Zurück zu Brauhaus zum goldenen Handwerk
GastroGuide-User: trebor
hat Brauhaus zum goldenen Handwerk in 40213 Düsseldorf bewertet.
vor 4 Monaten
"„Zum goldenen Handwerk“ und „Schuster bleib bei deinen Leisten“"
Verifiziert

Geschrieben am 21.05.2019
Besucht am 29.03.2019 Besuchszeit: Abendessen 10 Personen Rechnungsbetrag: 242 EUR
Heute fallen wir mit 10 Personen ins Brauhaus zum Essen ein. Es wird rustikales Ambiente erwartet und auch geliefert. Freundlich begrüßt werden wir an den reservierten Tisch gebracht. Die Service-Dame kümmert sich aufmerksam und mit Zwischenfragen den ganzen Abend um uns.

Die Speisenauswahl findet sich auf den ausliegenden Papier-Platzgedecken. Vorher völlig uninformiert gibt es schon zwei Positive Punkte:

  • Die Betreiber haben weitere Brauhäuser – hier auch das Bruderhaus in Düsseldorf-Hamm. Von diesem habe ich positive Mund-Propaganda wahrgenommen.

  • Ein Partner ist Erdinger und ich bestelle mein Weissbier a-frei.


  • Diese ist mit 4,90 € im gehobenen Segment angesiedelt.
     
    Nachdem alle mit ihrem ersten oder auch zweiten Getränk versorgt sind geht es an die Bestellung:
    4 x das Brauhaus Gulasch 13,80 €
    3 x den Sauerbraten 19,50 €
    1 x Haxenpfännchen 14,50 €
    1 x Schnitzel Wiener Art 15,50 €
    und 1 x den Brauhaus Angus-Burger 15,80 €

    Nach den nächsten Runden an Getränken und Gesprächen erreichen uns:
     
    Unser Sauerbraten (Tip!)
    Hier liegen gestapelt mehrere, bis nah am Zerfallen geschmorte Ochsenbäckchen in einer reduzierten, fast schon zähflüssigen Soße. Dieses alleine ist schon ein Geschmackserlebnis. Zusammen mit dem Kartoffelknödel – wahrscheinlich aus einer Convenience-Masse angerührt, aber nach dem Kochen in Knusper-Flakes gewälzt – ist das perfekt zu genießen.
    Der Kirschrotkohl mit dezenter Süße ergänzt großartig. So mag ich das.
    Sauerbraten 19,50 €

    Brauhaus Gulasch
    Es kommen eine Eisen-Pfanne und ein gemischter Beilagen-Salat.
    Das Gulasch besteht aus großen, groben Stücken Fleisch, die auch bis kurz vor dem „Zerfallen“ geschmort sind. Die fruchtig-scharfe Soße gibt dem Kartoffelpüree pfiff.
    Das Gericht bekommt „4 x Daumen hoch“
    das Brauhaus Gulasch 13,80 €
     
    Schnitzel Wiener Art
    Hauchdünn und knusprig ausgebacken inklusive dem Originalgedeck „Sardelle & Kapern“.
    Die Dame ist zufrieden.
     
    Das Haxenpfännchen 14,50 € kommt bei dem Kollegen auch gut an. Moniert wird nur das süßeste, jemals gegessene, Sauerkraut.

    Vom Licht zum Schatten:

    „Unser Brauhaus Angus-Burger“ wird nicht empfohlen.
    Bei der Bestellung wünscht der Gast den Burger medium-rare, naja,
    so blutig wie möglich. Die Bedienung weist freundlich darauf hin, dass „eigentlich“
    immer durchgebraten wird. Es wird kurz notiert und Sie fragt lieber noch in der Küche.
    Bei der nächsten Runde Getränke-Runde hakt der Gast nochmal nach – und es wird ein
    „Medium-rare“ bestätigt.

    Letztlich wird eine total trockene Schuh-Sohle geliefert. Das Fleisch schmeckt nicht und als Quintessenz bleibt dem Besteller nur die „Gurke“ zu loben. Selbst der „Bun“ ist nur mittelmäßig.
    Schade!

    Ich versuche es als Erklärung mit meiner laienhaften „Küchenlog(-ist)ik“. Täglich frisch, gewolftes Angus-Beef kann auch „blutig gebraten“ serviert werden. Der Durchsatz bei einem Neben-Produkt der Karte lässt das wohl nicht zu.
    Mein Tipp – Schuster bleib bei Deinen Leisten und fokussiere Dich auf die Schmorgerichte.

    Von uns - eine klare Empfehlung - nicht für den Burger.
    DETAILBEWERTUNG
    Service
    Sauberkeit
    Essen
    Ambiente
    Preis/Leistung


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    DerBorgfelder und 9 andere finden diese Bewertung gut geschrieben.