Zurück zu Brauhaus Kloster Machern
GastroGuide-User: DaueresserGK0712
hat Brauhaus Kloster Machern in 54470 Bernkastel-Kues bewertet.
vor 2 Monaten
"Mosel-Tour 2019 - Tag 1.1 unser ersten Bernkastel-Kues Tour 2019 führt uns ins Kloster Machern oder:Wasser wird zum edlen Tropfen, mischt man es mit Malz, Hefe oder Hopfen."

Geschrieben am 11.04.2019 | Aktualisiert am 12.04.2019
Besucht am 27.03.2019 Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 24 EUR
Selbst gebrautes Bier und durchgehend warme Küche, das alleine zählt doch, wenn man während einer gefühlt nicht enden wollenden Hinfahrt eines Urlaubsziel (der Tunnel bei Bernkastel-Kues war gesperrt) auf die Homepage eines Lokals blickt. 

Geführt dort hin hat uns der Schlemmeratlas bzw die Schlemmeratlas-App, der Guide vergibt ein Besteck (gute Küche), zahlreiche Parkplätze scheint es auch zu geben. Wir programmieren also unser Navi kurz vor Kues um und sind nicht weniger erstaunt, dass uns unser Navi an unserem gebuchten Hotel vorbei schleust bis wir endlich auf die Zielgerade Richtung Zeltingen abbiegen.


Zeltingen ? War da nicht was ? In Zeltingen wurde der Bariton und Regisseur Franz Porten geboren, der Vater des frühen Filmstars Henny Porten. Ich als Filmkenner weiß das natürlich. Wir waren aber dagegen gefühlt noch nie in Zeltingen, welches aber laut App zur Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues gehört.


Aber die Schlagwörter selbst gebrautes Bier und durchgehend warme Küche verdrängten dann gleich diese filmischen Gedanken wieder. Wir parken auf dem Klostergelände (leider auf der falschen Seite) mit dem Vorteil dass wir durch den Kloster Hof spazieren können. Richtig hübsch, im Sommer ist es hier bestimmt wunderschön, wer mal einen Blick auf wikipedia werfen möchte ... ( https://de.wikipedia.org/wiki/Zeltingen-Rachtig#/media/File:Panorama_Zeltingen-Rachtig_2010.jpg ) rechts auf dem Bild ist das Kloster zu entdecken.


Wir also rein in die Kloster Gemäuer vergangener Tage und uns kommen schon Geruch von Gerstensaft, aber leider auch gleich von billiger "WC Ente" entgegen. In der Mitte des Kloster Saals die Theke, etwas planlos irrten die Servicekräfte umher. Ein Platz wurde uns nicht angeboten, den suchten wir uns selbst. Meine Frau checkte gleich mal die sanitären Anlagen, ich machte nach drei Minuten auf mich aufmerksam. Ob ich denn die Karte bekommen könnte, ich wusste nicht dass die in Form von Tageszeitungen die Speisekarten darstellten. Ganz witzig gemacht, aber irgendwie unhygienisch, finde ich. Dennoch, die Toiletten allesamt sauber, dass ich hier im Gesamtschnitt bleiben kann.


Durchgehend warme Küche, hat den Vorteil dass durchgehend warme Küche angeboten wird, der Nachteil liegt aber auf der Hand. In den Küchen werden meistens TK/Kühltruhe Convenience Produkte verarbeitet, das war uns aber egeal, wir hatten Hunger und hofften dass die Produkte mit frischen Gewürzen und etwas „Küchen Know How“ aufgepimmpt werden könnten. Und wir wurden nicht enttäuscht:


Meine Frau hatte sich schon auf dem Hinweg für den Brauhausburger entschieden und ich mich auf ein, zwei leckere Bierechen und eine Bier Begleitung: Unsere leckeren Brauhaustöpfchen - Dreierlei vom: Schmalz, Spundekäse, Obazda mit Meersalz und Brotkorb für 8,70 € - war mein Favorit. Und oftmals ist die erste Idee die bessere, da wir aber auch zeitig ins Hotel wollten entschied ich mich in letzter Sekunde, sehr zum Erstaunen meinen besseren Hälfte und und nahm das Jägerschnitzel. Was die Jägervereinigung wohl dazu sagen wird, im modernen Deutschland ist Jägerschnitzel verpöhnt. Das heißt modern: Ein „saftig weich geklopft und paniertes Stück Fleisch mit einer Champignon-Braten-Rahmsauce“. Nichts von alledem kam dann aber keine 8 Minuten später an. Also geht Jägerschnizel hier durch.


Wir bekommen unsere Getränke serviert. 

Das selbst gebraute Kloster Hefe schmeckt würzig und herb, für mich im ersten Schluck zu viel Würze, dann aber nach drei, viel Schluck dann doch typisch harmonisch süffig. Das passte sehr gut.


Sehr gut hat meiner besseren Hälfte ihr Burger gefallen. 

Das TK-Convenience Fleisch noch saftig aber komplett durch gebraten (geht ja auch nicht anders, war noch an der Grenze), die Saucen aber sehr stimmig, leicht pikant, das Ciabatta-Brot von hervorragender Produktqualität. Leicht angeröstet, war das schon ein guter Burger Spaß mit Abzug in der C-Note.


Mir hat mein SchniPo

geschmeckt, aber bei Leibe kein Referenzschnitzel oder ein Grund das Brauhaus noch einmal zu besuchen. Einfarbig, leicht an Fett erinnernder Crunch - in Erinnerung an fertig Schnitzel, klebte die Panade so dermaßen am Fleisch, dass man mit der eingehenden Vermutung auf dem richtigen Dampfer liegt. Sehr gut war die wohl selbst gemachte „rauchig schmeckende Pilzsauce“, leider war sie dermaßen kalt, dass ich insgesamt beim Essen auf eine gut gemeinte 3,0 Bewertung komme.


Fazit:
Im Sommer gerne draußen im Innenhof zu einem Bierchen, meine Frau hat noch eine angeschlossene Cafeteria gesehen, die warben mit „haus gemachten Torten und leckerem Kaffee“. Am Ende schauten wir auf die Rechnung und wir bezahlten keine 25 Euro insgesamt, daher haben wir auch nicht allzu viel falsch gemacht. Bedingte Empfehlung. Man(n) kann hier her, muss es aber nicht. 
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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