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Heute wollte ich mal wieder im "Italia"-Biergarten sitzen; beim letzten Besuch im März war das verständlicherweise noch nicht möglich gewesen, da hätte ich mir schlichtweg den A.... abgefroren, aber heute war es ja gut warm.Der junge Mann, den ich im Gastraum darauf ansprach, dass ich lieber draussen im Biergarten sitzen wolle, beschied mich abschlägig.. Draussen sei überhaupt noch nicht eingedeckt und überhaupt ... Also suchte ich mir drinnen einen Fensterplatz an einem Zweiertisch. Rasch kamen die Speisekarte und die Weinkarte, meine Auswahl war schnell getroffen: ein Glas Sangiovese bio (0,2l EUR 6,50) und eine Portion "Bavette Scampi & Aglio olio" für EUR 16,90 . Früher habe ich vorweg häufig eine "Stracchiatella" bestelt, diese Fleischbrühe mit Eiersticheinlage hatte mir immer gut geschmeckt. Leider wurde sie schon vor längerer Zeit von der Karte gestrichen; angeboten werden im Suppenbereich nur noch Minestrone, nicht mein Fall, und Supa di Pomodoro, die noch viel weniger.
Gestaunt habe ich, als im Verlauf der nächsten halben Stunde immer wieder Gäste den Gastraum durchquerten und Richtung Biergarten verschwanden. Sonderbehandlung? Als ich die mittlerweile erschienene Wirtin Wundermild Carmen darauf ansprach, ob hier mit zweierlei Mass gemessen würde, entschuldigte sie sich vielmals und nahm sich ihren jungen Mtarbeiter, der mir den Zugang zum Biergarten verwehrt hatte, verbal kräftig zur Brust. Zwar auf Italienisch, aber das ein und andere konnte ich doch recht gut verstehen. War mein großes Latinum also doch nicht ganz umsonst gewesen :-)) Es wurde mir angeboten, in den Biergarten umzuziehen, aber mittlerweile war ich bereits beim Essen und lehnte dankend ab. Dafür reichte mir die Chefin den vom jungen Mitarbeiter vergessenen Küchengruß, das übliche leckere gefüllte Pizzateiggebilde, noch nach.
Die "Bavette Scampi" war in Ordnung; dass es sich bei den "Scampi" nicht um Scampi sprich Kaisergranat sondern um stinknormale Garnelen handeln würde, war mir im Vorfeld bei der Bestellung schon klar. Nicht dass es in der Küche keine Scampi gäbe; schliesslich thront bei den "Bavette Scoglio" stets mitten auf dem Pastaberg ein stattlicher Scampo. Wenigstens einen hätte ich, um den Namen des Gerichts doch ein wenig zu verifizieren, heute dann doch auch erwartet, aber Pustekuchen; kein Scampo weit und breit! "Bavette Scampi" werde ich deshalb hier auch nicht noch einmal bestellen. Nächstens ist für mich eher wieder einmal "Spaghetti Carbonara" fällig, eventuell sogar auch mal eine Pizza.