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Es war wieder einmal mehr als Zeit dafür unsere Besuche mit unserem Gourmet-Club (nur zwei Mitglieder) fortzusetzen.
Natürlich ist es auch in Köln schwer mittags ein ansprechendes Lokal zu finden. Das Bistro vom Sternerestaurant La Société macht dies jedoch samstags, sonntags und sogar montags möglich.
Wobei das Mittagsangebot unter „La Société Bistro“ läuft, streng genommen also ein Zweitlokal im Sternerestaurant ist – aber vom selben Team betrieben.
Da haben wir mal einen Tisch reserviert.
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Die Fahrt nach Köln ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr ganz so einfach und schnell, weil die S 11 nicht verkehrt – es muss der Schienenersatz benutzt werden. Aber der ist eher pünktlich und daher zuverlässiger als die Bahn.
Ambiente
Wie schon erwähnt handelt es sich dabei um die gleichen Räume. An der Straße stehen ein paar Tische (mit Sonnenschutz).
Drinnen ist es recht eng aber auch gemütlich – mit viel Nippes an den Wänden.
Sauberkeit
Alles wirkte perfekt gepflegt und ansprechend.
Sanitär
Die Anlagen liegen ebenerdig weiter durch in Richtung Küche – mit genügend Abstand.
Service
Die Damen und Herren waren freundlich und kommunikativ.
Die Karte(n)
Angeboten werden ein Drei-Gang-Menü sowie ein paar Klassiker.
Es soll locker und unkompliziert zugehen. Eben wie im Bistro. Deshalb gehören Grüße aus der Küche und Petit Fours wohl nicht zum Konzept. Aber wer einen Wein auswählen will, kann auf die gesamte Restaurantkarte zugreifen.
Die verkosteten Speisen
Lunchmenü 89€
vorweg: einfaches Brot und Butter
Weißer Spargel
Panna Cotta mit Rauchaaltatar, Spargelsüppchen mit Estragonöl & glasierter Spargel mit Yuzu-Kosho-Hollandaise
Es handelte sich dabei und drei kleine separate Gänge – getrennt serviert.
Alle Gerichte haben mich angesprochen – am meisten hat mir sogar die Suppe geschmeckt. Unter der schaumigen Oberfläche kamen würzige Töne und grünliche Öle zum Tragen.
Das Gericht mit Aal war für mich überraschend, aber nach zwei kleinen Happen kam ich geschmacklich damit zurecht.
Auch der Spargel mit der relativ festen Haube aus japanisch-asiatischer Creme-Sauce fand meine Zustimmung.
Wildfang Zander
Sauerkraut-Meerrettichschaum, Brotcreme, Fencheltatar, Kopfsalat & geschmorte Senfgurken
Der Fisch war optimal gegart (ohne Haut) und sehr zart. Der Schaum darüber hatte für mich überraschende Noten aus Süße und Säure, die wunderbar passten.
Fenchel, Salat und Gurke rundeten den Teller ab.
Reh-Filet aus Bayern
Artischockenpüree, Zwiebel-XO-Sauce, wilder Brokkoli & Vadouvanschaum
Das Fleisch war zart und schmackhaft und von zwei „Saucen“ begleitet: eine sämige, aromatische dunkle Jus und ein würziger heller lockerer Schaum.
Das Püree war sehr fein gesiebt, war relativ kompakt und hatte interessante Noten nach der verwendeten Gewürzmischung.
Der Stangenbrokkoli war angenehm gegart und hatte leichten Biss – so wie ich das gerne habe.
Erdbeere
Kalamansi, Ingwer & Dill
Die Erdbeere war die Grundzutat und gut zu schmecken. Dazu kamen die asiatische Orangenfrucht zeige feine süße und saure Töne. Das Gemüse habe ich nicht direkt erkannt, muss aber zum runden Gesamtgeschmack positiv beigetragen haben.
Getränke
San Pellegrino 0,75 l – 10 €
Cappuccino – 6 €
Espresso – 4 €
Zum Kaffee wurden uns zwei Gebäcke gereicht.
Wein- oder alkoholfreie Begleitung zum Menü: 45 €
Domaine Vacheron: Sancerre Blanc 2024
Vignobles Philippe Brisebarre: Vouvray Sec 2023
Château Yvonne: Saumur Champigny La Folie 2023
Nik Weis: Riesling feinherb 2022
Die Weine haben uns ausgesprchen zugesagt. Sie passten zu den Gerichten. Sie wurden uns vorgestellt und großzügig eingeschänkt.
Preis-Leistungs-Verhältnis
Insgesamt nachvollziehbar und angemessen – nur das Wasser war etwas überteuert kalkuliert in meinen Augen
Fazit
4 – gerne wieder
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder – nach „Kuechenreise“)
Datum des Besuchs: 08.06.2026 – mittags – 2 Personen
Meine Genießer-Erlebnisse stehen auch bei http://kgsbus.beepworld.de/archiv.htm