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GastroGuide-User: PetraIO
hat Henne Weinbar in 50672 Köln bewertet.
vor 4 Wochen
"Nochmal die Domstadt: #sundayroast von der HENNE.Weinbar"
Verifiziert

Geschrieben am 23.05.2021 | Aktualisiert am 23.05.2021
Besucht am 08.05.2021 Besuchszeit: Abendessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 128 EUR
Restaurants im Lockdown unterstützen und uns eine Überraschung gönnen!  So lautet unser Motto seit viel zu vielen Wochen. In Idar-Oberstein ist leider kein Ende in Sicht. Die Inzidenz noch immer deutlich über 120, warum auch immer… Ich verkneife mir böse Kommentare.

Kollege tischnotizen gab mal wieder den entscheidenden Tipp. Da konnte ja nichts schiefgehen bei der Bestellung in der HENNE.Weinbar.

Nach äußerst freundlicher Korrespondenz mit dem Inhaber und Koch Hendrik Olfen freute ich mich sehr auf unser 3-Gang Menü (€ 98,00 / 2 Personen zzgl. Versand) für den Samstagabend.
Menü - bitte anklicken.
Freitagmorgen klingelte der Go!Bote an der Haustüre und übergab perfekt gekühlte Ware. Der Karton deutlich und mehrfach mit „oben“ und „Achtung! Zerbrechliche Lebensmittel“ beschriftet.

Beim Auspacken sah alles unversehrt und  schon sehr verlockend aus.
Lieferung
Bis zum nächsten Tag konnten die Speisen problemlos gekühlt gelagert werden.

Entspannt mein Gang zum 3-Gang-Menü  #sundayroast  am Samstagabend.

3-Gänge? Eine starke Untertreibung. Gefühlt wurden doch eher 6-Gänge geboten.

Denn: Alleine Vorspeise bestand aus 4 Komponenten + Traditionsbrot mit französischer Salzbutter zum Teilen.
Eine detaillierte und einfache Anleitung lag der Lieferung bei. Anrichtevorschläge konnten per QR-Code den Gast erreichen. Sehr gerne nahm ich das Angebot an.

Zunächst wurde das reichlich bemessene Brot im Ofen aufgeknuspert.

Die Salzbutter und das Rindertatar hatte ich frühzeitig aus der Kühlung genommen.

Meeresfrüchte, Kohlrabi und Burrata wurden mit ihren Begleitern angerichtet. Das Rindertatar war im Glas verzehrfertig.
Und fertig war unser Vorspeisenbuffet! Wo soll man da nur anfangen?
Die kompletten Vorspeisen
Statt wild durcheinander zu probieren, entschieden wir uns für „eins nach dem anderen“. Zuerst wurde erst einmal die Stulle geschmiert. Ein tolles, luftiges Brot mit angenehm kräftigem Geschmack.
Traditionsbrot
Französische Salzbutter
Auftakt mit dem Rindertatar.
Fein geschnitten und wider Erwarten eine harmonische Kombination mit der cremigen Krustentiermousse. Obenauf das dezente Schinkengelee mit noch knackigen Erbsen.
Rindertatar - Krustentiermousse - Schinkengelee - Erbsen
Ein deutlichen „hhmmm…“ war am Tisch zu vernehmen.

Nicht minder schmackhaft gingen wir zur vegetarischen Vorspeise über.
Gegrillter Kohlrabi, Kräutersalat (ein wenig aus unserem Garten ergänzt), Wachteleier und Buttermilch-Dill-Vinaigrette.
Kohlrabi im Salatbett mit Wachtelei
Sehr aromatisch und fein aufeinander abgestimmt, besonders der knusprige Nussmix gefiel uns sehr gut dazu.

Der Kohlrabi noch mit genau dem richtigen leichten Biss, eine sehr feine Vinaigrette, die Wachteleier wachsweich gegart. Und selbstverständlich war ich sehr angetan von der frischen Salatbegleitung!

Die Meeresfrüchte konnten wir nicht länger warten lassen!

Eine sehr frische Vorspeise die Mittelmeerstimmung im Mund bereitete. Kopffüßler und Garnele zart gegart. Dazu die cremige Safranmayonaise.
Meeresfrüchte: Oktopus, Kalmar, Garnele, Artischocke
Frische brachte die feinsäuerliche Vinaigrette mit kleinen Artischocken- und Karottenwürfel auf den Teller. Für Knusper sorgten bei dieser Vorspeise Brotchips.

Den Abschluss bildete die cremige Burrata. In Kombination mit dem würzigen Erbsensaft, dem Bärlauchöl und den Pimientos mutete das Gericht einer duftenden italienischen Trikolore an.
Burrata - Erbsensaft - Bärlauchöl
Auch hier fehlte der Knusper obenauf nicht: Sardellen-Pangrattato. 

Zum Glück war das feine Brot reichlich bemessen. So blieb von der intensiven Kombination aus Erbsensaft und Bärlauchöl nichts über.

Obwohl wir seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatten, waren wir satt.
Hauptgang und Dessert ließen sich noch problemlos einen Tag aufheben.

So starteten wir Sonntag mit einem kleinen Salat vorab.

Die Backhendl vom eifeler Freilandhuhn waren bereits mit der Panierung versehen.

Während der Spargel im Wasserbad erhitzt wurde, gab ich die Backhendl in die Pfanne. Dort wurden sie schwimmend goldbraun und knusprig gebacken.

Die zarten Spitzen der Filets wurden leider etwas dunkel, aber der Anrichtevorschlag der HENNE wollte ich natürlich Folge leisten.
Anrichtevorschlag HENNE.Weinbar
Da ich die Teller vorgewärmt hatte, gab ich allerdings die grüne Sauce nicht direkt auf den Teller sondern in ein separates (nicht vorgewärmtes) Töpfchen.

Die Backhendl wurden auf dem Spargel angerichtet, noch mit ein paar Zitronenzesten von Zitronen aus unserem „Eigenanbau“ garniert – fertig!
Backhendl - Spargel - Grüne Sauce
Butterzart  und saftig die Hähnchenbrust. Sehr froh war ich, dass die Lagerung weder dem Fleisch noch der Knusperhülle geschadet hatte.

Der Spargel noch mit aromatisch und mit leichtem Biss. Frankfurter grüne Soße war eine angenehme Abwechslung zur Hollandaise. Und auch geschickt für den Transport und die Vollendung zu Hause gewählt.

Das Dessert, als Abschluss unseres zweitägigen Dinners, konnten wir auf der Terrasse genießen.

Die fertigen Tarteletten wurden direkt aus dem Spitzbeutel mit der Crème pâtissière gefüllt. Dann mit Beeren, Beerenmarinade und den Rhabarbersteifen dekoriert.
Obsttörtchen
Der Knusper zog sich angenehm durch das Menü und durfte auch hier nicht fehlen! Gebrannte Pistazien passten hervorragend zu diesem Dessert!

Das war ein tolles Angebot der HENNE.Weinbar, sehr freundlicher Service durch Herrn Olfen persönlich.
Nach diesem "blind date" würden wir das Restaurant gerne persönlich besuchen. Die Zeichen stehen ja hoffentlich weiter gut für Öffnungen mit vernünftigem Hygienekonzept!

Alles Gute für das HENNE-Team!
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
keine Wertung
Essen
Ambiente
keine Wertung
Preis/Leistung


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