CASA MIA
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Fleischergasse 11, 01877 Bischofswerda
Restaurant Biergarten Gaststätte
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GastroGuide-User: Jenome
hat CASA MIA in 01877 Bischofswerda bewertet.
vor 4 Jahren
"Mit Hunger ins Lokal-dann ist man hier verkehrt-zu lange Wartezeiten aufs Essen. Schade"
Verifiziert

Geschrieben am 18.08.2015
Besucht am 08.08.2015
Bereits im letzten Jahr besuchten wir im Sommer das Casa Mia in Bischofswerda. Aufmerksam wurden wir auf diese Gastronomie über Mundpropaganda, denn weder über Internet noch in örtlichen Medien hatten wir jemals vom Casa Mia gehört.
Da wir bereits voriges Jahr eine Theatervorstellung aufgrund der langen Wartezeiten im Casa Mia fast verpassten, wussten wir, dass wir viel Zeit mitbringen mussten. Wie viel Zeit es am Ende werden würde, wagten wir am Anfang nicht zu träumen.
Aber vom Anfang an: ein schöner, sonniger und warmer Augustsamstag ließ uns mit unseren Freunden nach einer Abendgestaltung sinnen. Uns fiel das Casa Mia in Bischofswerda mit seiner wunderschönen, mediterranen  Terrasse ein, und kurzerhand riefen wir dort an und bestellten für den Abend um 19:30 Uhr vier Plätze. Mit dem Auto mühsam bis zum Casa Mia durchgekämpft, liegt es doch ziemlich abseits des Marktes, aber ebend Mitten im Zentrum von Schiebock. Pünktlich um 19:30 Uhr waren wir angekommen und von einer jungen Dame wurde uns der Tisch zugewiesen. Die anderen Tische waren bereits voll, ein weiterer Tisch füllte sich ebenfalls bei unserer Ankunft. Insgesamt waren jetzt ca. 20 Personen im Casa Mia, und die Bedienung tat sich etwas schwer mit den Bestellungen. Wir baten uns etwas Zeit zum Stöbern in der Getränkekarte.  Die Zeit war reichlich, wir konnten zwischendurch auch noch die kleine Speisekarte auswendig lernen, denn erst nach einer halben Stunde, also um 20:00 Uhr kam die Dame wieder an unseren Tisch und nahm die Bestellung auf. Die Damen bestellten sich jeweils eine Rot- bzw. Weißweinschorle a´2,90 € bzw. 3,10 €, wir Herren wählten ein Landskronpilsener a´2,10 €. Leider gibt es im Casa Mia kein Fassbier, sondern lediglich Flaschenbier. Wir baten noch einmal darum doch bitte ein kaltes Bier zu bekommen.
Die Getränke kamen dann auch alsbald, allerdings bestellten wir sofort ein zweites Getränk, denn bei über 30°C an diesem Abend war natürlich auch Durst vorhanden. Die Damen schlürften genüsslich ihre Schorle, mein Gegenüber nahm sein kaltes, am Glas perlendes Bier, nur bei mir war was verkehrt. Das Bier lecker warm, einen Kühlschrank hat es wahrscheinlich noch nie gesehen. Die junge Dame beim vorbeigehen darauf angesprochen kam als Antwort das man mit dem kühlen nicht hinterherkommt. 20 Leute > Hälfte Frauen mit Wein > mindestens zwei weitere Männer mit Wein > bleiben noch acht Männer mit Bierdurst. Das sollte doch zu kühlen sein?!
Mit der Getränkebestellung wählten wir dann auch einen Antipasti Teller a´8,50 €, jedoch mit der Bitte um 4 Gabeln und Tellern, da wir uns den Antipasti als Vorspeise teilen wollten. Weiterhin bestellten wir 4 Crostinis mit Tomate bzw Paprika a´1,30 € und als Hauptspeise wählten wir zweimal die Tagliatelle mit Basilikum Pesto und frisch gerieben Parmesan a´7,30 € und zweimal die mediterrane Hähnchenpfanne in pikanter Gemüsesoße auf Tagliatelle a´8,30 €. Nun begann das große warten. Eine halbe Stunde, es tat sich nichts, eine dreiviertel Stunde, die Bedienung kam ab und an mal mit ein, zwei Tellern auf die Terrasse, bei uns tat sich nichts. Endlich, um 21:00 Uhr, eine Stunde nach der Bestellung erreichte uns endlich unser Vorspeisen-Antipastiteller. Erstaunt von der Größe für diesen Preis überlegten wir nicht lange, der Hunger schlich schließlich schon um die Ecke. Der Antipastiteller reichhaltig belegt mit Salami, Käse, Schinken und mediterranen Gemüse. Liebevoll angerichtet und lecker. Beim Servieren baten wir die Kellnerin, uns doch bitte ein weiteres Bier zu bringen. Sie erwiderte darauf dass dies das letzte sei. Ok sagten wir, schwenken wir dann um auf Radeberger Flaschenbier, welches ebenfalls im Angebot ist. Keine Antwort der Servierdame, sie verschwand und brachte uns noch jedem noch ein Landskron.
Die erste Vorspeise war mittlerweile verdaut, das dritte Bier fast alle, als 1,5 Stunden nach Bestellung, also gegen 21:30 Uhr die zweite Vorspeise, die Crostinis gereicht wurden. Sorry das ich davon hier kein Bild veröffentlichen kann, aber aufgrund des immer mürrischer werdenden Magens schlugen wir vier zu, und verputzten die leckeren Crostinis ratzfatz.
So, jetzt doch noch bitte ein kaltes Bier. Bedienung: „Nööö, das ist alle.“ Wir: „Ja, dann nehmen wir ebend Radeberger?!“ Bedienung:“ Nöö, das ist auch alle!“  Waaaaas? Samstagabend um 21:30 Uhr, bei dem Wetter gibt’s kein Bier mehr in der Gastro? Da es „nur“ Flaschenbier ist, sollte doch ausreichend da sein? Oder es sollte doch möglich sein Nachschub zu holen???? In Bischofswerda gibt es vier Tankstellen, und selbst bei dessen Preisen hätte die Wirtin noch was verdient und die Gäste sind zufrieden. So hockten wir nun auf dem Trockenen und warteten auf das Hauptgericht. Dies kam dann auch wirklich noch an: um 22:15 Uhr wurden unsere Tagliatelle serviert. Unglaubliche zwei Stunden und 15 Minuten nach der Bestellung. Die leckeren Tagliatelle waren dann auch recht schnell verputzt und auch an denen gab es überhaupt nichts auszusetzen. Zwischenzeitlich hatte sich auch die Terrasse ob des fehlenden Bieres recht deutlich geleert und wir verlangten auch unsere Rechnung. Kurze Zeit später kam die Chefin persönlich und verlangte 93,50 €. Etwas irritiert ob des hohen Preises zahlten wir, und ich bat noch um einen Stempel incl. Unterschrift auf der Rechnung als Bewirtungsbeleg. Also nahm Frau Chefin die Rechnung wieder mit und versprach gleich widerzukommen. Als sich nach 10 Minuten noch nichts tat, solange kann doch keine Unterschrift dauern, ging ich ins Lokal. Auf die Frage nach meiner Rechnung: Ratlosigkeit. Aber dann wurde auf einmal der Papierkorb durchwühlt und siehe da, da war sie doch. Also hätten wir locker noch eine weitere trockene Stunde zubringen können.
Zu Hause haben wir uns dann bei einem kühlen Bier die Rechnung noch einmal genauer angesehen und waren erbost und überrascht zu sehen das uns für den Antipastiteller doch glatt 32,00 € in Rechnung gestellt wurden. Wir beschwerten uns per Mail bei der Chefin und laut ihrer Aussage hätten wir bei ihrer Bedienung für 4 Personen nen Antipastiteller bestellt. Wir widersprachen empört, und man will uns nun 10 Euro zurückerstatten.
 
Schade, die Speisen sind sehr lecker. Die langsame und überforderte Bedienung, die ewig langen Wartezeiten auf die Speisen, das Bier alle am Samstagabend und am Ende die weggeworfene Rechnung, das geht gar nicht, und einen nächsten Besuch im Casa Mia wird es für uns so schnell ganz sicher nicht mehr geben! Wirklich schade, das Essen war so gut….

PS: Toiletten waren in einem sauberen Zustand.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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