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GastroGuide-User: kgsbus
hat Die Linse | Restaurant & Galerie in 61440 Oberursel bewertet.
vor 4 Jahren
"Schöne Location mit sanften Gerichten"
Verifiziert

Geschrieben am 02.10.2017 | Aktualisiert am 02.10.2017
Besucht am 24.09.2017 Besuchszeit: Abendessen 5 Personen Rechnungsbetrag: 131 EUR
Ein Besuch bei unserer Tochter und ihrer kleinen Familie in Oberursel hatte (natürlich) auch Restaurantbesuche vor Ort zur Folge.
Wir wollten nicht nur den Hunger stillen, sondern auch etwas Spaß dabei haben.
Und besonders ein Kleinkind sollte dabei kein Problem für die Gastronomie darstellen.
Ich habe mich umgehört und einige Seiten im Internet gelesen.

Außenansicht

Am Ende haben wir uns für „Die Linse“ als erstes Restaurant entschieden.
 
Ambiente
 
Die Lage ist etwas außerhalb von der Innenstadt; es erinnert an ein altes Industrieareal. Und die „KrebsMühle ist“ auch eine Ansammlung von verschiedenen Firmen, Geschäften und Kultureinrichtungen.
 
Terrasse

Von außen sieht das Gebäude durchaus imposant aus. Wir bestiegen die Treppen zum Restaurant. Die große Terrasse vor dem Restaurant sieht auch einladend aus. Auch im Inneren bleibt der gute Eindruck erhalten.

 Eingangsbereich

Die Tische haben einen ordentlichen Abstand untereinander. So konnten wir gemütlich und entspannt sitzen.

Teilansicht Gastraum

Der Blumenschmuck am Platz war äußerst geschmackvoll und frisch. Da zum Lokal auch eine Galerie gehört, waren auch Stücke vom Kunsthandwerk ausgestellt
 
Tisch

Sauberkeit 
 
Alles war gut in Ordnung gehalten.
 
Sanitär
 
Ebenerdig und gut zu erreichen. Sogar ein Wickeltisch für Kleinkinder ist vorhanden. Saubere und gepflegte WC-Einrichtung. Aber hier nichts Besonderes; doch alles wie Seife, Handtuch etc. vorhanden.
 
Service
 
Die Damen waren alle freundlich und hilfsbereit. Die Chefin – vermute ich – hat aber die meiste Ahnung. Sie kann etwas zu den Speisen und Getränken sagen und auch Weine empfehlen. Die anderen Kräfte müssen da eher nachfragen. Ein paar „Sonder-Wünsche“ wie andere Beilagen oder einen „Kinderteller“ können ohne Probleme erfüllt werden. Alle geben sich Mühe und wirken empathisch und engagiert.
 
Die Karte(n) 
 
Die Speisen sind saisonal und regional ausgerichtet – mit Anklängen an indische bzw. asiatische Richtungen. Auch vegan und vegetarisch ist durchaus vertreten. Eine frische, kleine aber abwechslungsreiche Karte.
 
Die verkosteten Speisen 
 
Gemischter Vorspeisenteller mit vier verschiedenen „Leckereien“ – 11,50 €

Vorspeise 

Zwei frittierte Bällchen, die wohl auf Linsen- bzw. Kichererbsen-Basis mit Gemüsestückchen angereichert entstanden waren, fielen mir zuerst ins Auge. Sie berührten jeweils eine helle bzw. eine rote Sauce. Diese waren leicht gewürzt und erinnerten mich an Knoblauch und Tomate. Dadurch erhielten die Kugeln etwas mehr Geschmack; denn schon hier bemerkte ich, dass hier in der Küche Salz und Gewürze sparsam bzw. in homöopathischen Dosen eingesetzt wurden.

Vorspeisenteller

Weiterhin war eine Couscous-Komposition, etwas geräucherter Schinken, eingelegte Paprikaschote, Frischkäse, grüne Oliven, eine Tomate und etwas weiches Geschichtetes mit einem roten Dipp überzogen auf dem Teller.
Das war alles essbar, vielleicht sogar gesund – aber etwas langweilig und uninspiriert für  mein Empfinden. Dabei bietet gerade die indische Küche hier viele Möglichkeiten der Abrundung oder Verfeierung – von italienischen Antipasti-Happen ganz zu schweigen.
 
Kinderteller Hähnchenschnitzel mit Bratkartoffeln – 6,50 €

 Kinderteller

Der stand nicht auf der Karte – wurde aber gerne zubereitet. Pommes gibt es im Restaurant nicht, aber Bratkartoffeln.
Unser Enkelkind hat von dem Fleisch gegessen und war zufrieden. Auch etwas Kartoffeln wurden probiert. Am meisten hat die Sauce in einem Schälchen das Interesse geweckt. Sie hatte für mich Anklänge an Ketchup mit etwas Curry – durchaus interessant.
 
Ayurveda - Gemüse und Tofu „mit Pepp“, gebratenem Reis und Tomaten-Chutney -  13,50 €

 Gemüse-Curry

Das Gericht erinnerte an ein indisches Curry. Der Schwiegersohn war zufrieden damit.
 
Gefüllte Hühnerbruststreifen und frischer gemischter Salat – 16,50 €
 
gefüllte Hühnerbrust

Das war ein zusätzliches Tagesgericht. Die Brust war mit blanchiertem Spinat und Mozzarella-Stückchen gefüllt. Darunter war eine Tomatensauce. Auch eine große Kelle Reis war noch auf dem Teller.

Beilagensalat

Das Beste aber war der Beilagen-Salat. Hier waren Gemüsestreifen und Kräuter gemischt worden und hatten ein schmackhaftes Dressing erhalten. - Auch nach ein paar Tagen im Rückblick war diese Komponente des Hauptgangs in meinen Augen wirklich gelungen. Es war Geschmack vorhanden und Würze hineingearbeitet worden.
 
Ente – Rosa gebratene Entenbrust auf Cassissoße mit Kartoffelgratin und Romanesco - 22,50 €
 
Ente

Die Ente war vorbildlich im Aussehen: leichte Röstaromen außen, innen rosa, auch die Haut war nicht labberig. Leider war das Fleisch aber doch etwas zäh.
Die Sauce passte durchaus dazu, die Fruchtnote ist mir allerdings nicht besonders in der Erinnerung.
Das Gratin war ordentlich gemacht. Die Kartoffeln waren weich und nur leicht überbacken.
Das Kohlgemüse hatte eine gute Konsistenz, war aber im Geschmack sehr natürlich gehalten.
Eine Tomate war leicht angeschwenkt und zeigte ihre Aromen ordentlich.
Die vielen Thymianzweige waren roh und nicht mitgekocht worden und sahen daher nur gut aus. Ohne dem Gericht den typischen Geschmack zu übertragen, machten sie für mich keinen Sinn.
 
Beeren-Tiramisu – 7,50 €
 
Tiramisu

Die Portion war mächtig groß und hätte mehrere Personen versorgen können. Die Biskuitscheiben waren mit Saft (ohne Alkohol) getränkt worden und daher saftig. Die Creme schmeckte nach Him- und Erdbeere. Unten war die Füllung heller als oben, weil zwei verschiedene Geschmacksrichtungen verwendet worden waren. Als Abschluss gab es noch ein Kompott von weiteren Beeren. Auch Schokoladenbrösel waren noch im Spiel. Karamellisierte Walnüsse und eine Joghurtsauce komplettierten das Gericht. Auch etwas Minze lag am Rand.
Insgesamt war das Dessert mächtig und sättigend, aber es schmeckte wirklich gut.
 
Mousse au Chocolat – 6,00 €
 
Mousse

Dieser Nachtisch war ebenfalls eine Tagesempfehlung. Das Gericht war in einem Glas präsentiert. Unten war die dunkle Schokolade und obenauf eine helle cremige Sahne. Ein Büschelchen Minze durfte ebenfalls nicht fehlen.
Eigentlich ganz ordentlich gemacht. Aber hier hatte die Küche einen gehörigen Schluck Alkohol in die Mousse gegeben. Der brandige Geschmack übertönte fast die Schokoladentöne.
 
Getränke 
 
Selters 0,75l – 5,10 €
 
Will Bräu alkoholfrei 0,5l -3,80 €
 
Canforrales Tempranillo La Mancha 0,2- - 5,20 €
 
Espresso – 2,20 €
 
Fazit
 
3 – wenn es sich ergibt. Pluspunkte sehe ich im freundlichen, zugewandten Service. Auch die Einrichtung war ansprechend und die Ausstattung für kleine Kinder recht gut gemacht. Aber den Speisen fehlte in meinen Augen teilweise Würzung und Harmonie.
 
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder – nach „Kuechenreise“)
 
Datum des Besuchs: 24.09.2017 – abends – vier Erwachsene und ein Kind
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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