Zurück zu Almhütte Goaßstoi
GastroGuide-User: manowar02
hat Almhütte Goaßstoi in 85098 Großmehring bewertet.
vor 3 Wochen
"Wenn´s Fernsehen da ist schaut alles ganz anders aus, es hat aber gepasst"
Verifiziert

Geschrieben am 04.01.2019 | Aktualisiert am 04.01.2019
Besucht am 23.12.2018 Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 33 EUR
Mein Lokal dein Lokal wurde vor einiger Zeit ausgestrahlt und der Goisstoi war auch mit dabei. Es ist schon wieder eine Zeitlang her das wir damals im Biergarten waren. Damals war der Service nicht so toll und nach dem anschauen der Sendung entschlossen wir uns hier mal drinnen zu essen . Da er eine riesige Anzahl an Sitzplätzen im Fernsehen angepriesen hatte versuchten wir unser Glück ohne zu reservieren. Gut, war ein Spontaneinfall da es regnete und sie vorm Haus Parkplätze haben. Die Einleitung von der ersten Kritik ist fast noch alles gleich. Ein kleines Hinweisschild ist dazu gekommen. Am Parkplatz hat sich noch nichts geändert nur das es diesmal sehr viele Pfützen durch den Regen gab was den Autos eine „schöne“ Marmorierung abgab.
 
Service
Wir wurden freundlich begrüßt von einer Dame in Lederhose und nach einer Reservierung gefragt. Hatten wir leider nicht und sie meinte das sie schnell nachschaut, Im Buch geblättert, in den Nebenraum gegangen , mit einer Dame in Alltagskleidung gesprochen, mit dieser wieder geblättert im Buch teilte sie uns dann mit das wir ihr folgen sollen. Die Dame in Alltagskleidung war uns vom letzten Besuch her noch bekannt und unsere Service Dame heißt Tamara, die war nämlich bei mein Lokal dein Lokal anwesend und wurde dort so vorgestellt. Wir nahmen Platz und Tamara zeigte uns die Zettel am Tisch mit dem Hinweis, das ist die Speisekarte und Tageskarte. Zugleich erfragte sie auch unsere Getränke wünsche. Klar in die Karte schauen bringt nichts, sind es doch nur Zettel mit Essensangeboten. Die Getränke kamen rasch , sie wünschte uns zum wohl und nahm die restliche Bestellung auf. Der Salat erreichte uns vorab, sie wünschte an guadn und auf die beiden Essen mussten wir auch nicht lange warten. Sie nannte die Gerichte , stellte auf das ja jedem den Teller hin und meinte, dass wir es uns schmecken lassen sollen. Bis hier hin alles super, nett, freundlich und auf eine herzliche Art spricht sie jeden mit du an.
So nun machen wir einen kurzen Schnitt bis sie wieder an der Reihe war, den unterm Essen war sie nicht bei uns am Tisch, ABER
 
Haben wir doch die Sendung gesehen und das Gesicht am Nebentisch kommt uns doch bekannt vor, das müsste doch der Martin sein der durch die Sendung als Chef führte. In Alltagskleidung mit Papa und Freunden beim Kartenspielen. Die Oma kam auch noch dazu und ab und zu kam die Mama an den Tisch und wechselte ein paar Worte. Das war die Dame vom Anfang die uns als damalige Bedienung bekannt war. Unsere Teller wurden leer, die Gläser auch, der sagen wir mal Martin hatte eine fetzen Gaudi am Tisch beim Karteln.  Da war doch noch , wir denken mal die Schwester, denn wenn Mama was gesagt hatte stand sie auch auf uns servierte mal einen Salat. Tamara hatte jetzt ja auch einiges zu tun, musste sie doch den Tisch jetzt mit Essen beliefern. Und hier wurde doch tatsächlich zur Suppe ein Maggi ( In der Sendung war doch die Rede von einer Klasse Rindssuppe ?? ) bei Tamara geordert. Die Mama kam dann an den Tisch und sah dass unsere Teller leer waren. Sie fragte uns, ob sie diese schon mitnehmen darf, na klar, was sollen wir damit. Sie fing an alles zusammenzustellen und fragte vorm weggehen nochmal nach, ob es uns auch geschmeckt hätte. Eine Nachfrage ob wir noch was möchten gab es nicht.
 
Tamara bemerkte dieses auch und holte den Rest noch ab und erkundigte sich ob alles gepasst und geschmeckt hat. Die leeren Gläser blieben dann eine Zeitlang unbemerkt, hatte Tamara doch im Gastraum nun einiges zu tun. Mit Familie Tradition leben hieß es in der Fernsehsendung. Wenn das Tradition hier ist dass sich die Familie bedienen lässt und die Gäste auf dem trockenen liegen dann haben wir da etwas anderes verstanden bei unserer Familie. Als Tamara wieder anwesend war erkundigte sie sie auch gleich, ob sie uns noch was bringen darf. Wir teilten ihr mit dass wir dann gerne zahlen würden. Sie zückte ihr Gerätle und nannte den Preis. Wir bezahlten brav, sie bedankte sich wünschte uns noch einen schönen Sonntag, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir gaben dieses zurück und fragten ob wir auch einen Beleg haben könnten. Aber freili meinte sie, i bring an a glei, was auch sofort geschah und sie uns noch herzlich verabschiedete .
 
Tamara war eine herzliche freundliche Bedienung mit bayrischen Slang, kann aber die ganzen Tische nicht mit Mama und noch einer Bedienung bewältigen. Die meisten Tische waren reserviert und für das sind es eindeutig zu wenig Personal, zumal man auch die Familie noch mit bedienen muss. 3 Sterne
 
Essen
Bei uns am Tisch lagen zwei Zettel mit den Tagesangeboten und zwei zusammengeklammerte Zettel mit den regulären Angeboten. Die Zettel sehen schon sehr oft benutzt und zerknittert aus. Haben sie doch in der Fernsehsendung so schöne Speisekarten mit Holzeinband gehabt.
 
Die Speisekarte ist sehr Fleischlastig, es gibt aber auch ein paar vegetarische Gerichte. Als Vorspeisen werden nur Suppen angeboten. In der HP gibt es eine Rubrik mit Speisekarte aber hier ist momentan nichts hinterlegt.
 
Wir hatten zwei alkoholfreie Weizen zu je 3,20 € , den Jägerbraten mit Semmelknödel und Salat für 11,50 € und das GoaßstoiPfandl mit Braten, Ente, Speck, Knödel und Blaukraut für 15,90 €
 
Der Beilagensalat bestand aus gemischten Blattsalaten, Gurken, Gelberübenraspeln, Weißkrautsalat mit Speck verfeinert , Tomaten und Kartoffelsalat. Die Zutaten waren alle frisch, der Kartoffelsalat schön würzig abgeschmeckt . Das Dressing war sehr stimmig, leicht säuerlich und mit einer dezenten Säurenote. Es war sehr ausgewogen abgeschmeckt und war lecker. So kann es geschmacklich weiter gehen war unser Gedanke.
 
Beim Jägerbraten gab es zwei ordentliche Scheiben Braten vom Schwein. Diese waren sehr zart und saftig und auch gut gewürzt worden. Die Soße hatte einen rahmigen Geschmack und war mit Zwiebelwürfeln verfeinert worden. Auch hier passte es vom abschmecken her. Bei den Champignons sind wir uns nicht so ganz schlüssig ob diese frische mal waren und zu lange in der Soße baden durften oder ob die aus dem Glas kamen. Sie waren sehr weich und glibbrig , schmeckten aber noch gut nach Champignons. Hier wären uns frisch angebratene und zum Schluss in die Soße gegeben lieber, dass man auch noch etwas biss hat. Der Semmelknödel hatte eine klasse Konsistenz, so wie wir es mögen. Etwas fester aber doch fluffig. Er war mit Petersilie verfeinert, der Majoran Geschmack wie beim letzten mal ging uns ab. Er war gut abgeschmeckt und irgendwie sehr gelblich. Keine Ahnung wo die Farbe her kam.
 
Das Pfandl war etwas schwierig zu essen. Nicht jetzt das Pfandl sondern der Inhalt. Hier hätten wir uns einen Teller dazu gewünscht. Die Tischdecke musste leider auch ein wenig darunter leiden als die Ente gegessen wurde. Der Speck hatte einen klasse rauchigen würzigen Geschmack und war schön kross angebraten. Die Ente war butterzart und sehr kräftig gewürzt, hat uns gefallen, endlich mal jemand der sich traut zu würzen. Schade nur dass die Haut nicht knusprig war. Die Scheibe Schweinebraten auch 1 a im Geschmack und sehr zart und saftig. Die Soße schmeckte anfangs auch sehr würzig mit einer zarten Kümmelnote nur vermischte sich dann mit der Zeit das Blaukrautwasser damit und verdünnte sie sehr. Das Blaukraut war herrlich ausgewogen gewürzt mit einer zarten weihnachtlichen Note nach Nelken und Zimt. Der Knödel hatte auch eine Spitze Konsistenz nur fehlte uns hier der Geschmack. Er schmeckte irgendwie nur wässrig und auch nicht nach Kartoffeln. Hier wurde auch die Hälfte zurückgegeben, was bei uns eigentlich nicht der Fall ist.

Champignon und Kartoffelknödel waren nicht so unser Fall, sonst war alles lecker. Beim Pfandl wäre es schöner das Blaukraut extra zu servieren. Man hätte mehr Platz im Pfandl zum essen und die Soße würde sich nicht verändern im Geschmack. 4 Sterne
 
Ambiente
Wir waren heute im Wintergarten mit einer großen Glasfront zum Biergarten . Der sah jetzt nicht gerade so einladend aus. Alles zusammengestellt und durcheinander an die Seite gestellt. Das könnte man schöner machen, wenn es schon so einen großen Blick nach draußen gibt. Innen ist alles zum Teil mit Holz verkleidet. Es gibt große Bänke und Stühle aus hellem Holz und zum Teil grüne Sitzkissen. Es gibt hier einen Steinboden und der Türgriff besteht aus einer Axt.
 
Es gibt hier nur große Tische so dass es schon sein kann das sich jemand dazu setzt. Das Gasthaus nennt sich ja auch Almhütte, also pass es ja auch. Nur bei der großen Bank ist es schwierig wenn innen drinnen immer jemand mal raus muss. Da gibt es schon ein etwas lauteres gerutsche . Ein paar Stühle haben am heutigen Tag eine Nikolausmütze als Husse bekommen.
 
Eingedeckt sind die Tische mit weißen Stofftischdecken und einem Zellstoff Weinachts Läufer. Es gibt eine weihnachtliche Holzdecko mit auf dem Tisch und LED Lichterkette. Das Besteck befindet sich mit den roten Servietten in einem Krug am Tisch. Dazu gibt es noch einen Ständer mit Zahnstochern , Salz-und Pfefferstreuern.
Die Tischdecken fanden wir hier unpassend. Wenn ich schöne Tische habe in einer „ Almhütte“ warum muss ich sie dann verkleiden. Im Fernsehen sah übrigens alles viel schöner und passender aus. 4 Sterne
 
Sauberkeit
Hier gab es nichts zu meckern. Auf den Toiletten ein paar Staubspuren, aber sehr gering. 4,5 Sterne
 
Der Bierpreis hat sich doch etwas erhöht, der Service ist besser geworden und am Außenbereich um den Goaßstoi herum sollte man noch arbeiten. Der Eingang ist zwar schön dekoriert, aber die ganzen Pfützen und Schlaglöcher sind nicht so einladend, vor allem wie das Auto und die Schuhe danach ausschauten. Wir werden aber sicher wieder kommen, hier bekommt man noch eine ordentliche , geschmackliche Portion für den Preis.

 
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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simba47533 und 15 andere finden diese Bewertung gut geschrieben.