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GastroGuide-User: manowar02
hat Gerner's Wirtshaus und Bar in 80637 München bewertet.
vor 2 Jahren
"Höhen und Tiefen"
Verifiziert

Geschrieben am 05.02.2018 | Aktualisiert am 05.02.2018
Besucht am 09.01.2018 Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen Rechnungsbetrag: 28 EUR
Wenn wir in München sind besuchen wir auch ein Grab im Westfriedhof. Die Mittagszeit stand an und auf einem Aufsteller vorm Gasthaus stand ein Aufsteller mit dem Mittagsangebot- ofenfrischer Schweinebraten-. Passt nehmen wir. Wir sind mit der U-Bahn gekommen und Richtung Dantestr. marschiert und gegenüber vom Friedhof befindet sich an der Ecke der Straße das Gasthaus. Eigene Parkplätze konnten wir keine sehen, aber rund um den Friedhof sind einige öffentliche vorhanden die zum Teil kostenpflichtig sind. Am Eingang gibt es eine Stufe, die Toiletten befinden sich dann ebenerdig. Das Gasthaus war sehr gut besucht, auch mit vielen Stammgästen was wir vermutlich der günstigen Mittagskarte zugrunde legen.
 
Service
Der Service besteht hier aus männlichen und weiblichen Kräften. Sie tragen hier ein schwarzes Oberteil und einen roten Bistroschurz, das sie als Servicekräfte erkennen lässt. Wir betraten den Gastraum, es kümmerte sich niemand um uns, so suchten wir uns einen freien Tisch. Am Tisch standen zwar noch leere Gläser, aber da ein Bon auf dem Tisch lag gingen wir davon aus das dieser frei war. Von weiten bekamen wir von einer Dame durch den Raum durch mitgeteilt – komme gleich-. Von der Seite her flogen dann von einem Herren die Karten an den Tisch. Wow sind die hier freundlich- ha ha ha. Die Dame kam dann nach einiger Zeit zu uns und meinte – zu trinken-. Bei der Bestellungsaufnahme nahm sie dann die Gläser mit, die schmutzige Tischdecke verblieb aber am Tisch. Nach einiger Zeit kam dann das Kellerbier an den Tisch und sie meinte , das Weizen dauert noch, muss erst anzapfen. Und die Freundlichkeit hielt weiter an. Das Weizen kam dann auch mal an den Tisch und sie hatte noch einen Teller mit Besteck und Servietten dabei und bei der Ablieferung dieser Sachen meinte sie – zum Essen-. Die Salate kamen mit der Ansage zu welchem Gericht er gehört an den Tisch und nebenbei wurde noch eine Mühle hingestellt. Die Essen kamen dann gleichzeitig an den Tisch und hola hola, sie hatte mehr Worte und meinte – lassen sie es sich schmecken-. Man konnte tatsächlich auch einen freundlichen Unterton heraushören und unterm essen meinte sie noch zu uns – schmeckt es-.  Beim abräumen der Teller nahm sie uns die Antwort ab, sie meinte nämlich – es hat geschmeckt-. Eine Nachfrage ob wir noch was möchten gab es nicht . Unsere Gläser waren mittlerweile leer und unsere Bedienung nahm dann gerade eine größere Bestellung auf, wir vermuten einen Leichentrunk. Die anderen Bedienungen ließen uns links liegen und kümmerten sich gar nicht um uns. Auf einem Hinweis dass wir zahlen möchten meinten sie nur, Kollegin kommt dann.  So warteten wir wieder. Als sie fertig war meinte sie – passt noch alles-. Wir meinten dann dass wir eigentlich schon lange zahlen wollten. Sie brachte dann den Bon an den Tisch und wartete bis wir bezahlt hatten. Dann meinte sie noch – Danke schön, auf Wiedersehen-.
 
Nein wir haben nicht auf der Stirn tätowiert – hier bitte schlechten Service-. Die Stammgäste wurden hier sehr hofiert , da war für uns kein Service mehr übrig. 1,5 Sterne

Essen
Es gibt hier eine braune Speisekarte mit Logo vorne drauf und innen werden bedruckte Blätter eingeheftet.

 Es gibt hier quer durch alles, aber eine nicht zu große Auswahl. Vom Schweinbraten über ein Thai Curry bis hin zum Burger. Zusätzlich gibt es unter der Woche noch Wirthaus Mittgagskracher zu günstigeren Preis. Diese wechseln jede Woche.
 
Wir hatten ein dunkles Weizen für 3,10 € und ein Kellerbier für 4,20 €. Den Mittagskracher Ofenfrischer Schweinebraten mit Kartoffelknödel & Krautsalat für 8,90 € und bunter Gartensalat, Ochsenfetzen vom Grill auf BBQ Bohnen mit knusprigen Süßkartoffelpommes für 10,90 €
 
Die Biere waren schön gekühlt, aber unserer Meinung nach schlecht eingeschenkt. Beim Krug fällt es jetzt nicht so auf, aber als der Schaum weg war war nicht mehr so viel drinnen.
 
Der Schweinebraten war zart und saftig und war einfach gehalten vom würzen her. Die Soße war Natur belassen und hatte etwas mehr Geschmack. Eine einfache Bratensoße halt. Man konnte aber raus schmecken dass sie mit Gemüse angesetzt wurde. Wir hätten uns ein wenig mehr Würze und Raffinesse gewünscht. ( Liegt vielleicht auch daran das die Gäste einen sehr hohen Altersdurchnitt hatten bei unserem Besuch). Schön dass es auch ein Stück Haut dabei gab. Die lacht einen an und man freut sich auf das knuspern, das viel aber aus, sie sah nur so aus und war sehr lapprig. Der Knödel hatte eine schöne Konsistenz und war mit Bröselschmelze bestreut. Diese hatte einen schönen Buttergeschmack mit leichter Nußnote. Gefüllt war er mit Brotkern und er schmeckte schön nach Kartoffeln.
 
Der Krautsalat wurde in einem extra Schälchen serviert, was uns immer sehr gut gefällt.Er war mit Kümmel verfeinert, hatte eine schöne Säure Note und schmeckte nach frischen Kraut. Es gab auch Speck dazu, der war aber nicht so richtig angebraten und schmeckte einfach nur nach Fett. Dekoriert wurde noch mit frischer Kresse und einer kleinen Tomatenhälfte.
 
Bei den Ochsenfetzten vom Grill hatten wir uns etwas anderes vorgestellt, mehr so gegrilltes Fleisch das dann ein wenig zerzupft wird. Es gab hier Scheiben vom Ochsenfleisch das in einer , wir vermuten mal Eipanade-Teig, ausgebacken wurde. Zart war hier gar nichts mehr, es war sehr zäh und geschmacklich war auch nicht viel dahinter. Brauchen wir nicht nochmal. Die BBQ Bohnen dagegen waren sehr lecker. Nur was macht der Mais dazwischen – wir mögen ihn nicht und in der Karte stand er auch nicht dabei dass man ihn abbestellen könnte. Die grünen Bohnen waren auf den Punkt gegart, die Kidneybohnen auch noch mit schönen Biss und die Soße dazu war herrlich. Ein rauchiges Aroma, dezente schärfe, Pfeffriger Geschmack mit leichter tomatigen Note. Mais rausgepult und es war ein Traum diese zu Essen. Süßkartoffel Pommes – wir müssen gestehen das sind unsere ersten Süßkartoffeln die wir essen und Freunde werden wir nicht. In der Karte stand – knusprig. Hiervon waren sie allerdings sehr weit davon entfernt. Sie waren ein wenig gesalzen und schmeckten irgendwie ein wenig nach Kürbis. Geschmacklich nehmen wir sie aus der Wertung raus, da kein Vergleich bei uns da ist, aber wenn knusprig dabei steht sollten sie das auch sein und an Salz fehlte es uns für Pommes auch.
 
Der Beilagensalat bestand aus Lollo Rosso und Lollo Biondo, einem Stück Chicorre , einer Scheibe Radisschen und Gelberübe, Paprika, Tomaten und Sprossen. Zum essen etwas sehr schwierig ohne eine Sauerei zu veranstalten. Die Salatblätter sehr groß und wenn du eines auf die Gabel nimmst fliegt die ganze Sch… raus. Schneiden in der Schale auch schwierig. Schön aussehen ist manchmal nicht hilfreich. Das Dressing war lecker, leicht cremig, schöne Säurenote, eventuell etwas Joghurt mit drinnen und eine dezente Senf Note. Hat uns sehr gut geschmeckt.
 
Schön hier das vorgewärmte Teller gab, beim Essen ist es mehr durchwachsen 3,5 Sterne
 
Ambiente
Vorm Eingang gibt es Holzbänke und Holztische von massiver Form. Es waren auch ein paar mit Tischdecken, Blümelchen und Aschenbechern  eingedeckt. Uns zog es dann doch mehr in die warme Stube

Es ist ein großer Gastraum in dem sich Bänke, und Stühle als Sitzgelegenheit anbieten .Die Bankbezüge weisen allerdings schon sehr arge Gebrauchsspuren auf. Die Tische sind allerdings sehr eng gestellt und wenn es gefüllt ist , ist der Lärmpegel dementsprechend hoch.
 
Die Schenke und der Weg zur Küche sind ein wenig abgeschirmt. An den Wänden gibt es rings rum eine Holzverkleidung. Diese zieren ein paar Bilder. Darüber gibt es Spiegel und Schiefertafeln mit Angeboten.
 
Auf den Tischen liegen kleine Platzdeckchen aus, außer auf unserem, hier gab es eine weiße Stoff Mitteldecke. Das Besteck wird einem mit beigen Servietten auf einem Teller gereicht. Auf dem Tisch stehen eine künstliche Blume, ein Glas mit Teelicht, Salz-und Pfefferstreuer, ein Aufsteller mit Bierhinweisen und ein Zuckerstreuer. Es wird einem aber auch eine Pfeffermühle gereicht.
 
Etwas eng und ein etwas hoher Lärmpegel, sonst hat es uns hier gefallen, 3,5 Sterne
 
Sauberkeit
Wir hatten als einziger Tisch eine weiße Mitteldecke, wobei das weiß nicht mehr überall so rein war. Sie wies einige Flecken vom Vorgänger auf. Sollte man weg nehmen und nicht nur mit der Hand ein paar Brösel auf den Boden wischen. Der Boden war jetzt auch nicht grade Lupenreim gewischt, die Ecken hat man wohl übersehen. Auf den Herrentoiletten die üblichen Staubspuren und einige Spinnweben. Auf den Damen Toiletten auch die Staubspuren und die Behälter vom Seifenspender und den einmal Tüchern sehen nicht gerade einladend aus. Mit der Sauberkeit sollte man sich ein paar Gedanken machen, 2,5 Sterne

 
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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