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GastroGuide-User: trebor
hat Lindenhof Café in 49545 Tecklenburg bewertet.
vor 3 Jahren
"Eine heimelige Pause im mittelalterlichen Gebälk"
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Geschrieben am 04.01.2016
Tecklenburg – das westfälische Rothenburg – besticht durch die Fachwerkarchitektur des mittelalterlichen Stadtkerns unterhalb der namensgebenden Burg. Das nasskalte Wetter hält uns davon ab den „Hexenpfad“ durch den Wald zu erkunden – es wird nur ein Spaziergang durch das malerische Städtchen. So manches Haus stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Bevor es zurück in die Heimat gehen soll, möchten wir uns aufwärmen und ein heißes Tässchen Tee genießen. Am Markt bieten sich sofort zwei Möglichkeiten – wir entscheiden uns für die fachwerklich stilechte im Lindenhof Café.

Über ein kleines Treppchen erreicht man den unteren, von zwei Gasträumen. Im Mittelalter hat man noch nicht an behindertengerechten Zugang gedacht. Die Toiletten befinden sich im Erdgeschoß (m.) und im 2. Stock (w.). Über eine Holztreppe gelangt man in den oberen Gastraum mit Blick über den Marktplatz und die umstehenden Häuschen.  

Die Tische sind mit Teelicht/Blümchen, Zuckerstreuer und Kandisdose ausgestattet. Hier steht auch eine ledergebundene Karte mit Kaffee- und Teespezialitäten bereit. Die Tees werden in Kännchen zu 3,95 € gereicht.

Auf Nachfrage wird das Kuchenangebot genannt. Da uns nicht der Sinn nach Torten steht wählen wir ein Stück vom einzigen Blechkuchen Typ Bratapfel für 2,95 €. Der Service ist routiniert professionell ohne herzlich zu wirken.

Kurz darauf erreichen uns zwei Kännchen und der Kuchen. Es wird loser Tee vom Bremer Teekontor  im Einweg-Brühbeutel serviert, den man nach belieben selber ziehen lassen kann. Er wird richtig zugeordnet, Entspannungs-Wellnesstee für Madame und ein Dajeerling FOP second flush für mich, aber ein Hinweis auf eine entsprechende Zieh-Zeit für den optimalen Genuss wird nicht genannt. Für Einsteiger kann das gerade beim Kräutertee zu einem wässrigen Ergebnis führen.

Der Kuchen ist ein ordentliches Stück, das als Geschmackskontrapunkt für uns beide dient. Ein sehr dicker Rührteigboden mit einem im Verhältnis zu dünnem, aber leckerem Apfelbelag: kleine Würfelstücke und jede Menge Mandelspäne. Kuchen und Teller sind mit Zimtpulver bestreut und vermitteln den Bratapfeleinschlag.

Während des Genusses schweift der Blick durch den Raum. Überall sind Deko-Elemente und Bilder einer lokalen Künstlerin platziert, die auch käuflich erworben werden können. Gleiches gilt für den Tee und die heiße Tasse Schokolade im häuslichen DIY – Einsatz.

Gut erwärmt verlassen wir die Teestube. 


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