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Hier waren wir das letzte Mal zu RK-Zeiten, das ist also schon fast 15 Jahre her. Wir konnten uns entsinnen, dass wir damals eigentlich recht zufrieden waren, und da es das Restaurant noch immer gibt, kann es ja nicht so viel falsch machen. Mit einem Telefonanruf reservierte ich 5 Plätze, und fragte nach, ob Töchterchens Hundi auch mit ins Lokal darf. Das war kein Problem, einem geselligen Abend stand nichts mehr im Wege.
Am Abend des Geburtstages fuhren wir nun also mit zwei Autos in die Landeshauptstadt. Hier am Rande von Dresden gestaltete sich die parkplatzsuche allerdings recht schwierig. Der Parkplatz eines angrenzenden Supermarktes wird überwacht, Strafzettel also vorprogrammiert, und der kleine Parkplatz des Restaurants ist relativ schwer zu finden, liegt er doch hinter dem Restaurant, nur durch eine schmale Gasse erreichbar.
Nun ging es also erst einmal rein in das Restaurant, freundlich wurden wir von mehreren jungen Herren im Service begrüßt, und n unseren Platz gebracht. Das Restaurant war fast bis auf den letzten Platz ausgebucht, stand doch an diesem Tag ein Büffet zur Auswahl. Dies ist aber nur am Freitag, Samstag und Sonntag hergerichtet, und kostet 24,90 € pro Person.
Für uns stand jedoch fest, dass wir a´la Carte essen wollten, und so brachte uns der nette Herr wenige Minuten später die Karte. Wie überall beim Griechen üblich, ist die Karte natürlich sehr umfangreich, so gibt es allein 21 kalte und warme Vorspeisen und zwei Suppen, sowie 80(!) Hauptspeisen. Da ist von Rind, über Schwein und Fisch bis zum Lamm alles dabei.
Die Preise bewegen sich dabei alle zwischen 20 bis 25 Euronen, nur das argentinische (beim Griechen!) Rumpsteak steht mit über 30 Euro in der Karte. Die Auswahl ist also groß, es sollte also für jeden etwas dabei sein. Denkste, so hatte sich unser kleines Töchterchen auf griechische Nudeln gefreut, die suchte man hier in der Karte allerdings vergeblich. Nach einiger Zeit waren wir dann so weit, und bestellten nun Getränke als auch unsere Speisen gemeinsam.
Getränke:
· 1x 0,5ér Feldschlösschen Rubin für 5,40 €
· 1x 0,2ér Weißwein Santorini für 6,90 €
· 1x 0,4ér KiBa für 5,90 €
· 1x 0,33ér Coca Cola für 3,90 €
· 1x 0,33ér Spezi für 3,90 €
Vorspeisen:
· 1x Schafskäse überbacken mit Knoblauch und Kräutern für 11,90 €
Hauptspeisen:
· 1x Gyros mit Reis, Pommes Frites und Tzatziki, dazu ein Salat vom Buffet für 17,50 €
· 2x Platte Sokrates mit Gyros, Souflaki, Souzuki, Reis, Pommes frites und Tzatziki, dazu ein Salat vom Buffet für 19,90 €
· 1x Keftedakia – Hackfleisch in Tomaten-Weinsauce, dazu Reis, Pommes Frites, Tzatziki und ein Salat vom Buffet für 17,90 €
· 1x Gyros Pfännchen mit Metaxasauce, Champignons, dazu Reis, Pommes Frites und ein Salat vom Buffet für 19,50 €
Nun mussten wir knappe 10 Minuten warten, bis unsere Getränke am Tisch waren. Bei dem vollen Restaurant ok, so hatten wir Zeit uns etwas umzusehen.
Das Restaurant ist in zwei teile aufgeteilt, einmal im Haupthaus, wo auch die Theke, die Küche als auch die beiden Buffets stehen, nebenan im Anbau dann noch einmal ein großer Raum mit vielen Tischen und Bänken. Dabei sind viele Tische als gemütliche Sitzecken konfiguriert, andere wiederum kann man als lange Tafel zusammenschieben.
Tische in edlem Holzdekor, die Stühle mit einem mediterran farbenen Polster angenehm zum Sitzen. Die Tische werden zwar bei jedem Wechsel abgewischt, aber unter den Tischen sah es teilweise verehrend aus, Töchterchens Hundi hatte hier locker ihr Abendbrot beisammen. Ob das nur von einem Abend ist? Ich weiß es nicht.
Endlich kamen nun auch unsere Getränke, und nachdem wir auf das Geburtstagskind angestoßen haben, ging es an die Salatbar zum Salat fassen.
Der Salat war nun wieder völlig einfach gehalten, das meiste davon Convenience, kaum was Frisches. So gab es Mais, rote Beete, Kidneybohnen und Krautsalat aus der großen Dose, einzig grüne Gurke, Blattsalat, Tomate und der Möhrenraspel waren frisch, und schmeckten halt teilweise recht lasch, da ja gerade für Tomate und grüne Gurke noch keine Saison ist.
Lasch schmeckte auch das Dressing, welches als Knoblauch-Joghurt-Dressing und als Kräuter-Joghurt-Dressing angeboten wurde. Im Nachhinein hätte man sich das sparen können.
Weitere 10 Minuten später kam dann der Schafskäse überbacken, den Frauchen und das große Töchterchen sich teilen wollten. Allzu viel gab es da nicht zu teilen, die Scheibe Schafskäse im Schälchen reichte aber für die beiden zu.
Der Käse herzhaft würzig, leicht angebräunt und mit Peperoni, Oliven und frischen Zwiebeln angesetzt. Dazu ein Stückchen Fladenbrot, so wie wir es vom örtlichen Dönerladen kennen.
Ausreichend für die beiden Damen, es war nur ein kleiner Vorgeschmack auf die griechische Küche.
Wiederrum 10 Minuten später ging es dann mit den Hauptspeisen los. Hier hatte sich unser Geburtstagskind für das Gyros Pfännchen mit Metaxa Sauce entschieden.
Das Pfännchen ist gut, in einer Blechpfanne wurde hier mehrere Streifen Gyros serviert, ertränkt in dieser milden Metaxa Sauce. Dabei bekam man zum Glück nicht so richtig mit das das Gyros völlig trocken und kaum gewürzt war.
Als Beilage gab es auf einem extra Teller Pommes Frites und Reis. Besser hätte hier wohl frisches Baguette dazu gepasst.
Da die Kleine nicht ihre griechischen Nudeln bekam, entschied sie sich für das Keftedakia, die Hackfleischbällchen in Tomaten-Weinsauce. Neun kleine Hackfleischbällchen lagen hier in einer Schale, unter den Bällchen eine dunkelrote Sauce, die zwar nach Tomate schmeckte, aber wo von Weißwein keine Spur war.
Während die Fleischbällchen würzig und gut gebarten waren, war die Sauce einfach nur tomatig. Auch hier wieder auf einem extra Teller Pommes Frites und Reis, und auch hier hätte frisches Baguette besser dazu gepasst.
Unsre Große liebt Gyros, und so war es klar, dass sie sich den Gyrosteller nimmt. Allerdings war sie von diesem Gyros enttäuscht, denn er war nicht nur trocken durch zu langes braten, er war auch geschmacklich einfach zu fad.
Da fehlte einiges. Auch die mitgelieferten Pommes Frites, waren wie bei allen anderen Speisen, kaum gewürzt und teilweise pappig. Sie hätten gern noch etwas Zeit in der Fritöse verbringen können. Auch der Tomatenreis war nun nicht unbedingt der Bringer, denn auch dieser war geschmacklich sehr fad und pappig.
Herr Jenome und Frauchen haben sich für die Platte Sokrates mit Gyros, Souflaki, Souzuki, Reis, Pommes frites und Tzatziki entschieden. Auch hier wieder das Gyros zu trocken und kaum gewürzt, was man leider auch vom Souflaki sagen muss.
Das Souflaki hatte zwar schöne Grillspuren zu verzeichnen, allerdings war das Fleisch auch hier total trocken und kaum gewürzt. Gut war dafür das Souzuki, denn dieser Hackfleischkloß war richtig gut würzig und scharf angebraten. Auch hier wieder die Pommes und der Reis, auf die wir auch gern verzichtet hätten.
Da noch etwas Zeit war, bis das kleine Töchterchen auf Arbeit musste, gönnten die Damen sich noch einen Nachtisch. So bestellten sie sich noch einmal:
· 1x Griechischer Joghurt für 6,90 €
· 1x Tiramisu für 7,50 €
Wenige Minuten später waren die beiden Nachspeisen am Tisch. Der griechische Joghurt wurde natürlich mit recht viel Honig angerichtet, dazu gab es einen Klecks Sahne und eine Kugel Vanilleeis.
Das Tiramisu sah dann auch wieder ganz nach Convenience aus, denn so wie wir es nun auf dem Teller hatten, kennen wir es auch aus dem Supermarkt. Aber gut, wir sind beim Griechen, nicht beim Italiener.
Zum Glück gab es zwischendurch immer mal einen Ouzo, denn da kam immer wieder mal einer der jungen Herren mit einem vollen Tablett durch das Restaurant.
Nach knapp 1,5 Stunden waren wir fertig, Töchterchen musste zur Nachtschicht. Also konnte Schwiegersöhnchen zahlen, was mit Karte kein Problem war.
Unser Fazit: für uns fünf Leute standen 159,90 € auf der Rechnung, da Schwiegersöhnchen Geburtstag hatte, wurden ihm knapp 5 Euro erlassen, und er musste nur 155 Euro zahlen. Ich glaube nicht dass wir so schnell wieder hier her kommen, für uns ist das eher ein unterdurchschnittlicher Grieche mit zu viel Convenience. Da geben sich andere Gasthäuser mehr Mühe, und bieten zum Beispiel auch die griechischen Bratkartoffeln und eine bessere Auswahl am Salat an.