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Es sind Details we diese, die für Küchenchef Silio Delo Fabro aus Püttlingen eine wichtige Rolle spielen, wenn er ein Gericht für die "Esplanade" entwickelt. Diese Details sind auch an den zwei Michelinsternen beteiligt, die das Restaurant seit 2021 unter seiner Führung hält. Aber wer dieses Niveau halten will, noch höher hinaus will, der braucht mehr als Detailverliebtheit. Ein 14,5-Stundentag.ist für Del Fabro normal, im Vergleich zu seiner Ausbildungszeit schon eher ruhig - wie man aus seinen Erzählungen ableiten kann.
Wenn Del Fabro über Essen spricht, dann spricht er davon, dass die sardischen Gnocchi mit Ragu Bianco von der Karte der "Esplanade" schmecken "wie eine Umarmung von Mama". Und von "diesem Knacken, wie bei einer Spaghetti, die richtig schön al dente ist", wenn er von den Mehlknödeln seiner Mutter spricht, die er gerne kalt gegessen hat.Oder aber davon, wie sein Vater immer die Eierschmier in einer iesigen Pfanne vor ihn und seinen brüdern auf den Tisch gehievt hat - "Wenn ich da so drüber nachdenke, dann ist das schon echt viel die Erinnerungen an das Essen als Kind damals."
Doch die "Spaghetti Bolo" von Del Fabros Mutter: "Bis heute ist das mein absolutes Lieblingsgericht." Und das kocht er auch heute noch für seine Frau und seine beiden Kinder, meist sogar am llebsten mit Engelshaar-Pasta, ganz besonders dünnen Spaghetti. Del Fabro eerklärt lachend: "Ich weiß, Bolognese mit Engelshaar-Spaghetti ist eigentlich ein absolutes No-Go, aber ich finde, wenn man diese sehr dünnen Nudeln benutzt,dann hat das einfach so einen besonderen Schmelz."
Jetzt aber kommt gerade der erste Bon mit einer Bestellung in die Küche der "Esplanade" gesurrt. ilio Del Fabro stockt kurz, ruft eine omonöse Zahlenkombination. Antwort aus den stählernen Küchenzeilen: "Jawohl." Die Rotbarben, die der Küchenchef gerade noch mit dem Pariermesser bearbeitet hat, liegen in akkuraten Tranchen auf einem Silbertablett, das frisch gebackene Brot und die Kleinigkeiten zum Aperitif warten schon auf dem Pass - inclusive Wassermelone.
Info Silio Del Fabro - zur Person: Der heutige Sternekoch hat seine Ausbildung 2004 im Panoramahotel in Saarlouis begonnen. Danach folgten Stationen im "Gourmetrestaurant Wein- & Tafelhaus Oos" in Trittenheim. im Dri-Sterne-Restaurant des Waldhotels Sonnora in Dreis sowie eine Residenz bei Heinz Winkler in Aschau im Chiemgau. Bevor er 2017 Küchenchef in der Saarbrücker "Esplanade" wurde, arbeitete er sechs Jahre im Saarbrücker "Gäsehaus Erfort" als Souschef. Del Fabro wurde 2026 vom kulinarischenReiseführer Gusto zum "Koch des Jahres" gekürt.
(auszugsweise SZ vom 09.07.2026)