Zurück zu Wölflinger · Ristorante Pizzeria Da Erminia
GastroGuide-User: simba47533
simba47533 hat Wölflinger · Ristorante Pizzeria Da Erminia in 66130 Saarbrücken bewertet.
vor 6 Jahren
"Und abermals wurde das "Ristorante Wölflinger" für uns zum gastronomischen "Notnagel und Lückenbüsser""
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Geschrieben am 15.02.2018 | Aktualisiert am 15.02.2018
Besucht am 14.02.2018 Besuchszeit: Abendessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 60 EUR
Zwar hatte unser "Lieblingsspanier" diesmal nicht wie beim letzten "Wölflinger"-Besuch geschlossen sondern war "nur" komplett ausgebucht genau wie der "Adler" wo wir es zuvor schon versucht hatten. Gerade zurück aus dem Schwarzwald wollten wir den Aschermittwochs-Abend gemütlich mit einem Restaurantbesuch ausklingen lassen Dabei hatten wir nicht bedacht, dass viele Närrinnen und Narren  das wohl ebenso wollten. Hauptknackpunkt war allerdings der Valentinstag, den wir absolut nicht auf dem Bildschirm gehabt hatten; wir brauchen eben keinen besonderen Kalendertag, um lieb zueinander zu sein. Meiner Frau fiel, nachdem uns der Spanier mit dem Ausdruck grössten Bedauerns hatte abweisen und auf einen anderen Tag vertrösten müssen, der nahegelegene "Wölflinger" ein: "Wenn dort auch alles voll ist, holen wir uns auf dem Heimweg eben Döner!" Es musste dann schliesslich aber doch kein Döner sein; im "Wöflinger" bekamen wir den "letzten freien Tisch". Für ein weiteres Paar, das nach uns kam, wurde schräg gegenüber von uns  aus einem reservierten Vierertisch in Windeseile ein freier Zweiertisch gemacht. Was es nicht alles gibt.

Ambiente: Wurde von mir im letzten Bericht (siehe dort) schon ausführlich beschrieben.  Veränderung speziell zum Valentinstag: auf den Tischen waren Blütenblätter von roten Rosen verstreut, die Decken-Lampen waren zugunsten von Kerzen etwas gedimmt und es gab anlässlich dieses Tages eine angebotsreduzierte Speisekarte mit roten Herzchen. Keine drei Herzchen aber drei Sterne für das Ambiente.

Sauberkeit: Wie hier gewohnt; vier Sterne.

Service: Zwei Drittel des flinken Service-Trios sind uns bekannt: der Mann, der zwischendurch draussen vor der Tür immer mal schnell eine Zigarette durchzieht und  die Dame diesmal mit einemn schon recht eigenartigen grossmaschigen weissen Überwurf über ihrer Normalkleidung, Reste vom Karnevalskostüm oder speziell zu Valentinstag? Solche Überwürfe sah ich zuletzt zu Flowerpowerzeiten; da war allerdings weniger an Kleidung bzw.so gut wie nix drunter. Neben den beiden war, wohl zur Verstärkung, heute noch ein Jungspund im Service  tätig. Alle drei rannten sich förmlich die Hacken ab; dass alles trotzdem länger als normal dauerte lag mit Sicherheit nicht an ihnen sondern daran, dass die Küche die vielen Bestellungen nicht schnell genug abarbeiten konnte. Deshalb bekommt der Service von mir trotz der langen Wartezeiten vier Sterne.

Essen und Trinken: Meine Frau trank ihren gewohnten "Amaro Averna" (EUR 4,50) und anschliessend "Prosecco Aperol" (EUR 4,70), ich als Chauffeur vom Dienst ein "Karlsberg Ur-Pils" (0,5l EUR 4,40). Als Vorspeise nahmen wir beide Suppe; sie die "Kartoffelsuppe mit Steinpilzen" (EUR 6,50) und ich die "Krabbensuppe" (EUR 7,50). Als Hauptgericht wählte sie "Fettuccine mit Lachs und zweierlei Spargel" (EUR 13,50), ich entschied mich für die "Ravioli mit Flusskrebsen in Safransauce" (EUR 14,50).

Beide Suppen kamen in hübschen kleinen Löwenkopf-Terrinen und sahen bei Betrachtung ihrer Oberflächen absolut und farblich nahezu identisch aus. Meine Frau war von ihrer reichlich mit Steinpilzen bestückten Kartoffelsuppe sehr angetan. Zu meiner Suppe fällt mir zunächst nur ein: "Sie war sehr heiss." Aber immerhin waren die in ihr schwimmenden Krabben der augenfällige Beweis, dass es sich um eine Krabbensuppe handelte; herausgeschmeckt habe ich es so gut wie nicht. Die Fettuccine kamen im uns von früheren Besuchen bekannten hübschen Tellern in Fischform. Geschmacklich gab es hier nicht zu meckern.  Bei meinen Ravioli, von denen ich nicht mit Bestimmtheit sagen kann, dass sie selbstgemacht waren, auch nicht; einerseits war die Krebsfleischfüllung sehr lecker und dann enthielt die Safran-Sosse an und über den Ravioli auch noch etliche kleine Garnelen, die die in meiner Suppe enthaltenen Krabben geschmacklich bei weitem übertrafen. Normalerweise hätte ich für "Essen und Trinken" vier Sterne gegeben, aber die nicht zufriedenstellende Krabbensuppe kostet einen halben Stern, bleiben also dreieinhalb Sterne. Beim Begleichen der Rechnung  gab es dann noch den üblichen Grappa "aufs Haus"; im "aufs Haus"-Angebot wären auch Ramazotti oder Underberg gewesen.

Preis-/Leistungsverhältnis: akzeptabel; vier Sterne.

Fazit: Im letzten Bericht hatte ich hier geschrieben "Wir kommen bei Gelegenheit (und wenn der Spanier zu hat) gerne mal wieder." Ich ergänze für diesmal wie folgt: Wir kommen bei Gelegenheit (und wenn der Spanier entweder zu hat oder ausgebucht ist) gerne mal wieder.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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Carsten1972 und 17 andere finden diese Bewertung gut geschrieben.