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GastroGuide-User: simba47533
simba47533 einen Beitrag zum sake | asia.bar.risto.cafe. im Dampfschiff in 66111 Saarbrücken geschrieben.
vor 5 Stunden
"Gastronom macht das vormalige "Dampschiff" zur Wein-Bar"

Geschrieben am 15.09.2026 | Aktualisiert am 15.09.2026
Das "Sake" in den Räumen des vormaligen "Dampfschiffes" ist Geschichte und das "Dampfschiff" soll aus seinem gastronomischen Dornröschenschlaf wiedererweckt werden. Gastrnomen-Urgestein Jürgen Petry übernimmt das Lokal am Saarbrücker St.Johanner Markt. Am 1.Oktober soll es als "Dampfschiff" wiedereröffnen. Das hat er vor.

Jürgen Petry kann es einfach nicht lassen. Grinsend steht der 77-jährige in der Eingangstür ds "Dampschiffs". Dort ist das asiatische Restaurant "Sake" nach vielen Jahren gerade ausgezogen. Nun übernimmt Petry. Er will das kleine Ecklokal zu einer schicken Bar mit excellenter Weinkarte und kleinen kulinarischen Köstlichkeiten machen. Dabei hatte er, der seit über 50 Jahren im Geschäft und damit einer der erfahrensten Gastronomen Saarbrückens ist, vor ein paar Monaten noch etwas ganz anderes vor: Den "Ruhestand geniessen", wie man so schön sagt. Nun, für jeden bedeutet das bekanntlich etwas anderes. "Ruhe" und "(Still)-Stand jedenfalls hält Jürgen Petry nur schwer aus.

Vor Kurzem hat er zwar das "Gasthaus Zahm" direkt gegenüber vom "Dampschiff" abgegeben  -  nach fast 10 Jahren.Aber die Idee vom "reisenden Rentner" entpuppte sich schnell als Schnapsidee. Einen umgebauten VW-Bus gekauft und ganze drei Tage auf Tour in Frankreich gewesen. "Da habe ich ganz schnell, dass das nix für mich ist; die Hitze und die Anstrengung beim Fahren und alles ."Also drehte Jürgen Petry nach gerade mal drei Tagen um Richtung Heimathafen Saarbrücken. Und machte direkt nach seiner Rückkiehr kurzentschlossen die Übernahme des "Dampfschiffes" klar."Das Lokal fand ich imer schon sehr schön", sagt er. Und das Konzept war schnell entwickelt: Leckerer Wein, ein paar ausgewählte Speisen auch unter zehn Euro, Bier vom Fass und nettes Personal sollen das neue, alte "Dampfschiff" zu einer familiären Kneipe für ei Pblikum machen, das es individuell, klein, fein und gemütlich mag. Der dunkle Holztresen nimmt fast ein Drittel des gerade mal 50 Quadratmeter großen Gastraumes ein. Wird es dem "Gasthaus Zahm" gegenüber Konkurrenz machen? Petry verneint. Man werde sich ergänzen.

"Ich hatte noch nie eine so kleine Kneipe", lacht Petry. Auch wenn sei legendäres "Sankt J." (heute die "Spitzeria" am St,Johanner Markt) auch nicht sehr viel größer ar. "Ich weiß gar nicht, ob ich damit überhaupt Geld verdienen kann!" Das sei aber auch nicht so wichtig. "Von den fast 20 Läden ("Monsieur Hulot", "Sankt J.", "Ratskeller", "Zapata", "Gemmel", "Schnokeloch", "Café am Schloss", "Adler","Brasserie" und andere) ging es mir nur bei eine einzigen vor allem ums Geld verdienen", erzählt Petry. Nu zieht es ihn also wieder zurück an "seinen" St.Johanner Markt. Das "Dampschiff" bekommt damit einen sehr erfahrenen Kapitän, der schon in vielen Lokalen angedockt hat und gastronomisch Kurs halten kann. Im "Dampschiff" wird derzeit tüchtig gearbeitet. "Ich will am 1.Oktober eröffnen", kündigt Petry an. Und fall er tatsächlich vom Kurs abkommen sollte  -  halb so schlimm. "Ich will natürlich nicht drauflegen, aber ich muss auch nicht mehr das große Geld verdienen", bleibt er gelassen. "Ich mache das, weil es mir nach wie vor großen spaß macht."

(auszugsweise SZ vom 15.09.2026)


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