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GastroGuide-User: Jenome
hat Pfannkuchen-Haus in 18347 Dierhagen bewertet.
vor 1 Woche
"Herzhaft oder Süß-das ist hier die Frage"
Verifiziert

Geschrieben am 13.09.2021
Besucht am 20.08.2021 Besuchszeit: Mittagessen 5 Personen Rechnungsbetrag: 98 EUR
Die Spezies „Pfannkuchenhaus“ scheint ja landauf und landabwärts seit einigen Jahren aus dem Boden zu sprießen. Seit meine Mädels diese Gastronomie auf der wunderschönen Insel Fehmarn kennengelernt haben, waren sie überaus erfreut auch hier an der Ostsee in Dierhagen so eine Spezies gefunden zu haben. Groß wehren konnte ich mich nicht, also durfte ich zum Telefon greifen und einen Mittagstisch bestellen.

Zwei Tage später wars so weit, also ging es nach Dierhagen-Strand. Unweit des wunderschönen Sandstrandes steht also das „Pfannkuchenhaus“, unmittelbar gegenüber findet man einige Bezahlparkplätze für den vierrädrigen Unterstand, besser ist es jedoch per Fahrrad zu kommen, die wird man in Dierhagen überall los. Begrüßung
Unmittelbar am Eingang zum Biergarten wird man von einer alten Dame „begrüßt“ und gebeten sich per Luca-App zu registrieren. Gleich darauf erscheint auch schon die Bedienung, und weißt uns darauf hin, das ohne Bestellung leider nichts möglich ist. Hatten wir ja aber zum Glück, und so ging es in den Gastraum hinein. Gastraum
Dieser ist mit großen Holztischen und Ledereckbänken rustikal ausgestattet. Auch auf den sehr breiten Gestühl sitzt man bequem. An den Wänden hängen allerlei Utensielien der früheren Landwirtschaft, Urkunden und Zeitungsartikel von ca. 1930 bis zur Wende. historische Zeugnisse an der Wand

Am Platz angekommen wurde uns die Speisekarte, oder eher ein Speisenflyer überreicht. Speisekarte-oder Flyer
Dieser gliedert sich in Herzhafte Pfannkuchen, Süße Pfannkuchen, Schnitzelgerichte, kleine Vorspeisen und drei Sorten Fisch. Letztere drei brauch ich nicht, wenn ich in ein Pfannkuchenhaus gehe, denn das ist fast so wie Schnitzel essen im Fischrestaurant.

Nach einem kurzen Blick stand unser alkoholfreier Getränkewunsch fest. Eine Bitter Lemon und Tonic zu je 3,90 €, eine Krombacher Fassbrause für 3,70 €, eine Kiba und ne Pepsi für ebenfalls je 3,90 € für das 0,4 l Glas. Getränkeauswahl
Auch die Pfannkuchen waren recht schnell ausgesucht, und so wurden zwei „Viva Mexiko“ mit Hackfleisch, Tomaten, Paprika, Mais, Käse und Chili-Sauce zu je 13,60 €, zwei „Großer Holländer“ mit Hackfleisch, Spinat, Broccoli, Gouda & Sauce Beranaise  für je 13,40 €, ein „Italiener“ mit Schinken, Tomaten, Mozzarella und Champions für 11,40 € und zum späteren Nachtisch für die Mädels noch ein süßer, und zwar der „Milchbubi“ mit eingebackenen Apfelstückchen, gefüllt mit Milchreis, Zimt & Zucker zu 7,90 €.

Nach knapp 20 Minuten hatte jeder seinen Pfannkuchen vor sich stehen. Diese waren recht groß und bedeckten fast den ganzen Teller.
Der „Viva Mexiko“ war mit reichlich großen Hackfleischbrocken, frischen Tomatenstückchen, frischen Paprikastreifen, Mais aus der Dose , reichlich Käse und einer angenehm leicht scharfen  Chili-Sauce versehen. Der Pfannkuchenteig im Gegensatz zur Fehmarner Variante leicht herzhaft, also ohne Zucker. „Viva Mexiko“ mit Hackfleisch, Tomaten, Paprika, Mais, Käse und Chili-Sauce

Die beiden „Großer Holländer“ ebenfalls mit großen Hackfleischstückchen, frischen Spinat, großen Broccoliröschen, ebenfalls viel Gouda und Sauce Beranaise. „Großer Holländer“ mit Hackfleisch, Spinat, Broccoli, Gouda & Sauce Beranaise
Einziger Manko hier, durch das milde Essen viel auf, das beim zubereiten des Hackfleisches der Koch oder die Köchin doch recht verliebt war, denn das Hackfleisch ohne Zulage war recht salzig. „Großer Holländer“ mit Hackfleisch, Spinat, Broccoli, Gouda & Sauce Beranaise

Der „Italiener“ war mit reichlich gekochtem  Schinken, frischen Tomatenstückchen, viel Mozzarella und Champions aus der Dose gefüllt. „Italiener“ mit Schinken, Tomaten, Mozzarella und Champions „Italiener“ mit Schinken, Tomaten, Mozzarella und Champions

Zusätzlich hatten alle herzhaften Pfannkuchen eine Beilage aus Gurken-und Karottensalat. Ob diese frisch oder Convenience war kann ich leider nicht beurteilen.
Als Nachtisch gab es dann für die drei Mädels ja noch einen „Milchbubi“, welchen sie sich teilten. Dieser war wie bei Oma zu Hause mit kleinen Apfelstückchen gebacken, dazu noch eine riesige Füllung aus Milchreis mit Zimt und Zucker. der „Milchbubi“ mit eingebackenen Apfelstückchen, gefüllt mit Milchreis, Zimt & Zucker

Ich frage mich wo das meine Mädels hinverdrückt haben. Nach einer knappen Stunde waren wir fertig und 98 Euronen los.

Da es so schön war, und ich bei uns in Sachsen zum Glück noch kein Pfannkuchenhaus in der Nähe habe, und ich auch nicht den unschuldigen Blicken der Mädels widerstehen konnte, musste es in der zweiten Urlaubswoche wieder dort hin gehen. Wo sie Recht haben.....

Dieses Mal hatten wir eine komplett andere Bedienung, bei der man dann schon merkte das sie schon einige Tage am Stück arbeitete, aber trotzdem freundlich war.

Dieses Mal sollte es nun also ein „Schweizer“ mit Mozzarella, Gouda, Camembert und Feta für 13,50 €, ein „Norweger“ mit Räucherlachs, Senf-Dillsoße, Zwiebelringen und Ei für 14,60 € , ein „Grieche“ mit Gyros, Tzatziki und Zwiebeln für 14,40 € sowie noch einmal der „Großer Holländer“ mit Hackfleisch, Spinat, Broccoli, Gouda & Sauce Beranaise  für 13,40 € sein. Auch hier waren unsere Getränke nach knapp 10 Minuten da, Krombacher Pils
die Pfannkuchen benötigten wieder 20 Minuten. Also alles im grünen Bereich.

Zum Holländer gibt’s nichts anderes zu sagen als beim ersten Mal. „Großer Holländer“ mit Hackfleisch, Spinat, Broccoli, Gouda & Sauce Beranaise

Der „Schweizer“ mit Mozzarella, Gouda, Camembert und Feta war dann doch zu viel des guten, und einfach viel zu viel Käse. OK, wers mag, wir teilten ihn letztendlich auf uns vier auf, und selbst das war eigentlich zu viel. „Schweizer“ mit Mozzarella, Gouda, Camembert und Feta

Der „Grieche“ mit Gyros, Tzatziki und Zwiebeln war gut gefüllt. Wer jetzt allerdings ein Gyros wie vom Griechen erwartet, wird enttäuscht. Das Gyros recht trocken, fast fad im Geschmack, dafür mit reichlich scharfer, roter Zwiebel und cremigen Tzatziki. „Grieche“ mit Gyros, Tzatziki und Zwiebeln

Der „Norweger“ dagegen war wieder eine Wucht.  Mit reichlich Räucherlachs belegt, dazu eine milde Senf-Dillsoße, reichlich rote Zwiebelringe und einigen Scheiben frisch gekochtes Ei. Der war lecker. „Norweger“ mit Räucherlachs, Senf-Dillsoße, Zwiebelringen und Ei

Und was durfte als Nachtisch wieder nicht fehlen? Richtig, der „Milchbubi“.  Beim zweiten Mal ließen wir dann noch einmal 80 € dort.

Fazit: wer mal was anderes will, sollte mal ein Pfannkuchenhaus probieren. Ich bin immer skeptisch, esse ich zu Hause doch lieber die süße Variante ala´Oma mit Butter und Zucker. Die herzhafte Variante hier ist mal was anderes. Aber damit ist jetzt erst mal genug, bis es im Herbst wieder zu Opi Hartwig nach Fehmarn geht.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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