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Soviel Freiluftabenteuer macht natürlich hungrig, und im Voraus hatte ich da schon ein kleines Café in Schierke, das "Café am Kurpark" entdeckt. Also checkte ich online die Speisekarte als auch die Rezensionen, und da diese fast ausnahmslos positiv waren, reservierte ich dort telefonisch einen Tisch. Allerdings wurde eine Reservierung nur bis 18:30 Uhr angenommen, damit die Küche auch ausreichend Zeit hat zu kochen. Die Reservierung war gebongt, und schlechter als am Vorabend konnte es ja nun nicht mehr kommen.
Da auch diese Restauration genau gegenüber am anderen Ende des Dorfes von unserer Ferienwohnung aus lag, nutzten wir also auch hier unseren fahrbaren Untersatz. Abstellen konnten wir ihn genau gegenüber auf dem verlassenen Gelände eines ehemaligen Hotels.
Da unsere Freunde sich etwas verfahren hatten, konnte ich von außen dieses schmucke, kleine Holzhaus bewundern. Und bereits von außen verströmte dieses Häuschen einen Hauch von Gemütlichkeit. Nachdem unsere Freunde dann auch endlich angekommen waren, betraten wir das kleine Café, und wurden sehr freundlich von einer jungen Dame begrüßt.
Mit ihrer freundlichen Art begleitete sie uns an unseren Tisch, und auch die Speisekarten waren wenige Augenblicke später am Tisch.
Nun wollten wir wenigstens erst einmal kurz die Getränke studieren, was uns auch ohne Umschweife gewährt wurde. „Kommen sie erst einmal an“, so ihre Aussage. Und während die junge Dame einem anderen Tisch erst einmal seine Speisen brachte, stöberten wir in der Karte. Auf dem Rückweg in die Küche hielt sie bei uns an, und nahm zumindest erst einmal die Getränke auf.
Getränke:
· 2x 0,5ér Hasseröder Schwarzbier für je 4,90 €
· 1x 0,3ér Hasseröder Schwarzbier für 3,50 €
· 1x 0,2ér Kallstadter Kreidkeller Riesling Kabinett trocken für 6,90 €
· 1x 0,2ér Sprite für 2,50 €
· 1x 0,4ér Apfelschorle für 4,50 €
· 1x 0,4ér Spezi für 4,50 €
· 1x 0,2ér Tonic für 2,80 €
Die junge Frau entschwand mit unserer Getränkebestellung um die Ecke, wir konnten uns nun den Speisen zuwenden. Die Auswahl war ausreichend, und reichte von zwei Vorsuppen, über 5 kleine Speisen für zwischendurch, Salate, Fisch bis hin zum Steak, der Roulade oder dem Hirschkeulenbraten. Die Preise waren moderat, so war der Hirschkeulenbraten mit 26 Euro die teuerste Speise. Als Hinweis stand in der Karte, dass der Beilagen Wechsel mit 2 Euronen berechnet wird.
Nachdem unsere Getränke am Tisch waren, orderten wir also unsere Speisen.
Vorspeisen:
· 1x Waldpilzrahmsuppe mit Toast für 5,50 €
· 2x Soljanka mit Toast für je 5,50 €
Hauptspeisen:
· 1x Kutschertoast – Schweinerückensteak mit Tomaten, Zwiebelringen und Käse überbacken für 16,90 €
· 1x Hausgemachte Rinderroulade mit Apfelrotkohl und Kartoffelklößen für 23,50 €
· 1x Harzer Blaubeer-Schmand-Schnitzel mit Käse überbacken und Röstitaler für 24,50 €
· 2x gebratene Hähnchenbrust mit Kräuterbutter, Kartoffelspalten mit Kräuterquark und Salatbeilage für je 18,50 €
Knapp 12 Minuten mussten wir nun auf unsere Vorspeisen warten. Derweil konnten wir uns im Lokal umschauen, und das leckere Hasseröder Schwarzbier kosten.
Und auch da kam, wie von außen schon, Heimeligkeit auf, denn warme Farben, warmes Licht, viel Holz und plüschige Stühle machten den Aufenthalt angenehm. Das Lokal ist übersichtlich, und so ist es auch angenehm ruhig. Hier setzt man lieber auf Klasse statt auf Masse. Im Sommer gibt es neben dem Café noch einen gemütlichen Biergarten mit Blick in den Kurpark.
Die Zeit war rum, unsere Vorsuppen waren am Tisch. Die Tochter unserer Freundin hatte heute keinen großen Hunger, und gönnte sich nur die Waldpilzrahmsuppe. Und das war eine herrlich cremige, mit vielen kleinen Pilzstücken versetzte Suppe. Sie schmeckte sehr kräftig nach Waldpilzen und war ordentlich mit Kräutern versetzt. Dazu gab es 2 halbe Scheiben frisch getoastetes Toastbrot.
Unser Freund und ich hatten uns für die Soljanka entschieden. Und im Gegensatz zum Tag zuvor war das eine richtige Soljanka, wie man sie bei uns im Osten kennt.
Eine dunkelrote, würzige, leicht scharfe und dickliche Soße mit reichlich Wurst, Salami, Paprika und Zwiebeln sowie Sauerkraut drin, wie es sich gehört. Dabei brachte die unterschiedliche Wurst bzw. die Salami einen kräftigen Geschmack in die Suppe.
Obenauf ein kleiner Klecks saure Sahne, und wie es sich gehört, eine Scheibe Toast. Die Standartvorspeise im Osten, und hier kann man noch das alte Rezept. Lecker.
Während wir unsere Vorsuppen aßen, konnten wir das Klopfen der Schnitzel aus der Küche vernehmen. Hier gibt es also wenigstens frische, selbst gemachte Schnitzel. Das dauert natürlich ein klein bisschen, und so kamen 20 Minuten nach unseren Vorspeisen die Hauptspeisen an den Tisch.
Unsere Freundin hatte sich für die Rinderroulade entschieden. Und da lag eine große, gut gewickelte Roulade auf ihrem Teller. Das Fleisch herrlich zart, war sie gut mit Speck und Zwiebel gespickt.
Dazu gab es selbst angerichtetes Rotkraut. Ich persönlich mag es lieber fest, hier war es weichgekocht. Meiner Freundin schmeckte es so, war es doch auch gut gewürzt. Selbst angerichtet waren auch die beiden Kartoffelklöße, das sah man schon an der unterschiedlichen Größe als auch an der Semmelbrösel Füllung im inneren. Der Hammer war aber die sämige, würzige und richtig leckere Soße. Hier wurde nach Hausfrauenart gekocht.
Ihr Mann ging heute etwas vorsichtiger an die Sache heran. Er hatte sich den Kutschertoast bestellt. Und hier waren zwei knusprig getoastete Toastschnitten mit einem saftigen, großen Schweinerückensteak belegt. Das Steak war angenehm weich und gut gewürzt. Obenauf lagen frische Scheiben Tomate und ebenfalls frische, dicke Zwiebelringe.
Das Ganze wurde dann noch mit reichlich Käse überbacken. Der Käse hatte dabei einen angenehmen, leichten Rostra erreicht, und lief seitlich über das Steak. Als Beilage gab es Rot- und Weißkrautsalat, welcher frisch angerichtet war. Ebenso noch frischer Möhrenraspel, etwas Gurke und Tomate. Eigentlich auch ein ausreichendes, leckeres Abendessen.
Meine beiden Mädels hatten nach dem Reinfall von gestern erst einmal keine Lust auf Schnitzel. Sie entschieden sich heute für die gebratene Hähnchenbrust mit Kräuterbutter, Kartoffelspalten mit Kräuterquark. Auch hier wieder bei der Bestellung die Bitte, doch auf Pfeffer zu verzichten, da eine Allergie vorliegt.
Daraufhin teilte sie uns mit, dass zum Würzen eine Gewürzmischung verwendet wird, und da auch Pfeffer drin ist. Allerdings weiß man nicht wieviel. Also verzichten wir da lieber drauf. Was dann meine Mädels geliefert bekamen, war aber geschmacklich nicht schlechter. Die Hähnchenbrust herrlich zart, außen mit teilweise starken Röstaromen, innen aber noch butterweich. Die Kartoffelspalten gut frittiert, ob diese nun Convenience waren oder frisch hier geschnitzt, können wir nicht beurteilen. Der Kräuterquark wird sicher nicht hierhergestellt, dafür aber gut verfeinert, denn so waren klein gehackte Kräuter untergemischt, und obenauf gab es frische, rote Zwiebel. Auch hier die kleine, frische Salat Beilage,
Ich wollte es heute wissen, und bestellte das Harzer Blaubeer-Schmand-Schnitzel mit Käse überbacken und Röstitaler. Eigentlich bin ich ja überhaupt kein Freund von herzhaft und süß, mit Steak oder Pizza Hawaii kann man mich jagen. Und so war es dann doch die Überzeugungsarbeit der Kellnerin, damit ich mich da ran traue. Schließlich gab sie ein kleines Geheimnis preis, denn in der Blaubeer-Schmand-Soße ist auch Schierker Feuerstein verarbeitet. Und so habe ich es nicht bereut.
Ein dickes, schön kross gebratenes, frisches Schnitzel lag da auf dem Teller. Die Panade schön flockig und mit ordentlichen Röstaromen versehen, das Fleisch angenehm weich. Und dann traute ich mich auch an die Blaubeer-Schmand-Mischung, und war positiv überrascht. Da ja frische Blaubeeren nicht so viel Süße in sich haben, und wahrscheinlich auch der Schierker Feuerstein hier seinen Rest dazugab ohne hervorzustechen, war dies eine leicht herzhafte Mischung, welche auch ganz gut zu dem Schnitzel passte. Das ganze noch mit Käse dick überbacken, war es eine gute Kombination. Hier gab es Röstitaler als Beilage, und ich denke, ob der unterschiedlichen Größe und Form, dass diese hier in der Küche frisch geformt und hergestellt werden. Auch ich hatte die kleine, frische und vor allem leckere Salatbeilage dabei.
Da wir alle satt waren, gab es auch heute keinen Nachtisch, und den Schierker Verdauerli hatten wir ja in der Ferienwohnung auch.
Unser Fazit: wir ließen zu sechst 156,40 € Im Café am Kurpark in Schierke. Ein gemütliches, wohnliches, kleines Café. Eine freundliche Bedienung, frische Küche. Alles das, was man sich eigentlich wünscht. Der Vorabend war vergessen, hier wurden wir gebührend entschädigt, und kommen gern wieder.