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GastroGuide-User: simba47533
simba47533 hat Hokkaido Restaurant in 66121 Saarbrücken bewertet.
vor 2 Jahren
"Diesmal waren alle Garnelen entdarmt, dafür lässt der Service den Gast über Wesentliches uninformiert ........"
Verifiziert

Geschrieben am 26.01.2022 | Aktualisiert am 27.01.2022
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Besucht am 26.01.2022 Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen Rechnungsbetrag: 18 EUR
Mein letzter Besuch im Saarbrücker "Hokkaido" hatte am 24.03.2015 stattgefunden (siehe Bericht) ; damals hatte der Gast im Zuge von AYCE über ein IPad zunächst fünf kleine Gerichte auswählen dürfen. Hatte er gewählt und seine Auswahl abgeschickt blieb das IPad für zwanzig Minuten gesperrt, um anschliessend für die nächste Bestellrunde wieder freigegeben zu werden; maximal waren jeweils vier Bestellrunden möglich gewesen.

Meine Frau scheut angesichts der massiv   steigenden Coronazahlen auch weiterhin vor Gastrobesuchen zurück; also machte ich mich, nachdem ich mich am Vorabend im Internet über das wie ich meinte aktuelle "Hokkaido"-Angebot informiert hatte, heute gegen 11:40 Uhr solo auf den Weg. By the way: seit heute reichen im Saarland OP-Masken nicht mehr aus, expressis verbis müssen es nun (weiß der Geier wie lange) FFP 2-Masken sein. Bis zum "Hokkaido"-Personal hatte sich diese Verschärfung wohl noch nicht herumgesprochen; mit meiner OP-Maske und dem 3.3-Impf-Nachweis zeigte man sich zufrieden und führte mich zu einem Tisch  schräg gegenüber von zwei jungen chinesischen Damen mit Kind. Im Lauf der nächsten Dreiviertelstunde durfte ich beobachten, was in chinesische Mägen so alles hineingeht, nämlich riesige Mengen. Die Damen hauten rein wie die sprichwörtlichen Scheunendrescher und immer weitere Platten wurden an ihrem Tisch aufgefahren, vor allem mit Sushi, Maki, Nigiri & Co. .Nicht dass ich neidisch gewesen wäre; ich verglich nur im Geiste was ich, als "guter Esser" bekannt, so bewältigen kann. Nicht annähernd so viel wie diese chinesischen Damen; nur das Kind, ein kleines Mädchen, war mit einer Schale Bratreis wohl schon zufrieden und verweigerte sogar eine Nigiri-Gabe.

Als man mir die Speisekarte überreichte war ich sehr erstaunt; sie war hinsichtlich der Anzahl an Gerichten klein gehalten: 3 x Ente, 3 x Huhn, 2 x Rind, 1 x Fisch, 3 x Vegetarisch, 3 x Reis und 3 x Nudel; keine Suppen, kein Schwein und keine Desserts. Dafür 6 x Kombination Fleisch bzw. Fisch mit Sushi & Co. Na ja, so hatte ich mir das eigentlich nicht vorgestellt, aber wo ich nun schon mal da war blieb ich auch. Und bestellte mir "Gebratene Reisnudeln mit Shrimps" für EUR 13,90 und dazu eine Flasche Karlsberg Urpils(0,3l) zum wirklich sportlichen Preis von EUR 3,80; dafür gibt es andernorts einen ordentlichen halben Liter vom Fass.

Mit den Shrimps in Form von großen Garnelen wurde bei diesem Gericht wahrlich nicht gegeizt; neben und in einem großen Berg von gebratenen Nudeln mit Ei und Gemüse fand ich sage und schreibe vierzehn Exemplare davon. So richtig Pfiff hatte das Gericht für mich allerdings nicht; auf Wunsch wurde mir Pfeffer und Salz sowie Teriyaki- und Fischsoße gebracht. Damit liess sich die (für mich) unzureichende Würzung nun wirklich ordentlich "boostern". Als ich mit meiner Mahlzeit fertig war, wollte ich mir interessehalber die in einem kleinen Tischständer steckende Weinkarte ansehen; dabei fischte ich eine hinter der Weinkarte steckende weitere Speisekarte mit heraus. Und siehe da; das frühere AYCE-Angebot gibt es auch weiterhin und zwar zum Preis von EUR 13,90 für Erwachsene und EUR 8,80 für Kinder (4 - 11Jahre).Bestellt wird allerdings nicht mehr per IPad sondern diekt beim Service. "Bestellen Sie bitte nur so viel , wie Sie essen können. Die Reste - als Folge von Überbestellung - werden für Sushi und Salate mit EUR 1,00 pro Stück und für warme Speisen mit EUR 3,00 pro Gericht berechnet.", steht auf dieser Karte  Soweit ganz vernünftig; ich hoffe für die chinesischen Damen, dass sie nicht viel zuzahlen mussten. Als ich bezahlt hatte und ging waren sie jedenfalls noch kräftig dran mit Schmausen ;-))." Bestellt werden kann im Rahmen von AYCE bis zu 150 Minuten lang; maximal 5 Gerichte pro Durchgang und Person; die nächste Bestellung von 5 weiteren Gerichten kann erst erfolgen, wenn die vorherigen verzehrt wurden. Es kann immer nur von allen Personen eines Tisches gebucht werden." (Auszug aus der mir vorenthaltene Karte, wobei ich den letzten Satz nicht verstehe ).   Für "Essen" vergebe ich angesichts der großen Anzahl von Garnelen  (diesmal alle entdarmt) trotz der unzureichenden "Anfangs-Würzung" dreieinhalb Sterne. Beim recht flotten "Service" ziehe ich aber zwei Sterne ab, weil mir nicht beide Speisekarten vorgelegt worden waren und ich auch nicht vor der Bestellung mündlich auf die AYCE-Möglichkeit, die ich gerne wahrgenommen hätte,  hingewiesen wurde. Das geht so nicht.

Fazit: Jetzt muss ich extra wegen Udon Nudelsuppe, Niku Men Nudelsuppe, Gyoza und Yaki Ika noch einmal wiederkommen.
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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