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GastroGuide-User: manowar02
hat Ochsnwirt in 86554 Pöttmes bewertet.
vor 4 Jahren
"Service ging gar nicht"
Verifiziert

Geschrieben am 03.07.2017 | Aktualisiert am 03.07.2017
Besucht am 11.06.2017 Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 25 EUR
Im Heftchen von den Spezialitätenwirte im Wittelsbacher Land fanden wir den Ochsnwirt. Hier wird er so beschrieben – Essen in gemütlicher-uriger Atmosphäre. Der Ochsnwirt in Pöttmes ist eine richtige Dorfwirtschaft mit herzhafter Küche. Das familiär geführte Haus vereinigt alle Merkmale eines ländlichen Traditionsgasthof mit gepflegter bayerischer Gastronomie. Georg Krammer tischt seinen Gästen nicht nur ordentliche Portionen hervorragender Hausmannskost auf, er verwöhnt sie mit bayrischen Spezialitäten der Region-. Das ist doch was für uns und da wir in der Gegend waren sollte es der Ochsnwirt sein. Er liegt am Rande von Pöttmes an der Durchgangsstraße und ist auch schon von weitem zu sehen. Es gibt hier Hauseigene Parkplätze, man kann aber auch am Straßenrand und in den Nebenstraßen parken. Manche sind auch so dreist und stellen ihr Auto auf den Gehweg gleich neben der Biergartenbestuhlung ab um ja nicht einen Schritt zu viel laufen zu müssen. Am Eingang gibt es drei Stufen, die Toiletten befinden sich dort ebenerdig.
 
Wir wollten draußen sitzen und suchten uns im „ Biergarten“ vorm Haus ein schattiges Plätzchen aus. Nach einiger Wartezeit kam eine Dame an den Tisch, legte die Speisekarten hin und meinte Getränke. Die Dame ist älter als ich und ich habe als Kind gelernt, man sagt grias god und pfia god. Da haben wir noch Glück gehabt, die Gäste hinter uns, die schon dort saßen als wir kamen, bekamen keine Karten, diese besorgten sie sich dann selber. Die Getränke wurden wortlos abgestellt, die Essensbestellung wurde nicht aufgenommen, das dauerte ein wenig als sie wieder an den Tisch kam und sie meinte- wissn´s as essn scho-. Wir gaben die Bestellung auf und sie teilte uns mit, den Salat können wir uns drinnen am Salatbüffet holen. Der erste Teller kam mit der Ansage was es ist an den Tisch und die Dame meinte – an guadn-. Das gleiche passierte mit dem zweiten Teller, allerdings kam dieser erst 10 Minuten später an den Tisch. Das finden wir geht gar nicht, man will doch gemeinsam das essen genießen. Nun saßen wir verlassen da , die Teller waren leer, aber das interessierte die umherlaufenden Damen nicht. Nach einer Ewigkeit wurden wir dann bemerkt und sie meinte – darf ich mitnehmen- ja was sollen wir denn mit den leeren Tellern. Und wieder war warten angesagt und diesmal vor leeren Gläsern. Endlich konnten wir uns dann bemerkbar machen und die Rechnung ordern. Und wieder dauerte es bis sie mit dem Bon an den Tisch kam. Sie sagte uns den Preis an und nannte uns den Betrag  vom Wechselgeld. Das war es auch. Da sind wir wieder wie am Anfang, was ich als Kind gelernt habe. Die Damen tragen hier schwarze Oberteile und einen roten Bistroschurz mit Logo drauf , aber vom Bedienen her finden wir es als absolutes No Go. 0,5 Sterne
 
Essen
Die Speisekarte kommt von der Brauerei, trägt die Farbe rot und im inneren Klarsichthüllen. 

Sie schaut schon ein wenig abgegriffen aus und die Schrift hat sich zum Teil schon auf die Folie übertragen.
Es gibt hier quer durch von allem etwas und zusätzlich noch einen Zettel mit Sonntagskarte.
 
Wir bestellten zwei alkoholfreie Weizen zu je 2,70 € , Oxnbraten aus dem Wittelsbacher Land in feiner Burgunderrahmsoße, hausgemachten Butterspätzle, Kartoffelmedaillons und gemischten Salat für 10,50 € und Pfeffer-Lendchen in Rahm-Cognac-Soße mit hausgemachten Butterspätzle, Kartoffelmedaillons und gemischten Salat für 10.- €
 
Am Nebentisch bestellte sich jemand einen Salatteller mit gebratenen Putenstreifen. So was haben wir auch noch nicht erlebt. Sie bekam einen leeren Teller hingestellt mit dem Hinweis sie kann sich den Salat am Büffet holen. Nach einer ca. viertel Stunde kam dann ein kleiner Teller mit den Putenstreifen an den Tisch.
 
Beim Salatbüffet gab es drei Dressings zur Auswahl. Einmal ein Essig-Öl Dressing, das hatte eine schöne Säure Note und war stimmig abgeschmeckt und etwas Kräutern verfeinert. Einmal eine Art Senf Dressing, mit Öl cremig aufgeschlagen, leichter Senf Note und super abgeschmeckt. Das dritte sah etwas dickflüssig aus, so etwas Cocktail mäßig. 

Es gab eine Schale mit Croutons, die vermutlich nicht selbst gemacht sind, sie schmeckten richtig abartig künstlich und nach den kleinen Würzfläschchen, das ist nichts für uns. Die Kidneybohnen kamen auch aus der Dose, sonst war alles frisch und selbstgemacht. Es gab verschiedene Blattsalate, Tomate in Balsamico Dressing und Mozzarella Würfelchen, Gurken mit Dill verfeinert, Krautsalat mit Kümmel abgeschmeckt, Bohnen und Blumenkohl die auf den Punkt gegart waren, Blaukraut mit schöner Säurenote, Paprika, Gelberüben in einem cremigen Dressing, zwei verschiedene Nudelsalate und einen schmackhaften Kartoffelsalat. Salate können sie, schmeckten uns alle.
Bei den Pfefferlendchen gab es zwei Scheiben Fleisch die sehr stark angebraten wurden und somit war das saftige ein wenig verloren gegangen. Es ging schon ein wenig in Richtung trocken zu werden. Vom würzen her gab es nichts zu meckern. Die Soße dazu war eine etwas einfache Rahmsoße, sie war nicht schlecht, schön abgeschmeckt aber den Cognac hat warscheinlich der Koch getrunken, raus schmecken konnten wir keinen. Das Pfeffer fehlte uns , es waren einzig und alleine nur grüne eingelegte Pfefferkörner mit beigemischt. Die vermuten wir sind einfach am Schluss dazu gegeben worden, denn eine Pfeffernote in der Soße fehlte uns komplett. Die Spätzle hatten eine schöne Konsistenz, waren leicht in Butter geschwenkt worden und vom Salzen her gab es nichts zu meckern. Kartoffelmedallions – was die hier zu suchen haben ist uns ein Rätsel, vor allem was wir für eine Vermutung haben wo die herkommen, aus den weiten des Eismeeres. Sie waren zwar knusprig, aber Geschmack konnten wir keinen feststellen.
 
Beim Oxnbraten gab es die gleichen Spätzle und Kartoffel irgend was. Das Fleisch hier war sehr zart und saftig und man konnte es mit der Zunge zerdrücken. Geschmacklich einwandfrei. Es lag in einer Rahmigen Soße die schön abgeschmeckt war, einfach gehalten aber lecker. Nur hier fehlte uns auch wieder der angekündigte Burgunder, man schmeckte keinerlei Rotwein raus.
 
Einfache Küche die nicht schlecht ist, aber das beworbene fehlte uns und die Kartoffel Dinger brauchen wir nicht, lieber ein paar Spätzle mehr. 3,5 Sterne
 
Ambiente
Vorm Haus gibt es unterm Vordach auf der rechten Seite den Stammtisch.
 
Auf der linken Seite Biertischgarnituren mit Lehnen. Diese Bestuhlung befindet sich auch neben dem Haus unter Dach.
 
Um noch mehr Plätze im freien zu bekommen hat man Richtung Gehweg noch  so Holzlatten-Klappstühle und Tische in grün bereit gestellt. Dieser Bereich wird mit roten Sonnenschirmen beschattet.

Auf dem Tisch liegt ein braunes Deckchen und ein Krug mit Besteck und Servietten steht drauf. Der Aschenbecher besteht aus dem Design drück mich runter um die Asche verschwinden zu lassen. In diesem Bereich kann es schon passieren, dass einer genau neben dem Tisch seinen Roller abstellt oder das Auto parkt. Ja nicht weit laufen. Bei den Stühlen finden wir wären Sitzkissen angebracht, da klebt man schon mal fest und hat Streifenabdrücke an den Beinen.

Die Toiletten haben schon ein mächtiges alter auf den Buckel. Uralt Kondom Automaten befinden sich noch drin auf denen noch DM Preise zu sehen sind. Die Händetrockner bringen auch keine Leistung, Tücher gibt es keine. Hier sollte man mal nach denken etwas zu modernisieren.
Es ist schön begrünt und je nach dem in welchen Bereich man einen Platz bekommt kann es auch gemütlich sein. 3,5 Sterne
 
Sauberkeit

Im Außenbereich war alles sauber. Beim Salatbüffet sollte man zwischendurch mal über die Ablage wischen. Auf den Toiletten die üblichen Staubspuren. 4 Sterne

Und wieder mal die roten Sonnenschirme bei denen die Fotos darunter leiden
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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