der Hamburger Innenstadt nach Finkenwerder und retour.
Ein Glück, man geht etwas den Anleger hoch und der Blick schweift erst zweifelnd zu einem Imbiss und dann erleichtert an der Mole entlang zum Restaurant Finkenwerder Landungsbrücke. Einhundert Meter sind doch eine überschaubare Entfernung.

Ambiente
Nur wenige Meter und man sieht schon das flache Gebäude. Zwei Außenbereiche - einmal auf der Mole mit schönem Blick, aber auch mehr Wind - und einmal hinter der Mole etwas windgeschützter unter Platanen. Alle Plätze aber schön sonnig.
Innen gibt es klassische ruhige Räume mit dunklem Gestühl, schön weiß eingedeckt, aber nach dem Mittag doch etwas sonnenfrei. Wir nahmen draußen auf der Mole Platz. Die Stahlrohrmöbel sehen gut aus. Das Gittermuster auf der Kleidung muß man in Kauf nehmen und auf den Tischen müssen Dinge größer sein als die Maschenweite, um nicht durchzufallen. Zum Glück kippen die Biergläser nicht um.
Ich ergatterte vom Boden einer Kiste die zwei letzten zerknautschten Sitzkissen. Decken gegen frischen Wind wären schön gewesen, aber nicht vorhanden.
Alles nicht ungepflegt, aber liebevolle Sorgfalt sähe anders aus.
 
Essen
Die Karte wird zum Glück von Fischgerichten aller Art dominiert und für den Gast haben Erwartungshaltung und Wirklichkeit eine ordentliche Schnittmenge. Klassische Gerichte und Hausmannskost ohne Schnickschnack.
Die Preise sind insgesamt zivil und vorausschickend behaupte ich, das Preis-Leistungsverhältnis ist nicht schlecht.
Natürlich! Große Scholle „Finkenwerder Art“ in Speck gebraten mit Bratkartoffeln  -17,9 EUR - mußte es hier an diesem Ort sein. Außerdem Grüne Heringe frisch aus der Pfanne mit Speckwürfeln und Bratkartoffeln 14,9 EUR.
Das Bier – Jever mit 4,2 EUR für 400 ml schon sehr teuer - kam zügig. Die Wartezeit bis zum Essen war angenehm.
Die Fische kamen auf den großen allseits bekannten fischförmigen Glastellern - garniert mit Zitronenviertel und Petersilienstiel, alle Beilagen in extra Schalen.
Die Scholle hatte zum Glück die Mindestfanggröße überschritten und war super gebraten. Außen leicht knusprige Kruste, wirklich sehr locker zerfallend im Fleisch. Beim Bratenfett war vielleicht außer dem Speck noch reichlich Pflanzenöl dabei. Auch die Bratkartoffeln - zwar gut aussehend, aber eben doch vorgefertigt -  hätten weniger kalorien- sprich fettlastig sein können.
Die grünen Heringe hätten für meinen Geschmack krosser gebraten sein können, aber meine Frau meinte, sie wären so viel saftiger im Fleisch. Da hatte sie auch wieder recht. Auf alle Fälle war alles passend. Die Menge nicht zu wenig. Unzufrieden waren wir nicht.
 
Service
Der Service kam in etwas größeren zeitlichen Abständen nach draußen. Es empfahl sich, sich frühzeitig zu äußern, um nicht die nächste Fähre zu verpassen. Ansonsten lief das Geschäft unaufgeregt mit einer routinierten Freundlichkeit. Beachtenswert war die Jonglierleistung des Service mit vielen großen Tellern.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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