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An diesem Tag ist Ruhetag im "Ahomé 228". Hinterm Tresen steht Inhaber Karim Bida und mixt einen Bissap, ein westafrikanischer Hibiskussaft. Der Saft ist tiefrot und süß, im Nachgeschmack kommt das Aroma von Nelke hervor. "Nelken sind gut für die Lunge", sagt Bida.
Seit dem 1.Juli lädt das Restaurant "Ahomé 228" in der Saarbrücker Heuduckstrasse ein, westfafrikanische Küche zu genießen. Bida verspricht dort "Essen wie zuhause bei Mama". Das spiegelt sich auch im Namen des Lokals wider: "Ahomé bedeutet so viel wie zu Hause", erklärt er. Statt einer großen Auswahl gibt es hier wie bei seiner Mama eine kurze Speisekarte. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei westafrikanische Klassiker: Jollof Rice, ein Gewürzreis mit Tomatensoße, und Fufu, ein stärkehaltiger Brei aus traditionellen Pflanzen mit Erdnusssoße. Ergänzt wird dieses Angebot durch ein drittes Gericht, das jede Woche variiert.
Mit der Unterstützung von Freunden und Familie renovierte der gelernte Konstruktionsmechaniker die leerstehenden Räume des früheren Restaurants "El Paso" von Grund auf. Acht Monate später steht Bida nun stolz hinter seinem eigenen Tresen. Heute sei er glücklich, sagt er. Mit seiner Gastronomie möchte er seinen Gästen das gleiche Gefühl vermitteln, das das Essen seiner Mutter in ihm auslöst. Das Gefühl von Geborgenheit ist dabei nicht nur auf dem Teller präsent: Familie und Freunde sind alle ein Teil des Restaurants. Im Mittelpunkt steht dabei immer Bidas Mutter, von allen liebevoll "Mama" genannt. Sie "führt Regie" und gibt auch in der Küche den Ton an, berichtet der Restaurantbetreiber.
Sein Restaurant scheint gut anzukommen. Kürzlich seien mehr Gäste gekommen, als Sitzplätze vorhanden waren, erzählt er. Und er überlege, ob vielleicht die Gäste über das wöchentlich wechselnde Gericht entscheiden sollen. Bida holt tief Luft, er hat noch viel vor. Dann trinkt Karim Bida seinen Hibiskussaft aus und stellt das leere Glas auf den Tresen. Noch ist es ruhig im "Ahomé 228". Doch schon morgen früh wird wieder eschnibbelt und gtekocht, um den Gästen ein Gefühl von Zuhause zu geben.
(auszugsweise SZ vom 17.07.2026)