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GastroGuide-User: simba47533
hat Schubert Confiserie Café in 66123 Saarbrücken bewertet.
vor 2 Wochen
"Das "Schubert" war für uns gestern nur der sprichwörtliche Notnagel ........."
Verifiziert

Geschrieben am 19.07.2021 | Aktualisiert am 20.07.2021
Besucht am 18.07.2021 2 Personen Rechnungsbetrag: 18 EUR
Eigentlich war das Ziel unseres kleinen Sonntagsnachmittags-Ausflugs das "Di Paola´s Zum Gangelbrunnen" am Ommersheimer Weiher, einer Naherholungsanlage, gewesen, aber anscheinend wird derzeit das komplette Mandelbachtal umgegraben. Als wir kurz vor dem Ziel wegen einer Vollsperrung der Strasse nicht weiterkamen versuchten wir es über Schleichwege. Klappte auch ganz gut; allerdings kannten offenbar auch andere Ausflügler diese Schleichwege. Als wir am "Di Paola´s" ankamen war nämlich kein einziger Tisch frei und es sah auch nicht so aus als ob sich das kurzfristig ändern würde. Als nächstes Ziel steuerten wir deshalb das nahegelegene "Gräfinthal" an, jedenfalls so lange bis wir erneut vor einer vollgesperrten Strasse standen. Zum "Gräfinthal" wäre es nur per Hubschrauber oder per pedes gegangen; wie machen das wohl die Menschen, die dort wohnen? Mein Vorschlag, am Saarbrücker Ilseplatz vor der dort von uns favorisierten Eisdiele Eisbecher zu essen fand diesmal bei meiner Fahrerin keine Gnade; für sie sollte es stattdessen entweder ins "Café Steigleiter" in SB-Schafbrücke oder in die am Kieselhumes gelegene Filiale der "Confiserie Schubert" gehen. Es wurde das "Schubert". Auch dort leider im Aussenbereich alles besetzt; kein Wunder bei dem Superwetter.Also hinein in den grossen Gastraum, wo bereits drei Menschen, die wohl wie wir draussen auch nichts gefunden hatten,  sassen. Meine Herzallerliebste stand zunächst an der Kuchentheke, um für sich dort etwas auszusuchen, während ich bereits an einem der vielen leeren Tische Platz genommen hatte. Kurz nachdem mein Schatz sich zu mir gesellt hatte erschien die Servicekraft, laut Kassenzettel eine gewisse Rita Roos, und stellte den Kuchenteller (1 Stück Erdbeerkuchen mit einer kleinen Portion Sahne für EUR 4,70) für meine Frau auf unseren Tisch. Zeitgleich forderte sie von uns im Feldwebelton Bescheinigungen über Coronatests mit negativem Ergebnis bzw. Impfzertifikate (je 2 Impfungen und die zweite älter als zwei Wochen). Grundsätzlich im Innenbereich in Ordnung, allerdings hätte diese Prüfung aus unserer Sicht spätestens an der Kuchentheke, besser noch im Eingangsbereich stattfinden müssen und das nicht in barschem sondern eventuell in sehr freundlichem Ton. Wir sind schliesslich keine Rekruten, die es zusammenzuscheissen gilt. Was hätte "Feldwebelin" Roos denn gemacht wenn wir keine Bescheinigungen hätten vorweisen können? Hätte sie den Erdbeerkuchen mit Sahne selbst gegessen und uns mit Flüchen und Fusstritten aus dem Allerheiligsten gejagt? Wir wissen es nicht; wir hatten ja die erforderlichen Impfbescheinigungen :-)))

Mein Schatz bestellte sich zum Kuchen ein Gerolsteiner Mineralwasser (0,33l EUR 3,20). Mir war nicht nach Kuchen sondern nach einer herzhaften Kleinigkeit und dazu einem Karlsberg Ur-Pils vom Fass. Das steht zwar auf der Karte, war aber laut Rita Roos nicht zu haben; alternativ gäbe es das Ur-Pils in Flaschen (0,33l EUR 3,50). Her damit! Die kleine Speisekarte offeriert neben mehreren Suppen auch Wurstsalat mit Bratkartoffeln, Königinpastetchen oder exotische Sachen wie Toast Hawaii (Ja Grüß Gott, Herr Wilmenrod!) Ich entschied mich schliesslich für die "Französische Zwiebelsuppe überbacken, mit einem Körnerbrötchen" zu EUR 6,50.

Und jetzt mal "Butter bei die Fische": Mein Schatz hatte am Erdbeerkuchen nichts auszusetzen; das ist ganz einfach "Schubert"-Qualität, die nur noch von der Qualität der selbstgemachten Pralinen, deren Ruf weit über Saarbrücken hinausgeht, übertroffen wird. Dass es sich bei der Sahne nicht um Sprühsahne handelt, davon kann ausgegangen werden. Meine "überbackene französische Zwiebelsuppe" hätte allerdings kein einziger französischer Koch über den Pass geschickt; die Qualität dieser Suppe war selbst bei wohlwollender Betrachtung allenfalls mittelprächtig. Mit einer guten Zwiebelsuppe hatte sie nämlich ausser der Temperatur nichts gemein.Das beigefügte Körnerbrötchen hatte seine beste Zeit schon länger hinter sich; es war irgendwo zwischen hart und steinhart anzusiedeln. Wäre in meiner Suppe nicht eine Scheibe Toast als Trägerin für den "Überback-Käse" geschwommen, hätte ich Stücke von dem Brötchen in die Suppe tunken können, um sie ein wenig zu erweichen; so habe ich es nach gerade mal zwei Bissen zur Seite gelegt.

Fazit: Diese Suppe nicht noch einmal; beim nächsten Besuch wird mal die Gulaschsuppe oder auch der Wurstsalat probiert. Für die Suppe ziehe ich bei "Essen" eineinhalb Sterne ab.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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