Zurück zu Alpe Höfle · Allgäuer Bergbauernmuseum
GastroGuide-User: Minitar
hat Alpe Höfle · Allgäuer Bergbauernmuseum in 87509 Immenstadt im Allgäu bewertet.
vor 2 Jahren
"Ausflugsziel mit Weitblick"
Verifiziert

Geschrieben am 24.05.2017
Besucht am 20.05.2017 1 Personen Rechnungsbetrag: 7 EUR
Die Höfle Alpe liegt auf fast 1100 Metern Höhe im allgäuerischen Diepolz, einem Ortsteil von Immenstadt. Sie ist Teil des sehr interessanten und überaus sehenswerten Bergbauernmuseums Diepolz. Die Alpe wurde tatsächlich ab 1896 vom Bayerischen Prinzregent Luitpold als Jagdquartier für die höfischen Jagden benutzt, Anfang des jetzigen Jahrtausends an ihrem alten Ursprungsort in Oberstdorf abgetragen und im Bergbauernmuseum neu aufgebaut. Wenn man sie jetzt am Berghang sieht und besucht, kommt man nicht im Traum darauf, dass sie nicht schon immer hier stand.

Aber Vorsicht: der Aufstieg ist für Menschen mit Einschränkungen und teilweise auch für Kinder recht mühsam. Und die Luft wird hier oben tatsächlich etwas dünner. Aber die Lage ist wirklich traumhaft und man hat einen weiten, unverstellten Blick auf die Berglandschaft, vor allem auf den Säntis. Von hier aus kann man auch zu weiteren Wanderungen starten – oder den „Kuhnigundenweg“ (mit seinen moderaten 5 km durchaus als Familienstrecke einplanbar). Der eigentliche Gastraum ist klein, butzelig und übersichtlich. Mit unserer 10köpfigen Wandergruppe haben wir schon fast alle Plätze belegt. Bei gutem Wetter empfiehlt es sich natürlich, draussen auf der Terrasse zu sitzen und das Panorama zu geniessen. Das Mobiliar ist rustikal und holzlastig und alpenländisch-funktional. Die Wände bestehen aus groben Holzdielen.

Die Höfle Alpe wird von den Leuten des „Lustigen Hirsches“ betrieben (in diesen legendären Landgasthof muss ich leider ein ander Mal einkehren – dieses Mal reichte einfach die Zeit nicht dazu). Auf der Alpe herrscht Selbstbedienung. Die Speisekarte hängt aus, ist aber auch an den Tischen einzusehen, hübsch gebunden in lodengrünes Filz. Angeboten werden zünftige Brotzeiten und Vesper (viel mit Käse), aber auch wärmende Suppen, sowie Kaffee und Kuchen. Die Backwaren sind alle hausgemacht, der Käse stammt von der Bergkäserei Diepolz.

Da ich sehr ausgiebig gefrühstückt hatte, liebäugelte ich kurz vor Mittag lediglich mit einem Bund Radieschen (plus Bauernbrot) oder mit einem Schnittlauchbrot – beides wurde jedoch aufgrund der kalten Witterung nicht angeboten, wie man mir erklärte. Das scheint offenbar nur bei warmem Wetter zu gehen?? Egal, ein schlichtes Käsebrot mit Zwiebelringen, Paprikastreifen und Gurkerl (4,90 Euro) mundete auch ganz wunderbar. Das Brot war herzhaft, mit einem angenehm nussigen Geschmack. Dazu ein unspektakuläres Haferl Kaffee für 2,50 Euro.

Um zur Toilette zu gelangen, hat man den Gastraum zu verlassen und einen Teil der Scheune zu durchqueren, die ganz spannend als musealer Raum genutzt wird. Doch Achtung: um die richtige Türe zu erwischen, bedarf es gewisser Sprachkenntnisse: So ist die Damentoilette mit „Sui“ gekennzeichnet. Kinder fühlen sich auf der Alpe – wie auf dem ganzen Gelände des Bergbauernmuseums – sichtlich wohl und finden an jeder Ecke tolle Anregungen und Spielmöglichkeiten. Das Personal ist herzlich und überaus freundlich und gibt gerne Auskunft. Aufgrund der üblichen Witterungsverhältnisse ist die Alpe in der Regel erst ab Ostern geöffnet. Im Zweifelsfalle ist ein vorheriger Anruf zu empfehlen.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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