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GastroGuide-User: Shaneymac
hat Landhaus Ferres im Wupperhof in 42799 Leichlingen bewertet.
vor 1 Woche
"Jagdszenen in Wupperhof"
Verifiziert

Geschrieben am 15.11.2020 | Aktualisiert am 16.11.2020
Besucht am 18.09.2020 Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 30 EUR
Der kleine GastroGuide Prolog…. (zur Kritik bitte nur ein wenig das Mausrad in Rotation versetzen)
 
Tja, nun war er gekommen, der letzte Tag meines diesjährigen Jahresurlaubes und wie immer fragte ich mich, wieso die seit Monaten zäh herbeigesehnten drei Wochen rückblickend wie ein Wimpernschlag vergangen waren und wo sie geblieben sind.
 
Und dennoch war es ein gutes Gefühl, denn im Gegensatz zur in vielerlei Hinsicht schrecklichen Zeit der Tätigkeit für einen u.a. in Hagen sitzenden Mittelständler blickte ich nicht mit großem Unbehagen auf den kommenden Montag, zählte nicht nach der ersten Woche die verbleibenden Urlaubstage sondern genoss stets in vollen Zügen die erholsame Zeit, was den Erholungsfaktor wie schon im Vorjahr immens steigerte.
 
Dieser Freitag sollte dann einen denkbar entspannten Schlusspunkt vor dem letzten Wochenende setzen, schon alleine das herrliche Wetter, das wir anscheinend von  Oberbayern nach Hause importiert hatten versprach am Vormittag viele Möglichkeiten für einen gelungenen Urlaubstag.
 
Und da bin ich gar nicht anspruchsvoll, ich empfinde es als größten Luxus im Urlaub einfach Zeit zu haben, sich spontanen Stimmungen hinzugeben und sich treiben zu lassen. Somit sind ein sonniger Tag, Ausschlafen, die kleine Anfahrt mit meinem Veteranen-Jeep zu einem netten Restaurant in der Nähe, das kleine Mittagessen, der – optionale – Spaziergang, das gemeinsame Planen und Einkaufen für ein schönes Abendessen für mich bereits stets verlässliche Garanten für einen rückblickend wunderbaren Tag.
 
In Sachen „nettes Restaurant in der Nähe“ war ich wie gewohnt etwas ideenlos und stolperte zufällig erneut über die Rubrik „Mittagstisch“ im örtlichen Käseblatt, in der Restaurants betont kurz und knapp unter die Lupe genommen werden. Die von einer sympathischen jungen Lokalredakteurin betreute Kolumne glänzt zwar gerne mit mir in Nichts nachstehenden, drollig-bemühten Plattitüden wie „In Demmers Kartoffelauflauf mit Lauch und geräucherter Bratwurst gibt die Wurst dem Essen die Würze.“ oder „Die Würze ist auf jeden Fall gut abgestimmt, damit sind die Kartoffel-Wedges als Spalten mega-lecker aufgepeppt. Klassisch ist die Konsistenz: außen knusprig, innen noch heiß und weich. Prima, das füllt alles mit Geschmack.“ und mitunter wenig nachvollziehbaren Punktewertungen, erwies aber sich bereits mehrfach als guter Ideengeber.
 
Und so fiel er mir dort ins Auge, ein Name, der mit den Klatschpalten ebenso verbunden ist wie mit Solinger Stadtgeschichte: Ferres! Der Enkel der hiesigen Kartoffelhändler-Dynastie, Herbert Ferres, hatte kürzlich zusammen mit seiner Lebensgefährtin im altehrwürdigen Wupperhof das „Landhaus Ferres“ eröffnet und ist in der Tat der Bruder der mit einem „grundsympathischen“ Hannoveraner Unternehmer liierten bekannten Schauspielerin.
 
Das wiederum weckte Erinnerungen, mein nicht unerheblich älterer Stiefbruder pflegte in Schulzeiten mit Herrn Ferres Schach zu spielen und als seine Schwester als Schauspielerin die ersten großen Erfolge feierte ließ es sich meine Mutter nicht nehmen, bei passender Gelegenheit stets zu erwähnen, dass Veronica dabei immer mehrfach durchs Zimmer tobte, um die Aufmerksamkeit der Freunde des Bruders zu erhaschen.
 
Super Idee, Bergische Landküche im Grünen, mehr oder weniger direkt vor der Haustüre, guter Dinge machten wir uns auf den Weg zum Wupperhof, wo uns dank der Sperrung des Odenthaler Weges lediglich herrliche Ruhe und das Murmeln der nahen Wupper empfing….
 
 
 
Kritik
 
Exakt auf der grünen Grenze zwischen Solingen und dem benachbarten, zu Leichlingen gehörenden Witzhelden, liegt eines der ältesten historischen Wirtshäuser des Bergischen Landes, der Wupperhof.
 
Auch wenn das Gebäude in der heutigen Form erst seit dem späten 18. Jahrhundert existiert, künden die Geschichtsbücher davon, dass sich hier bereits um 1200 eine Schänke befunden haben soll und seit Anfang des 15. Jahrhunderts fungierte diese auch als Pferde-Wechselstation, die aufgrund der amtlichen Steigungen hinauf nach Solingen oder Witzhelden auch bitter nötig war.
 
Die Ortsbezeichnung Wupperhof ist allerdings erst ab dem Jahr 1488 als „Wypper Hoeve“ urkundlich belegt. Die Lage hatte als eine der wenigen sicheren Wupper-Querungsmöglichkeiten in der Gegend auch frühe Bedeutung für den Handel, Embleme am Haus erzählen aus Zeiten, in denen hier eine „Biersteuer Kontrollstelle“ existierte. Mit der Zeit immer aufwendiger werdende Brückenbauten ersetzten schließlich die unweit des Wupperhofes gelegene Furt.


Ein wenig Lokal-Trivia: Der Wupperhof war Teil des anspruchsvollen Rundkurses zur Rad-Straßenweltmeisterschaft im Jahre 1954, sowie Startort des in der Region bis heute legendären "Klingenring Bergpreises" zur deutschen und internationalen Bergmeisterschaft für Automobile, deren Rennen ich als Kind noch selbst erleben durfte.
 
Seitdem ich denken kann, gab es hier immer Gastronomie verschiedener Couleur, zuletzt wurde hier ein griechisches Lokal, das „Mythos“ betrieben, hielt sich aber trotz positiver Stimmen in der Stadt eher kurzfristig.
 
Seit Kurzem gibt es im altehrwürdigen Haus neues gastronomisches Leben: Herbert Ferres, der Enkel der seit 1929 auf Kartoffel-Handel setzenden Nachtschattengewächs-Dynastie, hat sich zusammen mit Frau und Stieftochter dazu entschieden, hier das „Landhaus Ferres“ zu eröffnen; gepflegte Regionalküche mit hier bezogenen Produkten sei das Credo des Hauses, wie sinngemäß der örtlichen Presse zu entnehmen war.
 
Ein sonniger Freitagmittag bot eine gute Gelegenheit, sich dieses Credo doch einmal vor Ort auf der Zunge zergehen zu lassen, aufgrund der momentanen Sperrung des Odenthaler Weges fällt die bei gutem Wetter malerische Anfahrt über jenen leider flach und die Gäste müssen von Widdert aus über den Wüstenhofer Weg anfahren, den man sich in etwa als 1 Kilometer lange steile Gerade mit 80% Steigung vorstellen kann.
 
Bei meiner vorab erfolgten, telefonischen Nachfrage ob man geöffnet habe und welche Karte in welchem Umfang angeboten wird – die Homepage des Restaurants war noch nicht finalisiert – stand mir die sympathische Tochter des Hauses Rede und Antwort, freundlich, zugewandt und persönlich, das Gespräche endete mit einem quasi bidirektionalen „Prima, wir freuen uns, bis gleich!“.
 
Vor Ort empfing uns das gepflegte Fachwerk-Ensemble mit allem, was das Bergische Kitsch Klischee erwartet, und das meine ich nicht negativ, die Szenerie des altehrwürdigen Gebäudes unmittelbar an der Wupper, eingebettet in die sanften Hügel der Region ist in Summe einfach ein schöner Flecken.


Die Reifen rollten knirschend auf dem Kies aus, der treue 4,2l Reihensechszylinder verstummte und alles was man noch vernehmen konnte, war das leichte Plätschern der Wupper sowie gelegentliches Gelächter einer Herren-Wandergruppe im Biergarten.
 
Die Karte im Aushang bestätigte was ich am Telefon in Erfahrung gebracht hatte, mittags gibt es nur eine kleine Vesperkarte, ergänzt durch ein oder zwei Tagesangebote.
 
Eine junge Dame mit Mundschutz nickte uns zu, wie sich herausstellte war dies die freundliche Stimme vom Telefon, Hannah Dollinger, die erwähnte Stieftochter von Herrn Ferres.
 
Ich deutete auf einen gerade freigewordenen Tisch unmittelbar am Zaun an der Wupperseite mit schönem Blick auf den Fluss und man überließ uns per Geste germe die freie Tischwahl, zu diesem Zeitpunkt war das Lokal eher spärlich besetzt.



Kaum hatten wir diesen erreicht, sollte die erste Episode in Sachen „Gäste Jagdszenen“ erfolgen, die Herr Ferres mit einem leicht bizarren Auftritt souverän absolvierte.
 
Uns regelrecht im Laufschritt hinterherhechtend hörte ich ein Kasernenhof-artiges „Halt, wer hat ihnen diesen Tisch zugewiesen, so geht das aber nicht!“ gepaart mit einem fast panischen Ausdruck in seinen Augen.
 
Ich dachte zunächst das sei ein Scherz, merkte aber das er lediglich die Corona-Auflagen anscheinend SEHR ernst nimmt und verkniff mir ironische Kommentare ob seines irritierenden Auftritts.
 
Seine Stieftochter hatte wohl übersehen, dass der Tisch noch nicht desinfiziert wurde was er mit hektischer Inbrunst dann vor unseren Augen erledigte. Löblich, aber seine Wirkung als Patron und Gastgeber auf seine Gäste sollte er vielleicht doch einmal kritisch reflektieren dachte ich mir.
 
Nachdem die erste Hürde überwunden und der Puls des Herrn Ferres sich sichtlich erholt hatte wurden die laminierten Karten gereicht und wir erfreuten uns über den idyllischen Platz direkt am Fluss.

Blick auf die Wupper
Seinerzeit waren die Karten wirklich noch sehr übersichtlich, man ist mitunter sichtlich bemüht das Thema „Bergisch“ zu transportieren, aus schnöden Buletten werden folgerichtig „Leckere Wupperfrikadellen – bei so etwas argwöhne ich stets Ausflugsküche aus dem großen Eimer.

Überschaubare Auswahl
Die Tagesangebote waren mir für den Mittag schlicht zu mächtig, das Kartoffeln eine wichtige Rolle im Haus spielen ist sicherlich fast unnötig zu erwähnen:

Eingang / Tagesangebote
Somit war unsere Wahl schnell getroffen und wir bestellten, recht zügig fanden – jeweils gut gekühlt – dann eine Holunder-Apfelschorle (0,3l @3,00€) sowie ein mit strammen 4,80€ definitiv überteuertes alkoholfreies Weizen auf den Tisch.
 
Weitere Gäste tröpfelten derweil auf die Terrasse, die vielen Wandermöglichkeiten in der unmittelbaren Umgebung sind bei gutem Wetter ein Segen für diesen Standort, und schon bald sollte ein erster Einblick in die Ferres’sche Küche möglich sein:
 
| Vorweg |
 
„Frisches Brot mit zweierlei hausgemachten Dips“ – 4,90€

Brot & Dips
Ja, man liest richtig, auch wenn es so aussieht ist das kein Gruß aus der Küche, den ich hier selbstredend auch nicht erwartet habe.
 
Man konnte sich hier aus den Optionen „Aioli, Thunfisch, Tomate und Kräutercreme“ zwei auswählen, die dann in besserer Fingerhut-Portionierung mit rustikalem Frühlingszwiebel- bzw. Schnittlauch-Krönchen auf den Tisch kamen.
 
Dazu gab es recht belangloses aber tadellos frisches Ciabatta in „bemerkenswerter“ Quantität, ganze sechs kleine Scheiben gönnte man uns.
 
Die Aioli entpuppte sich als recht brave Knoblauch-Mayonnaise ohne nennenswerte geschmackliche Attribute. Da geht mehr, auch wenn ich keine spanische Omi im Hinterzimmer erwartet habe die stundenlang mit dem Mörser hantiert, aber das Wort „Aioli“ weckt nun mal entsprechende geschmackliche Erwartungen.
 
Der Tuna-Dip mir in der Textur zu homogen, so etwas mag ich gerne in stückiger mit Ecken und Kanten, vielleicht ein paar nett marinierte, grob gehackte Kapern dazu, auch hier leider die pure Langeweile.
 
Beides hat grundsätzlich geschmeckt und war hausgemacht, keine Frage, allerdings empfand ich den Preis für das Gebotene als zu hoch.
 
 
 
| Hernach |
 
Gulaschsuppe, klein – 6,50€
Kartoffel-Spinat-Quiche – 8,50€
 
Ich habe keinen Schimmer, wann ich das letzte Mal in einem Restaurant eine Gulaschsuppe gegessen habe, es muss in den 90ern gewesen sein wie ich resümierte.
 
Aufgrund der kleinen Karte war sie für mich die ansprechendste Option und zugleich eine gute Gelegenheit, der Küche mit einem gutbürgerlichen Klassiker auf den Zahn zu fühlen.
 
Dass eine Gulaschsuppe nach dem Servieren in den meisten Fällen optisch in etwa so sexy wirkt wie ein nordindisches Currygericht bestätigte sich auch hier, aber wie bei letzteren gilt auch hier „form follows function“ wie ich meine.
Gulaschsuppe
 
Aber ein kurzes Hantieren mit dem Löffel offenbarte eine recht generöse Portion von zartgeschmortem Gulasch in angenehmer „Würfelgröße“, appetitlich, wie auch der Geruch.
Wie bei Mutti...

Ehrlich-kräftiges Fundament, schöne Paprikanote, das relativ fein gearbeitete Gemüse noch gut erkennbar, das war einfach gute Hausmannskost auf einem ansprechenden Niveau, nicht mehr aber auch nicht weniger. Ich habe die kleine Schüssel gerne und mit Appetit geleert, allerdings war sie geschmacklich wirklich nicht entfernt von einer halbwegs brauchbaren Gulaschkanone und ich gehe Essen um zu genießen, nicht um zu überleben, hier gibt es sicherlich noch Luft nach oben.
 
Optisch auf den ersten Blick sicher der klare Gewinner, die Quiche von Madame mit kleinem Beilagensalat.

Kartoffel-Spinat-Quiche
Durch die nahen Gemüsebauern in Witzhelden war der Salat von bemerkenswerter Frische und auch das angenehm säuerliche Dressing wusste zu gefallen.
 
Auch die Quiche durfte ich probieren und schmeckte auch hier wieder gutes Home-Cooking Niveau ohne besondere Auffälligkeiten, nicht ganz ideal der etwas unter dem Wiedererwärmen gelittene Teig am Boden des Backwerkes.
 
Ansonsten glänzte man mit schön gegartem Gemüse, die Kartoffeln weich und der frische Blatt-Spinat noch mit leichtem Biss, der Feta eher mild, die recht aromatischen Tomaten gottlob nicht in Unmengen verwendet.
 
Leider im Inneren noch fast gänzlich kalt, was ich bei der Tochter des Hauses beim Abräumen leicht beschönigend als „leider sehr lauwarm serviert“ anmerkte.
 
Daraufhin erhielt ich die erbauliche, leicht belehrend aber sehr freundlich vorgetragene Ansage, dass man in Fronkreisch eine Quiche meist nur lauwarm esse.
 
Das ist nicht von der Hand zu weisen, allerdings ist zwischen „kalt“ und „lauwarm“ sicher noch Spielraum und zudem muss man auch sagen, dass ein Happen der Quiche einen nicht unbedingt mit verträumt-geschlossenen Augen in die Provence gebeamt hat.
 
Möchte man tatsächlich Frankreich auf den Teller bringen, würde sich ein wenig Präsenz von Kräuter-Aromen sicher gut machen in so einem Gericht, man kann sich den Geschmack in etwa so vorstellen, wie eine Kombination der sichtbaren Komponenten, auch hier geht wesentlich mehr.
 
Meine Begleitung war dennoch grundsätzlich zufrieden mit dem Gebotenen, hätte sich allerdings mehr Feta gewünscht, der zumindest auf dem Foto noch als ausreichend vorhanden rüberkommt, im Inneren aber kaum zu finden war.
 
Hannah Dollinger räumte ab, fragte höflich nach der Zufriedenheit und weiteren Wünschen, ihr Umgang mit dem Gast gefiel mir gut, es schien ihr Freude zu machen.
 
Derweil glänzte der Stiefpapa zu meinem Amüsement mit Akt zwei seines passionierten Feldzuges gegen vermeintlich böswillige Corona-Regel-Verstöße.
 
Mehrere betagte Ehepaare kamen gleichzeitig an und sorgten für etwas Stau an der Händedesinfektionsstation am Eingang und eines der Paare machte sich dann in leichter Desorientierung ohne Maske auf zu einem nur wenige Meter entfernten Tisch, wobei sie niemandem nahe gekommen sind.
 
Auch wenn die Herrschaften es sicher nicht absichtlich gemacht haben und der Herr seine Maske in der Hemdtasche trug sollte so etwas natürlich auch im Außenbereich nicht vorkommen, keine Frage.
 
Aber das ich als Gastwirt erneut panisch auf die Terrasse sprinte, den Leuten regelrecht hinterherjage und sie anschreie, mich dabei fast überschlage in meinen Äußerungen („Ja ich glaube ich es ja nicht… Also da hier…. Wer hat sie denn reingelass…. Und auch noch ohne Maske… Also das…. Hier und Hände desinfizieren…“) so dass ich wirke wie ein wütender Piet Klocke vor dem Herzinfarkt ist mit Blick auf die Wirkung auf Gäste sicher fragwürdig.
 
Da hätte ich von ihm als studiertem Theologen etwas mehr Empathie erwartet, eine diskrete nötige Erinnerung hätte sicher ausgereicht ohne die gesamte Gästeschar zu irritieren, die älteren Herrschaften wussten jedenfalls kaum wie ihnen geschah, selbst der im Fluss watende Fischreiher hielt kurz inne:

"Mist, wo ist meine Maske, nicht das ich noch der Wupper verwiesen werde..."
Nach dem Essen gönnte ich mir dann noch einen Espresso (2,00€), dieser war üppig bemessen aber geschmacklich leider ein kompletter Reinfall, eine in jeder Hinsicht dünne Angelegenheit, hier sollte dringend in eine bessere Maschine investiert werden.


Wir wurden freundlich verabschiedet und penibel darauf achtend, keinen Anlass für weitere Eskalationen von Herrn Ferres zu geben, machten wir uns maximal Corona-achtsam auf den Weg zum Parkplatz um entspannt in den Nachmittag zu starten.
 
 
 
Fazit
 
Das Solinger Tageblatt war ekstatisch begeistert und sprach bei Schweinemedaillons in Champignon-Rahmsoße von „französisch inspirierter Saucenkunst“ und resümierte „feine bergische Küche“.
 
Meine Ekstase hielt sich angesichts des uns Gebotenen dann vergleichsweise eher in Grenzen, es war alles andere als ein Reinfall aber auf mehr als drei Sterne für die Küche komme ich vor dem Hintergrund der aufgerufenen Preise nicht und möchte dies als Schulnoten-Drei verstanden wissen.
 
Blende ich die hysterischen Slapstick Einlagen von Herrn Ferres aus, komme ich auf gute vier Sterne für einen bemühten, zugewandten Service in Person der jungen Frau Dollinger.
 
Das Ambiente sehe ich bei 4,5 Sternen, es ist schön hier unten, zumal seinerzeit mit der für Ruhe sorgenden Sperrung der Hauptstraße.
 
Die Sauberkeit mit weniger als 5 Sternen zu bewerten verbietet sich wohl von alleine wie man sich mittlerweile denken kann…
 
Das PLV sehe ich bei knappen 3 Sternen, für einen besseren, leicht faden kleinen Gruß aus der Küche fünf Euro zu verlangen kann sicher keine Lobeshymnen verursachen.
 
 
 
Ich hoffe trotzdem, dass das Restaurant spätestens im nächsten Jahr wieder öffnet, gerne würde ich am Abend mal drei Gänge probieren um zu schauen, ob sich der erste Eindruck bestätigt oder man dann tatsächlich „feine bergische Küche“ liefert, der Folgebesuch sei der Community versprochen…
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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