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GastroGuide-User: TotalLecksch
einen Beitrag zum Die Linde in 71083 Herrenberg geschrieben.
vor 2 Jahren
"Viel Marketing zu Lasten Qualität und relativ teuer für diese Qualität und Affstätt"

Geschrieben am 20.08.2016 | Aktualisiert am 20.08.2016
Zunächst das Positive. Freundliche Servicekräfte und schöner Gastgarten.
Das Glas Prosecco und das Glas Grauburgunder waren gut.
Wir bestellten als Vorspeise, Blattsalat und Flädlesuppe. Als Haupgerichte erhielten wir Hähnchenbrust auf Ratatouille mit Schwenkkartoffeln. Ausserdem Rostbraten mit Spätzle.
Die Vorspeisen waren i.o. Einzig das Salatdressing war sehr sauer,aber das ist Geschmacksache.
Die Hähnchenbrust war sehr trocken und zäh. Als wir gefragt wurden,wurde es innerhalb 7 Minuten getauscht. Danach war es zart und saftig. Die Beilagen gut.
Der Rostbraten (ich bestellte ihn durch) war auf der Karte nicht von seiner Herkunft gekennzeichnet. Seine Konsistenz war sehr zäh und faserich. Ich musste fast jedes Stückchen, nach dem kauen zurück auf den Teller geben, weil es so faserich war. Selbstverständlich auch weil ich ihn, durch, bestellt hatte. Aber Vordergründig meiner Meinung nach durch die Fleischqualität, die zum Rostbraten nicht gut geeignet ist.
Die Spätzle waren sehr wässrig und ohne Biss. Meinem Eindruck nach,waren zu wenig Eier verwendet und/oder zu lange im Kochwasser. Die Sosse war für meinen Geschmack zu dickflüssig und schmeckte mir nicht nur nicht, sondern sprach noch einige Zeit danach mit mir.
Der Chef Ingo Willms kam an unseren Tisch mit dem Steakstück, um uns zu zeigen, welch tolles Stück vom Rind dies sei. Wir fragten, woher das Stück stammt und er sagte das sei argentinisches Rindersteak, was er x-mal am Tag verkauft.
Ein echter Rostbraten wird aber aus dem Zwischenrippenstück des Rindes geschnitten und zwar dünn, nicht wie ein Rumpsteak dicker, wie ich es bekam.
Für ein Steak, dick geschnitten, wäre dieses Fleisch sicher gut geeignet und auch gut zuzubereiten. Als Rostbraten taugte das aber nicht.
Für schlappe 22€ wäre meiner Meinung nach ein deutsches Fleisch drin, ansonsten ist das für mich nicht gehobene Qualität, sondern Bwl-Kunst der Verdienstklasse.
Der Chef wollte uns ein Dessert anbieten, auf Kosten des Hauses, was uns aber unseren fleischlichen Eindruck nicht ersetzen konnte und wir ablehnten. Darauf kam es uns ja auch nicht an.
Was das Wasser medium in der Lindenwasserqualität anbelangt, müssen wir klar und entschieden sagen, dass das aufbereitete Leitungswasser aus dem Bodensee, auch aus der eleganten Lindenkarraffe mit Kühler für 4.80 € (!) in 0,7 Liter, als Marketinggag und Wucher gilt.
Wir fragten die Bedienung , ob es Mineralwasser in der Flasche gäbe, was Sie verneinte.
Interressant war auch der Nebenraum mit Bilderausstellung. Die Stühle gehören dort eher mal ersetzt, oder zumindest neu gepolstert, aus unserer Sicht.
Zumal die Linde doch zur besseren Mittelklasse gehören möcht, wie wir hörten.
Unsere 2 Sterne beim Ambiente,beziehen sich auf den Nebenraum,in dem wir saßen.
Der Garten hätte mehr verdient.
Wir müssen an diesr Stelle sagen, dass sich der Chef sehr bemüht hat. Wir zollen aber vor Allem Respekt, für die besondere Marketingkunst vom Lindenteam und Herrn Willms.
Wir müssen dort nicht essen gehen.


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