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GastroGuide-User: simba47533
hat Indian Palace in 66111 Saarbrücken bewertet.
vor 3 Wochen
"An unseren Homburger Lieblingsinder kommt der "Indian Palace" nicht ran ........"
Verifiziert

Geschrieben am 30.07.2019 | Aktualisiert am 31.07.2019
Besucht am 30.07.2019 Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen Rechnungsbetrag: 13 EUR
Mit meinem ungarischer Physiotherapeuten, den ich jeden Dienstagvormittag aufsuche, unterhalte ich mich während der Behandlung häufig über Essen und Restaurants, wobei wir uns gegenseitig schon etliche gute Tipps gegeben haben. Eben zwei Leckermäuler unter sich, die sich auch schon vor kulinarischen Fehltritten bewahrt haben. Heute machte er mich auf einen mir bis dato unbekannten Inder auf der Saarbrücker Kaiserstrasse und dort  in den früheren Räumen eines anfänglich furios gestarteten, dann aber küchenqualitätsmässig böse abgerutschten AYCE-Asiaten aufmerksam. Da ich um 11:30 Uhr, also fast zur Mittagszeit mit meiner Anwendung durch war, beschloss ich spontan einen Besuch im "Indian Palace"; weit zu fahren hatte ich ja nicht.

Öffnungszeiten: Mo - Sa : Mo - Sa : 11:30 - 14:30 Uhr und 17:30 - 22:30 Uhr

Ambiente: Ohne den pseudo-chinesischen Kitsch des Vorgängers; an Deko gibt es nur den in indischen Restaurants offenbar unvermeidlichen Ganesha sowie ein grösseres Aquarium mit Goldfischbesatz. Das Mobiliar sprich Theke, Tische und Bestuhlung wurden vom Vorgänger übernommen. Klimaanlage und  laute "Hintergrund-Beschallung" mit indischer Musik; ich mag diese Musik gerne, in Überschall-Lautstärke aber allenfalls bei einem Konzert. Bringt einen Stern Abzug, verbleiben zweieinhalb Sterne.

Sauberkeit: Da gibt es absolut nichts zu beanstanden; fünf Sterne.

Service: Zwei Herren versehen den Service, ein Inder und ein Herr (Libanese?), der vom Vorgänger übernommen wurde.  Viel Service war an mir nicht zu verrichten, da ich mich für das Mittagsbüffet mit Selfservice entschieden hatte. Für das Bringen der Karte sowie eines Getränks und abschliessend der Rechnung mag ich trotz der mehrfachen Anrede mit "Sir" (soll hier etwa die britische Kolonialzeit herbeibeschworen werden?) keine Bewertung für den Service abgeben. Hätte man mich mit "Sahib" angesprochen, hätte ich es mir vielleicht noch mal überlegt .....

Essen und Trinken: Der "Indian Palace" bietet von Montag bis Freitag ein Mittagsbüffet für EUR 9,90 pro Person an; am Samstag werden EUR 5,90 Aufschlag verlangt, dafür fällt das Büffet dann wahrscheinlich etwas üppiger aus. Montag ist Ladies Night, Dienstag Partner Night und Mittwoch Studenten Night (2x Essen 1x Zahlen, gilt nur bei Bestellung von mindestens 2 zu zahlenden Getränken 0,4l). Ich unterstelle, dass die Partner Night-Konditionen auch für gleichgeschlechtliche Paare  gelten.

Die normale Mittagskarte (die Abendkarte lag nicht aus) bietet 18 vegetarische Gerichte, 19 Chicken-Currys, 19 Lamm-Spezialitäten, 12 Fischgerichte, 15 Enten-Spezialitäten, 4 Shorba-Suppen, 9 Shurat-Vorspeisen, 4 Salate, 7 Spezialitäten aus dem Tandoor, 4 Biryanis, 2 Thalis (gemischte Platten) 10 Beilagen und 4 Nachspeisen. Alle Speisen werden, anders kenne ich das bei Indern auch nicht, auf Wunsch mild, mittelscharf oder scharf (wobei "scharf" für europäische Zungen normalerweise sehr scharf bis höllisch scharf ist) zubereitet.

Ich entschied mich für das Mittags-Büffet für EUR 9,90 und ein Karlsberg Urpils (0,4l EUR 3,30); ein Freund von Lassi oder Mango-Lassi bin ich nicht und nach Wein war es mir nicht.

Leider gab es die von meinem Physio gepriesene Linsensuppe beim Büffet heute nicht; Ersatz war eine sehr schmackhafte Spinatsuppe. Weiterhin waren am Start eine indische vegetarische Pasta, Sabsie Jaipuri (Verschiedene Gemüsesorten in Curry-Sahnesoße zubereitet, mit Curry-Mandeln, Cashewnüssen; besonders zu empfehlen), Butter Chicken (Gegrilltes Hühnerfleisch in Tomaten-Buttercreme-Sauce), Chicken Chatneywala (Hühnerfleisch mit Korianderblättern in orientalischer Kräutersauce und Kokosmilch mit grünem Pfeffer und Minze), Reis, alat Saison (Gemischter Salat mit Dressing oder Essig/Öl), Salat Indisch (mit hausgemachtem Käse, Erbsen, frischen Champignons, Mais, Zwiebeln und Jghurtdressing) sowie Mango Crème. Ausserdem gab es frischgebackenes Nan (Hefeteigfladenbrot aus dem Tandoor).

Geschmacklich fand ich alles in Ordnung, lustig fand ich die mit kleinen Pferdchen aus Zuckerguß bestreute Mangocrême. Da kam glatt mein manchmal etwas kindliches Gemüt zu Vorschein. Nicht gefallen hat mir das Hinweisschild "Wir bitten sie möglichst den selben Teller zu benutzen!!! Vielen Dank"; ich mag es einfach nicht wenn verschiedene Saucen ineinandermatschen und habe mir deshalb auch nicht von allen Büffet-Gerichten genommen. Etwas einfaltslos fand ich, dass bei  Büffet nicht Huhn und Lamm oder Huhn und Fisch sondern Huhn und Huhn angeboten wurden. Alles in allem hat mich das Büffet-Angebot nicht vom Hocker gerissen, am besten geschmeckt haben mir die Spinatsuppe und das Nan; beim nächsten Besuch stelle ich mir lieber etwas aus der Normalkarte zusammen und lege dafür auch gerne ein paar Euro mehr auf den Tisch des Hauses. Für Essen und Trinken vergebe ich in Würdigung von Plus und Minus sehr gut gemeinte drei Sterne.

Preis/Leistung: Vier Sterne. Dies in Anbetracht dessen dass die Chickengerichte, bestellt von der Mittags-Normalkarte, je EUR 6,90 kosten, das Jabsi Jaipuri EUR 10,90, Nan EUR 1,50 und die Suppe EUR 3,90. Somit ist der "Paketpreis" von EUR 9,90 durchaus in Ordnung, quasi ein Schnäppchen, was zum "Gesamteindruck" von  drei Sternen führt.. 
DETAILBEWERTUNG
Service
keine Wertung
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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