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GastroGuide-User: simba47533
simba47533 einen Beitrag zum Kellers Euro-Snack Chez Rudy in 66352 Großrosseln geschrieben.
vor 2 Stunden
"Ein Imbiss, der Generationen überdauert"

Geschrieben am 27.07.2026 | Aktualisiert am 27.07.2026
"Kellers Euro-Snack" im Großrosselner Ortsteil Naßweiler gibt es schon seit 57 Jahren. Was ist Jörg Kellers Geheimnis, das zwei seiner Söhne motiviert hat, den Imbiss zu übernehmen ?

Am Bremerhof sieht es bei Tageslicht beinahe etwas trostlos aus. Doch am Ende der Straße wartet ein kultiger Ort, der seinen 80-er Jahre-Charme bis heute sympathisch bewahrt hat und in dem es auch noch, selten genug, Schaschlik-Spieße, die berühmten Fleisch- und Nieren-Spieße aus dem Kaukasus, gibt. Am Grill steht die zweite  und mittlerweile auch die dritte Generation der Kellers.

"Manche sagen ja, im Saarland hört die Welt auf. Man könnte auch genau so gut sagen: Im Saarland fängt die Welt an", meint Senior Jörg Keller. Denn 95 Prozent der Kndschaft kommt über die sehr nahe Grenze aus Frankreich herüber. Viele der Angebote gibt es nämlich  in Frankreich nicht oder anders. Das macht den Standort so attraktiv. Manche der französischen und auch deutschen Kunden begleiten den Euro-Snack schon seit 50 Jahren und sind heute Senioren. Deshalb hat Jörg  Keller mittlerweile auch einige normale Tische und Stühle vor Ort --  dann müssen die Älteren nicht mehr auf die Hocker klettern.

Jörg Kellers Vater Rüdiger hat 1969 mit einem Imbisswagen angefangen, ehe er in den 80er-Jahren das Gebäude am Bremerhof kaufte, in dem sich der Imbiss auch heute noch befindet. Am beliebtesten sei bei "Chez Rudy" die Currywurst, dicht gefolgt von Schaschlik und Brathähnchen.Die Wurst macht ein ortsansässiger Metzger nach dem Eigenrezept von Jörg Keller, der genau wie sein Vater das Metzgerhandwerk gelernt hat.Die Würste sind dicker, deftiger und saftiger als ihre "Artgenossen", erklärt der Chef.

Im Raum hinter der Theke köchelt derweil die Soße für die Schaschlik-Spieße. Die vom Metzger handgestochenen Spieße  aus Fleisch, Nieren, Zwiebeln und Paprika köcheln zwei Stunden darin. Für die Hähnchen hat Jörg Keller einen großen Gill, auf den 75 Stück passen. Danach werden die Hähnchen in der Fritteuse fertiggemacht. Das höre sich vielleicht zuerst etwas komisch an. Doch dadurch werde Fett verbrannt, das Hähnchen werde dabei sehr  knusprig und saftig. 

Vieles ist ganz bewusst gleich geblieben im etwas nostalgisch anmutenden Imbiss. "Das soll hier ja kein McDonalds werden", meint Jörg Keller. Und dass man noch mehr aus dem machen könne, was sei. Es bleibt spannend, was seinen Söhnen Marvin und Manuel da noch alles einfallen wird.

(auszugsweise SZ vom 27.07.2026) 


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