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GastroGuide-User: simba47533
simba47533 hat Pizzeria Italia in 66125 Saarbrücken bewertet.
vor 1 Monat
"Ich dachte, mein Schwein pfeift, aber sowas von: ich habe heute ein Wunder erlebt !"

Geschrieben am 06.06.2024 | Aktualisiert am 07.06.2024
Besucht am 06.06.2024 Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen Rechnungsbetrag: 22 EUR
Normalerweise hätte ich nicht schon wieder über das "Italia" im Saarbrücker Ortsteil Dudweiler (soll angeblich früher mal das größte Dorf Deutschlands gewesen sein) berichten, aber was ich dort heute erlebt habe, muss unbedingt an die GG-Öffentlichkeit, zumal ich fürchte,  dass sich dieses Ereignis nicht noch einmal wiederholen wird.

Doch ich will am Anfang beginnen: Meine liebe Frau wurde heute um 12 Uhr von einer ihrer Freundinnen abgeholt; die beiden Damen wollten bei einem zumindest ihr bis dato völlig unbekannten Italiener in Rilchingen-Hanweiler zu Mittag speisen.Na gut; da konnte ich ja schliesslich auch zu einem Italiener aufbrechen. Wobei ich auf einen mir bekannten Vertreter dieser Gastroschiene setzte, nämlich auf das "Italia, Ristorante und Pizzeria". Gegen 12:30 Uhr traf ich dort ein und verzog mich direkt nach drinnen; für den Biergarten war es mir heute einfach zu frisch. Die Wirtin schmunzelte bei nmeinem Anblick direkt schon und konnte sich die Frage "Ist la donna heute mit ihren Damen unterwegs ?" nicht verkneifen; ich bejahte schmunzelnd  unde nahm an einem Fenstertisch mit Ausblck auf die Lisbet-Dill-Strasse Platz. Flugs wurden mir die Speisekarte und die Weinkarte gebracht; auch das Dreibein mit der Tagesspezialitäten-Schiefertafel liess nicht lange auf sich warten. Ich bestellte ein Glas Sangiovese (bio) für EUR 6,50 pro 0,2l; dieser Wein hatte mir beim vorausgegangenen Besuch schon gut gefallen. Großen Hunger hatte ich heute nicht, somit fiel eine Vorspeise direkt schon mal flach, genau wie ein Dessert. Blieb also nur ein Hauptgericht und das wurde "Bavette all scoglio (Pasta mit Meeresfrüchten) für EUR 15,90. 
Flott kam der Gruß aus der Küche, einmal mehr ein Gebilde aus Pizzateig, gefüllt mit einer sehr pikanten Masse und gutem Olivenöl. Das schmeckt eigentlich immer, so auch heute. Nach etwas über 20 Minuten kamen meine Bavette; beim Anblick der Portion war ich heilfroh, weder Vorspeise nch Dessert geordert zu haben. Zunächst musste ich den Tellerinhalt mit Löffel und Gabel ein wenig umschichten, um zu sichten, was an Meeresfrüchte mir alles  beschert worden war. Einziger Kritikpunkt wqaren die Lachswürrfel; seit wann gehört Lachs als offensichtlicher Fisch zu den Mereresfrüchen ? Ich fand Miesmuscheln, Vongole, Garnelen von den Black Tiger 8/12 über mittlere Kaliber bis hin zu den Felsengarnelenwinzlingen. Und dann, ich traute meinen Augen nicht, geschah das eigentliche Wunder: zwei Paar Scheren schauten mich an! Ja da brat ir doch einer einen Storch und die Beine recht knusprig! Seit wir das "Italia" kennen, und das ist mittlerweile schon lange, habe ich mich geärgert, wie die Betreiber mit dem Begriff "Scampi" umgehen, nämlich absolut wahrheitswidrig. Auf der Karte "Scampi" schreiben und dann Garnelen servieren ist alles andere als schön; dass viele Gastroabetreiber genauso handeln ist für mich kein Argument. Betrug bleibt Betrug; da beisst die Maus keinen Faden ab. Und dann kriege ich heute wie vom Himmel gefallen nicht nur einen einzelnen Kaisergranat, sondern direkt ein Pärchen der Hummerartigen. Toll, wirklich toll, und das für unter 16 Euro. Statt der Lachswürfel, die in diesem Gericht völlig fehl am Platze waren, erlebte ich ausserdem noch ein "kleines" Wunder; klein in des Wortes wahrster Bedeutung.  Zwischen meinen Bavette hatte sich nämlich auch eine Anzahl von Vertretern der Gattung "Idiosepus pygmaeus (Zweifarbiger Zwergtintenfisch)" verborgen. "Verborgen" stimmt schon; die Winzlinge wiegen ausgewachsen lediglich 0,175 Gramm und sind bestenfalls 15 bis 20mm lang. Was ich mühsam aufklaubte war wohl die juvenile Form davon, denn die Kleintjes hatten weniger als 7mm Körperlänge aufzuweisen.. Die wenigen Kirschtomaten, verteilt über die ganze Pasta, konnte ich per Löffel und Gabel  gut an den Tellerrand befördern. Verfeinert war das Gericht mit Weißwein, Olivenöl  und Basilikumpesto; alles sehr schmackhaft. Als ich die Wirtin fragte, wo denn plötzlich echte Scampi herkommen würden anstelle der "Ersatz-Scampi"-Garnelen, lachte sie nur, blieb mir aber eine Antwort schuldig; schade.

Fazit: Bliebe bei diesem Gericht der Lachs weg und würde stattdessen aus dem Scampi-Duo ein Scampi-Trio, dürfte der Preis ruhig ein wenig steigen. Ich fürchte aber, dass der Kaisergranat hier nur ein einmaliges Gastspiel gegeben hat.

P.S. Sorry, aber fast alle Bilder sind bei User-Foto anstatt hier beim Bericht gelandet; auch die legendären Scampo-Scheren können derzeit nur dort angeschaut werden  -:))
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
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Preis/Leistung


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