Geschrieben am 23.03.2020 2020-03-23| Aktualisiert am
23.03.2020
Besucht am 15.02.2020Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
* An dieser Stelle, an diesem Ort gibt es schon seit weit über 50 Jahren Gastronomie. Vor 40 bis 50 Jahren betrieb Manfred Lemm dort ein Künsterlokal, wo so mancher späterer Künstler/Kleinkünstler seine ersten Bühnenauftritte hatte. Später eröffnete dann dort ein arabisches Restaurant. Damals noch sehr exotisch und sicherlich seinerzeit mit einem überschaubaren Zulauf. Obwohl wir das Restaurant "vom vorbeifahren" seit Jahrzehnten kennen, hat uns wegen des äußerlichen Erscheinungsbild das arabische Restaurant nie gereizt. Eine (sorry) Keller-Kneipe, optisch wenig überzeugend. Da wir aber ab und zu gerne arabisch essen, und die Anzahl der arabischen Restaurants in der Stadt an der Wupper sehr überschaubar ist und man nicht immer Lust hat zum Essen nach Köln oder Düsseldorf zu fahren, reservierten wir dann doch einen Tisch in der Karawane.
* Eingetreten, wenige Stufen herunter, gegen 19:00 Uhr war das Restaurants dann schon ordentlich gefüllt. Wir hatten reserviert, der freundliche Service-Mitarbeiter führte uns zum Tisch. Mein erster Eindruck: Das Mobiliar stammte wohl noch aus der Zeit, als hier vor 40 oder 50 Jahren die einschlägige Künstlerszene gastierte. Damals waren hier Nachwuchskünstler vertreten, einige davon sind heute bekannte TV Darsteller. Ebenso schon gestandene Schauspieler vom Schauspielhaus, das 25 Meter vis a vis von der Karawane seinen Platz hatte. Nicht nur die gleichen Möbel, auch immer noch die gleiche Enge, wegen der geringen Tischabstände. Das arabische Flair vermitteln zahlreiche bunte Lampen, die jetzt hier von der Decke leuchten. Wobei diese eher ein grenzwertiges Licht verbreiteten. Oder platt ausgedrückt, es ist in der Krawane verdammt dunkel. Ein richtiges "Restaurant-Wohlfühl-Gefühl" stellte sich bei mir nicht ein. Hasimaus fand es "interessant", wie sie es diplomatisch ausdrückte.
* Der junge freundliche Kellner brachte die Karten und fragte nach den Getränken. Für Hasimausi den "No Name" Riesling von der Karte, für mich ein Krombacher Pils. Allah hatte wohl den Verkauf von Kölsch nicht erlaubt. Zunächst offenbarte sich die Lesbarkeit der Karte als Problem. Da ich aber am Schlüsselbund über eine Mini-LED-Lampe verfüge, war das Problem schnell gelöst, löste aber bei Hasimausi Kopfschütteln aus. Die Karte präsentiert das, was mehr oder weniger in allen arabischen Restaurants serviert wird und das meine ich durchaus positiv. Zunächst natürlich Mezze, also die zahlreichen kleinen Vorspeisen (Dips etc.) die man als 10 oder 20 Schälchen bestellt. Wenn da die Qualität stimmt und das Fladenbrot dazu warm und lecker ist, sind Mezze ein wunderbarer Einstieg in die arabische Kulinarik. Ja wenn ! Bei den Hauptgerichten dominieren in arabischen Restaurants in der Regel, Lamm, Geflügel und Meeresfrüchte. Rindfleisch in eher geringer Auswahl und natürlich nichts vom unreinen Schwein. Wer das konsumiert dem hackt Allah entweder die Hand ab oder er kommt niemals in das Paradies mit den zahlreichen Jungfrauen.
* Wir bestellten jeweils 10 Vorspeisen-Tellerchen für zusammen rund 20,- Euro. Der Service servierte sie schnell und platzierte sie auf dem Tisch. Leider ohne Ansage was sich in den Schälchen befindet. Ich kann mir das zwar nie vollständig merken, aber es gehört einfach zum Ritual. Hier wohl nicht. Dazu jede Menge warmes, sehr dünnes Fladenbrot. Zu den (Mezze) Vorspeisen: Das vieles davon vegetarisch ist, ist normal. Aber wie hier fast zu 100% alles vegetarisch - nöö das gefiel mir nicht. Ich vermisste die kleinen Garnelen, ich vermisste die kleinen Lammbällchen. Warum so fragte ich mich, war mir Allah nicht wohlgesonnen ? Um es auf den Punkt zu bringen. Das ein oder andere Dip, die ein oder andere Sesam-Paste war durchschnittlich okay, aber in Summe keine überzeugende arabische Vorspeisen-Parade. Einzig überzeugend das wirklich gute Fladenbrot.
* Wir warteten auf die Hauptgerichte. Inzwischen lag die Auslastung des Restaurants bei fast 100%. Am Nebentisch hatte ein nicht unbekannter Politiker aus der Bundes-Hauptstadt inzwischen mit Anhang Platz genommen. Wochen später musste er in die Corona-Quarantäne, aber das wusste ich ja im Februar noch nicht. Ob er hier wohl auch mit Angela aufschlagen würde, deren Politik er ja unterstützt ? Wir wissen es nicht.
* Die Hauptgerichte wurden serviert. Für Hasimausi Farisije - schmortes Rindfleisch. Als Beilage dazu Maronen, Walnüsse, Sauce vom Granatapfel und Reis. Was überhaupt nicht überzeugte war die Optik. Lieblos lag alles auf dem Teller. Wenn man hier den uralten Spruch zur Anwendung bringt: "Das Auge isst mit", würde das Auge eher schielen. Wobei Hasimausi die Qualität des geschmorten Rindfleisch ausdrücklich lobte.
Nun zu meinen Garnelen. Auch hier die Optik nicht überzeugend, ja eigentlich ungenügend. Man hatte etwa 15 (!!!) erstaunlich kleine Garnelen - in der Karte als Riesengarnelen bezeichnet - auf den Teller geworfen. Man erhielt den Eindruck, der Küchenchef hätte die Order erteilt "heute geben wir uns bei der Präsentation mal keine Mühe". Aber damit nicht genug. Die Garnelen waren im Geschmack neutral, ja eigentlich ohne Geschmack. Was auffiel war die Anzahl der Garnelen. Wie kann man bei einer Preisstellung von rund 20,- Euro rund 15 Garnelen auf den Teller bringen. Jedes durchschnittliche Restaurant serviert für diesen Preis maximal 4 oder 5 Riesengarnelen, aber ganz sicher keine 15, auch wenn sie klein waren. Angekündigt waren dazu Kartoffel-Ecken. Servierte wurden weiche Bratkartoffeln. Fazit: Hasimausi war mit Ausnahme der Optik mit Ihrem Essen zufrieden - bei mir dominierte die Unzufriedenheit im Bereich von 90%. Angesichts dieser kulinarisch schlappen Leistung, der relativ hohen Geräuschkulisse, einer engen Bestuhlung und einer grenzwertigen Beleuchtung, verzichteten wir auf ein Dessert, ebenso auch auf Espresso und Digestif. Nur die Erinnerung an die alte Künstlerkneipe und vor allem an die Abende und Nächte die man hier mal als sehr junger Erwachsener verbracht hat und damals nervös und mit schwitzenden Hände auf der kleinen Bühne stand, hielten mich noch bei Laune.
ps
Ein hohes Lob allerdings auf den flotten, aufmerksamen + freundlichen Service.
* An dieser Stelle, an diesem Ort gibt es schon seit weit über 50 Jahren Gastronomie. Vor 40 bis 50 Jahren betrieb Manfred Lemm dort ein Künsterlokal, wo so mancher späterer Künstler/Kleinkünstler seine ersten Bühnenauftritte hatte. Später eröffnete dann dort ein arabisches Restaurant. Damals noch sehr exotisch und sicherlich seinerzeit mit einem überschaubaren Zulauf. Obwohl wir das Restaurant "vom vorbeifahren" seit Jahrzehnten kennen, hat uns wegen des äußerlichen Erscheinungsbild das arabische Restaurant nie gereizt. Eine (sorry) Keller-Kneipe, optisch wenig überzeugend.... mehr lesen
2.0 stars -
"Nun ja....................................................................." x2x* An dieser Stelle, an diesem Ort gibt es schon seit weit über 50 Jahren Gastronomie. Vor 40 bis 50 Jahren betrieb Manfred Lemm dort ein Künsterlokal, wo so mancher späterer Künstler/Kleinkünstler seine ersten Bühnenauftritte hatte. Später eröffnete dann dort ein arabisches Restaurant. Damals noch sehr exotisch und sicherlich seinerzeit mit einem überschaubaren Zulauf. Obwohl wir das Restaurant "vom vorbeifahren" seit Jahrzehnten kennen, hat uns wegen des äußerlichen Erscheinungsbild das arabische Restaurant nie gereizt. Eine (sorry) Keller-Kneipe, optisch wenig überzeugend.
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* Eingetreten, wenige Stufen herunter, gegen 19:00 Uhr war das Restaurants dann schon ordentlich gefüllt. Wir hatten reserviert, der freundliche Service-Mitarbeiter führte uns zum Tisch. Mein erster Eindruck: Das Mobiliar stammte wohl noch aus der Zeit, als hier vor 40 oder 50 Jahren die einschlägige Künstlerszene gastierte. Damals waren hier Nachwuchskünstler vertreten, einige davon sind heute bekannte TV Darsteller. Ebenso schon gestandene Schauspieler vom Schauspielhaus, das 25 Meter vis a vis von der Karawane seinen Platz hatte. Nicht nur die gleichen Möbel, auch immer noch die gleiche Enge, wegen der geringen Tischabstände. Das arabische Flair vermitteln zahlreiche bunte Lampen, die jetzt hier von der Decke leuchten. Wobei diese eher ein grenzwertiges Licht verbreiteten. Oder platt ausgedrückt, es ist in der Krawane verdammt dunkel. Ein richtiges "Restaurant-Wohlfühl-Gefühl" stellte sich bei mir nicht ein. Hasimaus fand es "interessant", wie sie es diplomatisch ausdrückte.
* Der junge freundliche Kellner brachte die Karten und fragte nach den Getränken. Für Hasimausi den "No Name" Riesling von der Karte, für mich ein Krombacher Pils. Allah hatte wohl den Verkauf von Kölsch nicht erlaubt. Zunächst offenbarte sich die Lesbarkeit der Karte als Problem. Da ich aber am Schlüsselbund über eine Mini-LED-Lampe verfüge, war das Problem schnell gelöst, löste aber bei Hasimausi Kopfschütteln aus. Die Karte präsentiert das, was mehr oder weniger in allen arabischen Restaurants serviert wird und das meine ich durchaus positiv. Zunächst natürlich Mezze, also die zahlreichen kleinen Vorspeisen (Dips etc.) die man als 10 oder 20 Schälchen bestellt. Wenn da die Qualität stimmt und das Fladenbrot dazu warm und lecker ist, sind Mezze ein wunderbarer Einstieg in die arabische Kulinarik. Ja wenn ! Bei den Hauptgerichten dominieren in arabischen Restaurants in der Regel, Lamm, Geflügel und Meeresfrüchte. Rindfleisch in eher geringer Auswahl und natürlich nichts vom unreinen Schwein. Wer das konsumiert dem hackt Allah entweder die Hand ab oder er kommt niemals in das Paradies mit den zahlreichen Jungfrauen.
* Wir bestellten jeweils 10 Vorspeisen-Tellerchen für zusammen rund 20,- Euro. Der Service servierte sie schnell und platzierte sie auf dem Tisch. Leider ohne Ansage was sich in den Schälchen befindet. Ich kann mir das zwar nie vollständig merken, aber es gehört einfach zum Ritual. Hier wohl nicht. Dazu jede Menge warmes, sehr dünnes Fladenbrot. Zu den (Mezze) Vorspeisen: Das vieles davon vegetarisch ist, ist normal. Aber wie hier fast zu 100% alles vegetarisch - nöö das gefiel mir nicht. Ich vermisste die kleinen Garnelen, ich vermisste die kleinen Lammbällchen. Warum so fragte ich mich, war mir Allah nicht wohlgesonnen ? Um es auf den Punkt zu bringen. Das ein oder andere Dip, die ein oder andere Sesam-Paste war durchschnittlich okay, aber in Summe keine überzeugende arabische Vorspeisen-Parade. Einzig überzeugend das wirklich gute Fladenbrot.
* Wir warteten auf die Hauptgerichte. Inzwischen lag die Auslastung des Restaurants bei fast 100%. Am Nebentisch hatte ein nicht unbekannter Politiker aus der Bundes-Hauptstadt inzwischen mit Anhang Platz genommen. Wochen später musste er in die Corona-Quarantäne, aber das wusste ich ja im Februar noch nicht. Ob er hier wohl auch mit Angela aufschlagen würde, deren Politik er ja unterstützt ? Wir wissen es nicht.
* Die Hauptgerichte wurden serviert. Für Hasimausi Farisije - schmortes Rindfleisch. Als Beilage dazu Maronen, Walnüsse, Sauce vom Granatapfel und Reis. Was überhaupt nicht überzeugte war die Optik. Lieblos lag alles auf dem Teller. Wenn man hier den uralten Spruch zur Anwendung bringt: "Das Auge isst mit", würde das Auge eher schielen. Wobei Hasimausi die Qualität des geschmorten Rindfleisch ausdrücklich lobte.
Nun zu meinen Garnelen. Auch hier die Optik nicht überzeugend, ja eigentlich ungenügend. Man hatte etwa 15 (!!!) erstaunlich kleine Garnelen - in der Karte als Riesengarnelen bezeichnet - auf den Teller geworfen. Man erhielt den Eindruck, der Küchenchef hätte die Order erteilt "heute geben wir uns bei der Präsentation mal keine Mühe". Aber damit nicht genug. Die Garnelen waren im Geschmack neutral, ja eigentlich ohne Geschmack. Was auffiel war die Anzahl der Garnelen. Wie kann man bei einer Preisstellung von rund 20,- Euro rund 15 Garnelen auf den Teller bringen. Jedes durchschnittliche Restaurant serviert für diesen Preis maximal 4 oder 5 Riesengarnelen, aber ganz sicher keine 15, auch wenn sie klein waren. Angekündigt waren dazu Kartoffel-Ecken. Servierte wurden weiche Bratkartoffeln. Fazit: Hasimausi war mit Ausnahme der Optik mit Ihrem Essen zufrieden - bei mir dominierte die Unzufriedenheit im Bereich von 90%. Angesichts dieser kulinarisch schlappen Leistung, der relativ hohen Geräuschkulisse, einer engen Bestuhlung und einer grenzwertigen Beleuchtung, verzichteten wir auf ein Dessert, ebenso auch auf Espresso und Digestif. Nur die Erinnerung an die alte Künstlerkneipe und vor allem an die Abende und Nächte die man hier mal als sehr junger Erwachsener verbracht hat und damals nervös und mit schwitzenden Hände auf der kleinen Bühne stand, hielten mich noch bei Laune.
ps
Ein hohes Lob allerdings auf den flotten, aufmerksamen + freundlichen Service.