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GastroGuide-User: kgsbus
kgsbus hat Osteria del Corso in 51465 Bergisch Gladbach bewertet.
vor 7 Stunden
"Ein ruhiger Ort"
Verifiziert

Geschrieben am 10.08.2026 | Aktualisiert am 10.08.2026
Besucht am 09.08.2026 Besuchszeit: Mittagessen 3 Personen Rechnungsbetrag: 187.8 EUR
Allgemein

Die „Osteria“ haben wir gerne besucht. Es gab aber einen Betreiberwechsel. Die italienische Familie hat sich zurückgezogen. Anfang des Jahres waren wir zu Gast und fanden die Speisen teilweise leicht verändert. Die Einrichtung allerdings war unverändert.
Heute hatten einige Lokale in Bergisch Gladbach eine Sommerpause und so buchten wir die Osteria einfach nochmal.

Ambiente

Es gibt einen großen Außenbereich mit Sonnenschirmen und einer Theke. Drinnen stehen die Tisch nicht zu eng. Und wir setzten uns an einen Tisch in der Nähe einer Türe. Von dort kam frische Luft, wenn der Wind wehte und es war dadurch mit der Temperatur in Ordnung.

Sauberkeit 

Alle wirkt sauber und gepflegt.

Sanitär

Ebenerdig zu erreichen.

Service

Die beiden Betreiber (Kessler & Caraku GBR) sind selbst aktiv im Service tätig und werden von einer jungen Frau unterstützt. Alle drei sind freundlich und aufmerksam zu den Gästen.

Die Karte(n)

Es gibt aktuelle Tafelgerichte und das „Stammbuch“ mit den üblichen italienischen Gerichten. Auch Getränke sind reichlich zur Auswahl. Vom Fass gibt es Früh. Doch wir nehmen lieber andere Sachen.

Die verkosteten Speisen 

Vorweg wurden Brot und Butter gereicht.

Als Einstieg wählten wir Antipasto misto (29,90 €)

Auf dem Teller lagen Pulpostücke, kleine Garnelen, Schinken mit Mozzarella, Aubergine, Zucchini, Paprika – teilweise gefüllt mit einer Fleischcreme, eine Art Tortilla, Vitello tonnato

Die Pulpoteile waren gut gegart und zart. Das war schon erfreulich, weil sie gelegentlich weich und gummiartig sind.
Die Garnelen waren in Ordnung und von Tomatenstückchen umgeben. 

Der Schinken mit dem Käse schmeckte auch ordentlich. Das Gemüse war leicht gewürzt und hatte noch Biss. Die rote Paprika war reichlich vertreten; die Füllung bei einer Variante war gut. Die kleine Portion Vitello schmeckte uns fast wie zu Hause.

Die Vorspeisenplatte überzeugte uns voll und wir teilten sie uns möglichst gerecht auf.

Tagliatelle Pfifferlinge (23,90 €)

Die Pasta war gut gegart, die Pilze waren reichlich verwendet worden. Die Sauce war leicht gewürzt.

Tortelloni Ziegenkäse (21,90 €)

Auch hier hatten die Hülle einen guten Gargrad. Sie waren reichlich gefüllt und auch in der Sauce war viel Ziege drin. Der Teller strahlte weiß. Eine kleine Tomate diente als Verzierung.
Der Geschmack überzeugte.

Saltimbocca alla romana (28,00 €)
Kalbsrücken mit rohem Culatello Schinken und Salbei

Bei „Giovanni Chiaradia“, Kochschule, Ruhrgebiet in Herten auf Ewald, „Wildes Italien“,
im Jahre 2009 war „Saltimbocca“ auch das Thema für Secondo piatto (Hauptspeise).
Die Zutaten waren damals Kalbsfiletscheiben, italienischer luftgetrockneter Schinken (San Leo, Daniele oder Parma), Salbei, italienischer Weißwein und Marsala.
Seither koche ich es gerne zu Hause nach dem Rezept und bestelle es gelegentlich auch in Restaurants. Ich nehme dazu genau wie hier Kalbsschnitzel.
Das Fleisch war gut gegart und zart. Es war mit genug Schinken umhüllt und auch mit Salbei war nicht gespart worden. Es war also gelungen. Die Sauce war ebenfalls gut gewürzt – ob Marsala verwendet wurde, kann ich nicht garantieren, aber der wein war schmeckbar.

Die Beilage waren Paprika, Tomate und Zucchini. Auch Kartoffeln und eine Krokette dienten als Begleitung.
In Deutschland hat der Hauptgang immer eine Beilage. Im klassischen Italien aber gar nicht. Als ich vor vielen Jahren in Köln bei einem „echten“ Italiener gegessen habe, den mir ein Bekannter genannt hatte, war ich überrascht, dass das Fleisch alleine auf dem großen Teller lag. Der Kellner erklärte mir dann, als er meine großen Augen sah, das man im ersten Gang Pasta isst und dadurch schon fast satt ist und dann zur Krönung Fisch oder Fleisch serviert bekommt. - Aber das habe ich danach kaum bei anderen Besuchen noch vorgefunden.

Tiramisu (9,50 €)

Der Boden war relativ dick. Wir kennen das Gericht auch eher mit mehreren dünnen Lagen. Aber die Creme war köstlich un der Teig war gut getränkt.

Vanilleeis mit Erdbeeren (9,50 €)

Das Eis wird selbst gemacht - es schmeckte auch reichlich nach Vanille und war cremig. Mit Erdbeeren war nicht gespart worden.

Panna Cotta (9,50 €)

Italien liebe - ich ebenso die Sprache (aber ich beherrsche sie leider nicht). Aber erst 1994 war ich dort zwei Wochen lang. In Rovereto war unser Hotel. Abends gab es immer klassische Gerichte. Besonders geschmeckt haben mir dabei Vitello Tonnato und Panna Cotta. Diese kam in großen Schüsseln auf den Tisch und man holte mit einem Löffel eine Portion davon oder rollte sich eine Nocke. Die Creme war luftig und leicht und hatte ordentlich Vanille.
Beide Gerichte habe ich seither auch zu Hause nachgemacht.
Heute wird Panna Cotta meistens in kleine Gläser gequält und mit Früchten und Säften umgeben. Wenn das in Maßen geschieht, geht das für mich; aber lieber habe ich die Creme pur und kann sie ggf. in eine Sauce tunken, wenn ich es will.
Meine Portion war im Glas und hatte Erdbeeren oben – als Pudding und in Stücken – als Zierrat noch keine dunkle Trauben. Es war in Ordnung – aber ich vermisse „Rovereto“.

Insgesamt hat es uns gut geschmeckt und waren zufrieden. Mir sind heute dazu eben viele Gedanken zu Italien eingefallen

Getränke

Pellegrino (8,00 €)

Pfirsich Spritz (8,50 €)
Campari Soda (8,50 €)

Negroni (9,50 €)

Am Cocktail-Seminar im „SEIBERTS“, Köln habe ich erst 2016 teilgenommen und dabei auch den Cocktail „Negroni“ kennen gelernt. Er benutzt dabei Campari von Flaschen aus den 1970er Jahren, die noch nach altem Rezept hergestellt wurden. Das kann man nicht so einfach nachmachen. - Aber mir schmeckt dieser Aperitif auch mit einfacheren Zutaten, wenn die Mengen abgestimmt sind.
Heute war der Drink wieder in Ordnung und erfrischte.

Pinot Grigio – Karaffe 0,5 l (21,50 €)
Cantina Mezzacorona Trentino Pinot Grigio

Er war frisch und passte zum Essen – Er wird zu Vorspeisen, Fischgerichte, zartem Fleisch auf der Seite des Weinguts empfohlen.

Aufs Haus: Grappa

Preis-Leistungs-Verhältnis

Wir fanden die Kosten angemessen.

Fazit

4 – wir werden wohl wiederkommen. Das Angebot ist stimmig und die Gerichte und Getränke sind in Ordnung – teilweise sogar ausgezeichnet.

(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder – nach „Kuechenreise“)

Datum des Besuchs: 09.08.2026 – mittags – 3 Personen

Meine Genießer-Erlebnisse stehen auch bei http://kgsbus.beepworld.de/archiv.htm
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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