Frustrierter RK´ler und nun mit einer neuen Heimat......
Beruflich bin ich oft unterwegs und daher auch öfters mal in gastronomischen Einrichtungen anzutreffen. Viel mehr liebe ich es aber mit meiner Frau und Freunden die kulturellen Begebenheiten zu besuchen. Dazu gehört dann natürlich auch ein gepflegtes Essen und schnacken in gemütlicher Atmosphäre. Von diesen Restaurants werde ich, wenn es meine karge Zeit erlaubt, natürlich gern und ausführlich hier berichten.
Frustrierter RK´ler und nun mit einer neuen Heimat......
Beruflich bin ich oft unterwegs und daher auch öfters mal in gastronomischen Einrichtungen anzutreffen. Viel mehr liebe ich es aber mit meiner Frau und Freunden die kulturellen Begebenheiten zu besuchen. Dazu gehört dann natürlich auch ein gepflegtes Essen und schnacken in gemütlicher Atmosphäre.... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 337 Bewertungen 865672x gelesen 9433x "Hilfreich" 6571x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 06.06.2026 2026-06-06| Aktualisiert am
06.06.2026
Besucht am 12.04.2026Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Rechnungsbetrag: 114 EUR
Depeche Mode sind in der Stadt……ach nee, ist doch nur die Cover Band Forced to Mode, aber als eingefleischte DeMo-Fans gehen wir da natürlich auch gern hin, wenn schon das Original nicht kommt. Die Jungs spielten mit ihrer neuen Tour im Dresdner Alten Schlachthof, und da wollten wir mit unseren Freunden natürlich hin. Aber wie so oft vor solchen Events wollten wir natürlich noch etwas essen gehen, und das sollte natürlich auch fußläufig zum Schlachthof sein. Leider sieht es da mit Gastronomie echt mau aus in dieser Gegend, und so blieb uns nicht viel Auswahl.
So viel unsere Wahl auf das Restaurant „Ali Baba“ ganz in der Nähe. Früher waren wir recht oft dort essen, nachdem wir aber vor vier Jahren nicht so recht zufrieden waren, haben wir das Lokal in der letzten Zeit gemieden. Mit einem flauen Gefühl bestellte ich also telefonisch einen Tisch, in der Hoffnung nicht enttäuscht zu werden, denn unsere Freunde die uns begleiteten, waren noch nie so richtig orientalisch essen.
Am besagten Abend parkten wir dann unser Auto in einem Geheimversteck unweit des Alten Schlachthofes, und gingen zu Fuß zum Lokal. Da wir schon vor der Öffnungszeit am Restaurant waren, zündeten sich unsere beiden Begleiter erst mal ne Fluppe an. Dies bekam man augenscheinlich auch im Restaurant mit, denn wenig später kam eine junge Dame zu uns, und bot uns an, ach Trotz das die Öffnungszeit noch nicht erreicht sei, doch ins Lokal zu kommen.
Das taten wir dann auch, und schon beim Betreten war uns auf den ersten Blick klar, zumindest optisch hat sich in den letzten vier Jahren hier nichts verändert. Es stehen sogar noch immer rote Servietten auf den Tischen. Ansonsten hat man hier nichts angefasst, höchstens mal beim sauber machen. Das war dieses Mal zu unserer Zufriedenheit. Mag vielleicht auch daran liegen, dass das Restaurant gerade erst eröffnete.
Geändert hat sich aber die Bedienung, denn heute wurden wir von einer sehr jungen, sehr freundlichen deutschen Dame begrüßt und bewirtet. Und trotz dass sich das Lokal zum Abend hin immer mehr füllte, war sie allein in der Gaststube zuständig, und meisterte das auch mit Bravour. Sie scheint aber auch schon etwas längere Zeit nun hier tätig zu sein, denn mit einigen Kunden kannte man sich scheinbar. Aus der Küche lugte dann immer mal wieder ein Herr heraus, welcher hier der Inhaber sein könnte. Man sah auch, dass er durch eine weitere Dame in der Küche unterstützt wurde.
Wir bekamen also unmittelbar nachdem wir Platz genommen hatten unsere Speisekarten gereicht, und da wir vorab schon Online in der Karte gelunscht hatten, stand unsere Entscheidung nach einem kurzen Blick in die Karte recht schnell fest, und so orderten wir:
Getränke:
2x 0,5ér Pilsner Urquell für je 4,90 €
1x 0,2ér Fanta für 2,30 €
1x 0,2ér Rotweinschorle für 5,90 €
1x 0,2ér libanesischer Weißwein Ksara für 8,50 €
Hauptspeisen:
2x Lammplatte > Lammfilets, Lammkoteletts, Lammfleischspieß und Lammhackfleisch am Spieß, mit Kichererbsen- und Paprikapüree, dazu frittierte Kartoffelscheiben, Fladenbrot und gemischter Salat für je 22,90 €
2x Lahme Ghanam Mischwi > gegrillter Lammfleischspieß, mit Kichererbsen- und Paprikapüree, frittierte Kartoffelscheiben, Fladenbrot, dazu gemischter Salat für 20,90 €
Die junge Dame war flott. Klar waren wir noch allein, aber nach nicht einmal 3 Minuten waren dann schon unsere Getränke am Platz. Zwei Bier frisch gezapft, und beide Weine ausgeschenkt. Hut ab.
Zehn Minuten später ging dann auf einmal die Tür der Küche auf, und unsere gemischten Salat wurden gebracht. Sicher nicht das, was wir unter einem gemischten Salat verstehen, denn er war einfach und schlicht.
Auch heute wieder war es Chinakohl, Eisbergsalat, eine halbierte Scheibe grüne Gurke und ein paar Tomatenstückchen in einer kräftigen, mit Kräutern versetzten Essigessenz angerichtet. Solange ich mir diesen Teller nicht als gemischten Salat kaufen muss….. also alles gut.
Das Lokal füllte sich zusehends, aber unsere Speisen waren pünktlich nach einer halben Stunde an unserem Tisch. Und während Herr Jenome sich für die Lammplatte entschied, und Frau Jenome das Lahme Ghanam Mischwi wünschte, war es bei unseren Freunden genau andersherum.
Fangen wir also beim Lahme Ghanam Mischwi, dem gegrillten Lammfleischspieß an. Hier gab es zwei Spieße, gespickt mit frischen, gut gewürzten und auf den Punkt genau gebratenen und vor allem großen Lammfleischstücken.
Das Fleisch war außen scharf an- und innen gut durchgebraten, und trotzdem noch schön saftig. Dazwischen, so ziemlich in der Mitte des Spießes gab es zwei Scheiben frische Zwiebel, welche scharf angebraten aber noch immer schön fest im Biss war. Hier hätte es können gern etwas mehr Zwiebel, oder wie in den vergangenen Jahren mit etwas Paprika sein können.
Dazu gab es ein mildes Kichererbsenpüree und ein herzhaft würziges, leicht scharfes Paprikapüree. Beides passte perfekt zum Dippen für den großen Fleischspieß. Nur Frau Jenome war das Paprikapüree etwas zu scharf, aber da ist meine Frau eh sehr empfindlich.
Das dünne, eigentlich nach nichts schmeckende Fladenbrot deckte die beiden Spieße ab, das Beste, die frittierten Kartoffelscheiben lagen daneben. Diese waren knusprig frittiert und mit reichlich Knoblauch versetzt. Naja, vielleicht verschafft uns das dann zum Konzert ja etwas mehr Platz. Als frisches Gemüse eine Scheibe Gurke und Paprika als Beilage.
Unsere Freundin und meine Wenigkeit hatten uns für die Lammplatte entschieden. Ich liebe Lamm, und hier werden ja Lammfilets, Lammkoteletts, Lammfleischspieß und Lammhackfleisch am Spieß serviert. Also alles was das Lammfleischliebhaberherz so begehrt.
Am Anfang sah man gar nicht was sich alles auf dem Teller verbirgt, denn auch hier war das Fleisch unter dem Fladenbrot versteckt. Nachdem man es aber aufgeschlagen hatte, kamen die Köstlichkeiten hervor. Das Lammfilet herrlich zart, das Lammkotelett mit einem kräftigen Knochen drin, der sich vom zarten Fleisch ganz leicht lösen ließ. Beide gut und kräftig gewürzt, vor allem mit Knoblauch wurde nicht gespart, und scharf angebraten, jedoch innen noch leicht medium.
Der typische Lammgeschmack war aber noch gut präsent, allerdings weit entfernt vom alten Hammel. Auch der Lammfleischspieß, den wir ja schon von dem anderen Gericht kennen, war hier gut. Zusätzlich hatte ich dann auf meiner Platte noch das Lammhackfleisch am Spieß. Während dies bei unserem letzten Besuch zu trocken war, merkte man hier, dass es frisch angerichtet und gebraten wurde, denn das Hackfleisch war noch schön saftig.
Auch hier wieder das Kichererbsen- und Paprikapüree, sowie die frittierten Kartoffelscheiben als Beilage dazu. Als frisches Gemüse auch hier eine Scheibe Gurke und Paprika als Beilage.
Das Lokal war mittlerweile voll, die junge Dame voll am Laufen, trotzdem hatte sie immer alle Gäste im Blick. So konnten wir zeitnah bezahlen, sodass wir fast pünktlich zum Einlass zu unserem Konzert kamen. Trotz reichlich Knoblauch im Essen hatten wir dann aber nicht unbedingt mehr Platz als erhofft, aber nach ner halben Stunde Konzert war das eh egal, weil die Music for the Masses alle zum Tanzen und Hüpfen brachte, und da der Knoblauchgeruch wohl das geringste Problem war ;-)
Unser Fazit: wir ließen zu viert 114,10 € im orientalischen Restaurant Ali Baba in Dresden. Während wir beim letzten Besuch nicht ganz zufrieden waren, wurden wir dieses Mal wenigstens nicht enttäuscht. Weder von der netten Bedienung noch vom Essen. Und unsere Freunde kommen wieder mal mit uns mit zum orientalischen Essen. Der Abend war gelungen.
Depeche Mode sind in der Stadt……ach nee, ist doch nur die Cover Band Forced to Mode, aber als eingefleischte DeMo-Fans gehen wir da natürlich auch gern hin, wenn schon das Original nicht kommt. Die Jungs spielten mit ihrer neuen Tour im Dresdner Alten Schlachthof, und da wollten wir mit unseren Freunden natürlich hin. Aber wie so oft vor solchen Events wollten wir natürlich noch etwas essen gehen, und das sollte natürlich auch fußläufig zum Schlachthof sein. Leider sieht es da... mehr lesen
Restaurant Ali Baba
Restaurant Ali Baba€-€€€Restaurant03518400333Weimarische Straße 6, 01127 Dresden
4.0 stars -
"Orientalisch in Dresden-dieses Restaurant gibt es nun schon lange, und im Gegensatz zum letzten Besuch waren wir wieder zufrieden" JenomeDepeche Mode sind in der Stadt……ach nee, ist doch nur die Cover Band Forced to Mode, aber als eingefleischte DeMo-Fans gehen wir da natürlich auch gern hin, wenn schon das Original nicht kommt. Die Jungs spielten mit ihrer neuen Tour im Dresdner Alten Schlachthof, und da wollten wir mit unseren Freunden natürlich hin. Aber wie so oft vor solchen Events wollten wir natürlich noch etwas essen gehen, und das sollte natürlich auch fußläufig zum Schlachthof sein. Leider sieht es da
Geschrieben am 05.06.2026 2026-06-05| Aktualisiert am
05.06.2026
Besucht am 05.04.2026Besuchszeit: Mittagessen 4 Personen
Rechnungsbetrag: 116 EUR
Während wir unseren Freunden vor kurzem noch die Krokuswiesen im Erzgebirge zeigten, waren dieses Mal die beiden dran, und führten uns durch das Meißner Elbland, und zeigten uns dort die verschiedensten, bunt geschmückten Osterbrunnen. Uns war das bis dato unbekannt, und so haben auch wir wieder einmal etwas Heimat näher kennen gelernt.
So viel rumgefahre macht natürlich auch Hunger, und so versuchten wir unterwegs in den ein oder anderen Gasthof etwas zum Mittag zu bekommen, aber zum Ostersonntag war dieses Unterfangen aussichtslos. Da wir nun aber auch schon erfolglos in Riesa geschaut hatten, fiel mir dann die Gasthausbrauerei Hammer Bräu ein, in welcher wir schon vor so manchen Event in der Riesa Arena speisen waren.
Normalerweise hat das urige Gasthaus aber Sonntags geschlossen, der große Online-Kartenanbieter zeigte es aber als geöffnet an. Also probieren geht über studieren, und wir fuhren zum Gasthaus an der Elbe.
Das Auto auf dem großen Parkplatz abgestellt, mussten unsere Freunde nun erst mal an ihrem Glimmstängel ziehen, währenddessen ich ins Gasthaus ging. Und tatsächlich war wegen Ostersonntag geöffnet. Allerdings waren auch hier fast alle Tische besetzt, und es war mittlerweile viertel nach eins, das Lokal nur bis 14 Uhr geöffnet.
Trotzdem gab die Dame im Service, die wir schon von unseren anderen Besuchen kannten, mir einen Tisch, der gerade erst frei geworden war. Während ich also nach draußen ging, um die anderen zu holen, wurde drinnen der Tisch für uns vier wieder vorgerichtet. Das ist doch mal Serviceorientiert.
Am Interieur hat sich in den letzten Jahren nichts verändert, alles ist gleichgeblieben. Auch auf Sauberkeit wird nach wie vor großer Wert gelegt, und so wird jeder Tisch gründlich gereinigt und wieder neu eingedeckt, bevor neue Gäste kommen.
Wir kannten die Speisekarte ja schon, auch hier hat sich nicht zu viel geändert, außer ab und an mal der Preis, aber das ist ja leider überall so. Und da wir wussten das die HammerBräu-Mannschaft in einer dreiviertel Stunde Feierabend machen will, hatten wir unsere Speisen und Getränke schnell beisammen.
Auf eine Vorspeise verzichteten wir, und so orderten wir:
Getränke:
1x 0,5ér Coca-Cola für 4,60 €
1x 0,3ér Saftschorle für 3,10 €
2x 0,4ér Hammer Bräu Märzen für je 4,70 €
2x 0,4ér Hammer Bräu Schwarzbier für je 4,70 €
Speisen:
1x Hamburger Schnitzel – paniertes Schweineschnitzel mit Setzei, Bratkartoffeln und Salatbouquet für 18,90 €
1x Rippchen vom Schwein mit Hausgemachter BBQ bestrichen, dazu Cole-Slaw und Süßkartoffelpommes für 22,90 €
1x Hähnchen im Käse-Ei-Mantel auf Brokkoli, Kroketten und Pestorahmsoße für 22,90 €
1x Rinderbäckchen mit Rotkohl und Petersilienkartoffeln für 24,90 €
Nach nicht mal 5 Minuten waren unsere frisch gezapften Biere, als auch die beiden alkoholfreien Getränke am Tisch. Unser Begleiter, der das hiesige Brauhaus noch nicht kannte, war begeistert vom Märzen, welches hier aus fünf verschiedenen Malzsorten frisch gebraut wird und mit seinem bernsteinfarbenen Anblick und dem milden, malzigen Geschmack besticht.
Da aber das Brauhaus gerade Werbung mit „B(l)ack to he Roots“ für ihr Schwarzbier machen, entschieden wir beiden Herren uns dafür, dieses doch auch gleich mal mitzutesten. Auf der Rückbank im Auto sitzt es sich auch gemütlich, und da sollen uns mal die Damen nach Hause führen, was sie auch gut gemacht haben. Und ja, beide Biere waren gewohnt gut und kräftig im Geschmack.
Kurz nach unseren Getränken kam ein kleiner Gruß aus der Küche, welcher heute aus vier Scheiben frischem Brot und frischem Eiersalat bestand. Der Eiersalat war hier selbst angerichtet, die Eier schön in verschieden große Stücken geteilt und mit Senf und einer leichten Mayonnaise verfeinert. Lecker.
Zirka eine halbe Stunde nach unserer Bestellung kamen dann auch unser Speisen an den Tisch. Es war eine viertel Stunde vor Feierabend, aber die Bedienung gab uns zu verstehen, dass wir in Ruhe essen dürfen.
Unsre Freundin hatte sich das Hamburger Schnitzel auserkoren. Hier war es ein angenehm großes und frisches paniertes Schweineschnitzel, welches goldbraun gebraten wurde, die Panade wellte sich leicht über das Fleisch.
Zum Hamburger Schnitzel gehört Spiegelei, oder wie es hier genannt wird, Setzei. Zwei Eier, das Eiweiß gut durchgebraten, das Eigelb noch schön flüssig, sodass es sich beim Anstechen über das Schnitzel ergießt. Unter dem Schnitzel eine große Portion krosser Bratkartoffeln, welche hier selbstverständlich mit Speck und frischen Zwiebelstippen gebraten werden. So muss das. Als Beilage frischer, knackiger Salat, Tomate und Paprika.
Meine Frau hatte sich das Hähnchen im Käse-Ei-Mantel gewünscht. Und hier war ein großes und dickes Hähnchenschnitzel mit einer Käse-Ei-Panade versehen und kross und kräftig dunkel gebraten. Das Fleisch war noch angenehm saftig und mild gewürzt.
Obenauf dem Hähnchenschnitzel frischer Rucola, und das nicht zu knapp. Unter dem Hähnchenschnitzel angenehm bissfester Brokkoli, welcher mit seiner kräftig grünen Farbe hervorstach. Dazu Kartoffelbällchen bzw. Kroketten, welche zu Bällchen geformt waren. Das Ganze noch mit einer milden Pesto Rahmsoße angerichtet. Die beiden Frauen waren schon mal zufrieden.
Ich hatte mich heute für die Rinderbäckchen mit Rotkohl und Petersilienkartoffeln entschieden. Das war ein richtiges Mittagsgericht, zum Abend mag ich so etwas eher nicht. Und heute hatte ich mich richtig entschieden, denn mir wurden hier auf dem Teller 6 Scheiben feinstes Rinderfleisch serviert.
Die Bäckchen waren angenehm zart und weich, das Fleisch gut gewürzt und außen scharf angebraten. Dazu natürlich eine passende, kräftige Soße. Auch hier wieder, ich fand es nicht unbedingt passend, frischer Rucola oben auf. Dazu aber passenderweise Rotkohl, der nach meiner Meinung leider nur aus dem Glas gekommen ist, aber trotzdem ganz gut schmeckte.
Nur die Konsistenz war halt a´la Glas. Dazu noch Kartoffeln, welche sich hervorragend zum Aufsaugen der Soße eigneten.
Unser Freund und heutiger Fahrer hatte sich in die Rippchen vom Schwein verguckt, und wollte diese unbedingt haben. Ich schätze so 800 gr. bis ein knappes Kilo lagen da auf seinem Teller. Die Rippchen schön gebacken, sodass sich die Knochen fast von selbst vom Fleisch lösten.
Obenauf mit einer würzigen BBQ-Sauce bestrichen, welche wohl hier selbst hergestellt wird. Der Cole-Slaw wurde in einem extra Schälchen gereicht, und war ja nichts anderes als Weißkrautsalat mit Möhrenraspel verfeinert. Auch hier sicher Convenienceware, aber geschmacklich gut. Zum ersten Mal in seinem Leben probierte er nun die Süßkartoffelpommes und war positiv überrascht, obwohl er dann doch lieber die „normalen“ Fritten bevorzugt. Was ich in manchen Gastros beim Rippchen essen vermisse – hier wurden zwei Feuchttücher gereicht, damit man sich immer wieder die Finger reinigen kann, wenn man am Rippchen geknaubelt hat.
Eine viertel Stunde nach Feierabend des Personals waren wir dann fertig mit unserem Essen. Wir zahlten, mit Karte hier kein Problem, und bedankten uns für die Feiertagsarbeit aber auch dafür, dass wir so kurz vor Ladenschluss noch ordentlich zu Mittag essen durften mit einem ordentlichen Trinkgeld.
Unser Fazit: wir zahlten zu viert 116,10 € im Riesaer HammerBräu. Zum Glück haben wir noch einen Tisch erhaschen können, vom Essen her wussten wir ja, dass wir hier nichts verkehrt machen. Auch unsere Freunde waren zufrieden, und so konnten wir nach vielen Osterbrunnen schauen und dem deftigen Mittagessen unsere Heimreise antreten.
Während wir unseren Freunden vor kurzem noch die Krokuswiesen im Erzgebirge zeigten, waren dieses Mal die beiden dran, und führten uns durch das Meißner Elbland, und zeigten uns dort die verschiedensten, bunt geschmückten Osterbrunnen. Uns war das bis dato unbekannt, und so haben auch wir wieder einmal etwas Heimat näher kennen gelernt.
So viel rumgefahre macht natürlich auch Hunger, und so versuchten wir unterwegs in den ein oder anderen Gasthof etwas zum Mittag zu bekommen, aber zum Ostersonntag war dieses Unterfangen... mehr lesen
5.0 stars -
"Wie immer wurden wir nicht enttäuscht" JenomeWährend wir unseren Freunden vor kurzem noch die Krokuswiesen im Erzgebirge zeigten, waren dieses Mal die beiden dran, und führten uns durch das Meißner Elbland, und zeigten uns dort die verschiedensten, bunt geschmückten Osterbrunnen. Uns war das bis dato unbekannt, und so haben auch wir wieder einmal etwas Heimat näher kennen gelernt.
So viel rumgefahre macht natürlich auch Hunger, und so versuchten wir unterwegs in den ein oder anderen Gasthof etwas zum Mittag zu bekommen, aber zum Ostersonntag war dieses Unterfangen
Geschrieben am 03.06.2026 2026-06-03| Aktualisiert am
03.06.2026
Besucht am 08.03.20265 Personen
Rechnungsbetrag: 72 EUR
Der Frühling ist angebrochen, und jedes Jahr lesen wir in der örtlichen Zeitung von den wundervoll blühenden Krokuswiesen in Drebach im Erzgebirge. Also beschlossen wir mit unseren Freunden, doch mal einen Ausflug ins Erzgebirge zu machen, und auf einer schönen, gemütlichen Wanderung rings um und durch Drebach die Krokuswiesen zu erkunden. Das kleine Örtchen hat sich natürlich wieder wie jedes Jahr dem Ansturm der Touristen gewappnet, einen schönen Rundweg ausgeschildert, ausreichend Parkmöglichkeiten geschaffen, und zwischendrin auch eine gemütliche Imbissecke aufgebaut. Uns war aber nicht nach Imbiss, und so machten wir uns nach unserer Rundwanderung wieder auf, und fuhren einfach ins „blaue“, irgendwo wird sich schon eine Einkehrmöglichkeit ergeben.
So kamen wir auch in dem kleinen Örtchen Wolkenstein vorbei. Der erzgebirgische Ort ist aber nicht nur durch sein Schloss Wolkenstein bekannt, sondern auch durch das Zughotel. Hier kann man in einem ausrangierten Zug nächtigen, eine angeschlossene Gaststätte versorgt die Hotelgäste und Wanderer.
Da wir zu einer ungünstigen Zeit kamen, und gerade eine große Gruppe Motorradfahrer die Gaststätte und den Außenbereich in Beschlag genommen hatten war also auch diese Option für uns gestorben.
Aber wir hatten beim großen Onlinekartendienst hinter dem Zughotel, im alten Bahnhof von Wolkenstein das Café "Alter Bahnmeister" entdeckt.
Hinweisschilder wiesen uns den Weg, und so stellten wir unseren vierrädrigen Untersatz auf dem zugehörigen Parkplatz ab.
Die letzten Meter ging es zu Fuß zum alten Bahnhof, und bereits, als wir den kleinen Vorraum betraten, sahen wir, das hier mit viel Liebe der Eisenbahn gehuldigt wird. Alte Uniformen und Bahnschilder, Bilder und Modellbahnen und diverse Relikte aus vergangenen Zeiten zierten den Raum.
Aber es sollte noch besser werden, denn nachdem wir durch die Tür ins Café gingen, offenbarte sich uns ein Raum, in dem wir uns locker 70 Jahre zurückversetzt fühlten. Keine Ahnung welche Funktion diese Räume früher mal hatten, aber die großen Bogenfenster brachten viel Licht in die beiden Räume. Hier glänzten auf den alten, dunklen und schweren Tischen die verschiedensten Sammeltassen samt zugehöriger Teller mit ihrem Goldrand. Wo gibt es denn sowas noch?
Auch die großen, mit weichem, rotem oder grünem Plüsch überzogenen Stühle trugen zum alten Charme bei, genau wie die dunkle Anrichte im Hintergrund, die Standuhr, die großen, gemütlichen Sofas als auch der Gold glänzende Kronleuchter. Das I-Tüpfelchen war aber, das in jedem Raum, kurz über der Tür, ringsum eine kleine Bahnstrecke aufgebaut war, auf der ein Zug unermüdlich seine Runden drehte.
Eine dunkle Holzvertäfelung rundete das alles ab. Allein für dieses wundervolle Café reichen 5 Sterne beim Ambiente definitiv nicht aus.
Da wir aber am heutigen Tage mit unserem Vierbeiner unterwegs waren, und die Wirtin aufgrund des Interieurs nicht wünschte das Hunde in das Café kommen, gingen wir auf die Terrasse, welche früher der Bahnsteig war. An diesem wunderschönen Frühlingstag genossen wir die Sonne, und auch alle anderen Gäste zogen es vor, die ersten Sonnenstrahlen hier zu erhaschen.
Auch hier wieder altes Gestühl, aber hier dann eher aus verschiedenen Epochen zusammengetragen. Auch hier war wieder mit den verschiedenen Sammeltassen eingedeckt. Und auch hier fuhr, zur Freude der Kinder, ein Zug an den Tischen entlang.
Die freundliche Wirtin führte uns an einen freien Tisch, Hundi konnte hier bequem darunter liegen, und hätte auch, wenn wir dies gewünscht hätten, etwas zu trinken bekommen.
Die Speisekarte war gleichzeitig zur Hand, und so konnten wir erst mal schauen. In der Speisekarte stehen neben den ganzen Kaffeespezialitäten auch die verschiedenen Eisbecher, welche im Preis zwischen 7 und 9 Euro liegen. Weiterhin werden selbst hergestellte Windbeutel mit diversen Füllungen angeboten als auch ein paar herzhafte Kleinigkeiten. Natürlich dürfen auch Torten nicht fehlen, da kann man sich an der Theke die aktuellen Tagestorten in einem gläsernen Kasten aussuchen. Unsere Wünsche waren schnell zusammengetragen, und so orderten wir:
Getränke:
1x 0,2ér Orangensaft für 3,00 €
1x Pott Kaffee für 2,70 €
2x Tasse Filterkaffee für je 1,70 €
1x Cappuccino für 3,50 €
1x Schokomilchshake für 4,90 €
Speisen:
1x Schwedeneisbecher mit 3 Kugel Vanilleeis, Apfelmus, Eierlikör und Schlagsahne für 8,90 €
1x Heiße Schiene mit 3 Kugeln Vanilleeis, mit heißen Himbeeren ohne Schlagsahne für 7,70 €
1x Fitnessbecher mit 2 Kugeln Joghurteis, mit Honig und Cerealien, dazu frisches Obst, Joghurt und Sahnedip für 7,60 €
1x Windbeutel mit einer Kugel Eis und Kirschgrütze für 7,90 €
1x Windbeutel mit einer Kugel Schokoeis und Eierlikör für 7,90 €
1x Mandarinen-Sahne-Torte für 4,20 €
Nach etwas mehr als 10 Minuten waren unsere Speisen du Getränke am Tisch. Und da gab es schon das nächste Erstaunen, denn der Kaffee wurde ganz klassisch aus einer Kaffeekanne eingegossen.
Ich fühlte mich wie bei Oma am Kaffeetisch. Schön. Der Filterkaffee war natürlich frisch aufgebrüht, der Cappuccino kam aus dem Kaffeeautomaten.
Die Eisbecher waren gut, auf Wunsch gab es, wie bei meiner Frau, statt Vanilleeis ebend Schokoeis zum Eisbecher „Heiße Schiene“. Klar war das Eis nicht selbst hergestellt, sondern von einem großen Eislieferanten, aber das Eis war schmackhaft. Die heißen Himbeeren wurden in einem extra Schälchen serviert.
Unsre Freundin hatte sich dem Schwedeneisbecher verschrieben. Anders als wir es sonst kennen, war hier das Apfelmus nicht auf, sondern unter und neben dem Eis. Obenauf eine große Portion Schlagsahne, in welcher dann ein Becher Eierlikör stand. Auch hier Apfelmus als auch Eierlikör Convenience.
Der Fitnessbecher war mit fruchtigem Joghurteis angerichtet, als frisches Obst wurden Trauben, Mandarinen, Ananas und Nektarine verarbeitet. Zusätzlich ein Müsli und viel Honig, welcher den Becher dann doch fast zu süß machte. Und statt Schlagsahne gab es hier einen Sahnedip, den man auch als verunglückte Schlagsahne bezeichnen könnte, denn es war eigentlich nichts anderes als nicht steif gewordene Sahne.
Ich freute mich auf den riesigen Windbeutel, der mir da auf einem goldigen Teller serviert wurde. Zwischen beiden Hälften war hier viel frische Sahne eingebracht, in dieser wiederrum war dann die frische Kirschgrütze als auch die Kugel Eis versteckt.
Unser Freund hatte ebenfalls einen Windbeutel, allerdings mit Schokoeis und reichlich Eierlikör. Auch der Windbeutel war gut.
Zum Schluss verspürten unsere Freunde noch einen kleinen Heißhunger auf ein Stück Torte, und so teilten sie sich ein Stück der Mandarinen-Sahne-Torte, welche wohl auch sehr lecker gewesen sein soll.
Unser Fazit: wir zahlten zu fünft 72,90 € im Café „Alter Bahnmeister“ in Wolkenstein. Es ist etwas versteckt, aber gut ausgeschildert findet man im alten Wolkensteiner Bahnhof das Café „Alter Bahnmeister“. Ein wunderschön eingerichtetes, nostalgisches Café, selbst beim Einschenken des Kaffees wird aufs Detail geachtet. Die Wirtin freundlich, die Windbeutel sind ne Wucht (nicht nur für die Hüften), der Kuchen lecker. Auf alle Fälle lohnenswert.
Der Frühling ist angebrochen, und jedes Jahr lesen wir in der örtlichen Zeitung von den wundervoll blühenden Krokuswiesen in Drebach im Erzgebirge. Also beschlossen wir mit unseren Freunden, doch mal einen Ausflug ins Erzgebirge zu machen, und auf einer schönen, gemütlichen Wanderung rings um und durch Drebach die Krokuswiesen zu erkunden. Das kleine Örtchen hat sich natürlich wieder wie jedes Jahr dem Ansturm der Touristen gewappnet, einen schönen Rundweg ausgeschildert, ausreichend Parkmöglichkeiten geschaffen, und zwischendrin auch eine gemütliche Imbissecke aufgebaut.... mehr lesen
Nostalgiecafé Alter Bahnmeister
Nostalgiecafé Alter Bahnmeister€-€€€Cafe03736988782Am Bahnsteig 10, 09429 Wolkenstein
4.5 stars -
"Ein wunderschünes, nostalgisches Café im alten Bahnhof von Wolkenstein" JenomeDer Frühling ist angebrochen, und jedes Jahr lesen wir in der örtlichen Zeitung von den wundervoll blühenden Krokuswiesen in Drebach im Erzgebirge. Also beschlossen wir mit unseren Freunden, doch mal einen Ausflug ins Erzgebirge zu machen, und auf einer schönen, gemütlichen Wanderung rings um und durch Drebach die Krokuswiesen zu erkunden. Das kleine Örtchen hat sich natürlich wieder wie jedes Jahr dem Ansturm der Touristen gewappnet, einen schönen Rundweg ausgeschildert, ausreichend Parkmöglichkeiten geschaffen, und zwischendrin auch eine gemütliche Imbissecke aufgebaut.
Geschrieben am 03.06.2026 2026-06-03| Aktualisiert am
03.06.2026
Besucht am 18.02.2026Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Rechnungsbetrag: 99 EUR
Wir waren auf Besuch bei Freunden in Bremen, und da wir den Nachmittag als auch den Abend in Bremen verbringen wollten, musste es natürlich auch etwas zum Abendessen geben. Das sollte dann natürlich nicht irgendeine Systemgastronomie in der Innenstadt sein, sondern dann doch eher eine kleine, gemütliche und einheimische Eckkneipe. Da auch bei den Essenswünschen die Meinungen etwas auseinander gingen, schlugen unsere Bremer Freunde das Restaurant Flüsseviertel im gleichnamigen Stadtteil der Bremer Neustadt vor. Ein Tisch wurde vorab reserviert, unserem Besuch stand also nichts mehr im Weg.
Das Auto in den engen Gassen des Flüsseviertels abzustellen ist etwas schwierig, aber da wir ja schon am Nachmittag in Bremen waren, hatten wir noch ausreichend Platz. Am Abend ging es dann zu Fuß in besagtes Restaurant, was sprichwörtlich wirklich eine Eckkneipe ist. Leider haben sich auch hier an den Wänden einige „Künstler“ verewigt, was dem Ansehen von draußen natürlich nicht unbedingt zuträglich ist. Aber egal. Türe auf und rein.
Hier wurden wir von einem jungen Team sehr freundlich begrüßt und auch gleich an unseren Platz gebracht. Die Speisekarte wurde sogleich gereicht, und so konnten wir erst einmal stöbern. Erstaunt waren wir über das Angebot. Lässt doch der Name nicht unbedingt eine Tapasbar vermuten, gab die Speisekarte fast ausschließlich warme und kalte Tapas her. Natürlich gab es aber auch „normale“, also große Tellergerichte.
Zusätzlich wurden auf einer großen Tafel im Eingangsbereich verschiedene Tagesgerichte angeboten. Erstaunt war ich vom Mix der angebotenen Tapas. So gab es neben Falafel, Käsespätzle, Blutwurst, Roulade, Ziegenkäse und Fisch so ziemlich alles quer durch den Garten, sogar das norddeutsche Labskaus fehlte nicht als Tapas. Hier hatte man nun also die Qual der Wahl.
Da wir gut Kaffee getrunken hatten, und es doch recht frisch an diesem Februartag war, hatten wir keinen großen Durst, und so bestellten wir für uns viere:
Getränke:
1x 0,75ér Gerolsteiner Medium für 6,50 €
Auch die Hauptspeisen waren schnell klar, und so orderten wir auch hier:
Hauptspeisen:
2x Tapas Fleisch/Fisch zu je 8,90 €
1x Tapas Suppe zu 6,90 €
2x Tapas vegetarisch zu je 5,90 €
1x Tapas Falafel zu 6,90 €
1x Grünkohl-Teller mit Kasseler, Pinkel, Kochwurst, Salzkartoffeln und Senf für 24,90 €
Nun hatten wir uns Zeit im Restaurant umzusehen. Auch wenn das Mobiliar schon etwas in die Jahre gekommen ist, fühlten sich die rustikalen, dunklen Holztische und die schweren Holzstühle mit ihren halbrund geschwungenen Lehnen doch ganz urig und gemütlich an.
Es muss nicht immer hypermodern und neu sein. Hauptsache sauber und ganz, und das war hier der Fall. Um den rustikalen Charme zu verstärken war eine Wand im Lokal komplett mit großen und kleinen Klinkersteinen verziert. Die Theke thront mittig im Raum, von hier hat das Team die Gaststube im Überblick. Hier kann man sitzen, hier kann man klönen.
Nach einer knappen halben Stunde waren dann unsere Gerichte am Tisch, jeder ordnete sich seine Tapas zu, und lunschte über den Tellerrand was denn der andere so hat.
Unsere Freundin hatte sich für die Rote-Beete-Falafel auf buntem Salat mit Frischkäse-Knoblauch-Dip und frischem Obst, sowie den Grünkohl-Tapas entschieden. Die Rote-Beete-Falafel waren drei große, runde Kugeln, welche in einer knusprigen Panade kross frittiert waren. Dazu gab es frischen Salat der Saison.
Auch wenn es „nur“ Möhrenraspel, Gurkensalat, Tomatenviertel, Chicorée und Blattsalat waren, diese waren frisch angerichtet und vor allem auch knackig. Also nichts mit Fertigware. Große Augen bekam ich beim Grünkohl-Tapas, denn das war dann schon fast eine halbe Portion der Großen, welche es heute im Tagesangebot gab.
Hier alles etwas kleiner, und so waren das Kasseler, der Pinkel, die Kochwurst und die Salzkartoffeln in kleine Stücken geschnitten, und somit gleich „mundfertig“. Das ganze auf dem saftigen Grünkohl angerichtet.
Der Lebensgefährte unsrer Bremer Freundin hatte sich den Ziegenkäse mit frischem Salat sowie die Saftigen Bulletten mal anders-im Sesam Brötchen mit Sesam Crunchy Salat und körnigem Senf Dipp bestellt. Der Ziegenkäse kam als zwei große Rollen Ziegenkäse daher, umgeben von dem wie bereits oben beschriebenen frischen Salat der Saison.
Der Ziegenkäse war gewohnt kräftig und aromatisch, so wie man das von solchem auch erwartet. Gespant waren wir auf die Bulletten mal anders, und die kamen hier als Miniburger daher.
Scharf angebratene Bulletten, das hack gut gewürzt, waren zwischen jeweils zwei Hälften eines ebenso kleinen, aber frischen Sesam-Brötchens versteckt. Dazu auch hier frischer Salat und ein milder Senf Dipp, ähnlich dem Dijon Senf.
Meine Frau wünschte sich die Suppe, welche es als Tagesangebot gab, und so wurde ihr die Erbsen-Creme-Suppe mit Kartoffelwürfeln und Möhren gereicht. Die Schüssel, in der die Suppe gereicht wurde, war auch hier von der Größe schon mehr als nur noch Tapas und hätte fast als hauptspeise durchgehen können.
Die Suppe war angenehm mild und schön heiß, in der Suppe kleine Stückchen Möhre und Kartoffel, welche angenehm bissfest waren. Wir könnten uns vorstellen das dieses leckere Süppchen in solch einer Küchenwundermaschine gekocht wird, denn ich kann nicht glauben das diese Suppe, so schön frisch sie war, schon vorgekocht wird.
Dazu gab es auch hier dieses frische Sesam-Brötchen. Als zweite Tapas hatte meine Frau ebenfalls den Ziegenkäse mit frischem Salat, der, wie schon oben beschrieben, auch gut war.
Ich zögerte lange mit mir, aber meine Entscheidung fiel dann doch zugunsten der norddeutschen Küche aus, und so entschied ich mich gegen die Tapas, und orderte den Grünkohl-Teller mit Kasseler, Pinkel, Kochwurst, Salzkartoffeln und Senf.
Und ja, das ist es, was ich am Norden so liebe. Deftige Hausmannskost, und die konnte man auch hier im Flüsseviertel. Auch wenn ich vielleicht etwas wenige Kartoffeln auf dem Teller hatte, die zwei dicken Scheiben Kasseler, welche gut durchzogen mit etwas Fett waren, sehr gut gepökelt waren, und herrlich weich im Biss, holten das kleine Manko wieder heraus. Dazu hier den Bremer Pinkel und die Kochwurst. Diese beiden kannte ich so noch nicht, gibt es im Cuxhavener Raum dann eher den Kohlpinkel und eine Knackwurst. Aber der Bremer Pinkel, welcher durch das Erwärmen aufgeplatzt war und aus seiner Pelle quoll, war richtig schön herzhaft und deftig, aber auch fettig.
Das mag sicher nicht jeder, aber bei diesem Gericht muss das so. Auch die Kochwurst war sehr deftig und gut, und schön knackig im Biss. Passend dazu der ebenfalls deftige Grünkohl, welcher hier nicht nur aus dem Glas auf den Teller geklatscht wird, sondern auch frisch angerichtet wurde, oder aber zumindest TK-Ware war und ordentlich veredelt wurde. So einen leckeren Grünkohl-Teller hatte ich lange nicht mehr.
Wie man unsere Damen so kennt, gab es im Anschluss natürlich noch etwas Süßes in Form eines Schokoküchleins und einer roten Grütze, aber auch der Verdauerli in Form eines Honig-Grappa bzw. einer Williams Christbirne durfte nicht fehlen.
Wir verbrachten angenehme zwei Stunden im Restaurant Flüsseviertel. Es ist eine angenehme Eckkneipe, wo man sich am Abend trifft, und ebend durch die Tapas auch die altehrwürdige, deutsche Küche in kleinen Portionen genießen kann.
Unser Fazit: wir ließen zu viert 99,60 € im Restaurant Flüsseviertel in Bremen. Eine kleine gemütliche Eckkneipe, geführt von einem jungen Team, welches hier mit Tapas aus deutscher und internationaler Küche punkten will und kann. Klar ist das Interieur nicht das neuste, aber macht nicht genau das den Charme einer solchen Eckkneipe aus?
Wir waren auf Besuch bei Freunden in Bremen, und da wir den Nachmittag als auch den Abend in Bremen verbringen wollten, musste es natürlich auch etwas zum Abendessen geben. Das sollte dann natürlich nicht irgendeine Systemgastronomie in der Innenstadt sein, sondern dann doch eher eine kleine, gemütliche und einheimische Eckkneipe. Da auch bei den Essenswünschen die Meinungen etwas auseinander gingen, schlugen unsere Bremer Freunde das Restaurant Flüsseviertel im gleichnamigen Stadtteil der Bremer Neustadt vor. Ein Tisch wurde vorab reserviert, unserem... mehr lesen
4.5 stars -
"Kleine gemütliche Eckkneipe mit deftiger Küche - aber alles in Tapas" JenomeWir waren auf Besuch bei Freunden in Bremen, und da wir den Nachmittag als auch den Abend in Bremen verbringen wollten, musste es natürlich auch etwas zum Abendessen geben. Das sollte dann natürlich nicht irgendeine Systemgastronomie in der Innenstadt sein, sondern dann doch eher eine kleine, gemütliche und einheimische Eckkneipe. Da auch bei den Essenswünschen die Meinungen etwas auseinander gingen, schlugen unsere Bremer Freunde das Restaurant Flüsseviertel im gleichnamigen Stadtteil der Bremer Neustadt vor. Ein Tisch wurde vorab reserviert, unserem
Geschrieben am 03.06.2026 2026-06-03| Aktualisiert am
03.06.2026
Besucht am 22.02.2026Besuchszeit: Abendessen 5 Personen
Rechnungsbetrag: 159 EUR
Unser neues Schwiegersöhnchen hatte Geburtstag, und wie er es bei uns im letzten Jahr gelernt hatte, gehen wir als Familie gemeinsam essen. Wie die jungen Männer vom Land so sind, lieben die natürlich Fleisch, meistens viel Fleisch. Unser Schwiegersöhnchen ist da keine Ausnahme, vor allem aber liebt er die griechische Küche. Also war klar, wohin die Reise gehen sollte. Und wer durfte wieder suchen? Na klar, Herr Jenome. Nun bestand aber die Schwierigkeit darin, nicht irgendwo essen zu gehen, denn das kleine Töchterchen hatte immerhin Nachtschicht, und die ihr anvertrauten Kinder in der Kinderintensivpflege brauchen ja auch nachts ihre Hilfe. Also sollte es ein Restaurant sein, welches in der Nähe ihrer Wirkungsstätte liegt, oder aber auf dem Weg dahin. Da nun auch noch die Geschmacksrichtung vorgegeben war, fielen letztendlich nur noch zwei Restaurants ins Raster, einmal das neu eröffnete Restaurant in Radeberg, welches wir ja mittlerweile besucht hatten, oder aber das griechische Restaurant Santorini am östlichen Stadtrand unserer Landeshauptstadt.
Hier waren wir das letzte Mal zu RK-Zeiten, das ist also schon fast 15 Jahre her. Wir konnten uns entsinnen, dass wir damals eigentlich recht zufrieden waren, und da es das Restaurant noch immer gibt, kann es ja nicht so viel falsch machen. Mit einem Telefonanruf reservierte ich 5 Plätze, und fragte nach, ob Töchterchens Hundi auch mit ins Lokal darf. Das war kein Problem, einem geselligen Abend stand nichts mehr im Wege.
Am Abend des Geburtstages fuhren wir nun also mit zwei Autos in die Landeshauptstadt. Hier am Rande von Dresden gestaltete sich die parkplatzsuche allerdings recht schwierig. Der Parkplatz eines angrenzenden Supermarktes wird überwacht, Strafzettel also vorprogrammiert, und der kleine Parkplatz des Restaurants ist relativ schwer zu finden, liegt er doch hinter dem Restaurant, nur durch eine schmale Gasse erreichbar.
Nun ging es also erst einmal rein in das Restaurant, freundlich wurden wir von mehreren jungen Herren im Service begrüßt, und n unseren Platz gebracht. Das Restaurant war fast bis auf den letzten Platz ausgebucht, stand doch an diesem Tag ein Büffet zur Auswahl. Dies ist aber nur am Freitag, Samstag und Sonntag hergerichtet, und kostet 24,90 € pro Person.
Für uns stand jedoch fest, dass wir a´la Carte essen wollten, und so brachte uns der nette Herr wenige Minuten später die Karte. Wie überall beim Griechen üblich, ist die Karte natürlich sehr umfangreich, so gibt es allein 21 kalte und warme Vorspeisen und zwei Suppen, sowie 80(!) Hauptspeisen. Da ist von Rind, über Schwein und Fisch bis zum Lamm alles dabei.
Die Preise bewegen sich dabei alle zwischen 20 bis 25 Euronen, nur das argentinische (beim Griechen!) Rumpsteak steht mit über 30 Euro in der Karte. Die Auswahl ist also groß, es sollte also für jeden etwas dabei sein. Denkste, so hatte sich unser kleines Töchterchen auf griechische Nudeln gefreut, die suchte man hier in der Karte allerdings vergeblich. Nach einiger Zeit waren wir dann so weit, und bestellten nun Getränke als auch unsere Speisen gemeinsam.
Getränke:
· 1x 0,5ér Feldschlösschen Rubin für 5,40 €
· 1x 0,2ér Weißwein Santorini für 6,90 €
· 1x 0,4ér KiBa für 5,90 €
· 1x 0,33ér Coca Cola für 3,90 €
· 1x 0,33ér Spezi für 3,90 €
Vorspeisen:
· 1x Schafskäse überbacken mit Knoblauch und Kräutern für 11,90 €
Hauptspeisen:
· 1x Gyros mit Reis, Pommes Frites und Tzatziki, dazu ein Salat vom Buffet für 17,50 €
· 2x Platte Sokrates mit Gyros, Souflaki, Souzuki, Reis, Pommes frites und Tzatziki, dazu ein Salat vom Buffet für 19,90 €
· 1x Keftedakia – Hackfleisch in Tomaten-Weinsauce, dazu Reis, Pommes Frites, Tzatziki und ein Salat vom Buffet für 17,90 €
· 1x Gyros Pfännchen mit Metaxasauce, Champignons, dazu Reis, Pommes Frites und ein Salat vom Buffet für 19,50 €
Nun mussten wir knappe 10 Minuten warten, bis unsere Getränke am Tisch waren. Bei dem vollen Restaurant ok, so hatten wir Zeit uns etwas umzusehen.
Das Restaurant ist in zwei teile aufgeteilt, einmal im Haupthaus, wo auch die Theke, die Küche als auch die beiden Buffets stehen, nebenan im Anbau dann noch einmal ein großer Raum mit vielen Tischen und Bänken. Dabei sind viele Tische als gemütliche Sitzecken konfiguriert, andere wiederum kann man als lange Tafel zusammenschieben.
Tische in edlem Holzdekor, die Stühle mit einem mediterran farbenen Polster angenehm zum Sitzen. Die Tische werden zwar bei jedem Wechsel abgewischt, aber unter den Tischen sah es teilweise verehrend aus, Töchterchens Hundi hatte hier locker ihr Abendbrot beisammen. Ob das nur von einem Abend ist? Ich weiß es nicht.
Endlich kamen nun auch unsere Getränke, und nachdem wir auf das Geburtstagskind angestoßen haben, ging es an die Salatbar zum Salat fassen.
Der Salat war nun wieder völlig einfach gehalten, das meiste davon Convenience, kaum was Frisches. So gab es Mais, rote Beete, Kidneybohnen und Krautsalat aus der großen Dose, einzig grüne Gurke, Blattsalat, Tomate und der Möhrenraspel waren frisch, und schmeckten halt teilweise recht lasch, da ja gerade für Tomate und grüne Gurke noch keine Saison ist.
Lasch schmeckte auch das Dressing, welches als Knoblauch-Joghurt-Dressing und als Kräuter-Joghurt-Dressing angeboten wurde. Im Nachhinein hätte man sich das sparen können.
Weitere 10 Minuten später kam dann der Schafskäse überbacken, den Frauchen und das große Töchterchen sich teilen wollten. Allzu viel gab es da nicht zu teilen, die Scheibe Schafskäse im Schälchen reichte aber für die beiden zu.
Der Käse herzhaft würzig, leicht angebräunt und mit Peperoni, Oliven und frischen Zwiebeln angesetzt. Dazu ein Stückchen Fladenbrot, so wie wir es vom örtlichen Dönerladen kennen.
Ausreichend für die beiden Damen, es war nur ein kleiner Vorgeschmack auf die griechische Küche.
Wiederrum 10 Minuten später ging es dann mit den Hauptspeisen los. Hier hatte sich unser Geburtstagskind für das Gyros Pfännchen mit Metaxa Sauce entschieden.
Das Pfännchen ist gut, in einer Blechpfanne wurde hier mehrere Streifen Gyros serviert, ertränkt in dieser milden Metaxa Sauce. Dabei bekam man zum Glück nicht so richtig mit das das Gyros völlig trocken und kaum gewürzt war.
Als Beilage gab es auf einem extra Teller Pommes Frites und Reis. Besser hätte hier wohl frisches Baguette dazu gepasst.
Da die Kleine nicht ihre griechischen Nudeln bekam, entschied sie sich für das Keftedakia, die Hackfleischbällchen in Tomaten-Weinsauce. Neun kleine Hackfleischbällchen lagen hier in einer Schale, unter den Bällchen eine dunkelrote Sauce, die zwar nach Tomate schmeckte, aber wo von Weißwein keine Spur war.
Während die Fleischbällchen würzig und gut gebarten waren, war die Sauce einfach nur tomatig. Auch hier wieder auf einem extra Teller Pommes Frites und Reis, und auch hier hätte frisches Baguette besser dazu gepasst.
Unsre Große liebt Gyros, und so war es klar, dass sie sich den Gyrosteller nimmt. Allerdings war sie von diesem Gyros enttäuscht, denn er war nicht nur trocken durch zu langes braten, er war auch geschmacklich einfach zu fad.
Da fehlte einiges. Auch die mitgelieferten Pommes Frites, waren wie bei allen anderen Speisen, kaum gewürzt und teilweise pappig. Sie hätten gern noch etwas Zeit in der Fritöse verbringen können. Auch der Tomatenreis war nun nicht unbedingt der Bringer, denn auch dieser war geschmacklich sehr fad und pappig.
Herr Jenome und Frauchen haben sich für die Platte Sokrates mit Gyros, Souflaki, Souzuki, Reis, Pommes frites und Tzatziki entschieden. Auch hier wieder das Gyros zu trocken und kaum gewürzt, was man leider auch vom Souflaki sagen muss.
Das Souflaki hatte zwar schöne Grillspuren zu verzeichnen, allerdings war das Fleisch auch hier total trocken und kaum gewürzt. Gut war dafür das Souzuki, denn dieser Hackfleischkloß war richtig gut würzig und scharf angebraten. Auch hier wieder die Pommes und der Reis, auf die wir auch gern verzichtet hätten.
Da noch etwas Zeit war, bis das kleine Töchterchen auf Arbeit musste, gönnten die Damen sich noch einen Nachtisch. So bestellten sie sich noch einmal:
· 1x Griechischer Joghurt für 6,90 € · 1x Tiramisu für 7,50 €
Wenige Minuten später waren die beiden Nachspeisen am Tisch. Der griechische Joghurt wurde natürlich mit recht viel Honig angerichtet, dazu gab es einen Klecks Sahne und eine Kugel Vanilleeis.
Das Tiramisu sah dann auch wieder ganz nach Convenience aus, denn so wie wir es nun auf dem Teller hatten, kennen wir es auch aus dem Supermarkt. Aber gut, wir sind beim Griechen, nicht beim Italiener.
Zum Glück gab es zwischendurch immer mal einen Ouzo, denn da kam immer wieder mal einer der jungen Herren mit einem vollen Tablett durch das Restaurant.
Nach knapp 1,5 Stunden waren wir fertig, Töchterchen musste zur Nachtschicht. Also konnte Schwiegersöhnchen zahlen, was mit Karte kein Problem war.
Unser Fazit: für uns fünf Leute standen 159,90 € auf der Rechnung, da Schwiegersöhnchen Geburtstag hatte, wurden ihm knapp 5 Euro erlassen, und er musste nur 155 Euro zahlen. Ich glaube nicht dass wir so schnell wieder hier her kommen, für uns ist das eher ein unterdurchschnittlicher Grieche mit zu viel Convenience. Da geben sich andere Gasthäuser mehr Mühe, und bieten zum Beispiel auch die griechischen Bratkartoffeln und eine bessere Auswahl am Salat an.
Unser neues Schwiegersöhnchen hatte Geburtstag, und wie er es bei uns im letzten Jahr gelernt hatte, gehen wir als Familie gemeinsam essen. Wie die jungen Männer vom Land so sind, lieben die natürlich Fleisch, meistens viel Fleisch. Unser Schwiegersöhnchen ist da keine Ausnahme, vor allem aber liebt er die griechische Küche. Also war klar, wohin die Reise gehen sollte. Und wer durfte wieder suchen? Na klar, Herr Jenome. Nun bestand aber die Schwierigkeit darin, nicht irgendwo essen zu gehen, denn... mehr lesen
Santorini
Santorini€-€€€Restaurant035126552526Ullersdorfer Platz 1, 01324 Dresden
2.5 stars -
"Großstadtgrieche - da gibt man sich bei uns auf dem Land doch mehr Mühe" JenomeUnser neues Schwiegersöhnchen hatte Geburtstag, und wie er es bei uns im letzten Jahr gelernt hatte, gehen wir als Familie gemeinsam essen. Wie die jungen Männer vom Land so sind, lieben die natürlich Fleisch, meistens viel Fleisch. Unser Schwiegersöhnchen ist da keine Ausnahme, vor allem aber liebt er die griechische Küche. Also war klar, wohin die Reise gehen sollte. Und wer durfte wieder suchen? Na klar, Herr Jenome. Nun bestand aber die Schwierigkeit darin, nicht irgendwo essen zu gehen, denn
Unser Wastel hat nun heute seinen 100.ten Geburtstag. Gefeiert wird natürlich in der NordseeLodge, wo der junge Herr seit zig Jahren als Stammgast präsent ist. Das Geburtstagsmenü: Lammbraten vom Salzwiesenlamm oder Lachs mit Spargel. Beides lecker, ein ausführlicher Bericht folgt, wir müssen erst mal feiern.
VG von Wastel und Lucie sowie Frau Jenome
Unser Wastel hat nun heute seinen 100.ten Geburtstag. Gefeiert wird natürlich in der NordseeLodge, wo der junge Herr seit zig Jahren als Stammgast präsent ist. Das Geburtstagsmenü: Lammbraten vom Salzwiesenlamm oder Lachs mit Spargel. Beides lecker, ein ausführlicher Bericht folgt, wir müssen erst mal feiern.
VG von Wastel und Lucie sowie Frau Jenome
Hotel NordseeLodge · Zur Alten Kirche
Hotel NordseeLodge · Zur Alten Kirche€-€€€Restaurant04844275Alte Kirche 1, 25849 Pellworm
5.0 stars -
"Unser GG Senior hat heute nun seinen 100 erreicht" JenomeUnser Wastel hat nun heute seinen 100.ten Geburtstag. Gefeiert wird natürlich in der NordseeLodge, wo der junge Herr seit zig Jahren als Stammgast präsent ist. Das Geburtstagsmenü: Lammbraten vom Salzwiesenlamm oder Lachs mit Spargel. Beides lecker, ein ausführlicher Bericht folgt, wir müssen erst mal feiern.
VG von Wastel und Lucie sowie Frau Jenome
Geschrieben am 29.04.2026 2026-04-29| Aktualisiert am
29.04.2026
Besucht am 15.02.2026Besuchszeit: Abendessen 3 Personen
Rechnungsbetrag: 100 EUR
Seit über 20 Jahren fahren wir nun schon in die Cuxhavener Ecke in unseren Winterurlaub. Während andere auf Skiern die Hänge in den Bergen herunterfahren, genießen wir bei langen Strandspaziergängen die Stille, die Weite und natürlich das raue Klima im Winter an der Nordsee. Das macht natürlich hungrig, und so geht es für uns dann doch fast jeden Tag in eine Gastronomie. Und wenn wir schon mal hier oben sind, gibt es natürlich immer Fisch, denn wo, wenn nicht hier, bekommt man ihn noch so frisch. Und trotz, dass wir nun schon so viele Jahre hier umher sind, gibt es noch immer viele unentdeckte Restaurants für uns.
So auch das Fischereihafen Restaurant Lloyds. Jedes Mal, wenn wir zu einem der vielen Restaurants im Fischereihafen fahren, kommen wir hier vorbei, haben es aber bisher immer links liegen gelassen. Das sollte sich diesen Urlaub nun endlich mal ändern, und bei der Vorplanung unseres Urlaubes bestellte ich also hier online einen Tisch für uns dreie.
Am besagten Abend konnten wir dann unseren vierrädrigen Untersatz beim benachbarten „Wrack- und Fischereimuseum Windstärke 10“ abstellen, und hatten nun nur wenige Meter zum Restaurant.
Vorbei am mit Glas verkleideten Biergarten ging es zum Eingang, hier warteten wir erst einmal auf eine der beiden Damen im Service, welche gerade ganz gut beschäftigt waren. Nach ein paar Minuten des Wartens kam dann eine der Damen zu uns, und fragte nach der Reservierung, da soweit alles voll ist. Im Augenwinkel erspähte ich zwei freie Tische, welche bereits entsprechend eingedeckt waren. Die Dame war allerdings ziemlich überfordert mit der Situation oder dem Stress, und setzte uns dann an einen Tisch, welcher für 2 Personen eingedeckt ist. Wenige Minuten später kam dann ein Pärchen, diese wurden dann an den Tisch gesetzt, welcher für drei Personen eingedeckt war. Naja, egal, denn das fehlende Besteck kam ja wenige Minuten später.
Gleichzeitig mit dem fehlenden Besteck wurde uns auch die Speisekarte gereicht. Da wir ja hier in einem Fischrestaurant sind, überwiegt natürlich das Angebot an Fischgerichten. Die Preise liegen dabei zwischen 19 Euro für Seelachs und 32 Euro für Limandesfilet. Auch die verschiedenen Matjesvariationen liegen um die 19 Euro und die Fischsuppe als Vorspeise kratzt an der 10- Euromarke. Und wer im Fischrestaurant nun gar keinen Fisch mag der kann noch immer zwischen Putenmedaillons oder Schweinemedaillon wählen.
Wir waren recht schnell fündig mit unserer Auswahl, und so konnten wir bereits wenige Minuten später mit unserer Getränkebestellung auch unseren Speisewunsch angeben.
Wir orderten:
Getränke:
1x 0,4ér Krombacher Pils für 5,10 €
1x 0,2ér Hauswein Cuvée weiß vom Weingut Heinrich Vollmar für 6,80 €
1x 0,3ér Sinalco Cola für 3,80 €
Vorspeisen:
1x Klare Fischsuppe „Fischereihafen-Restaurant“ mit verschiedenen Fischfilets, Black Tiger Garnelen, Wurzelgemüsen und Baguette für 9,50 €
Hauptspeisen:
1x „Pannfisch“ Verschiedene Fischfilets aus der Butterpfanne in Senf - Dillsauce, dazu Bratkartoffeln mit Speck und Zwiebeln für 22,50 €
1x Fischteller bestehend aus: Drei verschiedene Fischfilets und Garnelenspieß, in Butter gebraten, dazu Kräuterrahmsauce und kleine Schmorkartoffeln mit Rosmarin für 25,50 €
1x Filet vom Seelachs, in Butter gebraten, gratiniert mit Blattspinat und Mozzarella, dazu Kräuterrahmsauce und kleine Schmorkartoffeln mit Rosmarin für 22,50 €
Nun hatten wir erst einmal über 10 Minuten Zeit, ehe unsere Getränke kamen. Zeit genug sich im Restaurant mal umzuschauen. Groß, hell, freundlich. Bodentiefe Fenster bringen am Tag ausreichend Licht herein, am Abend war mit den hellen LED-Leuchten natürlich auch für genügend Helligkeit gesorgt. Helle Tische und die hellen Korbstühle passten da ganz gut dazu.
Die Tische sind immer als 2ér Tische ausgelegt, so kann man nach Belieben den Raum gestalten und kleine oder große Gruppen ganz gut unterbringen. In der Mitte des Raumes ist die große Theke, von hier haben die Damen einen guten Überblick über das Restaurant, und auch der weg in einen zweiten Raum, direkt angrenzend, ist nicht weit. Dahinter kann man immer wieder mal einen Blick in die Küche erhaschen.
Die Tische sind mit einem Läufer aus Stoff eingedeckt, es stehen Salz-und Pfeffermühle bereit. Für jeden Gast wird extra eingedeckt und die Tische gründlich nach jedem Besuch gereinigt.
Nun konnten wir also unsere Getränke zu uns nehmen, und auch hier war ich wieder erstaunt, dass es kein norddeutsches Bier im Ausschank gab, sondern Krombacher hier als Hausmarke kredenzt wird. Auch ungewöhnlich, hier wird Sinalco ausgeschenkt. Mal was anderes.
Ich hatte mein Bier vom ersten Schluck noch gar nicht richtig abgesetzt, kam auch schon meine Klare Fischsuppe a la „Fischereihafen-Restaurant“.
Die Fischsuppe war angenehm heiß, sie dampfte noch schön und man musste vorm Verzehr etwas pusten. Obenauf schwammen einige kleine Fettaugen, allerdings fehlte mir persönlich insgesamt etwas die Würze, für meine Frau wäre sie so perfekt gewesen.
Dafür war aber dann recht viel verschiedener Fisch drin, auch 2 Garnelen habe ich gefunden. Abgerundet wurde die Fischsuppe mit Möhre und Lauch, welche kleingehäckselt dem Sud beigegeben wurden. Als Beilage gab es frisches Baguette.
Auf unsere Hauptspeisen mussten wir nun noch etwas warten, denn erst eine halbe Stunde nach meiner Suppe, bzw. eine dreiviertel Stunde nach Bestellung brachten uns die beiden Damen das Essen an den Tisch.
Töchterchen hatte sich heute für das Filet vom Seelachs entschieden, welches gratiniert mit Blattspinat und Mozzarella war. Der Seelachs war ein ordentlich großes Filet, der Fisch war frisch und angenehm im Biss.
Der Spinat obenauf war kräftig würzig, der Mozzarella war gut überbacken, erste kleine Bräunungsbläschen hatten sich gebildet. Dazu gab es eine milde Kräuterrahmsauce, welche auf den ersten Blick eher an eine Senfsoße erinnerte. Diese war gut im Geschmack, und passte zum Fisch. Dazu gab es Rosmarinkartoffeln, welche richtig gut geröstet waren und schön fest im Biss waren. Eine winzige Salatbeilage rundete das ganze ab.
Frauchen hatte sich den Fischteller mit drei verschiedenen Fischfilets rausgesucht. Die Fischfilets bestanden heute aus Seelachs, Rotbarsch und Kabeljau. Alle drei Fisch waren vom Geschmack her deutlich zu unterscheiden. Vor allem der milde Kabeljau und der kräftige Rotbarsch stachen hervor.
Alle drei Filets waren ausreichend groß, und angenehm krossgebraten. Obenauf gab es einen Garnelenspieß, der mit 5 Garnelen gespickt war. Den überließ dann meine Frau lieber mir. Ich fand ihn gut, die Garnelen schön fest und mild im Geschmack. Auch hier wieder die gleiche Kräuterrahmsauce und Rosmarinkartoffeln wie bei Töchterchen.
Ich wollte heute den „Pannfisch“, welcher hier in Cuxhaven aus verschiedenen Fischfilets angerichtet wird, also so, wie ja eigentlich Pannfisch zubereitet wird. Auch ich hatte heute hier die drei Sorten Seelachs, Rotbarsch und Kabeljau wie mein Frauchen.
Allerdings waren meine drei Filets nicht ganz so krossgebraten, und kamen etwas blasser daher. Gut geschmeckt haben sie deswegen trotzdem. Zum Pannfisch gehört natürlich eine gute Senfsoße, und die wurde hier gereicht. Eine kräftige, sämige, dunkle Sauce wurde hier angerichtet, und mit Dill verfeinert. Die Sauce war sehr gut im Geschmack, allerdings hätte ich mir die Soße in einem extra Kännchen gewünscht, und nicht das der ganze Fisch darin ertrinkt.
Ich hatte, ebenfalls traditionell zum Pannfisch, Bratkartoffeln. Und ja, auch die können sie hier. Auch wenn die Rohkartoffeln sicher schon geschnitten als Convenience hier ankommen, sie waren richtig schön krossgebraten, die Ränder der Kartoffeln waren schön knusprig. Sie waren gut gewürzt, und auch mit Speck- und Zwiebelstippen wurde nicht gespart. Auch hier wieder die winzige Salatbeigabe, welche eigentlich nicht der Rede wert ist.
Wir waren nun eine Stunde hier, und wollten dann eigentlich nur noch nach Hause. Nicht wegen dem Essen, aber immer wieder blieb die Tür nach draußen offenstehen, da die Gäste da wahrscheinlich immer wieder an den Türfeststeller kamen. Somit zog es immer wieder kalt herein, und wir fröstelten dann doch ganz schön. Das Bedienpersonal störte sich nicht drum, nur wir und andere Gäste standen immer wieder auf, und mussten die Türe schließen. Und dann nervte ein andauernder, ganz leiser Piepton permanent im Hintergrund, was uns letztendlich zu viel wurde.
Unser Fazit: wir ließen zu dritt 100,80 € im Fischereihafen Restaurant Lloyds in Cuxhaven. Das Essen war gut, die 5 Sterne von unserem Lieblingsrestaurant um die Ecke erreicht es aber nicht. Und die Bedienung war dann doch so etwas…….
Seit über 20 Jahren fahren wir nun schon in die Cuxhavener Ecke in unseren Winterurlaub. Während andere auf Skiern die Hänge in den Bergen herunterfahren, genießen wir bei langen Strandspaziergängen die Stille, die Weite und natürlich das raue Klima im Winter an der Nordsee. Das macht natürlich hungrig, und so geht es für uns dann doch fast jeden Tag in eine Gastronomie. Und wenn wir schon mal hier oben sind, gibt es natürlich immer Fisch, denn wo, wenn nicht hier,... mehr lesen
4.0 stars -
"Gutes Essen, gemütliches Ambiente, nur die Bedienung war an dem Abend etwas überfordert" JenomeSeit über 20 Jahren fahren wir nun schon in die Cuxhavener Ecke in unseren Winterurlaub. Während andere auf Skiern die Hänge in den Bergen herunterfahren, genießen wir bei langen Strandspaziergängen die Stille, die Weite und natürlich das raue Klima im Winter an der Nordsee. Das macht natürlich hungrig, und so geht es für uns dann doch fast jeden Tag in eine Gastronomie. Und wenn wir schon mal hier oben sind, gibt es natürlich immer Fisch, denn wo, wenn nicht hier,
Besucht am 15.02.20263 Personen
Rechnungsbetrag: 50 EUR
Das altehrwürdige Café Brühning in Otterndorf bei Cuxhaven war eine Institution und weit hin bekannt. So waren auch wir in jedem Winterurlaub mindestens einmal dort um Eis oder von den vielen selbstgebackenen Torten und Kuchen zu essen. Vor einigen Jahren ging Familie Brühnung nun in den Ruhestand, seitdem hat das Café eher unruhige Zeiten erlebt. Mittlerweile ist mit der Gelateria da Marco der dritte Nachfolger im Haus, der nun versucht an die alten Zeiten anzuknüpfen.
Dabei ist der neue Gastronom kein Unbekannter oder ein blutiger Neuling, sondern einer, der bereits seit vielen Jahren in Cuxhaven auch schon solch ein Café betreibt. Die Rezensionen auf diversen Portalen und in sozialen Netzwerken sind sehr durchwachsen, meist wird bemängelt, dass das Team wohl nicht so recht den Anforderungen gewachsen ist. Also mussten wir uns doch nun auch einmal unser eigenes Bild machen, und so fuhren wir hinüber nach Otterndorf, dem kleinen Städtchen, welches über 20 Jahre unser Urlaubsdomizil im Februar war. Unser Auto konnten wir ziemlich direkt gegenüber des Cafés in einer der wenigen Parkbuchten abstellen, in den Sommermonaten ist das Parken hier fast unmöglich.
Erstaunt waren wir, dass sich am Café von außen überhaupt nichts geändert hat, und man nun schon deutlich sieht, dass das Gebäude in die Jahre gekommen ist. Hier sollte dann doch mal etwas investiert werden, denn der erste Eindruck mach viel aus.
Beim Betreten des Cafés fühlten wir uns wieder in die alte Zeit zurückversetzt, denn noch immer steht gleich links nach dem Eingang die riesige Theke, welche früher voll mit Torten gefüllt war. Heute versucht man den Platz auszufüllen, indem man die wenigen Torten und Kuchen einfach weiter auseinanderstellt. Wie früher auch gibt es eine Eis Theke, an der man sich auch für außer Haus eine Eiswaffel holen kann.
Rechts vom Eingang ging es einige Stufen hinauf in den großen Cafébereich. Hier hat man aber nun schon investiert, ob einer der Vorgänger oder der aktuelle Betreiber ist uns nicht bekannt. Helle, dick gepolsterte Lederstühle sind großzügig im Raum verteilt, früher hatte man hier deutlich mehr Gestühl stehen.
Die typischen kleinen, runden Cafétische standen in der Mitte, die größeren an den Fenstern und im hinteren Bereich. Während die kleinen Cafétischchen geradeso ausreichten um Kaffee und Eis auf dem Tisch zu platzieren, hatten die größeren dann ausreichend Platz. Während man im hinteren Bereich eher ruhig und fast ein bisschen abgeschieden sitzt, hat man vor an den großen Fenstern einen herrlichen Blick auf den alten Marktplatz und die wunderschöne Kirche von Otterndorf.
Wie in vielen anderen Cafés auch, muss man hier zur Kuchenauswahl an die große Theke, während Getränke und Eisbecher am Tisch bestellt werden. Kleine Speisekarten mit Getränken und anderen italienischen Spezialitäten liegen auf den Tischen bereit, ebenso eine extra Karte für die Eisbecher.
Wir orderten also:
Getränke:
• 1x ,4ér Milchshake für 4,90 € • 1x Cappuccino für 3,3 € • 1x Latte Macciato mit Baileys für 4,80 €
Speisen:
• 2x Eierlikör Becher für 9,90 € • 1x Amarena Becher für 9,90 € • 1x Stück Zitronen-Torte für 4,50 € • 1x Eclair für 2,80 €
Während hinter dem Tresen mehrere junge, italienische Herren werkeln, ist im Service eine sehr junge Dame allein im Service, und oftmals deutlich überfordert. Sie ist nicht unbedingt die schnellste, vergisst auch hier und da mal was, sodass sich an den Nachbartischen schon ab und an mal etwas lauter beschwert wird. Wir sind im Urlaub, nicht auf der Flucht, und gerade zum Kaffeetrinken haben wir doch mehr als ausreichend Zeit. Und zumindest brachte man es hier fertig, Eis, Kuchen und Kaffeegetränke gleichzeitig an den Tisch zu bringen. Beim letzten Café-Besuch in Bayern hatten wir ja ne viertel Stunde Luft dazwischen.
Unsere Kaffeegetränke waren richtig gut, und kräftig, hier merkt man das Italiener ebend Ahnung haben vom Cappuccino und Latte. Auch der Milchshake war gut angerichtet, und fürs Auge mit Schokosauce am Glasrand verfeinert.
Nun hieß es also ran an die leckeren Sachen, und bevor das Eis schmilzt, lassen wir halt den Kuchen stehen, und kümmern uns erst mal ums Eis. Meine beiden Damen hatten sich die Eierlikör Becher gewünscht, und was da in einem dicken, großen Glas kam, konnte sich erst mal sehen lassen.
Wie gewünscht gab es Eierliköreis, Schokoeis und Vanille, obenauf reichlich Sahne und natürlich ein kräftiger Schluck Eierlikör. Während Schoko- und Vanilleeis ganz gut schmeckten, war das Eierliköreis viel zu fad im Geschmack, und schmeckte eigentlich nach gar nichts. Das haben wir aber von einem italienischen Eiscafé besser erwartet. Dafür war die Sahne schön steif und nicht zu süß, der Eierlikör obenauf normaler Likör aus dem Supermarkt.
Ich konnte mich über meinen Amarena Becher nicht beschweren. Kirsch- und Vanilleeis waren gut und kräftig im Geschmack, die Amarena Kirschen gut eingelegt, ja die hatten es in sich, und dazu natürlich noch ein kräftiger Schluck Kirschwasser. Auch hier wieder die leckere, feste Sahne mit Schokostreuseln drauf.
Dann ging es auf zum Kuchen. Die Mädels hatten sich das Stück Zitronen-Torte geteilt, dafür gab es auf Wunsch auch zwei Gabeln geliefert. Der Kuchen war gut, kommt aber bei weitem nicht an die Torten von Brühnings heran.
Der Teig, welcher in zwei Schichten verarbeitet war, war uns etwas zu trocken. Gut, dass es da die leichte Zitronencreme mit Gelee darauf gab, das frischte etwas auf.
Ich hatte mir ein Eclair genommen, ab und an esse ich solche Dinger ganz gerne mal. Allerdings reichte mir ein Bissen davon, denn dieses Eclair hier war mit Schokocreme gefüllt statt mit normaler Creme, und das war mir dann doch zu viel Schoki. Meinen Mädels hat´s geschmeckt.
Nach einer Stunde waren wir fertig mit unserem Kaffeetrinken, und jetzt sollte es ja noch weiter in Otterndorf gehen. Wir zahlten, zur Kartenzahlung musste ich aber an den Tresen kommen.
Unser Fazit: wir zahlten zu dritt glatt 50 Euro in der Gelateria da Marco, dem ehemaligen Café Brühning in Otterndorf. Man gibt sich Mühe, aber hier ist noch sehr viel Luft nach oben. Im Service, im Geschmack, in der Auswahl. An das alte Café Brühning kommen sie nicht heran.
Das altehrwürdige Café Brühning in Otterndorf bei Cuxhaven war eine Institution und weit hin bekannt. So waren auch wir in jedem Winterurlaub mindestens einmal dort um Eis oder von den vielen selbstgebackenen Torten und Kuchen zu essen. Vor einigen Jahren ging Familie Brühnung nun in den Ruhestand, seitdem hat das Café eher unruhige Zeiten erlebt. Mittlerweile ist mit der Gelateria da Marco der dritte Nachfolger im Haus, der nun versucht an die alten Zeiten anzuknüpfen.
Dabei ist der neue Gastronom kein... mehr lesen
Gelateria da Marco
Gelateria da Marco€-€€€Cafe, Eiscafe04751 9995810Am Kirchplatz 4, 21762 Otterndorf
3.0 stars -
"Das altehrwürdige Café Brühning-lang ist es her, und der Weg dahin sehr weit" JenomeDas altehrwürdige Café Brühning in Otterndorf bei Cuxhaven war eine Institution und weit hin bekannt. So waren auch wir in jedem Winterurlaub mindestens einmal dort um Eis oder von den vielen selbstgebackenen Torten und Kuchen zu essen. Vor einigen Jahren ging Familie Brühnung nun in den Ruhestand, seitdem hat das Café eher unruhige Zeiten erlebt. Mittlerweile ist mit der Gelateria da Marco der dritte Nachfolger im Haus, der nun versucht an die alten Zeiten anzuknüpfen.
Dabei ist der neue Gastronom kein
Besucht am 14.02.2026Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 83 EUR
Wir fahren ja nun schon seit fast 25 Jahren immer im Februar für eine Woche an die Nordsee im Cuxland. So waren wir immer bei ein und demselben Vermieter im gleichen Haus im malerischen Städtchen Otterndorf, gleich hinter dem Deich, man kam sozusagen zu Hause an. Mittlerweile haben sich die Herrschaften aus Aalen aber aus der Vermietung zurückgezogen, und ihr Haus an eine größere Ferienhausfirma übergeben. Somit änderten sich natürlich auch die Preise, und gingen drastisch nach oben. Da gab es für uns nur eins, fliehen.
Jetzt sind wir im Cuxhavener Ortsteil Sahlenburg heimisch geworden, hier ist es, bis auf die Wochenenden, genauso ruhig wie in Otterndorf vor 15 Jahren noch. Der Campingplatz geschlossen, die Häuser weitestgehend leer, und so kann man sich die Ferienwohnungen mit direktem Meerblick frei aussuchen. Hier kann man also noch so richtig die Seele baumeln lassen. Allerdings hat dies auch einen entscheidenden Nachteil, denn jegliche Gastro im Ortsteil, bis auf ein großes, neues Restaurant haben geschlossen.
Nicht so dieses Wochenende. Da der 14.02. war, und dies ja in Deutschland groß als Valentinstag zelebriert wird, hat das Restaurant "Zum Finkenmoor" in Sahlenburg ebend ihre Saisoneröffnung vorverschoben, und ich konnte per Mail einen Tisch für uns zwei reservieren. Uff, somit war zumindest der erst Abend gesichert.
Am Abend ging es dann zu Fuß von unserer Ferienwohnung am Deich in das nur wenige hundert Meter entfernte Restaurant. Hier staunten wir nicht schlecht, denn der Parkplatz war zwar fast leer, aber das Restaurant war bis auf den letzten Platz voll. Wie sich herausstellte waren es alle einheimische Sahlenburger, die sich freuten, dass Familie Mikkelsen wieder geöffnet hat. So war ein Schützenverein anwesend, aber auch mehrere Familien. Und zwischendrin wir Touristen.
Von der Chefin des Hauses wurden wir freundlich begrüßt, und da wir uns mit unserem Vierbeiner angemeldet hatten, bekamen wir einen Tisch in der Ecke des Wintergartens zugewiesen, somit hatte Hundi seine Ruhe unter dem Tisch.
Die Speisekarte war auch sofort zur Hand, und so konnten wir erst einmal stöbern. Versprochen wird hier gutbürgerliche, deutsche Küche mit frischem Fisch vom Kutter. Wer keinen Fisch mag, der bekommt hier natürlich auch sein geliebtes Schnitzel in verschiedenen Variationen oder Rumpsteaks von heimischen Färsen. Die Preise bewegen sich dabei zwischen 18 bis knapp über 30 Euro. Für uns war ja klar, was es an der Nordsee geben sollte, und somit beschränkten wir den Blick auf die Fischkarte.
Nach kurzer Zeit war die Chefin des Hauses wieder am Tisch, und wir konnten bestellen.
Getränke:
1x 0,4ér Krombacher Pilsner für 4,90 €
1x 0,2ér Weißwein Müller-Thurgau trocken vom Flonheimer Binger Berg für 6,30 €
Vorspeise:
1x Tomatensuppe nach Art des Hauses mit Sahnehaube für 6,90 €
1x Fischsuppe nach „Käptn´s Art“ mit reichhaltiger Einlage für 7,90 €
Hauptspeise:
1x Kabeljau mit Kräuterbutter und Bratkartoffeln für 25,50 €
1x Fischplatte Neuwerk – 3 Sorten Fischfilets nach Anlandung, mit Remoulade und Bratkartoffeln für 25,90 €
Da das Lokal voll war, der Chef des Hauses in der Küche werkelt, und Mutter und Tochter den Service schmeißen, dauerte es jetzt ein bisschen, bis unsere Getränke kamen. Zeit sich etwas umzuschauen. Eigentlich ist das Restaurant ein gewöhnliches Wohnhaus, in welchem das Erdgeschoss zum Restaurant umfunktioniert wurde. Entsprechend klein war es mal in der Ausgangslage, dies wurde aber später mit einem Anbau als Wintergarten gelöst. So sitzt eine Hälfte der Kunden im Haus, der Rest im Wintergarten. Das Restaurant ist modern und hell gehalten, auf den großen Stühlen sitzt man bequem. Aus Corona Zeiten gibt es hier noch die leidigen Trennwände aus Kunststoff, und sollen so womöglich noch etwas Privatsphäre vermitteln. Kann man haben, aber muss man nicht mehr haben.
Nach 10 Minuten kam dann die Tochter des Hauses mit unseren Getränken an den Tisch. Dabei staune ich immer wieder hier oben in Cuxhaven das kein heimisches Bier, oder zumindest von der Küste verkauft wird, sondern ebend wie hier Krombacher. Naja, schade.
Nach weiteren 5 Minuten waren dann auch unsere beiden Vorsuppen am Tisch. Meine Frau hatte sich natürlich die Tomatensuppe nach Art des Hauses bestellt. Uns huschte erst einmal ein kleines Lächeln übers Gesicht, kennen wir doch das Geschirr aus dem heimischen Küchenschrank. Und da passte die Suppe natürlich gut rein. Hellrot strahlte die Tomatensuppe aus der Schüssel, war angenehm heiß und geschmacklich richtig gut.
Hier schmeckte und merkte man das diese Suppe nicht aus der Tüte angerührt wird, denn die Suppe war grob püriert, sodass noch immer das Tomatenfleisch in der Suppe wahrnehmbar war. Sie war mild gewürzt, sodass der Tomatengeschmack voll zur Geltung kam. Dazu war sie noch angenehm cremig, perfekt für meine Frau. Als Beilage gab es zwei Scheiben frisches Brot.
Ich hatte mir die Fischsuppe nach „Käptn´s Art“ mit reichhaltiger Einlage gordert. Über reichhaltiger Einlage kann man sich sicher streiten, aber ich sage mal für den Preis war die Fischeinlage hier doch recht gut.
In anderen Restaurants bezahlt man ja für so ein Fischsüppchen locker mal 12 Euronen. Als weitere Einlage waren in der heißen Suppe noch Möhren, Erbsen, Lauch und Lauchzwiebeln sowie Petersilie. Der klare Sud war kräftig, würzig und richtig gut im Geschmack. Auch hier dazu zwei halbe Scheiben Brot.
Zirka 20 Minuten nach unseren Vorspeisen kamen dann auch schon die beiden Hauptspeisen. Meine Frau hatte sich die Fischplatte Neuwerk – 3 Sorten Fischfilets nach Anlandung, mit Remoulade und Bratkartoffeln auserkoren. Heute waren im Netz des Fischers Seelachs, Kabeljau und Rotbarsch hängen geblieben, und hier auf dem Teller gelandet. Drei große Filets lagen da, alle sehr gut und kross auf der Haut gebarten, die Innenseite des Fisches auch schön braun gebraten.
Dabei war der Fisch schön fest und noch angenehm frisch und saftig im Fleisch. Nicht ganz so angenehm waren da eher die Bratkartoffeln. Sie waren zwar ordentlich mit Speck und Zwiebel gebraten, und obenauf mit frischem Lauch verfeinert, allerdings trieften sie nur so von Fett.
Auch fehlte hier und da noch der gewisse Bräunungsgrad. Das Gewisse etwas fehlte auch der Remoulade, denn diese schmeckt sehr stark nach Mayonnaise statt nach leichter Remoulade.
Für mich war zu dieser Jahreszeit klar, es kann nur Kabeljau mit Kräuterbutter und Bratkartoffeln geben.
Und dieser Kabeljau hier hatte es in sich, denn ein ordentlich großes Filet lag da auf dem Teller. Wie beim anderen Fisch auch, hier ordentlich kross gebraten, dabei aber noch immer frisch und saftig im Fleisch, wobei das Fleisch schön fest und bissig war.
Auch hier wieder die Bratkartoffeln, welche vom Ansatz her richtig gut waren, aber den letzten Touch verfehlt haben. Gewürzt waren sie ja gut, nachwürzen wäre allerdings nicht möglich gewesen, denn Salz-und Pfefferstreuer fehlten gänzlich. Die Kräuterbutter war selbst angerichtet, und als Kugel auf dem Teller serviert. Mehr brauchte ich nicht.
Zwischenzeitlich war dann schon mein Bier eine ganze Weile alle, ich hätte gern noch ein neues gehabt, aber irgendwie hat man zwischendurch unseren Tisch vergessen. Stattdessen saßen Tochter und Mutter an verschiedenen Tischen und hielten Klönschnak, man freute sich das man wieder zusammenkam, auch der Koch kam später noch mit dem ein oder anderen Schnäpsle an den ein oder anderen Tisch, und man unterhielt sich angeregt. Leider übersah man da auch unsere Handzeichen. Schade, denn als man uns dann endlich wahrnahm, wollten wir nur noch nach Hause.
So orderten wir auf die fettigen Bratkartoffeln noch je einen Neuwerker Aquavit für je 2,90 €, verlangten die Rechnung, und machten uns auf in unsere wunderschöne Ferienwohnung mit direktem Blick zur Insel Neuwerk.
Unser Fazit: wir ließen zu zweit 83,20 € im Restaurant "Zum Finkenmoor" in Cuxhaven-Sahlenburg. Ein kleines, privat geführtes Restaurant, welches auch vor allem von den Einheimischen angenommen wird. Da kann das ja nicht schlecht sein. War es im Grunde auch nicht, denn beide Suppen als auch der Fisch waren richtig gut, nur die Bratkartoffeln waren nicht so unser Ding. Einen Punkt Abzug auch im Service, denn auch wenn man sich freut sich nach dem Winter wieder zu sehen, und bissel schnaken will, sollte man doch alle Gäste im Blick behalten. Unser nächster Urlaub in Sahlenburg im Februar 2027 ist geplant, und wir hoffen das wir dann noch einmal hier testen kommen können.
Wir fahren ja nun schon seit fast 25 Jahren immer im Februar für eine Woche an die Nordsee im Cuxland. So waren wir immer bei ein und demselben Vermieter im gleichen Haus im malerischen Städtchen Otterndorf, gleich hinter dem Deich, man kam sozusagen zu Hause an. Mittlerweile haben sich die Herrschaften aus Aalen aber aus der Vermietung zurückgezogen, und ihr Haus an eine größere Ferienhausfirma übergeben. Somit änderten sich natürlich auch die Preise, und gingen drastisch nach oben. Da gab... mehr lesen
Restaurant im Hotel Zum Finkenmoor
Restaurant im Hotel Zum Finkenmoor€-€€€Restaurant, Hotel0472129026Nordheimstraße 170, 27476 Cuxhaven
4.0 stars -
"Das Essen war gut, aber bei aller Freude zum Ende der Winterpause hatte man uns etwas vergessen" JenomeWir fahren ja nun schon seit fast 25 Jahren immer im Februar für eine Woche an die Nordsee im Cuxland. So waren wir immer bei ein und demselben Vermieter im gleichen Haus im malerischen Städtchen Otterndorf, gleich hinter dem Deich, man kam sozusagen zu Hause an. Mittlerweile haben sich die Herrschaften aus Aalen aber aus der Vermietung zurückgezogen, und ihr Haus an eine größere Ferienhausfirma übergeben. Somit änderten sich natürlich auch die Preise, und gingen drastisch nach oben. Da gab
Nach dem verheerenden Brand im bekannten Hotel-Restaurant Weißmühle im Enderttal ist die Ursache des Feuers weiterhin unklar. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an: Nach Informationen des Wochenspiegel sollen die Brandexperten insbesondere das betroffene Bettenhaus sowie den Dachbereich in den kommenden Tagen nochmals intensiv untersuchen. Währenddessen richtet sich der Blick nach vorn. Hotelchefin Laura Zimmer (33) hat sich exklusiv gegenüber dem Wochenspiegel zur aktuellen Lage und den nächsten Schritten geäußert. Trotz der angespannten Situation zeigt sich die Gastgeberin kämpferisch: „Wir sind unglaublich erleichtert, dass durch den schnellen und beherzten Einsatz der Feuerwehren ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile verhindert werden konnte. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar“, betont Zimmer. Besonders der linke Anbau, in dem sich das Feinschmecker-Restaurant befindet, konnte vor den Flammen gerettet werden. Hier konnte durch den professionellen Feuerwehreinsatz (über 160 Einsatzkräfte) Schlimmeres verhindert werden – eine Nachricht, die nicht nur das rund 20-köpfige Team des Hauses aufatmen lässt, sondern auch viele Gäste und Freunde des Traditionsbetriebs. Trotz der Belastung durch die Ereignisse arbeitet das Team bereits unter Hochdruck an der Wiederaufnahme des Betriebs. „Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich wieder für unsere Gäste da zu sein“, erklärt Zimmer weiter. Bereits am morgigen Samstag, 11.04.2026 soll das Restaurant wieder öffnen – sicher sehr zur Freude zahlreicher Feinschmecker aus der Region sowie vieler Unterstützer, die nach den dramatischen Bildern des Brandes ihre Anteilnahme gezeigt haben.
Der Schock sitzt dennoch tief – bei den Mitarbeitenden ebenso wie bei den Gästen. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs am frühen Nachmittag befanden sich mehrere Urlauber im Haus. Glücklicherweise wurde niemand ernsthaft verletzt. Wann genau Klarheit über die Brandursache herrschen wird, ist derzeit noch offen. Die Ermittler rechnen damit, dass die Untersuchungen noch einige Zeit in Anspruch nehmen werden. Bis dahin bleibt für die Betreiberfamilie Zimmer vor allem eines im Fokus: der Blick nach vorne und der schnelle, aber sichere Neustart ihres Hauses.
Nach dem verheerenden Brand im bekannten Hotel-Restaurant Weißmühle im Enderttal ist die Ursache des Feuers weiterhin unklar. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an: Nach Informationen des Wochenspiegel sollen die Brandexperten insbesondere das betroffene Bettenhaus sowie den Dachbereich in den kommenden Tagen nochmals intensiv untersuchen. Währenddessen richtet sich der Blick nach vorn. Hotelchefin Laura Zimmer (33) hat sich exklusiv gegenüber dem Wochenspiegel zur aktuellen Lage und den nächsten Schritten geäußert. Trotz der angespannten Situation zeigt sich die Gastgeberin kämpferisch: „Wir sind... mehr lesen
Restaurant Müllerstube im Hotel Weißmühle
Restaurant Müllerstube im Hotel Weißmühle€-€€€Restaurant02671-8955Wilde Endert 2, 56812 Cochem
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"Nach schwerem Brand - Bereits am morgigen Samstag, 11.04.2026 soll das Restaurant wieder öffnen" JenomeNach dem verheerenden Brand im bekannten Hotel-Restaurant Weißmühle im Enderttal ist die Ursache des Feuers weiterhin unklar. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an: Nach Informationen des Wochenspiegel sollen die Brandexperten insbesondere das betroffene Bettenhaus sowie den Dachbereich in den kommenden Tagen nochmals intensiv untersuchen. Währenddessen richtet sich der Blick nach vorn. Hotelchefin Laura Zimmer (33) hat sich exklusiv gegenüber dem Wochenspiegel zur aktuellen Lage und den nächsten Schritten geäußert. Trotz der angespannten Situation zeigt sich die Gastgeberin kämpferisch: „Wir sind
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So viel unsere Wahl auf das Restaurant „Ali Baba“ ganz in der Nähe. Früher waren wir recht oft dort essen, nachdem wir aber vor vier Jahren nicht so recht zufrieden waren, haben wir das Lokal in der letzten Zeit gemieden. Mit einem flauen Gefühl bestellte ich also telefonisch einen Tisch, in der Hoffnung nicht enttäuscht zu werden, denn unsere Freunde die uns begleiteten, waren noch nie so richtig orientalisch essen.
Am besagten Abend parkten wir dann unser Auto in einem Geheimversteck unweit des Alten Schlachthofes, und gingen zu Fuß zum Lokal. Da wir schon vor der Öffnungszeit am Restaurant waren, zündeten sich unsere beiden Begleiter erst mal ne Fluppe an. Dies bekam man augenscheinlich auch im Restaurant mit, denn wenig später kam eine junge Dame zu uns, und bot uns an, ach Trotz das die Öffnungszeit noch nicht erreicht sei, doch ins Lokal zu kommen.
Das taten wir dann auch, und schon beim Betreten war uns auf den ersten Blick klar, zumindest optisch hat sich in den letzten vier Jahren hier nichts verändert. Es stehen sogar noch immer rote Servietten auf den Tischen. Ansonsten hat man hier nichts angefasst, höchstens mal beim sauber machen. Das war dieses Mal zu unserer Zufriedenheit. Mag vielleicht auch daran liegen, dass das Restaurant gerade erst eröffnete.
Geändert hat sich aber die Bedienung, denn heute wurden wir von einer sehr jungen, sehr freundlichen deutschen Dame begrüßt und bewirtet. Und trotz dass sich das Lokal zum Abend hin immer mehr füllte, war sie allein in der Gaststube zuständig, und meisterte das auch mit Bravour. Sie scheint aber auch schon etwas längere Zeit nun hier tätig zu sein, denn mit einigen Kunden kannte man sich scheinbar. Aus der Küche lugte dann immer mal wieder ein Herr heraus, welcher hier der Inhaber sein könnte. Man sah auch, dass er durch eine weitere Dame in der Küche unterstützt wurde.
Wir bekamen also unmittelbar nachdem wir Platz genommen hatten unsere Speisekarten gereicht, und da wir vorab schon Online in der Karte gelunscht hatten, stand unsere Entscheidung nach einem kurzen Blick in die Karte recht schnell fest, und so orderten wir:
Getränke:
Hauptspeisen:
Die junge Dame war flott. Klar waren wir noch allein, aber nach nicht einmal 3 Minuten waren dann schon unsere Getränke am Platz. Zwei Bier frisch gezapft, und beide Weine ausgeschenkt. Hut ab.
Zehn Minuten später ging dann auf einmal die Tür der Küche auf, und unsere gemischten Salat wurden gebracht. Sicher nicht das, was wir unter einem gemischten Salat verstehen, denn er war einfach und schlicht.
Auch heute wieder war es Chinakohl, Eisbergsalat, eine halbierte Scheibe grüne Gurke und ein paar Tomatenstückchen in einer kräftigen, mit Kräutern versetzten Essigessenz angerichtet. Solange ich mir diesen Teller nicht als gemischten Salat kaufen muss….. also alles gut.
Das Lokal füllte sich zusehends, aber unsere Speisen waren pünktlich nach einer halben Stunde an unserem Tisch. Und während Herr Jenome sich für die Lammplatte entschied, und Frau Jenome das Lahme Ghanam Mischwi wünschte, war es bei unseren Freunden genau andersherum.
Fangen wir also beim Lahme Ghanam Mischwi, dem gegrillten Lammfleischspieß an. Hier gab es zwei Spieße, gespickt mit frischen, gut gewürzten und auf den Punkt genau gebratenen und vor allem großen Lammfleischstücken.
Das Fleisch war außen scharf an- und innen gut durchgebraten, und trotzdem noch schön saftig. Dazwischen, so ziemlich in der Mitte des Spießes gab es zwei Scheiben frische Zwiebel, welche scharf angebraten aber noch immer schön fest im Biss war. Hier hätte es können gern etwas mehr Zwiebel, oder wie in den vergangenen Jahren mit etwas Paprika sein können.
Dazu gab es ein mildes Kichererbsenpüree und ein herzhaft würziges, leicht scharfes Paprikapüree. Beides passte perfekt zum Dippen für den großen Fleischspieß. Nur Frau Jenome war das Paprikapüree etwas zu scharf, aber da ist meine Frau eh sehr empfindlich.
Das dünne, eigentlich nach nichts schmeckende Fladenbrot deckte die beiden Spieße ab, das Beste, die frittierten Kartoffelscheiben lagen daneben. Diese waren knusprig frittiert und mit reichlich Knoblauch versetzt. Naja, vielleicht verschafft uns das dann zum Konzert ja etwas mehr Platz. Als frisches Gemüse eine Scheibe Gurke und Paprika als Beilage.
Unsere Freundin und meine Wenigkeit hatten uns für die Lammplatte entschieden. Ich liebe Lamm, und hier werden ja Lammfilets, Lammkoteletts, Lammfleischspieß und Lammhackfleisch am Spieß serviert. Also alles was das Lammfleischliebhaberherz so begehrt.
Am Anfang sah man gar nicht was sich alles auf dem Teller verbirgt, denn auch hier war das Fleisch unter dem Fladenbrot versteckt. Nachdem man es aber aufgeschlagen hatte, kamen die Köstlichkeiten hervor. Das Lammfilet herrlich zart, das Lammkotelett mit einem kräftigen Knochen drin, der sich vom zarten Fleisch ganz leicht lösen ließ. Beide gut und kräftig gewürzt, vor allem mit Knoblauch wurde nicht gespart, und scharf angebraten, jedoch innen noch leicht medium.
Der typische Lammgeschmack war aber noch gut präsent, allerdings weit entfernt vom alten Hammel. Auch der Lammfleischspieß, den wir ja schon von dem anderen Gericht kennen, war hier gut. Zusätzlich hatte ich dann auf meiner Platte noch das Lammhackfleisch am Spieß. Während dies bei unserem letzten Besuch zu trocken war, merkte man hier, dass es frisch angerichtet und gebraten wurde, denn das Hackfleisch war noch schön saftig.
Auch hier wieder das Kichererbsen- und Paprikapüree, sowie die frittierten Kartoffelscheiben als Beilage dazu. Als frisches Gemüse auch hier eine Scheibe Gurke und Paprika als Beilage.
Das Lokal war mittlerweile voll, die junge Dame voll am Laufen, trotzdem hatte sie immer alle Gäste im Blick. So konnten wir zeitnah bezahlen, sodass wir fast pünktlich zum Einlass zu unserem Konzert kamen. Trotz reichlich Knoblauch im Essen hatten wir dann aber nicht unbedingt mehr Platz als erhofft, aber nach ner halben Stunde Konzert war das eh egal, weil die Music for the Masses alle zum Tanzen und Hüpfen brachte, und da der Knoblauchgeruch wohl das geringste Problem war ;-)
Unser Fazit: wir ließen zu viert 114,10 € im orientalischen Restaurant Ali Baba in Dresden. Während wir beim letzten Besuch nicht ganz zufrieden waren, wurden wir dieses Mal wenigstens nicht enttäuscht. Weder von der netten Bedienung noch vom Essen. Und unsere Freunde kommen wieder mal mit uns mit zum orientalischen Essen. Der Abend war gelungen.