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Darüber habe ich mich hier ja schon am 24.01.2015 ausgelassen. Daher gehe ich auf das Ambiente und das Thema Sauberkeit nicht mehr ein.
Das Lokal war um 19:00 gut besucht und füllte sich im Laufe des Abends weiter.
Der Service: die Begrüßung durch die Frau des Inhabers (er hatte sich „frei genommen“) war sehr herzlich und freundschaftlich. Auch die Begrüßung durch das Service-Personal war freundlich und persönlich, wie sonst auch – jedoch hat sich etwas getan: eine weitere Servicekraft (männlich) verstärkte das Team.
Wir wurden an einen für uns reservierten 2er-Tsich geführt und bekamen sofort von der Chefin die Speisekarten (Wochenkarte + reguläre Stammkarte). Wir orderten San Pellegrino (Fl. zu 5,00 €) puls, wie gehabt, zwei Gläsern Prosecco Rotari rosé (7,00 €), in kurzer Zeit serviert. Das Wasser war gut gekühlt, der Rotari ebenso.
Die beiden männlichen Service-Kraft betreuen die Gäste dieses Mal – nach meinen Eindruck, aufmerksamer als beim letzten Besuch. Mit dem Nachschenken der Getränke klappte es deutlich besser, wenn auch nicht perfekt. Aber auch dieses Mal haben wir 1-2 x selbst nachgeschenkt – was, wie schon zuvor geschrieben, für uns in diesem Restaurant kein Beinbruch ist. Aber da ist noch Luft nach oben
Die Gerichte, Wasser & Wein: Wir bekamen schnell frisch gebackenes pizza pane serviert, dieses Mal etwas heller (so mag ich es lieber), leicht geölt, mit etwas Kräutern (getrocknet) bestreut.
Als Wein entschieden wir uns wieder für einen Lugana (meine Frau mag ihn sehr gern), der Ca di Fratt vom 23.01.2015 war leider aus. Wir bekamen einen sehr gute Alternative angeboten: Pratello Lugana (23,00 €) - ein frisch-fruchtiger Wein, etwas leichter als der Ca di Fratt, Duft nach hellen Blüten und exotischen Früchten und minimal-mineralischer Note. Wenn er etwas Temperatur bekommt, wird er nicht blasser, sondern bekommt etwas mehr Körper von der fruchtigen Seite her. Optimal sind hier (subjektive) 10-12°.
Vorspeisen: Il gusto di mare – Meeresfrüchte-Salat für meine Frau (13,90 €), Pulpo, Sepia, Scampis, mariniert mit Ölivenöl & Zitrone, angerichtet auf einem Ruccola-Bett, oben drauf knackiger, frischer Staudensellerie, eine gut bemessene Portion. Aussage meiner Frau: einer der „Besten“, die sie bis dato gegessen hat.
Für mich durfte es Ziegenfrischkäse, in Parmaschinken gewickelt und kurz gebraten sein (9,90€), auch auf Ruccola angerichtet, einen tolle Komposition aus würzige-milden Käse, sehr weich durch die Wärme, mit einer dezenten süßlichen Note durch die Crema di Balsamico, sowie Röstaromen vom Schinken, der eher von der milden Sorte war. Das passte perfekt.
Zwischengang: meine Gattin pausierte, ich bekam einen halbe Portion Tortelloni (3 Stk.), gefüllt mit Steinpilz-Farce, an weißer Bolognese von Kalb, garniert mit Wintertrüffel. Die Nudeln al dente, die Füllung geschmacklich gut, die Fleisch-Sauce etwas kräftiger und die Trüffel mit einer abrundenden, ganz leicht erdigen Note. Die 9,50 € war das Gericht allemal wert.
Die Hauptgänge wurden nach einer 20minütigen Pause serviert – die musste für mich sein.
Meine Frau wählte die Filets vom Steinbutt, an einer cremig-milden Zitronensauce. Die drei Filets waren völlig grätenfrei, von frischem Geschmack, der Gargrad perfekt, nicht zu fest, nicht zu weich, lediglich die dünneren Enden waren eine Spur fester und etwas weniger „saftig“. Als Beilage wurde ein Salat gereicht, frisch, knackig, nicht wässrig. Aber anstelle des Lauchs wären Ringe von Frühlingszwiebeln die bessere Zutat. Das haben wir auch der Chefin verkündet. Mit 22,90 € ein sehr gutes PL-Verhältnis.
Mein Hauptgericht: mal wieder Rinderfilet ca. 250 gr (medium-rare) (28,90 €) – ohne Extrawünsche. Mein Sonderwunsch - an getrüffelter Butter-Sauce, Trüffel und einem Kartoffelbrei - mit herrlichem Buttergeschmack, kleinen Stückchen als Beilage. Hier wurde auf Muskat verzichtet, gut so. Das Fleisches war sehr gut zubereitet: außen dunkeln angebraten, in der Mitte blutig, zum Rand hin ein kräftiges Rosa, die Textur war gröber als das Stück vom letzten Mal, aber auch dieses Mal: sehr zart.
Anstelle des geplanten Digestif gab ich mir selbst nach: für mich durfte es doch noch ein Dessert sein: Triamisu, cremig, saftig, nicht in Kakao-Pulver „erstickt“, die Masse ohne Ei trotzdem rund und lecker (5,90€). Vor lauter Gier auf die Süßspeise habe ich das Phots vergessen ;-)
Fazit: unsere Erwartungen sind diese Mal wieder so erfüllt worden, wie wir es eigentlich kennen irgendwie einen Nummer besser – gutes, leckeres Essen, mit stimmigem PL-Verhältnis (133,00€), in bekannter familiär-lockerer Atmosphäre.
Den Digestif gab’s dann @home für mich: Haselnuss-Geist von Vallendar.
Hier die Bewertung vom 23.01.2015 - als es nicht ganz so gut lief:
Am 23.01.2015 war ich mal wieder in der Osteria Italiana, Hannover. Das ist sozusagen mein „vor der Haustür-Italiener“, weil zu Fuß in sehr kurzer Zeit erreichbar.
Anlass war ursprünglich ein Geschäftsessen, was dann aber bedingt durch kurzfristige andere Termine und Erkrankungen von Kollegen hinfällig war. Also nahem ich kurzerhand mein Frau in Schlepptau und wir schlugen dann zu zweit dort auf (ich hatte den Wirt aber schon vorher über die reduzierte Gästezahl informiert – ich meine, das sollte man als Gast immer tun, damit das Restaurant die Chance hat eben doch noch z.B. einen 4er Tisch zu vergeben).
Über die Osteria habe ich schon 1x bei RK geschrieben. Vor gut 28 Monaten gab es einen Besitzerwechsel, der dem Lokal gut getan hat. Nun findet man kein TK-Gemüse mehr auf den Tellern, die Auswahl ein Fisch ist größer geworden. Viele der alten, z.T. recht negativen Kritiken stammen aus der Zeit. Der Inhaber hat in den letzten Wochen in Teilschritten renoviert (neuer Anstrich im Restaurant, den leicht erhöhten Podest-Bereich (1 Stufe) etwas vergrößert). Auch die großen Fensterflächen werden regelmäßig geputzt, wie es sein sollte.
Das Lokal war 19:00 gut besucht. Was uns immer wieder auffällt, sind „Stamm“gäste, die man öfter dort sieht. Es gibt primär 2er und, 4er Tische sowie einen ovalen Tisch für 6-8, und einen Runden für 5-6 Personen, für größere Gruppen werden die Tische dann zusammengestellt. Zur Zahlung kann man alle gängigen Karten nutzen. Einmal war bei einem unserer Besuche das Gerät ausgefallen, ich hatte auch nicht genug Bares dabei, ich konnte die Rechnung am nächsten Tage begleichen.
Ambiente: die weihnachtliche Deko ist passé. Die Tische waren schön eingedeckt, mit dunkelroten Tischdecken. eine zusätzliche Decke war diagonal darüber gelegt. Die Frau des Chefs hat hier spürbaren positiven Einfluss.
Olivenöl und Balsamico stehen auf dem Tisch dazu Salz- und Pfefferstreuer und eine Pfeffermühle. Eine Salzmühle wäre wünschenswert – aber ich habe diese hier bis dato nicht vermisst. Es gibt Stoffservietten – was auch nicht immer bei so manchem „Italiener“ die Regel ist.
Die Einrichtung, mit ein paar Bildern an der Wand, ist stimmig, die Beleuchtung dezent, mit den Kerzen auf dem Tisch kommt durchaus „candle-light-diner“-Atmosphäre auf. Am Aufgang zur Empore befindet sich ein Regal mit diversen Weinen.
Service: die Begrüßung durch Inhaber und Service-Personal war freundlich und persönlich, wie gewohnt. Das gleich nach dem Platz nehmen georderte San Pellegrino (Fl. zu 5,00 €) wurde zusammen mit zwei Gläsern Prosecco Rotari rosé (7,00 €) in kurzer Zeit serviert. Das Wasser war gut gekühlt, der Rotari ebenso. Tages- und Speisekarte bekamen wir umgehend.
Der Inhaber sowie eine männliche Service-Kraft betreuen die Gäste, ein weiterer Mitarbeiter steht hinter der Theke. Das Besteck war diesmal passend zu den Gängen schon auf dem Tisch. Mit dem Nachschenken der Getränke war es eher etwas „leger“, da sollte die Servicekraft mehr Augenmerk drauf legen. Wobei ich sagen muss, dass wir uns auch gern den Wein selbst nachschenken, gerade meine Frau ist da eher zurückhalten. Von daher ist das für uns weniger relevant, andere Gäste mag es aber stören.
Speis & Trank: Wir bekamen selbst gebackenes Brot, nicht zu dunkel, aber mit krosser Kruste gereicht.
Als Wein wählte ich einen „Weißen“: Lugana von Ca di Fratt, für 32,00 € - ein frisch-fruchtiger Wein, mit viel Geschmack, Duft nach hellen Blüten und exotischen Früchten und einer leichten mineralischen Note. Wenn er etwas Temperatur bekommt, wird er etwas blasser in die blumige Richtung. Optimal sind da (subjektive) 8°.
Als Vorspeise bestellten wir anti pasti per due (33,90€), due - sehr fisch-basiert – was primär meiner Frau gut gefiel (ich bin kein Pulpo & Octopus-Fan…): Gebratener Oktopus, pur, frisch, mit feinen Röstaromen. Pulpo als lauwarmer Salat mit Tomaten, Kapern und Oliven – würzig –mild, Kirsch-Tomaten-Fenchelsalat mit Garnelen – sehr frisch und fruchtig im Geschmack, Gegrillte gehäutete lauwarme Paprika mit Mozzarella di buffalo - eine geschmackliche Offenbarung, mit einer leicht herb-kräftigen Note nach Gräsern. Und mein kleines high light: Tartar vom Thunfisch, mit Trüffeln, mit etwas Salz und Olivenöl angemacht serviert. Dieses Mal stimmte auch die Verteilung des Salzes!
Zu unseren anti pasti per due wurde uns frisches pizza pane serviert, knusprig, mit etwas Thymian bestreut, und nicht fettig.
Die Hauptgänge wurden nach einer kurzen Pause serviert (das hätte hbeermann sehr gefallen) und passt uns diesmal sehr gut.
Meine bessere Hälfte entschied sich für Pasta Foglie: Nudeln (noch bissfest) an Kirschtomaten, mit Seeteufel & Zucchini (14,90 €): Der Fisch war saftig und zart etwas bei Stücken im Kombination mit Pasta nicht immer der Fall ist), die Zucchini hätten etwas mehr Biss haben können. Die Pasta war in genau der richtigen Menge „gebadet“, dass alles de facto „gegabelt“ werden konnte.
Meine Wahl: Rinderfilet ca. 200 gr (medium-rare) (28,90 €). Mein Sonderwunsch - anstelle Sauce mit grünem Pfeffer: an Butter-Sauce, Trüffel und nur gebratene Kartoffel als Beilage. Zum Gargrad des Fleisches – passte perfekt, Textur: butterzart. Die Buttersauce war mit etwas vom Bratensaft und schwarzem Pfeffer abgeschmeckt. Trüffelmenge: gut bemessen. Die Kartoffel waren heiß und knusprig. Leider habe ich sie mir selbst teils etwas zu stark gesalzen, daher lies ich einige am Rande liegen dürfen.
Alles in allem gut bis sehr gut zubereitete Speisen, bei der Vorspeise aber mit grenzwertigem Preis-Leistungsverhältnis.
Zum Ausklang gönnte ich mir einen Grappa: weich, leicht blumig, meine Frau blieb hier abstinent.
Sauberkeit: es gibt nichts zu beanstanden, es ist sauber, wie es sein sollte – leider kein warmes Wasser zu Hände waschen
Fazit: unsere Erwartungen sind wieder erfüllt worden – solide-gutes Essen in familiär-lockerer Atmosphäre.