Zurück zu Schlachthof Brasserie · by Klaus Erfort
GastroGuide-User: simba47533
hat Schlachthof Brasserie · by Klaus Erfort in 66121 Saarbrücken bewertet.
vor 2 Wochen
"Wir haben uns nach der coronabedingten Zwangspause in der "Brasserie" einmal mehr sehr wohlgefühlt........."
Verifiziert

Geschrieben am 09.06.2021 | Aktualisiert am 14.06.2021
Besucht am 09.06.2021 Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 50 EUR
Gestern, am 08.06.,  hatte die "Brasserie Schlachthof by Klaus Erfort" nach der überlangen Pause erstmals wieder ihre Pforten geöffnet und natürlich wollten auch wir zu den ersten Gästen gehört; gestern hatte es nicht geklappt, aber heute "durften" wir. Wie vereinbart trafen wir gegen 12:30 Uhr ein, wurden sehr freundlich von vertrauten Gesichtern, angefangen bei der Restaurantleitung aus Sri Lanca über die altgediente Kellnerin bis hin zum Stift, begrüßt. Kurzes Zeigen meines Impfausweises, dann führte man uns in den Wintergarten; auch hier ist Gottseidank alles beim Alten geblieben. Uns wurde ein feiner Tisch direkt an einem der bis zum Boden reichenden Fenster zugewiesen; das passte. Das Dach des Wintergartens kann gesplittet und aufgefahren werden; bläst dann noch ein Lüftchen, kann man es auch bei den heutigen 29,5°C sehr gut aushalten. Speisekarten und Weinkarte wurden gebracht; beides hätten wir eigentlich nicht benötigt, denn unsere Wünsche  standen bereits fest bevor wir die heiligen Hallen betreten hatten.

Meine Frau hatte sich schon zuhause für das "Menu du Midi" mit Spargelcrêmesuppe als Entrée und Kalbstafelspitz mit Soja-Jus und zweierlei Blumenkohl als Plat (EUR 19,00; dank des abgewählten Desserts Crême Brûlée EUR 13,00) entschieden. Ich hatte für mich schon vor Fahrtantritt das  "Steak Tartare, Pommes allumettes und Mesclun" (EUR 21,00) ausgesucht. Zu Trinken bestellten wir eine Flasche Gerolsteiner (0,5l EUR 4,50) pour Madame und ein Bruch Zwickel (0,3l EUR 3,20) zwecks Stützung der hier heimischen Brauerei Bruch pour moi. Der Service entschuldigte sich, dass die Original Bruch-Gläser noch nicht wieder ausgepackt worden seien und fragte an, ob das Zwickel auch in einen König Pilsener-Glas kommen dürfe; es durfte. Ich hatte vergessen, dass es das Zwickel nur in Flaschen gibt, deshalb folgte dem Zwickel ein gezapftes Köpi  im Köpiglas. Anmerkung: Der Service teilte mit, dass die Original-Bruch-Gläser sich mittlerweile angefunden hätten; wäre ich hier konsequent gewesen hätte ich das Köpi im Bruchglas verlangen müssen :-))).

Die Spargelcrêmesuppe, ich durfte davon wie üblich kosten, war ein Gedicht: richtig schaumig und leicht, dabei nicht allzu heftig aber auch nicht zu dezent nach Spargel schmeckend. Sehr gut auch der Kalbstafelspitz; zwei ordentliche Tranchen, das Fleisch (auch davon durfte ich natürlich mein Kostehäppchen haben) auf den Punkt gegart, überaus zart und geschmacklich sehr fein. Der Blumenkohl, zumindest die eine Variante davon, hatte noch etwas Biss, passte sehr gut dazu, ebenso die Soja-Jus.

Mit meinem Steak Tartare (es war bei der Bestellungsaufnahme nachgefragt worden, ob ich es roh oder leicht angebraten wolle; ich wollte es natürlich roh) war ich wirklich sehr zufrieden; schön präsentiert und geschmacklich bestens, hier war einwandfreie Fleischqualität am Start, genau wie schon beim Kalbstafelspitz. Die zahnstocherartigen Pommes allumettes sind nicht so unbedingt mein Fall; ich liebe Pommes Frites vor allem im belgischen Format! Ich muss gestehen, dass ich "Mesclun" gockeln musste; in Sachen Grünzeug bin ich eben nicht so bewandert wie manch andere hier bei GG. Für ähnlich Unwissende hier die passende Mesclun-Aufklärung: Mesclun ist eine vorgeschriebene Ansammlung sprich Mischung verschiedener grüner Salatsorten, als da wären: Rucola, Tatsoi, Red Mustard, Bull´s Blood, Red Chard, Mizuna grün, Lollo Biondo und Lollo Rosso. Gehen wir einmal davon aus, dass die in meinem Salat auch wirklich alle drin gewesen sind; vielfältig ausgesehen er in jedem Fall und schön angemacht war er auch. Vier Gabeln davon gingen an mich, den Löwenanteil reichte Simba aber an seine Löwin weiter :-))).

Fazit: Einmal mehr hat uns die "Brasserie Schlachthof" voll und ganz überzeugt; natürlich kommen wir wieder. Zu diesem Preis etwas in dieser Qualität von Küche und Service zu bekommen ist selbst in Saarbrücken nicht einfach!

P.S. Schon oft habe ich mir vorgenommen, hier einmal "Drei x Drei x Drei" für EUR 38,00 zu bestellen und zu essen:    3 Fines de claire plus 3 Gillardeau plus 3 Crevettes roses! Ist mir bisher nie gelungen, aber es ist ja auch noch nicht aller Tage Abend.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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