Geschrieben am 04.01.2016 2016-01-04| Aktualisiert am
04.01.2016
Besucht am 25.12.2015
Oberstdorf besteht aus dem Ort Oberstdorf und fünf weiteren Ortschaften. Eines davon ist Schöllang. Wir verbrachten dieses Jahr 8 Tage dort. Typisch für Schöllang sind die Bauernhäuser um den barocken Zwiebelturm der Pfarrkirche. In der Nähe befindet sich die Burgkirche von 1531. Typisch für Schöllang ist mittlerweile auch für uns der Jagawirt. Da wir viel neues in dieser Woche ausprobierten, sollte quasi der Besuch unser "Kulinarik-Highlight" sein. Wir wurden nicht enttäuscht.
„Einfoch guad“ lautet ohne Kompromiss die "Jagawirt" Küchenphilosophie. Daher kommen ausschließlich frische Produkte aus der Region Oberstdorf in die Töpfe und Pfannen. Die hochwertigen Lebensmittel werden schonend gegart und gehen eine schmackhafte Symbiose auf dem Teller ein: für Essen auf höchstem Niveau!
Die Homepage als auch die Speisekarte liest sich hervorragend und macht einen professionellen Eindruck. Das ganze drumherum, das Essen, der Service, alles war wieder bei uns Note 1 mit Stern. Auch das Ambiente im Innern, im modernen Österreichischem Landhaus-Stil gehalten macht was her. Bei der Reservierung ein paar Tage zuvor lehnte der Chef und Inhaber ganz cool an der Theke, er erklärte mir freundlich, dass seine Frau und sein jüngerer Sohn die Küche schmeißen. Er und eine Azubine den Service machen. Sein ältester Sohn sei Berufsjäger und erschießt das Wild (wie brutal :-(), das wird dann vor Ort zerlegt und kommt ohne Zwischenhändler in die Küche. Frischer gehe es kaum, daher sei auch die Karte etwas sehr "wild".
Für Wildliebhaber gibt es tolle Variationen. Aktuell in der Karte: verschiedene Steak`s vom Reh und Hirsch, aber nicht nur Wild auch andere Fleischsorten wie Gams oder Lamm sind im Angebot. Innereien wie Leber vom Grünten Lamm (Geschnetzelt oder Glaciert auf Erzherzog Johann`s Lieblingsart zubereitet mit Kürbispüree ) sowie Jagawirt`s wüde Leber in kräftigem Portweinjus mit gebratenen Äpfel, Speck und jungen Zwieberl dazu serviert der Küchenchef Erdbirnenschnee, vervollständigen das Angebot.
Das hört sich natürlich für Wild und Innereien -Fans verlockend an, allerdings mögen meine Frau und ich kein Innereien und kein Wild, in meiner Kindheit hatte mich mein Onkel mitgenommen, da gab es Hirsch. Dieser dominante, penetrant süßlich negative Tiergeschmack, der geht (leider) bei mir einfach nicht mehr raus. Ich frage mich immer warum man Wild mit so viel Soße bzw mit Früchten isst?? Um den eigentlichen heftigen Tier-Geschmack zu übertünchen ?? Man kennt es ja von Schnecken. Die werden auch gerne mit viel Knoblauch serviert, um vom eigentlichen Geschmack abzulenken. Schmerzgrenze ist für mich Rehfleisch, das hatte ich mal nach einem Missverständnis mit dem Kellner serviert bekommen (in einem 2 Sterne Michelin Restaurant). Ich dachte er meinte "Risotto"mit Cranberry am Ende stellte es sich als "Reh-Soute" (oder so ähnlich, irgendein französischer Ausdruck für Reh-Medaillons) heraus, irgendwas vom Reh, war sehr fein und der Wild Geschmack war nicht zu dominant, allerdings war ich aber froh als ich es unten hatte. Seitdem schaue ich mir die Rehe lieber im Wildpark an. Entwickle ich mich langsam zum Vegetarier ?? (das arme Wild)
Schön, dass die Käsespatzen in der Karte nicht unter den vegetarischen Gerichten stehen. Das ist uns im Allgäu jetzt schon öfters aufgefallen (wegen den tierischen Zusätzen im Käse). Für Vegetarier gibt es leckere Serviettenknödel mit frischen Waldpilzen oder die Variation vom winterlichem Gemüse in knusprigen Strudelteig gehüllt an Sauerrahm- Kräuterdip mit vitaminreichen Salatarrangement nebst diversen Salaten alle ohne Fleischzusätze. Für Veganer habe ich keine Speisen entdeckt.
Wir schauen uns weiter die gelungene Speisekarte an. Mich lacht (leider) ein wildes Gericht an. Rostbraten aus der Junghirschkeule (natürlich vom Allgäuer Jaga) in kräftiger Portweinglace mit Gernot`s Schilcherschalotten, Selleriestroh und hausgemachte Kürbisnockerl. Ich kämpfe mit mir, habe Angst vor dem penetranten Tier-Geschmack. Ich entscheide mich für ein Jungschwein-Gericht, genauso wie meine Frau. Schweinegerichte stehen leider nur zwei in der Karte. Schnitzel "Wiener Art" sowie das Cordon Blue. Wir möchten anstatt dem Erdäpfel-Salat lieber Pommes und kalt gerührte Preiselbeeren.Wir verzichten wegen der großen Portionen, die wir noch vom letzten Urlaub kennen, bewusst auf eine Vorspeise um uns anschließend noch ein Dessert auszusuchen. Als Begleitung passt ein Zöttler Hefe - die Macht wird mit mir sein, vor dem Besuch beim Jagawirt haben wir uns die Star Wars "Rückkehr der Jedi Ritter" angeschaut, das geht natürlich nur im passenden Outfit. Ähnlich wie wenn man ein leckeres Welde Hefe-Weizen in einem Paulaner Glas ausschenken möchte, das geht gar nicht.
Oder doch noch eine Vorspeise ? Das Gipfeltreffen von Rona und Apfel eine fruchtige Rote Betesuppe mit leichtem Apfelaroma und frischem Kren hören sich verlockend an. Oder das Carpaccio von der Waldviertler Weidegans mit Barrique- Apfel- Walnußvinaigrette und winterlichem Salatarangement ?? Nee, Tiere mit Federn erinnern mich zu sehr an meine Kindheit, ich war immer Indianer an Fasching. Die Vernunft siegt, wir starten mit dem Cordon Blue (13,50).
Das war BOMBE !! Angerichtet auf modernen Tellern mit asiatischem Touch kam das Cordon Blue. Die Panade knusprig, sie löste sich wunderbar vom Fleisch. Die Füllung mit geräuchertem Rohschinken und Bregenzerwälder Bergkäs ein Traum. Ordentlich portioniert, ich denke es waren mit Füllung bestimmt 300-400 Gramm. Die kalt gerührten Preiselbeeren passten dazu wie die bekannte Faust aufs Auge. Zum Spülen bestellte ich dann noch ein zweites Hefebierchen (3,40).
Zum süßen Abschluß bestellten wir uns jeweils die "flaumigen Topfenknödel" raffiniert in Szene gesetzt für erfreulich faire 4,50. Und wie diese Knödel in Szene gesetzt waren. Die Früchte waren teilweise gepfeffert, verschiedene Temperaturen bzw wohl verschieden gegart. Die Knödel wunderbar flaumig-fluffig, ich werde noch zum Knödel Fan, das war zusammen mit dem Hauptgang ganz großes Kino.
Oberstdorf besteht aus dem Ort Oberstdorf und fünf weiteren Ortschaften. Eines davon ist Schöllang. Wir verbrachten dieses Jahr 8 Tage dort. Typisch für Schöllang sind die Bauernhäuser um den barocken Zwiebelturm der Pfarrkirche. In der Nähe befindet sich die Burgkirche von 1531. Typisch für Schöllang ist mittlerweile auch für uns der Jagawirt. Da wir viel neues in dieser Woche ausprobierten, sollte quasi der Besuch unser "Kulinarik-Highlight" sein. Wir wurden nicht enttäuscht.
„Einfoch guad“ lautet ohne Kompromiss die "Jagawirt" Küchenphilosophie. Daher kommen ausschließlich frische Produkte aus der Region Oberstdorf in die... mehr lesen
5.0 stars -
"A weng Österreich im Allgäu - Part II" DaueresserGK0712Oberstdorf besteht aus dem Ort Oberstdorf und fünf weiteren Ortschaften. Eines davon ist Schöllang. Wir verbrachten dieses Jahr 8 Tage dort. Typisch für Schöllang sind die Bauernhäuser um den barocken Zwiebelturm der Pfarrkirche. In der Nähe befindet sich die Burgkirche von 1531. Typisch für Schöllang ist mittlerweile auch für uns der Jagawirt. Da wir viel neues in dieser Woche ausprobierten, sollte quasi der Besuch unser "Kulinarik-Highlight" sein. Wir wurden nicht enttäuscht.
„Einfoch guad“ lautet ohne Kompromiss die "Jagawirt" Küchenphilosophie. Daher kommen ausschließlich frische Produkte aus der Region Oberstdorf in die
Geschrieben am 14.08.2015 2015-08-14| Aktualisiert am
14.08.2015
Es existiert eine neue Bewertung von diesem User zu
Jagawirt
Besucht am 21.10.2014
Als ich gestern Abend meine rund 4000 Gastrobilder auf meinem Smartphone durchgescrollt habe, bin ich beim Jagawirt hängengeblieben. Ich hatte das Restaurant hier bei Gastroguide im Mai bereits eingetragen, jetzt die etwas verspätete Bewertung.
Meine Frau und ich waren letztes Jahr im Oktober für 4 Tage in Oberstdorf und uns hat es so gut gefallen, dass wir beschlossen haben, dieses Jahr über Weihnachten 5 Tage noch einmal bei Familie Schittler in Schöllang einzukehren (http://www.schittlerhaus.de).Wer sich mal ein paar Tage Ruhe gönnen möchte, dem sei das Schittlerhaus ans Herz gelegt.Ein weiterer Grund dafür ist vor allem das Essen vom 2014 neu eröffnetem Jagawirt. Bombastisches Essen im Allgäu.
2014. Oktober. Wir genießen den herrlichen Blick, die vielfältigen Wandermöglichkeiten und das herzliche „Grüß Gott“ der Einheimischen. Sind in den Tagen irgendwie verzaubert, weit weg vom Trubel. Schöllang. Gemütlich tummeln sich stille Bauernhäuser um den barocken Zwiebelturm der Pfarrkirche. Aus der Nähe grüßt die Burgkirche von 1531 (erste urkundliche Erwähnung) und ein kleiner Kurpark lädt zum Verweilen ein.
„Einfoch guad“ lautet ohne Kompromiss die "Jagawirt" Küchenphilosophie. Daher kommen ausschließlich frische Produkte aus der Region Oberstdorf in die Töpfe und Pfannen. Die hochwertigen Lebensmittel werden schonend gegart und gehen eine schmackhafte Symbiose auf dem Teller ein: für Essen auf höchstem Niveau!
Die Homepage (erst seit ein paar Monaten online) liest sich hervorragend und macht einen professionellen Eindruck. Das ganze drumherum, das Essen, der Service, alles war bei unseren beiden Besuchen im letzten Oktober Note 1 mit Stern. Auch das Ambiente im Innern, im modernen Österreichischem Landhaus-Stil gehalten macht was her.
Ich kann mich noch gut an den ersten Abend erinnern,"Ah gehn mer her. Grüß Gott" die ersten Worte des Chefs. Wir hatten nicht reserviert, also bekamen wir einen Tisch den der Chef notdürftig eigentlich für Accessoires, Pfeffer und Salz etc. eingeplant hatte. Das machte auf uns einen guten Eindruck. Auch die Speisekarte, verstärkte den zuerst gewonnen Eindruck. Die Karte ist auf mehrere Gänge ausgelegt, zu Beginn eine Suppe oder einen Salat. Für Zwischendurch oder als erster Gang: Roastbeef vom Junghirsch (natürlich vom Allgäuer Jaga erlegt) oder " I moa mir san streichfähig" -- verschiedene, typisch österreichische Aufstriche mit Bauernbrot auf einem rustikalen Holzbrett serviert.
Wir entschieden uns beim ersten Besuch für ein rustikales Bauerngericht, "Gröstl" mit Spiegelei dazu einen Salat. Für mich sollte es das Schwein sein. " Jagawirt Cordon Bleu" vom Bio-Jungschweinerücken, mit Rohschinken und Bregenzerwälder Bergkäs gefüllt. Was uns dann aufgetischt wurde, ernteten wir mit erstem Erstaunen. Was war das für ein geiles Cordon Blue.
Ich fragte nach dem Fleischgewicht. Mir wurde gute 400 Gramm plus Schinken und Käse genannt."Ihr sollt ja nicht hungrig hoam gehn" - so ein kleines "mia sein mia" Gefühl, das mittlerweile auch in China bekannt ist, wo Demokratie noch ein Fremdwort ist (Respekt). Der Vergleich ist ganz gut, wenn ein Bundesligaprofi aus München nach einer Saison mit 80-90 Pflichtspielen einem sehr guten OberligaSpieler bei einem Sprint beim Freundschaftsspiel 10 Meter abnimmt, fragt man sich auch, wie kann das sein ??
Mikrodoping?? Gibt es so was auch beim Fleisch oder generell in der Gastroszene ?? Ich spreche nicht von mit Anti-Biotika versuchten Hühnchenfleisch. Ich spreche von sehr gutem Bio-Fleisch dass punktuell noch verbessert wird ...
Telekom als Hauptsponsor (war da nicht mal was mit Zabel und Ullrich), auch der FC Barcelona war damals mit Guardiola, genau wie Ullrich und Armstrong Kunde bei Dr. Fuentes aus Spanien (eine richtige Strafe gabs nie), oder wenn Nadal und der Joker sich bei den Australian Open sechseinhalb Stunden die Bälle bei glütender Hitze um die Ohren nageln, wo sich jeder Hobbyspieler fragt, wie kann das sein ?? ... wir kommen vom Thema ab, aber das Cordon Blue hat einfach zu gut, zu fleischig, zu salzig, zu saftig geschmeckt. Oder war es nur einfach "beste Ware" so wie beim FC Bayern einfach die "besten Spieler" spielen ?
Das Gröstl-Gericht, hatte super Kartoffeln gesehen, die wohl vorher in sehr reichhaltigem Salzwasser zubereitet wurden und anschließend wunderbar geschmort in der Pfanne serviert wurden. Wir waren bei unserem ersten Besuch so begeistert, dass wir gleich für den übernächsten Tag reservierten. Auch an diesem war der Service von Manuela und Inhaber erstklassig. Wir bekamen eine Empfehlung, panierter Schweinerücken vom Bio-Jungschwein mit Paprikasauce. Ich hielt mich erneut am kleinen XL Cordon Blue. Beide Gerichte wieder eine Augenweide. Gerade das in der Pfanne mit Butterschmalz ausgebackene Jungschwein, zusammen mit der selbst gemachten Paprika Sauce, die separat serviert wurde, ein Gedicht.
Ein Gedicht auch das anschließende warme Schokotörtchen mit flüssigem Kern. Hübsch in Szene mit geschwenkten heißen Kirschen und einer Kugel Vanille Eis gesetzt, professionell angerichtet, geschmeckt hat es wie in einem Sternerestaurant. Bestimmt besser als das Knast-Essen von Herrn Hoeneß oder ist der mittlerweile schon wieder draußen ?? (Anm. wenn es nach mir ginge hätte ich den 10 Jahre weggesperrt, Peter Graf wurde für ein Sechstel oder Zehntel des Betruges/Schaden am Staat deutlich länger hinter Schloss und Riegel gebracht)
Fazit:
Wir freuen uns auf Oberstdorf 2015 und hoffen auf die gleich gute Küchenleistung, auch wenn aktuell der Inhaber einen Jungkoch auf der gelungenen Homepage sucht. Empfehlung !!
Als ich gestern Abend meine rund 4000 Gastrobilder auf meinem Smartphone durchgescrollt habe, bin ich beim Jagawirt hängengeblieben. Ich hatte das Restaurant hier bei Gastroguide im Mai bereits eingetragen, jetzt die etwas verspätete Bewertung.
Meine Frau und ich waren letztes Jahr im Oktober für 4 Tage in Oberstdorf und uns hat es so gut gefallen, dass wir beschlossen haben, dieses Jahr über Weihnachten 5 Tage noch einmal bei Familie Schittler in Schöllang einzukehren (http://www.schittlerhaus.de).Wer sich mal ein paar Tage Ruhe gönnen... mehr lesen
5.0 stars -
"A weng Österreich - im Allgäu" DaueresserGK0712Als ich gestern Abend meine rund 4000 Gastrobilder auf meinem Smartphone durchgescrollt habe, bin ich beim Jagawirt hängengeblieben. Ich hatte das Restaurant hier bei Gastroguide im Mai bereits eingetragen, jetzt die etwas verspätete Bewertung.
Meine Frau und ich waren letztes Jahr im Oktober für 4 Tage in Oberstdorf und uns hat es so gut gefallen, dass wir beschlossen haben, dieses Jahr über Weihnachten 5 Tage noch einmal bei Familie Schittler in Schöllang einzukehren (http://www.schittlerhaus.de).Wer sich mal ein paar Tage Ruhe gönnen
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„Einfoch guad“ lautet ohne Kompromiss die "Jagawirt" Küchenphilosophie. Daher kommen ausschließlich frische Produkte aus der Region Oberstdorf in die Töpfe und Pfannen. Die hochwertigen Lebensmittel werden schonend gegart und gehen eine schmackhafte Symbiose auf dem Teller ein: für Essen auf höchstem Niveau!
Die Homepage als auch die Speisekarte liest sich hervorragend und macht einen professionellen Eindruck. Das ganze drumherum, das Essen, der Service, alles war wieder bei uns Note 1 mit Stern. Auch das Ambiente im Innern, im modernen Österreichischem Landhaus-Stil gehalten macht was her. Bei der Reservierung ein paar Tage zuvor lehnte der Chef und Inhaber ganz cool an der Theke, er erklärte mir freundlich, dass seine Frau und sein jüngerer Sohn die Küche schmeißen. Er und eine Azubine den Service machen. Sein ältester Sohn sei Berufsjäger und erschießt das Wild (wie brutal :-(), das wird dann vor Ort zerlegt und kommt ohne Zwischenhändler in die Küche. Frischer gehe es kaum, daher sei auch die Karte etwas sehr "wild".
Für Wildliebhaber gibt es tolle Variationen. Aktuell in der Karte: verschiedene Steak`s vom Reh und Hirsch, aber nicht nur Wild auch andere Fleischsorten wie Gams oder Lamm sind im Angebot. Innereien wie Leber vom Grünten Lamm (Geschnetzelt oder Glaciert auf Erzherzog Johann`s Lieblingsart zubereitet mit Kürbispüree ) sowie Jagawirt`s wüde Leber in kräftigem Portweinjus mit gebratenen Äpfel, Speck und jungen Zwieberl dazu serviert der Küchenchef Erdbirnenschnee, vervollständigen das Angebot.
Das hört sich natürlich für Wild und Innereien -Fans verlockend an, allerdings mögen meine Frau und ich kein Innereien und kein Wild, in meiner Kindheit hatte mich mein Onkel mitgenommen, da gab es Hirsch. Dieser dominante, penetrant süßlich negative Tiergeschmack, der geht (leider) bei mir einfach nicht mehr raus. Ich frage mich immer warum man Wild mit so viel Soße bzw mit Früchten isst?? Um den eigentlichen heftigen Tier-Geschmack zu übertünchen ?? Man kennt es ja von Schnecken. Die werden auch gerne mit viel Knoblauch serviert, um vom eigentlichen Geschmack abzulenken. Schmerzgrenze ist für mich Rehfleisch, das hatte ich mal nach einem Missverständnis mit dem Kellner serviert bekommen (in einem 2 Sterne Michelin Restaurant). Ich dachte er meinte "Risotto"mit Cranberry am Ende stellte es sich als "Reh-Soute" (oder so ähnlich, irgendein französischer Ausdruck für Reh-Medaillons) heraus, irgendwas vom Reh, war sehr fein und der Wild Geschmack war nicht zu dominant, allerdings war ich aber froh als ich es unten hatte. Seitdem schaue ich mir die Rehe lieber im Wildpark an. Entwickle ich mich langsam zum Vegetarier ?? (das arme Wild)
Schön, dass die Käsespatzen in der Karte nicht unter den vegetarischen Gerichten stehen. Das ist uns im Allgäu jetzt schon öfters aufgefallen (wegen den tierischen Zusätzen im Käse). Für Vegetarier gibt es leckere Serviettenknödel mit frischen Waldpilzen oder die Variation vom winterlichem Gemüse in knusprigen Strudelteig gehüllt an Sauerrahm- Kräuterdip mit vitaminreichen Salatarrangement nebst diversen Salaten alle ohne Fleischzusätze. Für Veganer habe ich keine Speisen entdeckt.
Wir schauen uns weiter die gelungene Speisekarte an. Mich lacht (leider) ein wildes Gericht an. Rostbraten aus der Junghirschkeule (natürlich vom Allgäuer Jaga) in kräftiger Portweinglace mit Gernot`s Schilcherschalotten, Selleriestroh und hausgemachte Kürbisnockerl. Ich kämpfe mit mir, habe Angst vor dem penetranten Tier-Geschmack. Ich entscheide mich für ein Jungschwein-Gericht, genauso wie meine Frau. Schweinegerichte stehen leider nur zwei in der Karte. Schnitzel "Wiener Art" sowie das Cordon Blue. Wir möchten anstatt dem Erdäpfel-Salat lieber Pommes und kalt gerührte Preiselbeeren.Wir verzichten wegen der großen Portionen, die wir noch vom letzten Urlaub kennen, bewusst auf eine Vorspeise um uns anschließend noch ein Dessert auszusuchen. Als Begleitung passt ein Zöttler Hefe - die Macht wird mit mir sein, vor dem Besuch beim Jagawirt haben wir uns die Star Wars "Rückkehr der Jedi Ritter" angeschaut, das geht natürlich nur im passenden Outfit. Ähnlich wie wenn man ein leckeres Welde Hefe-Weizen in einem Paulaner Glas ausschenken möchte, das geht gar nicht.
Oder doch noch eine Vorspeise ? Das Gipfeltreffen von Rona und Apfel eine fruchtige Rote Betesuppe mit leichtem Apfelaroma und frischem Kren hören sich verlockend an. Oder das Carpaccio von der Waldviertler Weidegans mit Barrique- Apfel- Walnußvinaigrette und winterlichem Salatarangement ?? Nee, Tiere mit Federn erinnern mich zu sehr an meine Kindheit, ich war immer Indianer an Fasching. Die Vernunft siegt, wir starten mit dem Cordon Blue (13,50).
Das war BOMBE !! Angerichtet auf modernen Tellern mit asiatischem Touch kam das Cordon Blue. Die Panade knusprig, sie löste sich wunderbar vom Fleisch. Die Füllung mit geräuchertem Rohschinken und Bregenzerwälder Bergkäs ein Traum. Ordentlich portioniert, ich denke es waren mit Füllung bestimmt 300-400 Gramm. Die kalt gerührten Preiselbeeren passten dazu wie die bekannte Faust aufs Auge. Zum Spülen bestellte ich dann noch ein zweites Hefebierchen (3,40).
Zum süßen Abschluß bestellten wir uns jeweils die "flaumigen Topfenknödel" raffiniert in Szene gesetzt für erfreulich faire 4,50. Und wie diese Knödel in Szene gesetzt waren. Die Früchte waren teilweise gepfeffert, verschiedene Temperaturen bzw wohl verschieden gegart. Die Knödel wunderbar flaumig-fluffig, ich werde noch zum Knödel Fan, das war zusammen mit dem Hauptgang ganz großes Kino.
Fazit:
Hier stimmt einfach alles. Essen, Service, Ambiente, Preis-Leistung. Volle Punktzahl !!