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Es war an der Zeit sich mit Freunden und Familie zu treffen – im kleinen Rahmen, aber nicht zu Hause. Dort würde es eng werden und kochen macht auch viel Arbeit.
Also dann zum Mittagessen nach Dellbrück.
Ambiente
Wir haben daher reserviert und auch um eine „Ecke“ für die Kinder in „Wartezeiten“ gebeten. Alle unsere Wünsche wurden erfüllt. Im Nebenraum hatten die Mitarbeiter*innen eine lange Tafel in die Mitte zusammengerückt und einen „blanken“ Tisch daneben gestellt. Wir hatten also einen Raum für uns.
Der Tisch war weiß eingedeckt und mit Blumen und Lichtern dekoriert.
Service
Als alle eingetroffen waren wurden Erfrischungstücher aufgestellt und Wasser eingeschenkt.
Eine Runde Sekt zum Anstoßen folgte – die Kinder bekamen Apfelsaft (es war ihr Wunsch).
Dann schauten alle auf die Karte. Der Kellner fragte zur Sicherheit noch einmal, welche Unverträglichkeiten bestehen. Eine Person wollte vegetarisch essen (das war schon vorher abgesprochen und keine Haselnüsse für mich und keine Saucen auf dem Teller für meine Frau - weitere Wünsche gab es nicht).
Dann kamen schon erste Grüße. - Wie immer wurden wir gut versorgt.
Die verkosteten Speisen
Das Lunchangebot wurde mit kleinen Änderungen von allen genommen.
Amuse Bouche
Zitronengras-Süppchen
mit Limettenabrieb, Kürbisstückchen und argentinischer Garnele
Die Suppe war genial: Angenehm flüssig und wunderbar abgeschmeckt. An einem kleinen Stab waren Kürbis und Garnele aufgespießt und zuerst nicht sichtbar. Das Gläschen konnte man außen gut anpacken und innen war die Suppe heiß.
Makrele und Tatar Lachs folgten:
Die beiden Gerichte waren in kleinen essbaren Teigfömchen angerichtet. In der größeren Tartelette versteckte sich die Makrele und in der kleineren das Tatargericht.
Alle Happen waren köstlich, aber die kleine grüne Tartelette war unser Favorit.
In der tierlosen Variante waren Tomate und Pilze verarbeitet worden.
Das Sauerteigbrot mit Butter und Olivenöl kommen stets auf den Tisch.
Es schmeckt herrlich und wir mögen es sehr
– daher wurde auch Brot nachgelegt.
Gang 1
HAMACHI CARPACCIO
Fingerlimette | Wildkräuter | Salsa Verde
Das Gericht gehört zu den Klassikern bei Rademacher. Aber es erfreut uns immer wieder.
Auch hier gab es eine vegetarische Variante mit Avocado. Das schmeckte dann fruchtig.
Gang 2
MARLONS TORTILLA
Onsen-Ei | Kartoffel | Junger Spinat | Trüffel | Nussbutterschaum
Ich hatte hauptsächlich das Onsen-Ei auf der Karte „gelesen“ und war gespannt, wie es hier angerichtet wird – dabei hatte ich die köstliche Art von Christian Lohse im Sinn – aber das war ein Denkfehler: schließlich stand Tortilla in der „Überschrift“. Als ich das Gericht dann vor mir sah und die erste Gabel verkostete, erinnerte es mich an Shakshuka.
Eine Tortilla (spanisches Omelett mit Kartoffeln), ein Menemen (türkisches Rührei mit Tomaten und Paprika) und eine Shakshuka (levantinisches Gericht mit pochierten Eiern in Tomatensoße) sind drei beliebte Eiergerichte, die sich in Zubereitung und Herkunft deutlich voneinander unterscheiden.
Es hat mir geschmeckt – aber ich war von der Zubereitung von Marlon Rademacher überrascht: Sie war schon besonders und recht eigenständig. Das lag wohl am Spinat zum Kartoffelpüree und dem Trüffelstaub obenauf.
Gang 3
LOUP DE MER
Kompott von Pfefferzwiebeln | Melone | Safran-Estragon-Fumet
Der Wolfsbarsch war schön auf der Haut gebraten. Innen war er saftig. So soll Fisch für mich sein. Die Sauce war für mich ebenfalls köstlich (das Kännchen von meiner Frau konnte ich zusätzlich übernehmen. Die hellen Beilagen passten gut dazu. Auf dem Fisch waren die Melonenstücke dekorativ angeordnet.
Die vegetarische Variante bestand natürlich „nur“ aus Gemüse, der Melone und dem Zwiebelgericht.
Gang 4
EIFLER REHRÜCKEN
Pastinake | Steinpilze | Haselnussöl
Das Fleisch war köstlich saftig und weich. Die Pilze rundeten den Geschmack sehr passend ab. Das Püree war ebenfalls gut gewürzt. Sauce bekam ich wieder reichlich (s.o.). Dafür war das Haselnussöl bei mir nicht im Einsatz.
RIS DE VEAU
Maronenrisotto
Die vegetarische Alternative war ein Risotto. Ich habe eine Gabel verkostet und ich muss sagen: Es war perfekt. Der Reis war noch nicht zu weich. Das Maronenaroma dazu kannte ich so noch nicht: ich würde es jederzeit wieder essen.
Vordessert
Himbeer-Sorbet, Buttermilch, Limettenzucker und Knallbrause
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Die kleine Erfrischung gefällt uns sehr. Die Zutaten variieren. Aber die Knallbrause ist zur Zeit immer dabei. Für mich ist es eine großartige Kombination.
Gang 5
FLUGANANAS
Geeistes Kokossoufflé | Pistazie | Ron Zacapa XO
Das Dessert kannte ich schon und wünschte mir daher eine kleine Abwechslung. Die mir auch gewährt wurde: Über die Feigenstücke habe ich mich gefreut. Ein Fruchteis war auch noch dabei.
Unsere Gäste hatten dagegen den Kokosturm noch nie verkostet und hatten hatten eher ein Eis als den lockeren Schaum erwartet.
Zusatz
Les Fromages
FRANZÖSISCHER ROHMILCHKÄSE
Auswahl vom Affineur Waltmann
Eigentlich waren alle schon recht satt – aber die Aussicht auf Käse machte noch etwas den Mund wässrig und daher gönnten wir uns noch ein paar Stücke: Comté, Camembert, Tête de Moine, Bleu d'Auvergne, etwas Hartkäse, Feige und köstlicher Feigensenf.
Feine Pâtisserie
- Canelés de Bordelais
– Nuss-Nougat-Praline
– gefüllte Erdnuss
Die kleinen Köstlichkeiten am Ende schmecken uns auch (immer).
Getränke
Wasser mit und ohne Kohlensäure
Apfelsaft
M - Riesling Jahrgangssekt Marlon Rademacher
Chenin Blanc Classic Vouvray Marc Bredif
Côtes du Rhône Rhône E. Guigal
Espresso
Latte Macchiato
Haselnussbrand bzw. Himbeerbrand (vom Haus)
Fazit
5 – unbedingt wieder
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder – nach „Kuechenreise“)
Datum des Besuchs: 02.10.2026 – mittags – 10 Personen
Meine Genießer-Erlebnisse stehen auch bei http://kgsbus.beepworld.de/archiv.htm