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GastroGuide-User: simba47533
simba47533 hat Restaurant La Paella in 66130 Saarbrücken bewertet.
vor 4 Stunden
"Schade, dass das "Umfeld" keinen Volume-Regler so wie meine beiden Bass-Amps hatte"

Geschrieben am 15.02.2026 | Aktualisiert am 15.02.2026
Besucht am 14.02.2026 Besuchszeit: Abendessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 80 EUR
Aber wenigstens konnte ich meine Hörgeräte herunterregeln, um die Lautstärke an den Nebentischen, speziell an einem Achtertisch in Nähe unseres Tisches, für mich etwas  erträglicher zu gestalten. Doch fangen wir besser ganz vorne an.

Tochter und Schwiegersohn hatten bei uns sprich bei meiner Frau im Vorfeld angefragt, ob wir am Abernd des Valentintages zusammen im "La Paella" essen wollten. Damit rannten sie bei uns beiden offene Türen ein; wie man weiß ist das "La Paella" definitiv unser hiesiger Lieblingsspanier. Also flugs telefonisch für den Abend des 14.02. zu 18 Uhr einen Tisch für vier Personen bestellt und angesichts der prekären Parkplatzsituation vor Ort waren wir beide bereits knapp 20 Minuten vor der Zeit am "La Paella". Siehe da; direkt vor dem Lokal waren noch zwei von den vier Parkplätzen frei. Wie für uns gemacht; Tochter und Schwiegersohn trafe kurz nach uns ein und fanden für ihr Auto auch noch ein Plätzchen ganz nahe beim "La Paella". Senora Guzman macht ihren Laden immer erst um 17:55 Uhr auf; vor der Tür hatte bereits eine Gruppe von älteren Herrschaften, vier Damen und vier Herren, gelauert. Wir hatten sie bereits beim ein und anderen vorausgegangenen Besuch als ausgesprochen lautstark erleben dürfen bzw. müssen; ich darf vorausschicken, dass sie sich in der Hinsicht diesmal selbst übertroffen haben, noch unterstützt von einer Vierergruppe am Tisch direkt hinter mir und meiner Frau. Und so nahm der sehr laute Abend seinen Lauf; um 19:20 Uhr war auch der letzte Tisch im Gastraum besetzt. Mag wohl auch am speziellen Datum, besagtem Valentinstag, gelegen haben; gut besucht haben wir das "La Paella" eigentlich immer erlebt, so gerammelt voll aber eher selten.

Der uns mittlerweile bekannte ältere Serviceherr hatte bei den vielen Gästen gut zu tun, unterstützt wurde er von einem uns bis dato unbekannten jüngeren Mann. Rasch wurden uns zwei Speisekarten  gebracht; ebenso rasch waren wir vier uns darüber einig, was wir essen und trinken wollten. 

Meine Frau, heute FvD, bestellte zum Trinken eine Fanta (0,4l EUR 4,00), ich trank im Laufe des Abends zwei Benediktiner Weizenbier (jeweils EUR 4,50 pro 0,5l). Unser "Jungvolk" bestellte für sich eine große Flasche Gerolsteiner Mineralwasser (den Preis dafür kenne ich nicht) und unsere Tochter orderte für sich dazu noch ein alkoholfreies Weizenbier; der Preis  dafür dürfte wohl mit dem meines Benediktiner Weizens identisch sein.

Unsere Essensbestellungen waren wie folgt: Meine Frau bestellte (wie meistens) als Vorspeise den gemischten Tapasteller für EUR 15,00 und als Hauptgericht "Pescado al vino blanco" (Fischfilet in Weißweinsauce mit Reis; EUR 27,50). Ich nahm die gleichen Gerichte wie bei unserem letzten Besuch am 19.12.2025; als Vorspeise die "Sopa de Pescado" (Fischsuppe) für EUR 11,90 und als Hauptgericht die gegrillten Calamares mit Patatas Bravas für EUR 24,50. Während ich gerade diesen Bericht mühsam im Zweifinger-Suchsystem eintippe, liegt die "La Paella"-Rechnung direkt vor meiner Nase; dabei fällt mir auf, dass meine Fischsuppe versehentlich nicht berechnet worden ist. Ich nehme das jetzt einfach als kleine Entschädigung für die Lärmbelästigung durch den Achtertisch in unserer mittelbaren Nähe :-))). Unsere Tochter teilte sich mit ihrem Mann den gemischten Tapasteller  und nahm das gleiche Hauptgericht wie ihre Mama, also den "Pescado al vino blanco". Unser Schwiegersohn blieb beim Hauptgericht seiner Linie treu, einmal mehr wurde es für ihn die "Parrillada de Pescado" (Platte mit gegrilltem Fisch, Garnelen und Calamares für EUR 32,50). 

 So groß und reich bestückt wie sich der Tapasteller jedesmal präsentiert müsste er eigentlich "Tapasplatte" heißen; mir persönlich wäre das als Vorspeise einfach zuviel. Meine Frau hat den Inhalt ihres Tellers bis auf das letzte Krümelchen verputzt; unsere Tochter, die sich einen Tapasteller mit ihrem Mann geteilt hat, bekam über die Hälfte davon ab. Der Schwiegersohn ist da auch ein wenig heikel; er mag nicht alles, was da so draufliegt und isst es dann auch nicht sondern gibt es ab an seine Frau oder seine Schwiegermutter. Besonders krass ist das jedesmal mit seinem Hautgericht; er bestellt die "Parrillada de Pescado", obwohl er doch genau weiß, dass da auch Gambas und Calamares mit dabei sind. Er mag weder Schalentiere noch Kopffüßler. Mit dem Fisch in Weißweinsauce wie seine Frau und seine Schwiegermutter ihn hatten wäre er da doch besser bedient und könnte auch noch ein paar Euro sparen. Na ja, warum zerbreche ich mir eigentlich den Kopf darüber ?  Der Fisch, es soll Kabeljau gewesen sein, kam jedenfalls sehr gut an; auch die Sauce und die Beilagen, bei den Damen Reis und beim Schwiegersohn Patatas Bravas, wussten zu gefallen. Einmal mehr der Hammer war meine Fischsuppe  sowohl geschmacklich wie auch von der Menge und Vielfalt der Einlage (Fisch, Miesmuscheln, Venusmuscheln, Garnelen groß und klein sowie Octopus) her. Besser ist für mich nur die Fischsuppe beim Sternekoch Cliff Hämmerle in Blieskastel-Webenheim. Super wie immer waren auch meine gegrillten Calamares: ganze Tuben, dazu Tubenstreifen und Calamares-Füßlein; alles auf den Punkt gegart, dazu geschmorte Champignons und Patatas Bravas. Der Anteil an Schmorgemüse, der beim letzenmal recht großgewesen war, hielt sich diesmal Gottseidank sehr in Grenzen. Fast hätte ich es vergessen: zu den Hauptgerichten kam noch eine große Schüssel mit Salat   mitten auf den Tisch. Er (der Salat, nicht der Tisch) soll sehr gut gewesen sein.
Nur unsere Tochte wollte noch ein Dessert haben. Sie hatte etwas von einem Karamell-Eis läuten gehört; das gab es aber dann doch nicht. Stattdessen bekam sie eine Art Tiramisu mit Pistazien; es soll sehr gut geschmeckt haben, der Preis dafür  ist mir nicht bekannt. Mit der Rechnung kamen auch die hinlänglich bekannten Gläschen mit Sol y Sombra auf den Tisch. À propos Rechnung: für meine Frau und mich habe ich glatte EUR 80,00 (plus Trinkgeld) bezahlt; wäre meine versehentlich vergessene Fischsuppe auch auf der Rechnung gewesen, wäre sie natürlich entsprechend höher ausgefallen. Unser "Jungvolk" hat mit einem Rechnungsbetrag von EUR 99,00 fast die Hundertermarke gerissen. So oder so, einmal mehr haben wir im "La Paella" sehr gut gespeist. Ohne die doch ungemein lautstarke Achtertruppe schräg gegenüber von unserem Tisch und den ebenfalls zu lauten Vierertisch direkt hinter uns wäre es ein sehr schöner Abend geworden; so war es nur" ein schöner Abend.

Fazit: Das "La Paella" ist und bleibt unser Lieblingsspanier!
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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