Zurück zu Thailändisches Restaurant Eidim Bolan
GastroGuide-User: Karibiksonne210
hat Thailändisches Restaurant Eidim Bolan in 70197 Stuttgart bewertet.
vor 3 Monaten
"Das gute Essen - die überaus sympathische Wirtin - das Eis auf Kokosmilchbasis - alles aus und vorbei"

Geschrieben am 14.04.2019 | Aktualisiert am 14.04.2019
Besucht am 31.03.2019 4 Personen
Seit der Eröffnung im August 2016 war viele Jahre das Eidim in Stuttgart eines meiner Lieblingsthai-Restaurants in Deutschland.

Bei meinem vorletzten Besuch  im Oktober/November habe ich zwar die unübersehbare Renovierung wahrgenommen ... als ich das Restaurant betrat fühlte ich mich wie in einem Gewächshaus. An der hinteren Wand, an der ehemals das rote opulente Sofa stand, sind Pflänzchen in einem billig-aussehenden Regal aufgereiht. Dazwischen noch allermöglicher Kitsch. So musste also das zwar gemütliche, aber zum Essen einnehmen unbequeme Sofa, weichen. Die Tische stehen noch wie immer, zusätzliche sind anstelle des Sofas dazu gekommen. Auch die gehäkelten und unhygienischen Serviettenhalter fand ich noch vor. Den schlimmsten Stilbruch finde ich allerdings die kaltweißen Deckenpaneel-Leuchten die jede aufkeimen wollende Gemütlichkeit sofort wieder im Keim ersticken.

An die WC-Renovierung, die schon längst überfällig ist, hat sich wieder leider niemand gewagt.Der Klack-Klack Laminat-Fußboden ist geblieben. Auch die unzureichende Küchenluftabführung ist unverändert. Es wurde zwar eine Glasfront um die ehemals offene Küche eingebaut. Die nützt allerdings nix, wenn die Türe offen steht. Dass ich und meine Kleider danach zu früheren Zeiten gerochen haben, als sei ich selbst in der Friteuse gesessen, habe ich noch hingenommen.

Aufgefallen ist mir damals noch, dass die freundliche und routinierte junge Servicekraft nicht mehr anwesend war und auch Daoruang Puisuwan, die ehemalige Wirtin und alleinerziehende Doppeljobberin,  sich nicht blicken ließ.Dafür schlurgte eine Neue in Flip-Flops durch die Räume. Dieses Geräusch des Nicht-Füße-heben-Können nervte mich total. 

Bestellt habe ich mir wie immer zur Vorspeise Sommerrollen und  Laad na Ta leh. Alles war ok aber nicht mehr so wie vorher. Wie geschrieben, damals wußte ich noch nichts von dem Besitzerwechsel.

Im März war ich, weil ich Freunden schon lange einen Besuch dort versprochen hatte,mal wieder im etwas umfirmierten (das hab ich erst beim Schreiben gerade entdeckt) Eidim. Etwas seltsam kommt mir für so ein kleines Restaurant die im Impressum angegebene Anschrift in 56244 Godert vor.

Auch an diesem Tag durfte es für mich die Sommerrollen und das Laad sein. Die Preise für die Speisen sind gleich geblieben. An diesem Sonntag um 17.00 Uhr waren wir die einzigsten Gäste.

Die zwei Sommerrollen kommen üblicherweise schon halbiert auf einem Teller mit hübscher Deko einer Rosenblüte. Sie waren nicht fest gewickelt. Und so löste sich der Inhalt mit den Glasnudeln, der einen halbierten Garnele, Hühnerfleisch, Salat, 1 Stiftchen Gurke und Karotte. Beim Eintunken in die herrliche mit Nüssen versetzte Hoisinsauce fiel dann der Rest vollends heraus.

Das Laad würde ich eher als ein Gericht aus der Suppenküche bezeichnen. Bei der Anrichtung wird zuerst der Teller mit Reisnudeln gefüllt, dann wird die Sauce/Suppe auf Sojabasis mit dem Gemüse, Garnelen, Muscheln, Tintenfisch darüber gegossen. Optisch fand ich, kam mein Laad früher besser daher. Beim erstmaligen Umrühren erfreute ich mich schon mal an den verklumpten Glasnudeln die mir auch zu weich gegart waren. Die ehemals 6 Garnelen sind zu 3 Stücken geschrumpft, dafür hatte ich an die 15 Stück Miesmuscheln in der Suppe. Die esse ich nicht und hatte vergessen sie abzubestellen. So lagerte ich diese rund um den Suppenunterteller. Auch viel weniger sind die Tintenfischstücke geworden.

Scharf ist immer noch scharf und kann darum geändert werden. Aber Vorsicht bei mild... das ist für mich persönlich schon fade und passt zum Thailändischen so gar nicht.

Alle am Tisch rückten jetzt so langsam mit einer ehrlichen Meinung heraus ...das passt auch zu meinem gewonnenen Bild.

Konnte ich damals unter der reizenden und sehr liebenswürdigen Daoruang Puisuwan noch eine "Liebeserklärung" (Borgfelder) schreiben, ist mein Interesse für das Restaurant bei Null angelangt. Für mich wird es definitiv keinen weiteren Besuch mehr geben.       

 
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


kgsbus und 5 andere finden diese Bewertung hilfreich.

AndiHa und 5 andere finden diese Bewertung gut geschrieben.