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GastroGuide-User: AndiHa
hat Club Manufaktur in 73614 Schorndorf bewertet.
vor 9 Monaten
"Anständige Grundlage für wohl so manch denkwürdigen Abend"

Geschrieben am 28.02.2020 | Aktualisiert am 28.02.2020
Ja die Manufaktur in Schorndorf.
Lange Zeit war ich nicht mehr dort in diesem weit bekannten Veranstaltungsort. Es mag wohl schon deren 25 oder 30 Jahre her sein.
Witzig, damals durfte man dort noch rauchen. Das zeigt wie lange es schon her ist. Zwar stank die Kleidung nachher noch Tage aber das war damals so… Heute ist es dann doch andersrum besser.
Ähnlich lange ist es aber auch her, daß ich nicht mehr soo gerne auf Konzerte gehe.
Mittlerweile, dem Spiesbürgertum beigetreten, sind es eher Musicals die ich besuche als Konzerte regionaler oder gar darüber hinaus bekannter Bands.
Heuer war es mal wieder soweit. Aber auch da bedurfte es einen gewissen Anlaufes.
 
Old Johnny’s crew (das Apostroph ist durchgecheckt und von versierten Kennern der denglischen Rechtschreibung als korrekt bezeichnet worden!).
 
Eine Band welche vor Jahren den Sprung in die Semiprofessionalität wagte und zuerst die Arbeitszeit reduzierte und anschließend ihre erste CD heraus brachte. Damals unter großem persönlichem Aufwand sogar ein erstes Video:
https://www.youtube.com/watch?v=0L_KxcSDMzk
 
Die Scheibe damals fand ich ambitioniert aber noch nicht gut genug.
 
2020 kam dann die zweite Scheibe heraus. Und die kann was. Anbei das erste Video daraus:
https://www.youtube.com/watch?v=b8wwghmpGhs
 
Die Jungs sind schon deutlich besser geworden. Und dann kam auch ich wieder ins Spiel.
Einer der Jungs ist mein Kollege und nach durchstechen des Clips entschied sich ein guter Teil der Kollegen der CD-Release-Party beizuwohnen.
 
An der Freitag hatte ich selbst frei und werkelte bei dem frühlingshaften Wetter viel im Garten. Meine Mitfahrgelegenheit gabelte mich dann um 20 Uhr auf und es ging in die Manu’.
 
Klar, wenn einige Kollegen da sind und die Stimmung ausgelassen, dann muß auch etwas Flüssiges dabei sein.
Aber da ich den ganzen Tag draußen war benötigte ich noch etwas Grundlage.
Die angeschlossene Club-Kneipe versprach Abhilfe.


Es war sowieso noch die Vorband am Klimpern und die hatten überwiegend Covers im Repertoire. Wenngleich sehr sehr gut gecovert dann aber für mich doch eher zu vernachlässigen.
 
Der Raum der Kneipe ist ebenerdig zu betreten und im „Vorraum“ zur Veranstaltungshalle verortet. Sehr angenehme Beleuchtung war vorhanden (vielleicht zu angenehm, da ich die klein geschriebene Karte fast nicht entziffern konnte, ja, das Alter). Aber auch die Geräuschkulisse war sehr angenehm. Den Grund erfuhr man wenn man an die Decke blickte. Schallschluckelemente hingen zwischen Betonträgern herunter.
 
Die Karte war wirklich wie hier auf GG eingetragen türkisch/schwäbisch und ist auch auf der HP einsehbar. 
Da ich aber nicht so der Reisesser bin und mit Börek, Bulgur und Hummus so herzlich gar nix anfangen kann tendierte ich schnell auf die „schwäbische Seite“.
 
Ja, ein Schweizer Wurstsalat geht doch eigentlich immer (8,50).

Dazu als Bierbegleitung ein Hefeweißbier (3,50) der obergärigen alten Brauart.
 
Als ich alsbald vom freundlichen und umgänglichen Kellner, er passte in dieses Etablissement wie der Faust aufs Gretchen, entdeckt wurde, ich platzierte mich in diesem legeren Haus ausnahmsweise einfach mal selbst, äußerte ich diese Wünsche, welche von meinem Gegenpart umgehend positiv beschieden wurden.
 
Wußtet Ihr eigentlich schon, daß der 25. Februar der Tag der Schachtelsätze ist? ;-)
 
Das Bier kam zügig und auch der WuSa benötigte nicht lange. So was kann man ja auch bis unmittelbar vor dem Zusammenführen vorbereiten.
 
Und es erreichte mich dann ein netter Teller mit einer durchaus angenehmen Menge, schön dünn geschnittener, Wurst- und Käsestreifen.

Qualitativ über alle Zweifel erhaben, die Wurst von der örtlichen Metzgerei Winter und mit gutem Käse hatte es durchaus gepasst (nun ja, die Blattpetersilie hätte es nicht gebraucht, ich mag die krause lieber). Etwas herzhafter hätte der Sud aber gerne ausfallen dürfen. Er war beileibe nicht schlecht aber die eine Spur..….
Das beigelegte Brot von einer meiner Lieblingsbäckereien war gemischt.

Ein Streifen schön grobporiges wurde begleitet von drei Scheiben eher feinporigen Brotes. Bei einem WuSa ziehe ich die mittel bis grobporige Variante der feinporigen vor. Geht es letztlich doch auch darum nicht nur Teig im Mund zu haben und hernach die Essigbrühe mithilfe des Brotes gut aufsupfen zu können.
 
Aber wie dem auch sei, ich war anständig gesättigt und konnte mich anschließend mit gesteigertem Elan zu den Kollegen begeben und einen denkwürdigen Abend mit einem richtig guten Konzert und viel „Gute Laune Musik“ verbringen.


 
Einige Kollegen wussten nicht wann Schluß war und zogen später noch in die Innenstadt. Man hörte von so Manchem bei dem sich im Laufe der Nacht die Augen von unten nach oben schlossen.


Ich war, dank Mitfahrgelegenheit vor solchen Schicksalsschlägen gefeit und fand einigermaßen geschmeidig in den Folgetag.


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