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GastroGuide-User: DaueresserGK0712
hat Kurfürst am Markt in 68161 Mannheim bewertet.
vor 3 Jahren
"Ironman vs MeM - sau leckere "Rotationseuropäer" Schnitzel und Preise wie zu DM Zeiten !!"
Verifiziert

Geschrieben am 09.10.2016 | Aktualisiert am 09.10.2016
Besucht am 17.09.2016 Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 24 EUR
Iron Man (dt.: „Eisenmann“,) hatte seinen ersten Auftritt in dem Comic Tales of Suspense #39 im März 1963, das Alter Ego des Multimilliardärs Anthony Edward „Tony“ Stark. Dieser übernimmt den Familienbetrieb Stark Industries, nachdem seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Ganz so alt (1963) bin ich noch nicht, dennoch ist Iron Man eines meiner Lieblingsfiguren in der Gegenwart.


Ich hatte vor ein paar Wochen mal wieder richtig Lust auf ein echtes Zigeunerschnitzel. Kein Schnitzel mit Paprika-Imitats-Sauce und Chillipulver, der Kenner weiß was ich damit meine. Und ich springe nicht auf den MeM Zug auf, auch nicht auf den Sinti-Zug. Lust habe ich auf das MeM Schnitzel (wie es neudeutsch gerne heißt = Mobile ethnische Minderheit) – bekommen, als ich meine alten Kassetten von Fips Asmussen und Otto Walkes digitalisierte und Otto mit „ Herr Ober ich hätte gerne ein Zigeunerschnitzel – Was ? Wegen einem Schnitzel schneiden wir doch unseren Zigeuner nicht an!“ die Massen in Ekstase versetzte.


Also ein kurzes „go google“ - Zigeunerschnitzel und Mannheim und schwupps kamen ein paar Vorschläge. Iron Man hatte Hunger und Durst ;-)  Geworben wurde u.a. für Mannheim`s bestes Zigeunerschnitzel, ein alter Bekannter, bzw Bekannte. 
Der „Kurfürst am Markt“ von mir vor fast 8 Monaten das letzte Mal besucht und irgendwie in Vergessenheit geraten. Das Restaurant heißt nicht umsonst "Kufürst am Markt" denn im Haus R1, dem so genannten Casino-Gebäude zog am 14. November 1720 Kurfürst Karl Philipp ein, nachdem er Heidelberg verlassen hatte und die Residenz nach Mannheim verlegt hatte. In diesem Haus wohnte auch 1730 der Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. mit seinem Sohn, dem späteren Großen Fritz. Wir entscheiden uns für ein selbst zusammengestelltes 2 Gang Menü. Als Vorspeise die selbst gemachte Kartoffel-Gemüsesuppe (1,30), danach dann die eigentlichen Hauptspeisen. Als Hauptspeise suchte sich meine Frau aus der Pfifferlingskarte, den selbst gemachten Semmelknödel mit frischen Pfifferlingen heraus (6,50), ich nahm das Zigeunerschnitzel von der Standardkarte.

In der Zwischenzeit wurde die Getränke, sehr gut gekühlt, serviert. Mein Hefe hatte ordentlich Trübung und hatte einen super Hefe Geschmack, man hatte wohl das Fass gerade auf den Kopf gestellt. Meine Frau nahm eine große Cola Light. Beide Getränke 2,80 Euro. Nach einer angenehmen Wartezeit kamen dann unsere Vorspeisen.

Das Ambiente erinnert an ein "deutsches Gasthaus", viel helles Holz, warme rötliche Farbtöne. Einige Plätze sind mir innen eindeutig zu hell, da direkt extremst helle Lampen auf die Plätze leuchten, bei unserem Besuch aber war es angenehm war draußen, so zogen wir es vor, im Außenbereich zu sitzen. Passend dazu, hatte ein benachbartes Schuhgeschäft einen DJ aus Ibiza eingeflogen, der zur Neueröffnung groovige Beats und housige Musik spielte. 

Ich muss nochmal schnell auf das PL Verhältnis eingehen, denn schon in meiner letzten Bewertung schrieb ich 

„ Auf der Suche nach Lokalen und Restaurants mit ausgezeichnetem Preis-Leistungsverhältnis ist, nach den dramatischen Preissenkungen im Einkauf für Lebensmitteln,in den letzten Monaten kein einfaches Unterfangen. Es gibt Lokale die dem starken Euro trotzen und unverändert die Preise "hoch halten", einige komplett abgedriftete Inhaber erhöhten sogar noch die Preise (arme Irre), bei unserem Besuch aber beim "Kurfürst am Markt" konnten wir eine deutliche Preissenkung im Vergleich zum Jahr 2015 erkennen.


Schön, dass dieser Trend immer noch inne hält. Es werden die Suppen serviert. 

Sie erinnerte an die Suppe der Mutter meines Bruders, die machte die auch immer so eingedickt. Aber schön mit Weißwein, schön erfrischend, leicht sauer, zusammen mit der mehligen Kartoffel und der Karotte/Sellerie ein ausgezeichneter Start (und das für nicht mal 1,50.)


Nach einer angehmen Wartepause kamen dann zeitgleich beide Hauptgerichte. „Oh jesses, wer sollte denn das alles bitte essen?“ - Meine Frau bekam zwei riesige fluffige selbst gemachte Semmelknödel, 

ein kleiner Hügel voller Pfifferlingen, in einer schönen Weißwein-Rahmsauce. Das Gericht war einfach „sau lecker“ mehr gibt es da nicht zu sagen.


Iron Man staunte ebenfalls:

Zwei große in Butterschmalz ausgebackene Schweineschnitzel, die Panade knusprig und auch mit der Sauce keineswegs aufgeweicht. Die Sauce war der Knaller. Reichlich frische Paprika, mit echtem Cayenne und nicht das Imitat aus Zuffenhausen. Dazu gab es ein Berg gut gesalzener Pommes. Allerdings war das ganze eine echte Holzfäller-Portion und an diesem Tage nicht zu schaffen von Mannheim`s Daueresser, lecker war es aber allemal.


Fazit:
Seit 2010 läuft auf Nickelodeon die Zeichentrickserie „Iron Man – Die Zukunft beginnt“ (Originaltitel: Iron Man: Armored Adventures), wobei die Geschichte einige Änderungen aufweist – im Kurfürst gibt es dafür nur Originale. So heißen auch weiterhin die Schnitzel „Jäger- und Zigeunerschnitzel“ - und das ist gut so. Empfehlung !!
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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