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Das Restaurant hatte eine kurze Sommerpause; aber jetzt wird wieder „gearbeitet“. Die Karte hatte sich leicht geändert. Aber auch die Preise – das Lunch-Menu kostet nun fünf Euro mehr.
Es gibt weiterhin den Mittag und auch die Grüße aus der Küche machen Freude.
Ambiente
Für uns ist die Lage in der Nähe vom S-Bahnhof sehr angenehm. Das Haus liegt an einer Straßenbiegung und es fahren reichlich Busse dort her. Aber das stört uns nicht.
Drinnen stehen die Tisch nicht zu nah; aber wir können die Gespräche teilweise mithören (kommt auf die Menschen an wie laut sie reden).
Wir sitzen meist an einem Tisch am Fenster im Gastraum mit der Theke und Blick zum Gang in die Küche.
Sauberkeit
Alles ist gut gepflegt.
Sanitär
Die Anlagen befinden sich im Keller.
Service
Drei Männer kümmern sich heute um die Gäste – auch der Küchenchef und Besitzer spricht gelegentlich mit den Speisenden. Er hobelte heute den Trüffel auf einen Gang.
Die Karte(n)
Mittags gibt es ein Fünf-Gang-Angebot und dazu können weitere Gerichte ergänzt werden.
Die verkosteten Speisen
Wir wählten das Menü – ohne Zusätze. (90,00 €)
Amuse Bouche
Heute wurden drei Grüße gereicht: Ein Thunfischtatar, gebeizter Lachs und ein Topinamburschaum auf einer würzigen Jus.
Das Aussehen ist meist sehr ähnlich – doch der Inhalt variiert leicht.
Wir mögen die Tartelettes sehr gerne. Sie gehören wohl zu den Signature Dishes von Marlon Rademacher.
Auch das Sauerteigbrot mit Butter und Olivenöl kommen stets auf den Tisch.
HAMACHI CARPACCIO
Fingerlimette | Wildkräuter | Salsa Verde
Auf dem Teller bildete die Sauce die Grundlage. Die Scheiben von der Makrele lagen darauf; den Abschluss bildeten Radieschen, Gürkchen, Salatbblättchen und Seespargel. Sie waren gut zu erkennen und schmecken sehr gut mit Salsa und Fisch.
AUSTRALISCHER WINTERTRÜFFEL
Gnocchi | Pfifferlinge | Schnittlauchsauce
Die Gnocchi sind klein gehalten und haben den typischen Geschmack. Wenn sie groß ausfallen, haben sie oft einen weichen Kern und eine klebrige Konsistenz, Das war hier Gott sei Dank nicht so. Die leichte Sauce unterstützt den Geschmack. Kleine Pfifferlinge gehören ebenfalls noch dazu. Aber der Höhepunkt auf dem Teller ist der Trüffel. Der Chef kommt an den Platz und hobelt die Stücke selbst über das Gericht.
STEINBUTTFILET
Spitzkohl | Ingwer | Rosé Champagnersauce
Das sehr fein geschnittene Gemüse bildet die Unterlage. Darauf liegt der Fisch. Die Stückchen sind leicht gebraten und innen schön saftig. Auch hier ist für mich die Sauce der eigentliche Höhepunkt. Meine Frau lässt sie separat servieren und ich kann dadurch noch mehr davon verkosten: Eine Beurre Blanc mit Rosé-Champagner ist eine edle, leicht fruchtige Variante der klassischen französischen Buttersoße, die besonders gut zu gebratenem Fisch, Jakobsmuscheln oder Geflügel passt.
GESCHMORTES WAGYU
Pastinake | Mediterranes Gemüse | Steinpilzschaum
Schmorgerichte sind für uns ein „kleines Problem“. Meine Frau mag sie grundsätzlich nicht gerne – aber mit einigen Ausnahmen wie zum Beispiel Roulade. Wir fragten also was für Fleischstücke zum Einsatz kamen: Short Ribs / Querrippe, sie wurde über 12 Stunden geschmort.
Daher wurde für meine Frau der Teller anders aufgebaut. Doch auch so möchte meine Frau das Fleisch nicht gerne. Die zwei Zutaten (Schaum und Sauce) wurden in zwei Kännchen daneben gestellt.
Mir haben diese Begleiter sehr gemundet. Aber ein Fan von Wagyu werde ich wohl auch nicht. Es schmeckt ganz ordentlich, aber es zeigt wohl immer eine dezente Süße (wir haben diese Kuh vielleicht zweimal in anderen Häusern von anderen Stücken serviert bekommen und kamen jeweils zum Schluss, dass uns der „Grundgeschmack“ nicht vom Stuhl reißt).
Als Vordessert wurde uns ein Himbeersorbet mit Knallbrause im Topping serviert. Es war köstlich und hat auch wirklich im Mund kleine Explosionen ausgelöst und das Eis war himmlisch cremig und fruchtig).
FLUGANANAS
Geeistes Kokossoufflé | Pistazie | Ron Zacapa XO
Der Nachtisch war so aufgebaut: unten bildete die saftige dünne Ananasscheibe das Fundament. Darauf lagen Himbeerteile, Kräuter und die Rumsauce. Den Abschluss bildete das luftige, lockere Kokos-Schaum-Quader.
Feine Pâtisserie
Canelés de Bordelais – Nuss-Nougat-Praline – gefüllte Erdnuss – dazu tranken wir Kaffee
Getränke
La Cuisine 0,7 l – 8,50 €
Gaba Xil 0,75 l – 50,00 €
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Der Wein hat uns sehr gut zugesagt: fruchtige Noten von grünen Äpfeln und Zitrusnoten, am Gaumen ist feine Frische spürbar, mit Gleichgewicht zwischen Säure und Sanftheit, lang anhaltenden Abgang, der ein erfrischendes und leichtes Gefühl hinterlässt.
Espresso – 4,00 €
Macchiato – 4,50 €
Preis-Leistungs-Verhältnis
Mittags immer noch günstig für ein Sternehaus.
Fazit
5 – unbedingt wieder
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder – nach „Kuechenreise“)
Datum des Besuchs: 28.08.2026 – mittags – 2 Personen
Meine Genießer-Erlebnisse stehen auch bei http://kgsbus.beepworld.de/archiv.htm