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Vor Ort waren wir ob des Ansturms recht erstaunt. Der kleine und enge Parkplatz war voll, einige Autos standen auf der engen Straße, und vor dem Café war eine lange Schlange. Egal, das nächste Café war dann schon wieder etwas weiter weg, also versuchen wir hier unser Glück. Die Außenterrasse war schon bestuhlt, und in dem Moment als wir gerade um die Ecke kamen, wurde ein Tisch frei, und wir hatten somit Glück.
Nun war aber das Problem, das man zwar am Tisch bedient wird, die Bestellung muss man aber drinnen im Café abgeben. Zum Glück hatte sich die Schlange stark abgebaut, die meisten wollten nur ein Eis auf die Hand. Also blieben zwei Leutchen von uns sitzen, die anderen gingen ins Eiscafé, und bestellten, was wir wünschten. Da wir im Schatten saßen, freute sich meine Frau auf den Kuchen, der draußen am Planwagen vor dem Café angeschrieben war, der war aber schon längst aus. Da hätte man auch mal kurz den Schwamm in die Hand nehmen können, und die drei Zeilen wenigstens abwischen können. So orderten wir:
Getränke:
Speisen:
Die Bezahlung erfolgte in bar, und unsre beiden Besteller bekamen einen Tischaufsteller mit einer Zahl in die Hand gedrückt. Ihre Bestellung wird geliefert. Somit saßen wir nun da und warteten, und warteten, und warteten. Ein junger Herr, wahrscheinlich ein Schüler, der sich am Wochenende was dazuverdient, flitzte mit den Bestellungen aus dem Café heraus auf die Terrasse und suchte nun die Nummern der Tischaufsteller. Da alle Tische besetzt waren, gab es nun auch viele, die im Stehen oder ihren Eisbecher essen wollten, und so hatte er seine liebe Not immer die richtigen Abnehmer zu finden. Das klappte nicht immer, den unser Latte Macchiato wurde am Nachbartisch abgeladen, und trotz das diese beiden Herrschaften den so nicht bestellt hatten, wurde der in Beschlag genommen, denn auch die beiden warteten schon eine Ewigkeit auf ihre Bestellung. Wir wollten dann natürlich nicht deren Bestellung, und so durfte der junge Bub noch mal einen neuen Latte holen. Immerhin hatten wir da schon 40 Minuten auf unsere Kaffeegetränke und unser Eis gewartet.
In der Zwischenzeit hatten wir also genug Zeit uns umzuschauen. Während man im Außenbereich auf billigen und auch schon älteren Plastegestühl sitzt, ist der kleine Innenraum des Cafés dann doch schon ganz schön heimelig. Denn hier sitzt man im gemütlichen Ambiente auf weich gepolsterten Stühlen.
Mittlerweile hatte sich auch die Kundschaft im Eisgarten gelichtet, sodass wir von unserem schattigen, doch recht kühlen Plätzchen in die Sonne rücken konnten. Und nun kamen auch UNSERE bestellten Getränke und das Eis.
Der Cappuccino als auch der Latte Macchiato waren gut, waren doch beides Getränke aus einem Kaffeeautomaten. Nur beim Latte hätte es gern etwas mehr Karamellsirup sein können, der der war etwas lasch. Nicht lasch war der Pott Filterkaffee, dieser war frisch gebrüht und angenehm kräftig.
Unsre Freundin hatte sich den Bananensplit gewünscht. Hier gab es drei verschiedene cremige Sorten Eis, und zwar Vanille, Schoko und Kirsch-Bananeneis, welches hier im Eiscafé selbst hergestellt wird.
Dazu eine frische, feste Banane mit viel Sahne und etwas Schokosoße. Verziert mit Waffel und Keks, so kennt man das von nem Eiscafé.
Ähnlich gut war da dann natürlich auch der Ananasbecher unseres Freundes, der aus Ananas- und Vanilleeis bestand. Auch hier wieder selbst hergestellt.
Eine frische, aufgeschnittene Ananas gab es als reichliche Beilage, und oben auf der Sahne gab es noch eine Tropicalsoße als Topping.
Ebenfalls richtig gut war da dann unser Erdbeerbecher. Während Frau Jenome ihren Becher nur mit Schokoeis wählte, hatte ich das Eis selbstverständlich gemischt, und so gab es Erdbeereis und Vanilleeis.
Das Beste waren aber die frischen Erdbeeren. Auch wenn noch nicht ganz die Erdbeersaison angebrochen war, die Erdbeeren waren tiefrot und auch schon herrlich süß. Und auch hier wieder frische Sahne und ein Topping aus einer leichten Erdbeersoße obenauf.
Nach einer Stunde, solange habe ich glaube noch nie in einem Eiscafé gesessen, ging unsere Fahrt dann Richtung Heimat, denn auf dem Weg nach Hause hatte ich fürs Abendessen noch ein Restaurant in Radebeul reserviert.
Unser Fazit: Wir ließen zu viert (Töchterchen wollte nix) 53,10 € im Eiscafé Kriebstein. Das Eis war lecker, aber die Wartezeit von Bestellung bis Lieferung an den Tisch war eindeutig zu lang. Entweder sind die Abläufe so katastrophal, oder man hatte an diesem sonnigen Apriltag nicht mit so vielen Gästen gerechnet, und kein Personal da.