Frustrierter RK´ler und nun mit einer neuen Heimat......
Beruflich bin ich oft unterwegs und daher auch öfters mal in gastronomischen Einrichtungen anzutreffen. Viel mehr liebe ich es aber mit meiner Frau und Freunden die kulturellen Begebenheiten zu besuchen. Dazu gehört dann natürlich auch ein gepflegtes Essen und schnacken in gemütlicher Atmosphäre. Von diesen Restaurants werde ich, wenn es meine karge Zeit erlaubt, natürlich gern und ausführlich hier berichten.
Frustrierter RK´ler und nun mit einer neuen Heimat......
Beruflich bin ich oft unterwegs und daher auch öfters mal in gastronomischen Einrichtungen anzutreffen. Viel mehr liebe ich es aber mit meiner Frau und Freunden die kulturellen Begebenheiten zu besuchen. Dazu gehört dann natürlich auch ein gepflegtes Essen und schnacken in gemütlicher Atmosphäre.... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 341 Bewertungen 909460x gelesen 9504x "Hilfreich" 6627x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 16.09.2026 2026-09-16| Aktualisiert am
16.09.2026
Besucht am 14.05.2026Besuchszeit: Abendessen 6 Personen
Das Gasthaus Hooger Fähre ist eine Institution auf der Insel Pellworm. Unweit dieses Gasthauses hatte unser GG-Senior Wastel viele Jahre seine Ferienwohnung, und so konnten die Besitzer, die Eheleute Kirsten und Stephan Schuldt, schon von weitem sehen, wann der „Alte am Meer“ wie er sich selbst nennt, das Haus verließ.
So konnte Wastel sich drauf verlassen, dass ein frisch gezapftes Pils auf seinem Platz stand, wenn er das Lokal betrat. Fast schien es mit der Tradition vorbei zu sein, denn drei Tage vor Heiligabend im Jahre 2019 brannte die Traditionsgaststätte, welche seit mehr als 100 Jahren in Hand der Familie Petersen ist, und in vierter Generation von Kirsten und Stephan Schuldt betrieben wird, bis auf die Grundmauern nieder. Kirsten verlor durch das Feuer nicht nur eine Gaststätte, sondern auch ihr Elternhaus voller Erinnerungen. Das Entsetzen auf der Insel Pellworm war natürlich groß, genauso groß war aber auch die Anteilnahme und Hilfe der Insulaner. Schnell wurde allen klar, die Hooger Fähre muss wiederaufgebaut werden. Denn Stephans größter Wunsch: an seinem Geburtstag Anfang Oktober soll das Haus wieder stehen. Dies war aber keine leichte Aufgabe, denn immer wieder haben Stürme, Regen und dann der Corona-Lockdown auf der Insel die Zeitpläne durcheinandergebracht. Seit dem 15. Mai 2021 ist das Gasthaus Hooger Fähre nun auch wieder geöffnet. Und das Wichtigste, die Gäste sind Kirsten und Stephan treu geblieben. Wer am Abend einen Platz im Restaurant haben will, muss zurzeit eine Woche im Voraus reservieren. Gut, dass es da einen Wastel gibt, denn für ihn, einen der treuesten Stammkunden, versucht Kirsten natürlich so viel wie möglich hinzubekommen. Und so durften auch wir, gemeinsam mit Wastels Enkel und seiner Frau am Tag nach der großen Geburtstagssause dieses ehrwürdige Haus kennenlernen.
Vom alten Haus war nichts mehr da, ersetzt wurde es durch einen modernen Neubau. Nichts mehr erinnert an das alte Haus, außer die Außenhülle. Im Inneren hat man sich der Zeit angepasst, und über dem großen Tresen, der Mittig im Restaurant thront, eine große Empore geschaffen, welche weiteren Gästen Platz bietet.
Generell gibt es nur Zweiertische, die sich aber fix zu einem Vier-, Sechs- oder Achtmanntisch zusammenschieben lassen. In einer Ecke steht ein großer runder Tisch für 8 Personen, der an diesem Abend für uns besetzt war. Die Tische sind aus dunklem Holz, die Stühle mit grauem Stoff bespannt sind dick gepolstert, man kann es also lange hier aushalten. Die decke und die Wände sind weiß gestrichen, an den Wänden hängen viele Erinnerungen an das alte Haus. Auch an der Theke kann man den Abend verbringen, denn auch an dieser stehen mehrere Hochstühle, mit dem gleichen grauen Stoff bespannt. Vor dem Gasthaus gibt es eine kleine Terrasse, von der man einen wunderbaren Blick über die Wiesen der Insel Pellworm bis hinüber zur alten Kirche hat. Hier gibt es große Korbsessel, welche mit einem Sitzkissen abgepolstert werden.
Kirsten sah uns wie früher schon beizeiten auf ihr Restaurant zukommen, und damit Wastel nicht u das ganze Haus muss, schloss sie extra für den Herrn die große Terassentür auf, die an diesem Tag wegen doch recht stürmischen Wetters geschlossen war. Sie begleitete uns nach einem großen und herzlichen Wiedersehens Hallo mit Wastel an unseren Tisch, welcher „dezent“ für den Jubilar mit einer Luftschlange geschmückt war. Die Speisekarte, welche in dickem Filz eingebunden wurde, war alsbald zur Hand, wir hatten nun die Qual der Wahl.
Auch hier wird wieder frisch, und vor allem regional gekocht. So kommt der fangfrische Fisch täglich mit dem Pellwormer Kutter in den Hafen, und das Fleisch kommt von auf nordfriesischen Weiden gezüchteten Rindern.
Wir entschieden uns also:
Getränke:
4x 0,4ér Jever Pilsner für je 5,70 €
1x 0,4ér Hövels für 5,70 €
1x 0,25ér Grauburgunder trocken vom Weingut Bickensohl Baden für 8,50 €
Vorspeisen:
1x fruchtige Tomatensuppe mit Sahnehäubchen und hausgebackenen Brot für 8,50 €
1x klare Fischsuppe „Hooger Fähre“ mit Fischfilets, Miesmuscheln, Gemüse pikant abgeschmeckt, dazu hausgebackenes Brot für 9,50 €
1x gegrillte Champignons mit hausgebackenem Brot
Hauptspeisen:
1x Pellwormer Backfisch – Seelachsfilet im selbstgemachten Bierteig mit hausgemachter Remouladensoße und dazu Bratkartoffeln für 22,80 €
2x ganze Scholle „Finkenwerder Art“ mit krossem Speck und Bratkartoffeln für 26,20 €
3x Schweinemedaillons auf Brokkoli, mit Sauce Hollandaise und Bratkartoffeln
Kirsten entschwand zum Tresen, musste aber, da sie heute allein im Service war, immer wieder ihre Arbeit unterbrechen, um neu ankommende Gäste zu platzieren. So dauerte unsere Getränkelieferung doch einige (viele)Minuten. Der Fachkräftemangel war auch auf der Insel angekommen.
Nur zwei Minuten nach unseren Getränken, eine knappe halbe Stunde nach Bestellung, kamen auch schon unsere Vorspeisen.
Während Wastel und sein Enkel sich jeweils eine Platte mit den frisch gegrillten Champignons teilten, welche nach ihrer Aussage sehr gut und vor allem sehr Knoblauch lastig waren, versuchten meine Frau und ich unsere Suppen.
Die fruchtige Tomatensuppe mit Sahnehäubchen war kochend heiß, kräftig rot in ihrer Farbe, sehr cremig und vor allem angenehm mild gewürzt. Der Geschmack der Tomaten kam deutlich hervor. Man schmeckte das dies keine Tütensuppe war, sondern wahrscheinlich mit so einem modernen Küchenkochgerät, welches Thermo hält und Mixt, angerichtet. Da ich das von meinem Freund, Chefkoch auf einem Luxuskreuzfahrtschiff, auch so kenne, ist das völlig ok.
Wenn ich an der See bin, muss es aber auch mindestens einmal eine klare Fischsuppe sein. Und so hatte ich mich heute der klaren Fischsuppe „Hooger Fähre“ verschrieben. Sie war mit verschiedenen, großen Fischfilets angesetzt, auch einige Miesmuscheln waren zu finden. Das Gemüse, Möhren-und Lauchraspeln waren in der klaren Brühe sehr pikant abgeschmeckt. Dazu gab es, wie bei der Tomatensuppe auch, das frische und leckere hausgebackene Brot.
Nach unserer Vorspeise hatten wir noch etwas Zeit zum Plaudern, denn die Hauptspeisen wurden 20 Minuten nachher serviert.
Meine Frau hatte sich den Pellwormer Backfisch ausgesucht. Dies waren zwei große Filets vom Seelachs, welche in einem selbstgemachten, leicht würzigen Bierteig gewalkt wurden und dann schön goldbraun gebraten wurden. Der Fisch war dabei noch herrlich frisch und weich. Dazu gab es ein Schälchen hausgemachter Remouladensoße, welche mit Zwiebelstippen und saurer Gurke angerichtet wurde. Eine frische Salatbeilage rundete alles auf dem Teller ab. Dazu gab es in einer großen Schale für uns Fischesser die Bratkartoffeln serviert. Und ja, das waren Bartkartoffeln wie ich sie mag. Goldgelb, leicht braun gebraten, ordentlich mit Zwiebel und Speck angerichtet und gut mit Salz und Pfeffer gewürzt. Also Deko noch etwas Lauch obenauf, lecker.
Wastel und Herr Jenome hatten sich natürlich für die ganze Scholle „Finkenwerder Art“ entschieden. Und ja, das war ne ordentliche Scholle, welche wir da jeweils serviert bekommen haben. Auch hier wieder war der Fisch richtig schön goldgelb gebraten, die Haut angenehm knusprig und gut gewürzt. Obenauf die krossen Speckwürfel und dazu die sauleckeren Bratkartoffeln. Ich habe gestaunt, wie unser alter Herr diesen großen Fisch da so weggespult hat. Respekt.
Lucie, Wastel´s Enkel und seine Frau hatten sich gegen den Fisch entschieden und hatten die Schweinemedaillons auf Brokkoli, welche Kirsten heute im Tagesangebot vorschlug. Drei große, zarte Medaillons waren ganz herzhaft angebraten und ordentlich mit der Pfeffermühle gewürzt. Da meine Frau das schon ahnte, hatte sie sich dagegen entschieden. Den anderen dreien schmeckte es. Denn auch der Brokkoli war richtig schön bissfest gekocht und herrlich grün auf dem Teller serviert. Dazu gab es die selbstgemachte Sauce Hollandaise und auch hier wieder die leckeren Bratkartoffeln.
Unser Fazit: Wastel hatte uns heute hier eingeladen, wollte er uns doch auch ein Stück seiner Geschichte zeigen. Wir fühlten uns bei Kirsten herzlich willkommen, das Essen war richtig lecker. Auch wenn das „alte“ Ambiente der Hooger Fähre fehlt, es ist ein tolles Restaurant. PS: sollte jemand die Lust und den Mut haben, Kirsten und Stephan suchen einen Nachfolger, und würden das gutgehende Haus gern verkaufen.
Das Gasthaus Hooger Fähre ist eine Institution auf der Insel Pellworm. Unweit dieses Gasthauses hatte unser GG-Senior Wastel viele Jahre seine Ferienwohnung, und so konnten die Besitzer, die Eheleute Kirsten und Stephan Schuldt, schon von weitem sehen, wann der „Alte am Meer“ wie er sich selbst nennt, das Haus verließ.
So konnte Wastel sich drauf verlassen, dass ein frisch gezapftes Pils auf seinem Platz stand, wenn er das Lokal betrat. Fast schien es mit der Tradition vorbei zu sein, denn drei... mehr lesen
5.0 stars -
"Wastel führte uns durch seine Vergangenheit, und da durfte Kirsten´s Hooger Fähre nicht fehlen." JenomeDas Gasthaus Hooger Fähre ist eine Institution auf der Insel Pellworm. Unweit dieses Gasthauses hatte unser GG-Senior Wastel viele Jahre seine Ferienwohnung, und so konnten die Besitzer, die Eheleute Kirsten und Stephan Schuldt, schon von weitem sehen, wann der „Alte am Meer“ wie er sich selbst nennt, das Haus verließ.
So konnte Wastel sich drauf verlassen, dass ein frisch gezapftes Pils auf seinem Platz stand, wenn er das Lokal betrat. Fast schien es mit der Tradition vorbei zu sein, denn drei
Geschrieben am 16.09.2026 2026-09-16| Aktualisiert am
16.09.2026
Besucht am 11.05.2026Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Unser Wastel ging straff auf seinen 100.ten Geburtstag zu. Diesen wollte er zwar nicht groß feiern, aber uns als gute Freunde wollte er doch ganz gern bei sich haben an diesem denkwürdigen Tag, erlebt so ein Alter ja nicht jeder. Wir folgten also gern seiner Einladung auf die Insel Pellworm, obwohl er da Bauchschmerzen hatte, ob es uns nicht zu ruhig auf der Insel wird.
Untergebracht waren wir gemeinsam im Hotel & Restaurant NordseeLodge, wo Wastel über 30 Jahre lang mehrere Wochen seinen Urlaub verbrachte. Während Wastel und Lucie sich den frischen Nordseewind für 14 Tage um die Nase wehen ließen, konnten wir leider nur eine Woche bleiben. Das Haus ist seit 1875 im Familienbetrieb der Familie Levsen, die seit damals hier den alten Kirchspielkrug „Zur Alten Kirche“ bewirtschaften. 2018 übernahm dann die Tochter Annika Jensen mit ihrem Mann Ove das Haus, und erweiterte es mit dem heutigen Hotel.
Es war noch Vorsaison, und allzu viele Restaurants gibt es nun mal nicht auf solch einer kleinen Insel. Dadurch das auch einige geschlossen hatten, blieben wir also zum Großteil abends in der NordseeLodge und gingen im hauseigenen Restaurant essen. Die Karte hielt ausreichend Abwechslung parat, es sprach also nichts dagegen. Allerdings mussten auch wir als Hausgäste für abends einen Tisch bestellen, denn das Restaurant war jeden Abend brechend voll. Aber die Chefin Annika, welche das Hotel & Restaurant gemeinsam mit ihrem Ehemann betreibt und vor einigen Jahren von ihren Eltern übernommen hatte, kannte Wastels Wünsche, und so wurden wir immer gut platziert, sodass Wastels Flitzer an den Tisch passte, und wir schön ruhig in der Ecke sitzen konnten. Selbst als an einem Samstag das gesamte Restaurant mit einer Hochzeit ausgebucht war, gab es für uns Hotelgäste essen a´la Carte. Dazu öffnete man dann den kleinen "Clubraum" für uns.
Jedes Zimmer im Haus, der Saal, das Restaurant und der Clubraum hatten eine eigene Farbensprache. Während der große Saal, wo das Frühstücks Buffett jeden Morgen auf uns wartete, in hellen Farben gehalten wurde, der Clubraum betont rustikal und dunkel war, setzte man im Restaurant bewusst auf ein kräftiges, dunkles blau. Stühle, Tischdecken, Zwischenelemente, Schränke, alles in Dunklem, kräftigen blau. Selbst die Bordüre an der Decke als auch die Umrandungen der Türen brachten diesen Farbton wieder. Dazu die helle Holzvertäfelung an den Wänden, schick, einfach schick. Man saß gemütlich, man fühlte sich wohl.
Das Bedienpersonal wechselte immer wieder mal in den Schichten, aber wir konnten uns nicht beschweren, denn bis auf einen jungen Mann der an einen Abend da war, waren die Damen im Service immer flott, und haben schon im Vorbeigehen bemerkt, dass sich das ein oder andere Glas leerte. Dabei gab es auch immer einen flotten Spruch für unseren Senior. Besonders waren dann auch die Tage, an denen die Chefin selbst mit bediente, denn Wastel kennt Annika ja nun schon seit den Kindertagen. Und so gab es dann ebend auch mal, wenn der Vater im Hause war, das die Flasche Schnaps auf den Tisch kam, paar Gläser dazu und in alten Erinnerungen geschwelgt. Wir lauschten mit großen Ohren, waren wir doch das erste Mal auf dieser wunderschönen Insel, und konnten so sehr viel von ihr lernen.
Zur Speisekarte. Diese hielt natürlich für jeden etwas bereit, und so servierte man ausschließlich heimische Spezialitäten. So gab es Lammbraten vom Nordfriesischen Salzwiesenlamm, Schnitzel vom Susländer Schwein, Rindfleisch vom nordfriesischen Galloway. Eine Spezialität, welche es nur hier auf Pellworm gibt, sind verschiedene Gerichte von der Pellwormer Graugans, man verwies in der Karte explizit darauf, dass sich noch Schrotkugeln im Fleisch befinden können. Und da gerade Spargelzeit war, gab es natürlich auch den frisch vom nordfriesischen Bauern. Krabben und Fisch kommen von den Fischkuttern der Gegend. Die Preise bewegen sich dabei zwischen 20 bis 32 Euro für die Gerichte, wobei ein Großteil sich bei 25 Euronen einpendelt. Das Rumpsteak und der Lammbraten sind dann die Ausreißer mit 32 Euro. Für ein Inselrestaurant vollkommen gerechtfertigte Preise.
Wir aßen uns die Tage dort natürlich einmal quer durch die Karte, doppelt sollte es nicht geben. So gab es für uns:
Vorspeisen:
Maiscremesuppe für 6,80 €
Tomatensuppe mit Basilikum und Croutons für 6,80 €
Schokoladenküchlein mit flüssigem Kern auf Vanillesauce mit frischen Beeren für 9,00 €
Obwohl Annikas Mann Ove kein gelernter Koch ist, hat er sich das Kochen beigebracht und viel bei anderen Köchen abgeschaut. Nun schmeißt er hier die Küche, und das Essen schmeckt wirklich fantastisch. Alles wird frisch zubereitet, da muss man ab und an auch mal paar Minütchen länger warten. Vor allem die Pellwormer Spezialitäten mit der Graugans waren mal was ganz anderes im Geschmack. Mit verbundenen Augen hätte ich niemals auf Gans getippt, dann schon eher auf Wild. Aber auch der Lammbraten vom Nordfriesischen Salzwiesenlamm war geschmacklich was ganz Besonderes.
Natürlich feierten wir dann Wastels 100.ten Geburtstag auch hier im Hause, und auch wenn er es nicht wollte, die anderen Hausgäste bekamen dann doch davon Wind, und so gesellten sich dann am Abend auch noch Gäste aus seiner alten Heimat Aalen, welche zufällig im Hotel wohnten, mit zu uns an den Tisch. Auch sein Enkel war extra mit Frau aus Aachen angereist, auch wenn er nur zwei Tage bleiben konnte. Wastels Augen waren natürlich riesengroß, als sie morgens am Frühstückstisch saßen, denn er wusste von nix, dafür aber Lucie, wir und natürlich die Chefin des Hauses Annika. Auch war es gar nicht so einfach die beiden am Abend zuvor „ungesehen“ ins Hotel zu schleusen. Aber alles gelungen, und so konnten wir unseren ältesten GG´ler gebührend ins sein 100.tes Lebensjahr begleiten.
Unser Fazit: was für eine wunderbare Insel. Wer hier Party und Ballermann sucht, ist vollkommen verkehrt auf der Insel. Entschleunigen, tief Luft holen, den frischen Wind um die Nase wehen lassen, oder einfach mal mit Wastel ne Stunde ruhig oben auf dem Deich sitzen und auf das Wasser schauen, das ist Pellworm. Wir sind schockverliebt, und sind noch nie so entspannt aus einem Urlaub gekommen. Dafür hat natürlich aber auch das gute Hotel als auch das leckere Essen der NordseeLodge beigetragen. Und ohne Wastel währen wir womöglich nie hierhergekommen.
Unser Wastel ging straff auf seinen 100.ten Geburtstag zu. Diesen wollte er zwar nicht groß feiern, aber uns als gute Freunde wollte er doch ganz gern bei sich haben an diesem denkwürdigen Tag, erlebt so ein Alter ja nicht jeder. Wir folgten also gern seiner Einladung auf die Insel Pellworm, obwohl er da Bauchschmerzen hatte, ob es uns nicht zu ruhig auf der Insel wird.
Untergebracht waren wir gemeinsam im Hotel & Restaurant NordseeLodge, wo Wastel über 30 Jahre lang mehrere... mehr lesen
Hotel NordseeLodge · Zur Alten Kirche
Hotel NordseeLodge · Zur Alten Kirche€-€€€Restaurant04844275Alte Kirche 1, 25849 Pellworm
5.0 stars -
"Zum 100´ten Geburtstag von Wastel gings auf die Insel, und wir fühlten uns richtig wohl" JenomeUnser Wastel ging straff auf seinen 100.ten Geburtstag zu. Diesen wollte er zwar nicht groß feiern, aber uns als gute Freunde wollte er doch ganz gern bei sich haben an diesem denkwürdigen Tag, erlebt so ein Alter ja nicht jeder. Wir folgten also gern seiner Einladung auf die Insel Pellworm, obwohl er da Bauchschmerzen hatte, ob es uns nicht zu ruhig auf der Insel wird.
Untergebracht waren wir gemeinsam im Hotel & Restaurant NordseeLodge, wo Wastel über 30 Jahre lang mehrere
Nach einem Brand am 05.09.2026 in der Küche des Restaurants **umami – Sushi & Grill** in Konstanz ist dieses vorübergehend geschlossen.
Wie groß die Schäden sind, und wie lange die Behebung der Schäden dauert ist derzeit noch nicht bekannt.
Nach einem Brand am 05.09.2026 in der Küche des Restaurants **umami – Sushi & Grill** in Konstanz ist dieses vorübergehend geschlossen.
Wie groß die Schäden sind, und wie lange die Behebung der Schäden dauert ist derzeit noch nicht bekannt.
stars -
"Nach einem Brand am 05.09.2026 vorübergehend geschlossen" JenomeNach einem Brand am 05.09.2026 in der Küche des Restaurants **umami – Sushi & Grill** in Konstanz ist dieses vorübergehend geschlossen.
Wie groß die Schäden sind, und wie lange die Behebung der Schäden dauert ist derzeit noch nicht bekannt.
stars -
"Ende Oktober 2026 ist die Wiedereröffnung nach Wasserschaden" JenomeFür Ende Oktober 2026 ist die Wiedereröffnug des italienischen Restaurant Italian's in Braunschweig nach einen Wasserschaden geplant.
Geschrieben am 21.08.2026 2026-08-21| Aktualisiert am
21.08.2026
Besucht am 26.04.2026Besuchszeit: Abendessen 5 Personen
Rechnungsbetrag: 186 EUR
Nachdem wir also unseren Kaffeedurst noch im Erzgebirge in Kriebstein gestillt hatten, ging es über die Landstraße in Richtung Heimat. Da aber der Tag eh angebrochen war, und unsre Freunde heute mal auf ihrem Hof frei hatten und die Arbeit ihren angestellten überließen, hatte ich natürlich noch nach einer Gastronomie für das Abendessen gesucht. Das war gar nicht so einfach, denn zu Hause in der hiesigen Gastronomie wollten wir nicht, es sollte doch mal auch für uns was Neues sein, auf der anderen Seit war natürlich die Fahrzeit aus dem Erzgebirge auch nicht sooo lang, dass wir erst wer weiß was wie spät nach Hause kommen. Also erkor ich mir Radebeul als unser Ziel aus, und da viel mir beim großen Onlinekartenportal das Restaurant Lößnitztalschänke ins Auge. Telefonisch habe ich vorab einen Tisch für uns fünfe bestellt.
Etwas abgelegen in einer kleinen Seitengasse von Radebeul findet man dieses Restaurant. Parkplätze gibt es auf der gegenüberliegenden Straßenseite am Straßenrand, und so stellten auch wir hier unseren fahrbaren Untersatz ab. Da vernahmen wir schon aus der Weite ein Schnaufen und Fauchen, kurz darauf auch die Signalpfeife einer Dampflok.
Wenige Augenblicke später schnaufte die von einer Dampflok gezogene Lößnitztalbahn an uns und dem Restaurant vorbei. Nun konnten wir über die Schienen in den Biergarten unseres Restaurants gehen. Der Biergarten war jetzt zum Ende April noch nicht aufgebaut, aber im Sommer scheint hier einiges los zu sein, denn der Biergarten war groß, und es standen bereits viele Tische und Stühle in Bereitschaft. Hier sitzt man schön schattig, und wenn dann ab und an mal die alte Dampflok vorbei schnauft, hat man auch noch was zu gucken.
Wir betraten das Restaurant, welches von außen wie eine große Blockhütte daherkommt. Keine Ahnung ob das Gebäude schon immer so ist, jedenfalls ist es auf alle Fälle doch sehr ungewöhnlich für Radebeul.
Insgesamt bietet das urige Holzhaus aber auf drei Etagen Platz für bis zu 200 Gäste. Das ist schon einmal eine Hausnummer. Im Restaurant wurden wir von einem jungen Herrn freundlich begrüßt, an unseren Platz gebracht und auch gleichzeitig wurde die Speisekarte gereicht.
Die Karte hier im Haus wechselt immer wieder mal, bei unserem Besuch gab es eine Frühlingskarte sowie die Karte der Schlachtfestwochen. So bringt man immer wieder Abwechslung in die Karte, und gerade Stammgäste haben dann auch immer wieder wechselnde Gerichte. Das finde ich richtig gut. Neben diversen Vorspeisen, deftigen Speisen auf der Schlachtekarte gab es aber natürlich auch Schwein, Fisch und Rind, und natürlich ganz frisch eingetroffen den ersten Spargel. Die Preise waren dabei etwas höher, Radebeul ist nun mal nicht unbedingt ein preiswertes Pflaster, sondern ist ja nebenbei auch bekannt für die meisten Millionäre in Sachsen.
Allzu lange brauchten wir nicht für die Karte, auch weil wir sie uns vorab bereits angeschaut hatten. So orderten wir:
Getränke:
1x 0,5ér Fanta für 5,70 €
1x 0,5ér Tonic Water für 5,50 €
1x 0,5ér Radeberger Pilsner für 5,60 €
1x 0,5ér Büble Hell für 5,60 €
1x 0,5ér Radler für 5,60 e
1x 0,2ér Goldriesling für 9,50 €
Vorspeisen:
1x Herzhafte Soljanka nach traditioneller Art mit Zitronenscheibe und einem Klecks Sauerrahm für 9,50 €
2x Cremiges Spargelsüppchen mit gebeiztem Schweinefilet für je 9,50 €
Hauptspeisen:
1x Braten-Sandwich - Saftiger, dünn aufgeschnittener Schweinebraten auf Graubrot, dazu Weißkrautsalat, rote Zwiebeln, Cheddar-Käse und ein würziger Senf-Dip für 15,90 €
1x Kräutersteak vom Landschwein mit Bratkartoffeln, gebutterten Erbsen und Röstzwiebelbutter für 19,50 €
1xKräutersteak vom Landschwein mit Bratkartoffeln, gebutterten Erbsen und Röstzwiebelbutter gratiniert mit Smutjes Würzfleisch für 26,00 €
1xGebratene Spitzen vom Black-Angus-Rind mit Penne, Steinchampignons und grünem Spargel in fein abgeschmeckter Balsamico-Jus für 27,50 €
1xGesottene Rinderbrust mit Meerrettichsoße, Bouillonkartoffeln und Gemüsestroh für 26,50 €
Die Getränke waren schnell an unserem Platz, nach nicht einmal fünf Minuten standen diese vor uns, und so konnten wir erst einmal auf einen schönen Tag anstoßen.
Auch hatten wir nun Zeit uns etwas im Restaurant umzusehen. Es gibt hier nicht nur mittig im Gebäude den Gastraum, nein eine Holztreppe führt eine Etage höher, und da kann man auf einer offenen Empore sitzen, und hat nochmals viele Plätze. Zusätzlich ist im Halbkreis um das Restaurant ein großer Wintergarten angebaut, welcher nochmals weitere Plätze parat hält.
Während man im Restaurant und auf der Empore an schweren Holztischen, großen Bänken an der Wand und auf gemütlichen Holzstühlen sitzt, ist der Wintergarten mit Alutischen und Korbmöbeln ausgestattet. Während die Stühle und Bänke weich gepolstert sind, haben die Korbmöbel entsprechende Sitzkissen. Die Dekoration wird bewusst karg gehalten, das Holzhaus ist dekorativ genug.
Wir hatten viel Zeit uns umzuschauen, und zum Glück hatten wir ja vorher im Eiscafé etwas zu essen. Nur Töchterchen unsrer Freunde fing nun langsam an rumzumosern, da sie nun Hunger bekam, hatte sie doch im Eiscafé nichts gewollt. Erst nach einer halben Stunde kamen unsere drei Vorspeisen an den Tisch.
Frau Jenome und unser Freund hatten sich das Cremige Spargelsüppchen mit gebeiztem Schweinefilet auserkoren. Die Spargelcremesuppe war angenehm mild im Geschmack, es wurde reichlich Spargel verarbeitet. Auch die Streifen des gebeizten Schweinefilets kamen gut zur Geltung. Nach einer halben Stunde kochen in der Küche hätte es aber gern etwas wärmer sein können.
Ich hatte mich für die Soljanka entschieden. Und ja, auch meine Soljanka war gleich „Esswarm“. Entweder hatte man sie vergessen zum Austeilen, oder ist der Topf wirklich nicht mehr so warm. Dabei mag ich aber heiße Suppen! Dafür war sie richtig gut angerichtet, so wie wir sie in Sachsen kennen. Mit reichlich Wurstabschnitten der verschiedenen Art, mit saurer Gurke, mit Zwiebel und Paprika sowie Sauerkraut angerichtet, schmeckte sie richtig gut. Dazu gab es eine Scheibe frisches Baguette.
Zwanzig Minuten nach unseren Vorspeisen kamen dann endlich auch die Hauptgänge auf unseren Tisch. Töchterchen hatte sich heute den Braten-Sandwich gewünscht. Mmmh, ja, dunkles Körnerbrot, welches mit reichlich aufgeschnittenem warmem Schweinebraten, frischer roter Zwiebel und würzigem Cheddar-Käse belegt war.
Das Ganze dann noch mit einem Senf-Dip bestrichen und im Ofen kurz aufgebacken, sodass der Cheddar schön lief. Dazu frischer Weißkrautsalat, welcher wahrscheinlich selbst angerichtet wurde. Sie schaffte die Portion nicht, so hatte sie für den nächsten Tag in der Schule noch was.
Unser Freund hatte sich für das Kräutersteak vom Landschwein mit Bratkartoffeln, gebutterten Erbsen und Röstzwiebelbutter gewünscht. Das Steak war sehr gut und reichlich mit Kräutern und Pfeffer gewürzt und sehr kross angebraten.
Dabei war das Steak im inneren nicht zu trocken. Dazu gab es Bratkartoffeln, welche ihren Namen auch verdienen, denn diese waren ebenfalls krossgebraten, mit Speck und Zwiebel versetzt. Dazu gab es gebutterte Erbsen, welche sicher Convenience waren, aber bei Erbsen ist das glaube ich ja fast zu 100% so.
Seine Frau hatte sich ebenfalls das Kräutersteak vom Landschwein auserkoren, allerdings als au four, gratiniert mit Smutjes Würzfleisch.
Auch hier wieder eine große Portion von Bratkartoffeln und Steak. Das zusätzliche Würzfleisch mit großen Stücken, ebenfalls vom Landschwein, war ebenfalls gut gewürzt, die Soße schön angedickt und sämig und mit reichlich würzigem Käse überbacken.
Meine Frau hatte sich die gebratenen Spitzen vom Black-Angus-Rind ausgesucht, und bei der Bestellung angegeben bitte auf Pfeffer zu verzichten. Der Kellner teilte jedoch mit, dass die Filetstreifen im vorab schon in einem Sud eingelegt sind, in dem Pfeffer vorhanden ist.
Das sollte ja aber vielleicht nicht das Ding sein, solange kein roher Pfeffer auf dem Essen ist. Ihr Teller war dann voll mit Penne, und frischen Champignons, und passend zum Frühjahr mit grünem Spargel gespickt. Dazwischen viele kleine Filetstreifen von dem Rind in einem milden Balsamico-Jus.
Allerdings waren dann aber weder die Champignons noch das Black-Angus-Rind mild, denn der Pfeffer war deutlich wahrnehmbar, und so war auch für mich dieses Essen sehr pfeffrig. Somit klaubte Frauchen sich die Penne hervor und ließ auch vom Rucola nicht mehr viel übrig, den Rest durfte ich dann am nächsten Tag auf Arbeit verspeisen.
Ich hatte mich schon im Vorhinein auf die Gesottene Rinderbrust mit Meerrettichsoße gefreut, bekomme ich doch so etwas zu Hause nicht auf den Tisch. Und hier hatte ich zwei riesige Stücken Rinderbrust, welche richtig schön weichgekocht war, auf dem Teller.
Die Meerrettichsoße machte ihrem Namen alle Ehre, und schmeckte kräftig und auch richtig schön scharf nach Meerrettich. Die Bouillonkartoffeln und das Gemüse waren kleingeschnitten in der Soße und milderten die Meerrettich Schärfe etwas ab. Obenauf lag dann noch dieses Gemüsestroh, welches aus feinsten Streifen Möhre, Lauch und Sellerie bestand, und einfach nur heiß frittiert wurde. Ich war mehr als zufrieden mit meinem Essen.
Nach fast zwei Stunden waren wir fertig, und konnten satt und (fast alle) zufrieden den Heimweg antreten. Unsre Freunde luden uns ein, und zahlten. Danke nochmal!
Unser Fazit: wir zahlten zu fünft glatt 186 Euro in der Lößnitztalschänke in Radebeul. Solide sächsische Hausmannskost, keine Kinkerlitzchen, weder mit dem Essen noch im Ambiente. Ein grundsolides Wirtshaus, was mit diesem Konzept hoffentlich noch viele Jahre überleben wird. Wir kommen gerne wieder, und dann bekommt Frauchen was ohne Pfeffer.
Nachdem wir also unseren Kaffeedurst noch im Erzgebirge in Kriebstein gestillt hatten, ging es über die Landstraße in Richtung Heimat. Da aber der Tag eh angebrochen war, und unsre Freunde heute mal auf ihrem Hof frei hatten und die Arbeit ihren angestellten überließen, hatte ich natürlich noch nach einer Gastronomie für das Abendessen gesucht. Das war gar nicht so einfach, denn zu Hause in der hiesigen Gastronomie wollten wir nicht, es sollte doch mal auch für uns was Neues sein,... mehr lesen
5.0 stars -
"Nach einem ereignisreichen Tag waren wir rundum zufrieden" JenomeNachdem wir also unseren Kaffeedurst noch im Erzgebirge in Kriebstein gestillt hatten, ging es über die Landstraße in Richtung Heimat. Da aber der Tag eh angebrochen war, und unsre Freunde heute mal auf ihrem Hof frei hatten und die Arbeit ihren angestellten überließen, hatte ich natürlich noch nach einer Gastronomie für das Abendessen gesucht. Das war gar nicht so einfach, denn zu Hause in der hiesigen Gastronomie wollten wir nicht, es sollte doch mal auch für uns was Neues sein,
Geschrieben am 21.08.2026 2026-08-21| Aktualisiert am
21.08.2026
Besucht am 26.04.20265 Personen
Rechnungsbetrag: 53 EUR
Meine Frau hat ja eigentlich im Herbst Geburtstag, aber erst Ende April kamen wir dazu ihr Geschenk einzulösen. Unsre Freunde hatten ihr zur Abwechslung, dass sie nicht immer nur mit unsrem Hund oder ihren Pferd spazieren gehen muss, eine Alpakawanderung im Erzgebirge geschenkt. Somit verbrachten wir einen schönen Frühlingstag mit vielen Mücken und den Alpakas im Erzgebirge, und als wir die störrischen Viecher wieder auf ihrem heimischen Hof abgegeben hatten, verspürten wir ein leichtes Verlangen nach einem Kaffee. Also haben wir noch auf dem Hof die große Onlinesuchmaschine nach einem Café durchsucht, und wurden in Kriebstein, auch bekannt durch seine Burg Kriebstein, auch Sachsens schönste Ritterburg genannt, fündig. Unweit der Burg, auf dem Weg zur Talsperre befindet sich das Café Kriebstein. Also Daten in das Navi eingegeben, los gings.
Vor Ort waren wir ob des Ansturms recht erstaunt. Der kleine und enge Parkplatz war voll, einige Autos standen auf der engen Straße, und vor dem Café war eine lange Schlange. Egal, das nächste Café war dann schon wieder etwas weiter weg, also versuchen wir hier unser Glück. Die Außenterrasse war schon bestuhlt, und in dem Moment als wir gerade um die Ecke kamen, wurde ein Tisch frei, und wir hatten somit Glück.
Nun war aber das Problem, das man zwar am Tisch bedient wird, die Bestellung muss man aber drinnen im Café abgeben. Zum Glück hatte sich die Schlange stark abgebaut, die meisten wollten nur ein Eis auf die Hand. Also blieben zwei Leutchen von uns sitzen, die anderen gingen ins Eiscafé, und bestellten, was wir wünschten. Da wir im Schatten saßen, freute sich meine Frau auf den Kuchen, der draußen am Planwagen vor dem Café angeschrieben war, der war aber schon längst aus. Da hätte man auch mal kurz den Schwamm in die Hand nehmen können, und die drei Zeilen wenigstens abwischen können. So orderten wir:
Getränke:
2x Pott Cappuccino für je 3,90 €
1x Latte Macchiato mit Karamellsirup für 5,00 €
1x Pott Filterkaffee für 3,90 €
Speisen:
1x Ananasbecher für 8,90 €
1x Bananensplit für 8,50 €
2x Erdbeerbecher für je 9,50 €
Die Bezahlung erfolgte in bar, und unsre beiden Besteller bekamen einen Tischaufsteller mit einer Zahl in die Hand gedrückt. Ihre Bestellung wird geliefert. Somit saßen wir nun da und warteten, und warteten, und warteten. Ein junger Herr, wahrscheinlich ein Schüler, der sich am Wochenende was dazuverdient, flitzte mit den Bestellungen aus dem Café heraus auf die Terrasse und suchte nun die Nummern der Tischaufsteller. Da alle Tische besetzt waren, gab es nun auch viele, die im Stehen oder ihren Eisbecher essen wollten, und so hatte er seine liebe Not immer die richtigen Abnehmer zu finden. Das klappte nicht immer, den unser Latte Macchiato wurde am Nachbartisch abgeladen, und trotz das diese beiden Herrschaften den so nicht bestellt hatten, wurde der in Beschlag genommen, denn auch die beiden warteten schon eine Ewigkeit auf ihre Bestellung. Wir wollten dann natürlich nicht deren Bestellung, und so durfte der junge Bub noch mal einen neuen Latte holen. Immerhin hatten wir da schon 40 Minuten auf unsere Kaffeegetränke und unser Eis gewartet.
In der Zwischenzeit hatten wir also genug Zeit uns umzuschauen. Während man im Außenbereich auf billigen und auch schon älteren Plastegestühl sitzt, ist der kleine Innenraum des Cafés dann doch schon ganz schön heimelig. Denn hier sitzt man im gemütlichen Ambiente auf weich gepolsterten Stühlen.
Mittlerweile hatte sich auch die Kundschaft im Eisgarten gelichtet, sodass wir von unserem schattigen, doch recht kühlen Plätzchen in die Sonne rücken konnten. Und nun kamen auch UNSERE bestellten Getränke und das Eis.
Der Cappuccino als auch der Latte Macchiato waren gut, waren doch beides Getränke aus einem Kaffeeautomaten. Nur beim Latte hätte es gern etwas mehr Karamellsirup sein können, der der war etwas lasch. Nicht lasch war der Pott Filterkaffee, dieser war frisch gebrüht und angenehm kräftig.
Unsre Freundin hatte sich den Bananensplit gewünscht. Hier gab es drei verschiedene cremige Sorten Eis, und zwar Vanille, Schoko und Kirsch-Bananeneis, welches hier im Eiscafé selbst hergestellt wird.
Dazu eine frische, feste Banane mit viel Sahne und etwas Schokosoße. Verziert mit Waffel und Keks, so kennt man das von nem Eiscafé.
Ähnlich gut war da dann natürlich auch der Ananasbecher unseres Freundes, der aus Ananas- und Vanilleeis bestand. Auch hier wieder selbst hergestellt.
Eine frische, aufgeschnittene Ananas gab es als reichliche Beilage, und oben auf der Sahne gab es noch eine Tropicalsoße als Topping.
Ebenfalls richtig gut war da dann unser Erdbeerbecher. Während Frau Jenome ihren Becher nur mit Schokoeis wählte, hatte ich das Eis selbstverständlich gemischt, und so gab es Erdbeereis und Vanilleeis.
Das Beste waren aber die frischen Erdbeeren. Auch wenn noch nicht ganz die Erdbeersaison angebrochen war, die Erdbeeren waren tiefrot und auch schon herrlich süß. Und auch hier wieder frische Sahne und ein Topping aus einer leichten Erdbeersoße obenauf.
Nach einer Stunde, solange habe ich glaube noch nie in einem Eiscafé gesessen, ging unsere Fahrt dann Richtung Heimat, denn auf dem Weg nach Hause hatte ich fürs Abendessen noch ein Restaurant in Radebeul reserviert.
Unser Fazit: Wir ließen zu viert (Töchterchen wollte nix) 53,10 € im Eiscafé Kriebstein. Das Eis war lecker, aber die Wartezeit von Bestellung bis Lieferung an den Tisch war eindeutig zu lang. Entweder sind die Abläufe so katastrophal, oder man hatte an diesem sonnigen Apriltag nicht mit so vielen Gästen gerechnet, und kein Personal da.
Meine Frau hat ja eigentlich im Herbst Geburtstag, aber erst Ende April kamen wir dazu ihr Geschenk einzulösen. Unsre Freunde hatten ihr zur Abwechslung, dass sie nicht immer nur mit unsrem Hund oder ihren Pferd spazieren gehen muss, eine Alpakawanderung im Erzgebirge geschenkt. Somit verbrachten wir einen schönen Frühlingstag mit vielen Mücken und den Alpakas im Erzgebirge, und als wir die störrischen Viecher wieder auf ihrem heimischen Hof abgegeben hatten, verspürten wir ein leichtes Verlangen nach einem Kaffee. Also haben... mehr lesen
Eiscafé Kriebstein
Eiscafé Kriebstein€-€€€Cafe, Eiscafe034327 66 14 44Kriebsteiner Straße 5, 09648 Kriebstein
4.0 stars -
"Das Eis war gut, der Service erst im Saisonstart" JenomeMeine Frau hat ja eigentlich im Herbst Geburtstag, aber erst Ende April kamen wir dazu ihr Geschenk einzulösen. Unsre Freunde hatten ihr zur Abwechslung, dass sie nicht immer nur mit unsrem Hund oder ihren Pferd spazieren gehen muss, eine Alpakawanderung im Erzgebirge geschenkt. Somit verbrachten wir einen schönen Frühlingstag mit vielen Mücken und den Alpakas im Erzgebirge, und als wir die störrischen Viecher wieder auf ihrem heimischen Hof abgegeben hatten, verspürten wir ein leichtes Verlangen nach einem Kaffee. Also haben
Geschrieben am 21.08.2026 2026-08-21| Aktualisiert am
21.08.2026
Besucht am 24.04.2026Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Rechnungsbetrag: 170 EUR
Alljährlich veranstaltet der Verein Sonnenstrahl e.V., welcher sich um krebskranke Kinder und deren Eltern und Geschwister kümmert, in der Dresdner Kreuzkirche ein Benefizkonzert. Seit vielen Jahren ist es für uns eine Herzensangelegenheit, dieses Konzert mit dem Dresdner Kreuzchor, dem Chor Junge Camerata Dresden des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik sowie den Musiker*innen des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik Carl Maria von Weber zu besuchen, und dabei Gutes zu tun. Ebenso selbstverständlich ist es für uns, im Nachgang in einer hiesigen Gastronomie einzukehren. Während wir vor einigen Jahren immer zu unserem Lieblingsmexikaner gegenüber der Kreuzkirche einkehrten, müssen wir uns nun was Neues suchen, denn unser geliebtes Tex Mex ist seit einiger Zeit geschlossen. Nun ist es mittlerweile auch in Dresden gar nicht mehr so einfach, eine Gastronomie zu finden, welche um 21 Uhr noch Essen anbietet. Bei den meisten ist da schon Küchenschluß. Und da wir unsere Freunde dieses Jahr mit Eintrittskarten überraschten, sollte es dann auch schon eine etwas speziellere Gastronomie sein, denn bedingt durch ihre Arbeit kommen sie auch kaum aus ihrer Kleinstadt heraus, geschweige denn in eine Gastronomie.
Nun war es also an Herrn Jenome, im Vorfeld die Gastronomie abzutelefonieren, fündig wurde ich letztendlich im Restaurant Las Tapas auf der Münzgasse. Hier wird, zumindest am Wochenende bis 22 Uhr Essen serviert, in den Sommermonaten mit Terrasse sogar bis 23 Uhr. Und Spanisch kennen unsre Freunde garantiert noch nicht, also wurde dort ein Tisch bestellt.
Am Abend nach dem wunderbaren Konzert in der Kreuzkirche ging es dann also zu Fuß über den Neumarkt, vorbei an der Dresdner Frauenkirche, in die Gastronomiemeile Münzgasse. Hier gibt es mehrere verschiedene Restaurants, von deutsch, australisch, spanisch und österreichisch findet man hier einiges. Um die Ecke dann auch noch ein Steakhouse, Japaner und diverse bayrische Brauhäuser.
Wir wurden im Las Tapas freundlich von einer jungen Dame und einem jungen Herrn begrüßt, und in dem proppenvollen Restaurant an unseren Tisch gebracht. Dieser stand mittig im Raum, unmittelbar neben der großen Theke.
Das gute, wir hatten einen guten Rundblick, das schlechte, wenn die Gäste hinter uns, oder das Servicepersonal vorbei wollte, wurde es eng. Das Restaurant ist wie ein großes „U“ aufgebaut, mittig steht die Theke.
Vor dem Restaurant gibt es auf ganzer Länge eine Terrasse, welche mit großem Sonnenschutz überdacht ist.
Auch hier muss man auf engen Raum zwischen den Tischen durch, wenn man ins Restaurant möchte. Im Restaurant sitzt man an relativ großen Holztischen, die aber angesichts der Masse an Tapas bei vier Personen schnell an ihre Platzgrenze kommen. Auf den schweren Stühlen sitzt man gemütlich, diese haben sogar, was ich in der Gastronomie selten kenne, Armlehnen. Rings um die Theke stehen dann auch noch einige Barhocker, auch hier nahmen einige ihre Speisen ein. Über der Theke hängen mehrere (echte??) Schinken als Blickfang.
Die Speisekarte war schon zur Hand, als man uns an den Tisch führte, und so konnten wir schnell einen Blick hineinwerfen, und unsere Getränke bestellen. So orderten wir:
Getränke:
2x 0,4ér Freiberger Pilsener für je 5,20 €
1x 0,7ér Flasche El Abuelo Rotwein für 29,40 €
Nun konnten wir uns erst einmal der Tapaskarte widmen. Die Karte bot sehr viele Tapas mit Fleisch, Fisch und vegetarisch an, aber auch Schinken, Wurst und Käse fehlten nicht. Für die Unentschlossenen gab es eine Variation aus 10 verschiedenen kalten und warmen Tapas.
Als unsere Getränke nach knapp 10 Minuten dann am Tisch waren, konnten wir nun auch unsere Speisen bestellen. So sollte es geben:
Hauptspeisen:
2x Tapasvariation - 10 kalte und warme Köstlichkeiten für je 27,80 €
1x Chorizo picante - Gegrillte, pikante Paprikawurst für 9,50 €
1x Trozos de cerdo ibérico - Gegrillte Streifen vom schwarzen iberischen Schwein für 11,80 €
1x Calamares fritos - Gebackener Tintenfisch mit Aioli für 8,80 €
1x Pimientos de Padrón - Kleine grüne Paprikaschoten gebraten in Olivenöl für 5,90 €
1x Pan con alioli - Brot mit Alioli für 5,50 €
Ungefähr 20 Minuten nach unserer Bestellung musste dann der Tisch frei gemacht werden, denn nun kamen die ganzen Tapas auf den Tisch, und natürlich zusätzlich für jeden noch ein Teller. Der Tisch wurde also voll.
Da die Auswahl an Tapas ja doch recht groß war, einigten wir uns darauf das wir uns zwei Tapasvariation mit 10 kalten und warmen Tapas bestellen, und diese jeweils zu zweit teilen.
Die 10 Tapes waren:
Empanadilla de queso y espinacas - Hausgemachte, knusprige Teigtasche mit Käse-Spinatfüllung
Champiñones con miel y chile - Gegrillte Champignons in Honig-Chili-Marinade
Mit den zusätzlichen bestellten Tapas hatten wir nun also 25 Schlüsselchen und Tellerchen auf dem Tisch stehen, und es sollte doch für jeden etwas dabei sein. Ich werde daher jetzt nicht die 15 verschiedenen Tapas ausführlich bewerten, das sprengt den Rahmen.
Aber meine Frau mag zum Beispiel keinen Tintenfisch, unsre Freundin strahlte dafür übers ganze Gesicht. Ich mag keine Melone, die konnte dafür Frauchen bekommen. So kämpften wir uns durch die spanische Küche, und müssen sagen, dass die frisch gemachten Tapas eigentlich alle schmeckten, und teilweise richtig gut pikant gewürzt waren. Es war reichlich was da auf unserem Tisch stand, somit waren wir richtig gut satt geworden, und unsre Freunde hatten mal was neues probiert.
Aber die GG-Community kennt ja mittlerweile meine Frau, denn da fehlt ja noch was in den Dessertmagen. Richtig, und so orderte sie und unser Freund noch einen kleinen Nachtisch, und so sollte es geben:
Helado »Las Tapas« - Eis »Las Tapas« zwei Kugeln zart schmelzendes Vanille-Eis • Zitronen-Olivenöl • frittierter Rosmarin für 6,90 €
Tarta de Santiago - Original Spanischer Mandelkuchen mit frischer Schlagsahne • eine Kugel Eis nach Wahl für 7,80 €
Auch auf diese beiden Nachspeisen mussten die beiden nicht allzu lange warten. Der Tarta de Santiago, der spanische Mandelkuchen war gut, das Schokoeis lecker.
Gewöhnungsbedürftig dann schon eher das Helado »Las Tapas«, das Eis mit Zitronen-Olivenöl und frittiertem Rosmarin. Das Eis gut, der Rosmarin kräftig im Geschmack, und auch dieses Zitronen-Olivenöl passte irgendwie dazu. Aber es war schon viel Öl, ich glaube meine Galle hätte gespuckt.
Wir brachten fast zwei Stunden zu im Las Tapas, und hatten mit Essen und dem Konzert mal wieder einen schönen Abend in Dresden, der im kommenden Jahr auf alle Fälle wieder stattfindet.
Unser Fazit: wir zahlten zu viert 170,40 € im Restaurant Las Tapas in der Dresdner Münzgasse. Das Team ist flott und freundlich, das Essen richtig gut, nur das Restaurant selber ist etwas eng. Aber hier versucht man halt den kleinsten Platz zu nutzen. Ich denke wir werden wiederkommen.
Alljährlich veranstaltet der Verein Sonnenstrahl e.V., welcher sich um krebskranke Kinder und deren Eltern und Geschwister kümmert, in der Dresdner Kreuzkirche ein Benefizkonzert. Seit vielen Jahren ist es für uns eine Herzensangelegenheit, dieses Konzert mit dem Dresdner Kreuzchor, dem Chor Junge Camerata Dresden des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik sowie den Musiker*innen des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik Carl Maria von Weber zu besuchen, und dabei Gutes zu tun. Ebenso selbstverständlich ist es für uns, im Nachgang in einer hiesigen Gastronomie einzukehren.... mehr lesen
Las Tapas
Las Tapas€-€€€Restaurant, Tapasbar03514960108Münzgasse 4, 01067 Dresden
4.5 stars -
"Die einzige Gastronomie in Dresden die nach 21 Uhr noch die Küche offen hat" JenomeAlljährlich veranstaltet der Verein Sonnenstrahl e.V., welcher sich um krebskranke Kinder und deren Eltern und Geschwister kümmert, in der Dresdner Kreuzkirche ein Benefizkonzert. Seit vielen Jahren ist es für uns eine Herzensangelegenheit, dieses Konzert mit dem Dresdner Kreuzchor, dem Chor Junge Camerata Dresden des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik sowie den Musiker*innen des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik Carl Maria von Weber zu besuchen, und dabei Gutes zu tun. Ebenso selbstverständlich ist es für uns, im Nachgang in einer hiesigen Gastronomie einzukehren.
Besucht am 18.04.2026Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 58 EUR
Berlin, Berlin, wir waren wieder in Berlin. Dick Brave, oder auch als Sasha bekannt, gab sein Comeback nach vielen Jahren im Huxleys in Berlin. Als Fans dieser Musik war uns natürlich klar, dass wir da nicht fehlen dürfen, und so waren beizeiten die Karten fürs Konzert gekauft, das Hotel reserviert, es stand einem schönen Abend nichts im Wege. Naja, Stopp. Was zu essen brauchen wir doch vorher noch. Normalerweise reicht uns in Berlin ja immer eine original Currywurst mit Pommes und nem Kind´l, aber da dies ein langer Abend werden sollte, musste es vorher dann doch etwas Handfestes sein. Da wir am Nachmittag beizeiten im Hotel eingecheckt hatten, war also auch Luft genug, um in ein richtiges Restaurant zu gehen. Ich hatte mich im Vorfeld schon eingehend damit beschäftigt, und stellte nun meine Frau vor die Qual der Wahl, deutsch oder italienisch. Ihre Entscheidung kam prompt, sie mochte italienisch.
Da kam für uns nur das Restaurant BerlinO in Frage, da es schräg gegenüber von Huxleys Welt auf der anderen Straßenseite liegt.
Am späten Nachmittag nahmen wir die U-Bahn, und liefen die letzten Meter bis zum Restaurant. Obwohl schon die ersten Fans auf den Einlass warteten, liefen wir erwartungsvoll zum Italiener. Hier waren bei dem schönen Frühlingswetter leider alle Außenplätze belegt, sodass wir drinnen im Lokal Platz nehmen mussten. Das war vielleicht auch nicht so schlecht, entgingen wir dadurch dem Straßenlärm.
Im Lokal staunten wir dann jedoch erst einmal über die enorme Höhe des Raumes, und kamen uns fast vor wie in einer Bahnhofshalle, auch, da das Restaurant ein langer Schlauch ist, und alle Tische hintereinander aufgefädelt sind.
Dafür war der Gastraum mit hellen Farben gestrichen, große Bilder von Italien hingen an den Wänden. So wurde es zumindest erst einmal freundlicher. Entlang der langen Wand stand eine große Sitzbank, welche mit hellem Kunstleder angenehm weich gepolstert war. Würde man alle Tische zusammenschieben, bekäme man da locker eine Gruppe mit 50 Personen hingesetzt. Die Tische hier im Lokal waren aus dunklem Holz und ausreichend groß, um auch die großen Pizzateller unterzubringen. Auch die Stühle sind aus dem gleichfarbigen Holz. Die geschwungene Lehne als auch die Sitzfläche sind ebenfalls aus dem hellen Kunstleder gefertigt. An der gegenüberliegenden Wand standen ebenfalls noch ein paar Tische, immer als vierer Sitzgruppe aufgebaut. Wer auf Toilette musste, durfte immer durch diesen langen Gang gehen. Das ist dann schon fast wie auf dem Laufsteg.
Zum Glück gibt es aber noch eine kleine Sitzecke neben dem Eingang. Hier kann man durch das große Fenster dem Treiben draußen auf der Straße zuschauen, oder aber dem Pizzabäcker, der nebenan seine Pizzen in den Ofen schob. Da das Restaurant noch leer war, und wir somit freie Platzwahl hatten, bevorzugten wir natürlich diese Ecke.
Mehrere junge Herren waren hier im Service tätig, einen festen Kellner für unseren Tisch hatten wir nicht. Die Speisekarte war schnell gereicht, und da wollte der junge Herr auch schon die Getränke abfragen. Wir erbaten uns aber etwas Zeit zum Studieren der Karte, somit verschwand er wieder hinter dem Tresen. Nun konnten wir erst einmal in der Karte stöbern. Diese beinhaltet 7 Antipasti und Vorspeisen, 2 Suppen und 3 Salate. Die Preise bewegen sich hier zwischen 6,50 € für 4 Bruschetta bis hin zu 26 Euro für die Antipasto Misto gemischte Vorspeisenplatte für 2 Personen. Weiterhin gab es als Hauptspeisen die Wahl aus 16 Pizzen, alle so im Preis zwischen 13 und 16 Euro, sowie 24 verschiedenen Pastagerichten. Hier lagen die Preise zwischen 11 und 18 Euro, wobei der Großteil um die 15 Euro kostete. Zusätzlich gab es natürlich noch Steaks, Gerichte vom Huhn und Fisch, sowie einige Desserts. Wir waren recht schnell durch, und wussten, was wir wollten. So wünschte meine Frau Tortelloni, aber erst bei der Bestellung wurde ihr mitgeteilt, dass diese bereits aus sind. An einem Samstagabend um 18 Uhr. Aber nicht nur uns erging es so, auch an anderen Tischen erfuhren die Gäste erst bei der Bestellung, was es alles nicht mehr gibt. Service ist anders, so kann man das bereits im Vorfeld kundtun. Da meine Frau zwischen zwei Gerichten schwankte, hatte sie somit sofort ein zweites parat, und so orderten wir:
Getränke:
1x 0,5ér Fürstenberg Pilsener für 5,80 €
1x 0,2ér Pinot Grigio weiß für 6,00 €
Vorspeisen:
1x Antipasto Misto, die gemischte Vorspeisenplatte für 16,90 €
Hauptspeisen:
1x Pizza Bresaola mit frischem Rucola, luftgetrocknetem Rinderschinken, Cherry-Tomaten und frischem Parmesan für 15,90 €
1x Pizza Salame Piccante mit orig. kalabresischer scharfer Salami, Cherry-Tomaten, Rucola und Parmesan für 13,90 €
Die Getränke gingen fix, die waren nach wenigen Minuten am Tisch. Nach einem ersten Schluck des süffigen Pilsners musste ich dann erst einmal kurz die Onlinesuchmaschine bemühen, war mir doch das Fürstenberg Bier völlig unbekannt. Dabei kommt es aus Donaueschingen, ist also eigentlich gar nicht mal so unbekannt. Erstaunt war ich nur, warum man in Berlin nicht auch eines der einheimischen Biere ausschenkt. Der Pinot Grigio meiner Frau war wie immer gut.
Eine viertel Stunde nach unseren Getränken kam dann unsere gemischte Vorspeisenplatte Antipasto Misto. Diese essen wir sehr gern beim Italiener, aber da diese immer so reichlich sind, bestellen wir immer nur eine für eine Person.
Das ist als Vorspeise völlig ausreichend. So auch hier, denn der große Teller war gut belegt. Mit scharfer, kalabresischer Salami, Mozzarella Kugeln, kleinen Kugeln aus Ziegenkäse, gegrillte Champignons, frisch gegrillter Paprika und Zucchini, und dazu noch frische grüne und schwarze Oliven.
Das ganze mit einem leichten Knoblauchöl als Dressing abgeschmeckt. Nicht schlecht. Dazu gab es in einem kleinen Körbchen noch 4 Scheiben frisches Baguette.
Zirka 35 Minuten nach unserer Bestellung kamen dann auch die beiden Pizzen frisch aus dem Ofen an unseren Tisch. Ich hatte mir die Pizza Salame Piccante auserkoren, aber bereits beim ersten Blick machte sich ziemliche Ernüchterung bei mir breit. Ich hatte zwar eine riesige Pizza, die bei dem großen Teller über alle Ränder ragte, aber sie war letztendlich nur mit 7 Scheiben, der wahrhaft scharfen kalabresichen Salami belegt.
Ein paar Cherrytomaten und reichlich Rucola, auf dem einige Raspel Parmesan lagen, rundeten den Belag ab. Klar war der untere Belag mit einer würzigen Tomatensoße und Mozzarella reichlich, aber mir fehlte zwischendrin einfach etwas mehr Belag. Dadurch wurde mir dann auch der Rand ringsum zu viel, da dieser zwar schön knusprig ausgebacken war, aber ebend etwas fehlte. So ließ ich auch über die Hälfte des Pizzarandes auf dem Teller.
Ganz anders dagegen die Pizza meiner Frau, die sich die Pizza Bresaola im zweiten Anlauf ausgesucht hatte. Hier war der knusprige Boden ebenfalls mit einer würzigen Tomatensoße bestrichen, und mit Mozzarella belegt. Hier wurde aber der viele frische Rucola unter den luftgetrockneten, sehr leckeren und herzhaften Rinderschinken belegt.
Und von letzterem war so viel auf der Pizza, dass meine Frau mir (aus Mitleid?) einige Scheiben abgab, da es ihr zu viel wurde. Auch hier wieder Cherrytomaten als Beigabe, und Parmesan. Hier aber ebenfalls deutlich viel mehr Parmesan Raspel als auf meiner Pizza. Gibt es zwei verschiedene Pizzabäcker hier?
Bevor es nun gegenüber in Huxleys Welt zum Comeback-Konzert von Dick Brave ging, suchten wir aber erst noch einmal das stille Örtchen auf. Hier muss ich leider sagen, dass dieses überhaupt nicht Rollstuhl geeignet ist, da es so eng da drin ist, dass man sich kaum drehen kann, bzw. die Tür in den Rücken bekommt, wenn man am Pissoir steht. Auch verstehe ich nicht wie man selbiges so anbringen kann. Ich bin zwar nicht der größte, aber das ich dabei auf Zehenspitzen stehen muss, um in die Keramikschüssel zu treffen hatte ich auch noch nicht. Dementsprechend sah es aber leider auch ringsum aus.
Unser Fazit: wir ließen zu zweit 58,50 Euro im Ristorante BerlinO. Es war ein durchwachsener Abend. Die Antipasti Misto ganz gut, die Pizza meiner Frau auch. Mit meiner Pizza war ich nicht recht zufrieden. Auch sollte der Service noch etwas üben, und den Gästen vorhersagen, was es nicht gibt. Denn so vermeidet man dann, wie an den anderen Tischen häufig gesehen, längere Wartezeiten da man erst ein neues Gericht aussuchen muss, und auch enttäuschte Kunden. Die Konkurrenz im Gastrogewerbe ist gerade in Berlin groß. Und die werden wir bei einem nächsten Besuch in Huxleys Welt auch sicher aufsuchen.
Berlin, Berlin, wir waren wieder in Berlin. Dick Brave, oder auch als Sasha bekannt, gab sein Comeback nach vielen Jahren im Huxleys in Berlin. Als Fans dieser Musik war uns natürlich klar, dass wir da nicht fehlen dürfen, und so waren beizeiten die Karten fürs Konzert gekauft, das Hotel reserviert, es stand einem schönen Abend nichts im Wege. Naja, Stopp. Was zu essen brauchen wir doch vorher noch. Normalerweise reicht uns in Berlin ja immer eine original Currywurst mit Pommes... mehr lesen
Ristorante Berlino
Ristorante Berlino€-€€€Restaurant, Pizzeria03043026422Hasenheide 13, 10967 Berlin
3.0 stars -
"Ziehmlich durchwachsen - da gibt es dann doch bessere Italiener" JenomeBerlin, Berlin, wir waren wieder in Berlin. Dick Brave, oder auch als Sasha bekannt, gab sein Comeback nach vielen Jahren im Huxleys in Berlin. Als Fans dieser Musik war uns natürlich klar, dass wir da nicht fehlen dürfen, und so waren beizeiten die Karten fürs Konzert gekauft, das Hotel reserviert, es stand einem schönen Abend nichts im Wege. Naja, Stopp. Was zu essen brauchen wir doch vorher noch. Normalerweise reicht uns in Berlin ja immer eine original Currywurst mit Pommes
Nach einen Brand am Donnerstag, den 30. Juli 2026 im Restaurant **De Lütte Gosch** in St. Peter-Ording ist das Restaurant verübergehend geschlossen.
Wie groß die Schäden sind, und wann diese behoben werden können, ist derzeit unbekannt. Ein Termin zur Wiedereröffnung steht noch nicht fest.
Quelle: https://www.facebook.com/story.php?story_fbid=1649689916668121&id=100048813865796&post_id=100048813865796_1649689916668121&rdid=dQDn55hp6vsrR8k6
De lütte GOSCH
De lütte GOSCH€-€€€Bistro, Take Away048638173Am Kurbad 1, 25826 Sankt Peter-Ording
stars -
"Wir haben die Schotten vorübergehend geschlossen!" JenomeNach einen Brand am Donnerstag, den 30. Juli 2026 im Restaurant **De Lütte Gosch** in St. Peter-Ording ist das Restaurant verübergehend geschlossen.
Wie groß die Schäden sind, und wann diese behoben werden können, ist derzeit unbekannt. Ein Termin zur Wiedereröffnung steht noch nicht fest.
Quelle: https://www.facebook.com/story.php?story_fbid=1649689916668121&id=100048813865796&post_id=100048813865796_1649689916668121&rdid=dQDn55hp6vsrR8k6
Das einzige Sternerestaurant in der Oberlausitz, das Gourmet-Restaurant Juwel in Kirschau verliert seinen Michelin-Stern.
Das Restaurant Juwel in Kirschau hat seinen Michelin-Stern verloren. Seit 2016 war das Gourmet-Restaurant das einzige Sternerestaurant in der Oberlausitz. Bei der Michelin-Sterne-Vergabe 2026 am Dienstagabend in Frankfurt am Main ging das Restaurant im Hotel Bei Schumann jedoch leer aus.
„Das war zu erwarten“, sagte Hotelchefin Petra Schumann. Erst im April war das Juwel nach einer Pause von anderthalb Jahren mit einem völlig neuen Konzept gestartet. „Da war für die Tester natürlich nicht klar, ob es uns in der alten Weise noch geben würde“, sagt sie. Trotzdem freue sie sich, dass ihr Haus auch weiterhin in dem Feinschmecker-Guide vertreten sei, wenngleich mit dem Juwel nun ohne einen Stern.
Die Tester vom Guide Michelin bescheinigen dem Juwel, dass es seinen Namen nicht umsonst trägt. „Dazu kommt die klassisch-französisch orientierte Küche von Robert Hauptvogel, die man Ihnen als Menü mit vier bis sieben Gängen serviert. Passend zum niveauvollen Rahmen wird man von einem freundlichen und versierten Team sehr aufmerksam und souverän umsorgt, gute Weinberatung inklusive“, heißt es in dem Genuss-Führer.
Der vielfach ausgezeichnete Koch war nach anderthalb Jahren erst im Juli 2025 in das Fünf-Sterne-Superior-Hotel „Bei Schumann“ zurückgekehrt und hatte die kulinarische Leitung des hauseigenen Restaurants übernommen. Der gebürtige Radebeuler arbeitete seit 2015 im „Bei Schumann“ mit, zunächst als Sous-Chef, bevor er 2020 zum Küchenchef befördert wurde.
Robert Hauptvogel muss sich den Michelin-Stern fürs Restaurant Juwel im Hotel Bei Schumann Kirschau nun neu erkochen. Wünschen wir ihm viel Erfolg dabei!
Das einzige Sternerestaurant in der Oberlausitz, das Gourmet-Restaurant Juwel in Kirschau verliert seinen Michelin-Stern.
Das Restaurant Juwel in Kirschau hat seinen Michelin-Stern verloren. Seit 2016 war das Gourmet-Restaurant das einzige Sternerestaurant in der Oberlausitz. Bei der Michelin-Sterne-Vergabe 2026 am Dienstagabend in Frankfurt am Main ging das Restaurant im Hotel Bei Schumann jedoch leer aus.
„Das war zu erwarten“, sagte Hotelchefin Petra Schumann. Erst im April war das Juwel nach einer Pause von anderthalb Jahren mit einem völlig neuen Konzept gestartet. „Da war... mehr lesen
Hotel bei Schumann · Juwel · Gourmetrestaurant
Hotel bei Schumann · Juwel · Gourmetrestaurant€-€€€Sternerestaurant, Ausflugsziel035925200Bautzner Str. 74, 02681 Schirgiswalde
stars -
"Das Gourmet-Restaurant Juwel im Hotel Bei Schumann in Kirschau hat 2026 seinen Michelin-Stern verloren." JenomeDas einzige Sternerestaurant in der Oberlausitz, das Gourmet-Restaurant Juwel in Kirschau verliert seinen Michelin-Stern.
Das Restaurant Juwel in Kirschau hat seinen Michelin-Stern verloren. Seit 2016 war das Gourmet-Restaurant das einzige Sternerestaurant in der Oberlausitz. Bei der Michelin-Sterne-Vergabe 2026 am Dienstagabend in Frankfurt am Main ging das Restaurant im Hotel Bei Schumann jedoch leer aus.
„Das war zu erwarten“, sagte Hotelchefin Petra Schumann. Erst im April war das Juwel nach einer Pause von anderthalb Jahren mit einem völlig neuen Konzept gestartet. „Da war
Wenn Sie unsere Webseiten besuchen, kann Ihre Systemsoftware Informationen in Form von Cookies oder anderen Technologien von uns und unseren Partnern abrufen oder speichern, um z.B. die gewünschte Funktion der Website zu gewährleisten.
Datenschutz-Einstellungen
Hier können Sie festlegen, wie wir Ihre Daten verwenden dürfen. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionen zur Verfügung stehen.
Unbedingt erforderliche Technologien
Um Sicherheit gewährleisten, Missbrauch verhindern und Inhalte und Anzeigen technisch sowie unsere Services wie von Ihnen gewünscht bereitstellen zu können, sind folgende Technologien erforderlich.
Produkte oder Inhalte technisch bereitstellen
z.B. Session für Warenkorb, Favoriten, letzte Bestellungen ...
Google Maps
z.B. Integration von Google Maps Standorten über iFrame- / Javascript Technologie im internen Bereich an erforderlichen Stellen.
Google Anzeigen
z.B. die kostenlose Nutzung unserer Website ist nur mit Google Adsense Werbeanzeigen möglich.
Performance Cookies
Mithilfe dieser Cookies können wir Besuche und Traffic-Quellen zählen, damit wir die Leistung unserer Website messen und verbessern können. Sie geben uns Aufschluss darüber, welche Seiten beliebt und weniger beliebt sind und wie sich Besucher auf der Website bewegen.
Google Analytics
z.B. Erfassung der Seitenaufrufe, Verweildauer usw.
Google Tag Manager
z.B. Erfassen von Events (Warenkorb, Bestellprozess, Aktionen usw.)
Facebook Pixel
z.B. Erfassen von Events (Warenkorb, Bestellprozess, Aktionen usw.)
Multimediale Cookies
Diese Cookies ermöglichen es uns, die Funktionalität und individuelle Gestaltung zu verbessern, beispielsweise von integrierten Videos und virtuellen 360° Rundgängen. Ohne diese Cookies können einige oder alle dieser Funktionen nicht ordnungsgemäß funktionieren.
Youtube Videos
z.B. Integration von Youtube Videos über iFrame Technologie.
Google Maps
z.B. Integration von Google Maps Standorten über iFrame- / Javascript Technologie.
Google Maps 360° Rundgänge
z.B. Integration von Google Maps 360° Rundgängen per Javascript
Marketing Cookies
Diese Cookies ermöglichen es uns, auf die Benutzerinteressen abgestimmte Werbung einzublenden.
So konnte Wastel sich drauf verlassen, dass ein frisch gezapftes Pils auf seinem Platz stand, wenn er das Lokal betrat. Fast schien es mit der Tradition vorbei zu sein, denn drei Tage vor Heiligabend im Jahre 2019 brannte die Traditionsgaststätte, welche seit mehr als 100 Jahren in Hand der Familie Petersen ist, und in vierter Generation von Kirsten und Stephan Schuldt betrieben wird, bis auf die Grundmauern nieder. Kirsten verlor durch das Feuer nicht nur eine Gaststätte, sondern auch ihr Elternhaus voller Erinnerungen. Das Entsetzen auf der Insel Pellworm war natürlich groß, genauso groß war aber auch die Anteilnahme und Hilfe der Insulaner. Schnell wurde allen klar, die Hooger Fähre muss wiederaufgebaut werden. Denn Stephans größter Wunsch: an seinem Geburtstag Anfang Oktober soll das Haus wieder stehen. Dies war aber keine leichte Aufgabe, denn immer wieder haben Stürme, Regen und dann der Corona-Lockdown auf der Insel die Zeitpläne durcheinandergebracht. Seit dem 15. Mai 2021 ist das Gasthaus Hooger Fähre nun auch wieder geöffnet. Und das Wichtigste, die Gäste sind Kirsten und Stephan treu geblieben. Wer am Abend einen Platz im Restaurant haben will, muss zurzeit eine Woche im Voraus reservieren. Gut, dass es da einen Wastel gibt, denn für ihn, einen der treuesten Stammkunden, versucht Kirsten natürlich so viel wie möglich hinzubekommen. Und so durften auch wir, gemeinsam mit Wastels Enkel und seiner Frau am Tag nach der großen Geburtstagssause dieses ehrwürdige Haus kennenlernen.
Vom alten Haus war nichts mehr da, ersetzt wurde es durch einen modernen Neubau. Nichts mehr erinnert an das alte Haus, außer die Außenhülle. Im Inneren hat man sich der Zeit angepasst, und über dem großen Tresen, der Mittig im Restaurant thront, eine große Empore geschaffen, welche weiteren Gästen Platz bietet.
Generell gibt es nur Zweiertische, die sich aber fix zu einem Vier-, Sechs- oder Achtmanntisch zusammenschieben lassen. In einer Ecke steht ein großer runder Tisch für 8 Personen, der an diesem Abend für uns besetzt war. Die Tische sind aus dunklem Holz, die Stühle mit grauem Stoff bespannt sind dick gepolstert, man kann es also lange hier aushalten. Die decke und die Wände sind weiß gestrichen, an den Wänden hängen viele Erinnerungen an das alte Haus. Auch an der Theke kann man den Abend verbringen, denn auch an dieser stehen mehrere Hochstühle, mit dem gleichen grauen Stoff bespannt. Vor dem Gasthaus gibt es eine kleine Terrasse, von der man einen wunderbaren Blick über die Wiesen der Insel Pellworm bis hinüber zur alten Kirche hat. Hier gibt es große Korbsessel, welche mit einem Sitzkissen abgepolstert werden.
Kirsten sah uns wie früher schon beizeiten auf ihr Restaurant zukommen, und damit Wastel nicht u das ganze Haus muss, schloss sie extra für den Herrn die große Terassentür auf, die an diesem Tag wegen doch recht stürmischen Wetters geschlossen war. Sie begleitete uns nach einem großen und herzlichen Wiedersehens Hallo mit Wastel an unseren Tisch, welcher „dezent“ für den Jubilar mit einer Luftschlange geschmückt war. Die Speisekarte, welche in dickem Filz eingebunden wurde, war alsbald zur Hand, wir hatten nun die Qual der Wahl.
Auch hier wird wieder frisch, und vor allem regional gekocht. So kommt der fangfrische Fisch täglich mit dem Pellwormer Kutter in den Hafen, und das Fleisch kommt von auf nordfriesischen Weiden gezüchteten Rindern.
Wir entschieden uns also:
Getränke:
Vorspeisen:
Hauptspeisen:
Kirsten entschwand zum Tresen, musste aber, da sie heute allein im Service war, immer wieder ihre Arbeit unterbrechen, um neu ankommende Gäste zu platzieren. So dauerte unsere Getränkelieferung doch einige (viele)Minuten. Der Fachkräftemangel war auch auf der Insel angekommen.
Nur zwei Minuten nach unseren Getränken, eine knappe halbe Stunde nach Bestellung, kamen auch schon unsere Vorspeisen.
Während Wastel und sein Enkel sich jeweils eine Platte mit den frisch gegrillten Champignons teilten, welche nach ihrer Aussage sehr gut und vor allem sehr Knoblauch lastig waren, versuchten meine Frau und ich unsere Suppen.
Die fruchtige Tomatensuppe mit Sahnehäubchen war kochend heiß, kräftig rot in ihrer Farbe, sehr cremig und vor allem angenehm mild gewürzt. Der Geschmack der Tomaten kam deutlich hervor. Man schmeckte das dies keine Tütensuppe war, sondern wahrscheinlich mit so einem modernen Küchenkochgerät, welches Thermo hält und Mixt, angerichtet. Da ich das von meinem Freund, Chefkoch auf einem Luxuskreuzfahrtschiff, auch so kenne, ist das völlig ok.
Wenn ich an der See bin, muss es aber auch mindestens einmal eine klare Fischsuppe sein. Und so hatte ich mich heute der klaren Fischsuppe „Hooger Fähre“ verschrieben. Sie war mit verschiedenen, großen Fischfilets angesetzt, auch einige Miesmuscheln waren zu finden. Das Gemüse, Möhren-und Lauchraspeln waren in der klaren Brühe sehr pikant abgeschmeckt. Dazu gab es, wie bei der Tomatensuppe auch, das frische und leckere hausgebackene Brot.
Nach unserer Vorspeise hatten wir noch etwas Zeit zum Plaudern, denn die Hauptspeisen wurden 20 Minuten nachher serviert.
Meine Frau hatte sich den Pellwormer Backfisch ausgesucht. Dies waren zwei große Filets vom Seelachs, welche in einem selbstgemachten, leicht würzigen Bierteig gewalkt wurden und dann schön goldbraun gebraten wurden. Der Fisch war dabei noch herrlich frisch und weich. Dazu gab es ein Schälchen hausgemachter Remouladensoße, welche mit Zwiebelstippen und saurer Gurke angerichtet wurde. Eine frische Salatbeilage rundete alles auf dem Teller ab. Dazu gab es in einer großen Schale für uns Fischesser die Bratkartoffeln serviert. Und ja, das waren Bartkartoffeln wie ich sie mag. Goldgelb, leicht braun gebraten, ordentlich mit Zwiebel und Speck angerichtet und gut mit Salz und Pfeffer gewürzt. Also Deko noch etwas Lauch obenauf, lecker.
Wastel und Herr Jenome hatten sich natürlich für die ganze Scholle „Finkenwerder Art“ entschieden. Und ja, das war ne ordentliche Scholle, welche wir da jeweils serviert bekommen haben. Auch hier wieder war der Fisch richtig schön goldgelb gebraten, die Haut angenehm knusprig und gut gewürzt. Obenauf die krossen Speckwürfel und dazu die sauleckeren Bratkartoffeln. Ich habe gestaunt, wie unser alter Herr diesen großen Fisch da so weggespult hat. Respekt.
Lucie, Wastel´s Enkel und seine Frau hatten sich gegen den Fisch entschieden und hatten die Schweinemedaillons auf Brokkoli, welche Kirsten heute im Tagesangebot vorschlug. Drei große, zarte Medaillons waren ganz herzhaft angebraten und ordentlich mit der Pfeffermühle gewürzt. Da meine Frau das schon ahnte, hatte sie sich dagegen entschieden. Den anderen dreien schmeckte es. Denn auch der Brokkoli war richtig schön bissfest gekocht und herrlich grün auf dem Teller serviert. Dazu gab es die selbstgemachte Sauce Hollandaise und auch hier wieder die leckeren Bratkartoffeln.
Unser Fazit: Wastel hatte uns heute hier eingeladen, wollte er uns doch auch ein Stück seiner Geschichte zeigen. Wir fühlten uns bei Kirsten herzlich willkommen, das Essen war richtig lecker. Auch wenn das „alte“ Ambiente der Hooger Fähre fehlt, es ist ein tolles Restaurant. PS: sollte jemand die Lust und den Mut haben, Kirsten und Stephan suchen einen Nachfolger, und würden das gutgehende Haus gern verkaufen.