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GastroGuide-User: kgsbus
hat La Cuisine Rademacher in 51069 Köln bewertet.
vor 3 Monaten
"Das Potential ist für mich mittags nicht voll zum Tragen gekommen"
Verifiziert

Geschrieben am 28.11.2018 | Aktualisiert am 28.11.2018
Besucht am 28.11.2018 Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen Rechnungsbetrag: 28 EUR
Vor ein paar Tagen hatte ich etwas in Köln Dellbrück zu erledigen. Dabei fiel mir ein Lokal in der Nähe der S-Bahnhaltestelle auf: La Cuisine Rademacher. Das Restaurant sah von außen schon interessant aus.

Im Internet stand dann als Selbstaussage zum Chef: „Marlon Rademacher begann seine Ausbildung zum Koch in dem renommierten Sternerestaurant „Zur Post“ in Odenthal. Im Anschluss folgte ein Praktikum in dem 3 Sterne Restaurant The Table von Kevin Fehling. Nach erfolgreicher Ausbildung arbeitete Marlon im 3 Sterne Restaurant Waldhotel Sonnora von Helmut Thieltges in der Eifel. Danach zog es Marlon nach Mallorca in das Restaurant Tirso unter den Händen des spanischen 2 Sternekochs Carlos Abad. Bis zur Verwirklichung des langgehegten Traumes der Selbstständigkeit, hat Marlon im Sternerestaurant Wein am Rhein als Sous Chef gearbeitet.“

Da war natürlich meine Neugier geweckt. Und auch der Anspruch etwas gehoben: Wer in Sternehäusern gearbeitet hat und damit wirbt, muss auch liefern - denke ich mir so.

Schön ist es auch, dass das Gasthaus auch mittags öffnet - und einen Lunch anbietet.

Ambiente

Innen ist das Restaurant wie ein Bistro eingerichtet. Blanke Tische, viele Zweierplätze. Dezente Dekoration.
Das Lokal gliedert sich dann in zwei Bereiche. Heute saß ich nahe am Eingang und konnte die Theke ansehen und leise Stimmen aus der Küche hören.
Insgesamt gefiel mir das ganz gut.

Sauberkeit

Alles wirkt gut gepflegt. Den Sanitärbereich habe ich nicht aufgesucht.

Service

Auch mittags waren drei Kräfte im Service tätig: Zwei Männer und eine Frau.
Alle waren freundlich und den Gästen zugewandt.

Die Karte(n)

Zur Auswahl standen mehrere Menüs, ein kleiner Lunch und die Einzelgerichte der Karte.

Die verkosteten Speisen

Ich habe das Mittagsmenü in drei kleinen Gängen gewählt (18,90 €)

Zusätzlich wurde zweierlei Brot aus eigener Herstellung mit zwei Brotaufstrichen gereicht.
Die beiden unterschiedlichen Sorten haben mir gut geschmeckt. Auch die Salzbutter und er cremige zitronige Aufstrich hatten frische kräftige Aromen.

Tomatensalat

Auf dem Grund der kleinen Schüssel waren relativ viele halbierte kleine Tomaten angeordnet. Ihr Geschmack war nicht besonders stark – für mich langweilig. Darüber waren einige Blätter grüner Salat (Rucola, rötlicher und grüner Blattsalat) und einige Sprossen. Das Dressing war relativ neutral – mir zu wenig abgeschmeckt.

Ohne überheblich klingen zu wollen, kann ich das selber genauso gut oder besser zubereiten.

Roastbeef mit Polenta

Die Polenta war für mich würzig abgeschmeckt und positiv leicht körnig auf der Zunge. Sie war locker, luftig und cremig.
Die Sauce war auf einer Rotweinbasis erstellt, glaube ich. Sie war zugänglich, aber relativ flüssig, wenig gebunden.
Eine Blumenkohlrose war gut gegart und hatte noch guten Biss. So sollte Gemüse auch sein.
Das Fleischstück war relativ klein, aber gut rosa gebraten. Und wenn man die relativ große Sehne abzieht, auch zart und saftig.

Brownie mit selbst gemachtem Eis

Für mich das Beste vom Menü (außer dem guten Brot, von dem es auch Nachschlag gab).
Der Schokoladenkuchen war von kräftiger dunkler Schokolade geprägt, sowie auch innen leicht saftig und locker. Neben dem Brownie war noch eine gelbe passende Sauce aufgetragen.
Das Eis war cremig und aromatisch. Auch das Minzblatt fehlte nicht.
Eine kleine zugekaufte Waffelrolle diente als Dekoration; ebenso einige einzelne frische rote und dunkle Johannisbeeren und eine Physalis.

Getränke

Haus-Wasser medium 0,5 l – 2,60 €

Domaine Lelievre - Pinot Noir – AOC Côtes de Toul - 1 Glas – 3,90 €

Espresso Macchiato – 2,40 €


Fazit

3 – wenn es sich ergibt: Der Lunch hat einen kleinen Preis – ist aber auch nicht besonders üppig. Aber das habe ich zur Zeit schon bei einigen anderen (auch sehr gelobten) Lokalen für mich festgestellt.
Aber ich glaube schon, dass ein größeres Menü aus der Karte mehr Genuss versprechen könnte. Die Teller waren in meinen Augen recht schön angerichtet, einzelne Komponenten waren auch sicher gut gelungen.
Daher kann ich mir einen weiteren Besuch schon vorstellen. Dann aber aus der „großen“ Karte und nicht von der „Tafel“.

(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder – nach „Kuechenreise“)

Datum des Besuchs: 28.11.2018 – mittags – 1 Person

Meine Genießer-Erlebnisse stehen auch bei http://kgsbus.beepworld.de/archiv.htm
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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