Ich, von "RK" zu "GG" übergewechselt, bin auch in kulinarischer Hinsicht "polyglott". Durch meinen Beruf über viele Jahre in so ziemlich der ganzen Weltgeschichte herumgekommen habe ich mich sehr für die jeweils landestypischen Küchen und Gerichte interessiert , dabei auch viele "Blindversuche" gemacht sprich alles gegessen was mir vorgesetzt wurde, ohne immer zu wissen woraus es bestand. Am meisten beeindruckt haben mich die französische, die indonesische, die vietnamesische, die thailändische, die chinesische und nicht zuletzt auch die deutsche Küche sowie die gigantischen Fleisch- und Wurstfressereien in Argentinien. Ich koche selbst auch gerne, wobei meine Stärken ganz eindeutig in den Bereichen "Wild" (alles von meiner lieben Oma Sannchen gelernt) und "Meeresfrüchte" (mir selbst aus Kochbüchern beigebracht bzw. diverse einschlägige Koch-Seminare besucht) liegen. Ein ganz normales saarländisches, pfälzisches oder elsässisches Gericht kriege ich aber auch schmackhaft hin. Wo viel mit Tiefkühlware und/oder mit Convenienceprodukten gearbeitet wird, behagt es mir nicht und Schickimickifraß mag ich nicht.. Wird aber mit frischen regionalen Produkten handwerklich gut und dann noch mit etwas Pfiff und Raffinesse gekocht, fühle ich mich wohl. Stimmen dazu noch Service und Ambiente, komme ich gerne wieder und spare auch nicht mit Lob und Bewertungs-Sternen. Wobei mir dabei egal ist, ob es sich um einen Sternetempel, einen Landgasthof oder einen sogenannten Imbiss handelt:-)))
Durch meinen sehr grenznahen Wohnsitz Saarbrücken habe ich die Möglichkeit, hier und im benachbarten Frankreich auf viele anerkannt gute Restaurants und Gaststätten "zugreifen" zu können; die ein und andere Bauchlandung lässt sich aber nicht immer ausschließen. Über meine Besuche habe ich bisher (seit 2011) im Internet-Portal "Restaurant-Kritik" (das mittlerweile leider durch "Yelp" übernommen worden ist) Rezensionen geschrieben. Dass dort nicht immer alle Mitkritiker meiner Meinung waren und auch meine Kommentare ab und zu in den falschen Hals bekommen haben, damit konnte und kann ich durchaus leben. Klare Worte (ohne jemanden zu verletzen) werde ich jedenfalls auch in diesem Forum nicht scheuen.
Ich, von "RK" zu "GG" übergewechselt, bin auch in kulinarischer Hinsicht "polyglott". Durch meinen Beruf über viele Jahre in so ziemlich der ganzen Weltgeschichte herumgekommen habe ich mich sehr für die jeweils landestypischen Küchen und Gerichte interessiert , dabei auch viele "Blindversuche" gemacht sprich alles gegessen was mir vorgesetzt wurde,... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 298 Bewertungen 662414x gelesen 10041x "Hilfreich" 8506x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 07.04.2026 2026-04-07| Aktualisiert am
14.04.2026
Besucht am 07.04.2026Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 27 EUR
Zunächst blieb mir allerdings die Tür zum nordvietnamesischen Lokal verschlossen. Was war geschehen? Bisher konnte ich doch direkt nach meinen Physio-Terminen hier hineingekommen, da man ab 11 Uhr geöffnet hatte. Ein Blick auf die neue Beschriftung der Eingangstür brachte rasch die Aufklärung: man öffnet aktuell erst ab 12 Uhr. Über eine halbe Stunde im Auto sitzen und warten ? Das wollte ich nicht und so überbrückte ich die Zeit damit, im Scheidter REWE meinen Einkaufszettel abzuarbeiten. Um 12:18 Uhr landete ich dann aber wieder vor dem "Little Hanoi".
Wie schon in früheren Berichten erwähnt ist das Mittagsgeschäft eher flau; abends soll der Laden allerdings brummen. Heute zur Mittagszeit waren wir insgesamt sechs Personen; ein junges Paar hatte kurz vor mir Platz genommen und nach mir kamen dann noch drei Gäste etwa meines Alters. Mehr wurde es dann aber nicht, zumindest nicht bis zu meinem Weggang. Wie so ein geringer Zuspruch zur Mittagszeit auf Dauer durchzuhalten ist, wissen die Götter; ich weiss es jedenfalls nicht.
Hatte ich kürzlich nachgefragt, warum es hier kein nordvietnamesisches Bier gibt sondern nur das das südvietnamesische "Bia Saigon Export", hatte ich die Auskunft bekommen, dass die Beschaffung von nordvietmamesischem Bier zu aufwendig und zu kostspielig sei. Umso mehr war ich überrascht, aktuell nun mit "Hanoi Export Beer" doch ein nordvietnamesisches Bier auf der Karte vorzufinden. Ich hatte, da meine Arbeitsaufenthalte in beiden Vietnams lange zurückliegen, nicht mehr in Erinnerung, wie es schmeckt. Also habe ich es bestellt; 0.33l dieses aus Gerstenmalz, Hopfen, Wasser und Reis hergestellten Bieres mit 4,9 % vol kosten EUR 3,80. Für mich schmeckt es im Vergleich mit dem Bia Saigon Export lausig; ich werde es nicht wieder bestellen.
Wieder bestellt habe ich dagegen die "Há Ga0 Tôm" für EUR 6,00. Diese gedämpften vietnamesischen Dumplings (Reisteigtaschen) mit der saftigen Garnelenfüllung schmecken wirklich ganz ausgezeichnet. Wie zuletzt serviert kamen sie auch diesmal mit hellem und dunklen Sesam bestreut und serviert auf einem Bananenblatt, das Ganze zusammen mit einem Schälchen Nuoc Mam präsentiert auf einer Schiefertafel. Die Fischsoße ist mit Sicherheit nicht aus der Flasche (zu kaufen in Asia-Märkten) sondern selbstgemacht, wie sie jede vietnamesische Hausfrau, die etwasauf sich hält, auch produziert.
Hauptgericht war für mich diesmal wieder die Phò Bo, die vietnamesische Nationalsuppe, sowohl in Süd- wie auch in Nordvietnam: eine Reisnudelsuppe mit aromatischer Brühe und frischen Kräutern. Serviert mit Limette, kleingehackten sauscharfen "roten Teufelchen" und Sojasprossen. Als Phò Bo kommt sie hier mit dünnen Rindfleischscheiben für EUR 17,50 auf den Tisch, mit Hühnerfleisch für EUR 16,50 (korrekterweise müsste sie auf der Karte allerdings als "Phò Ga" erscheinen, während sie hier fälschlich auch unter "Phò Bo" läuft, genau wie die Phò mit Tofu für EUR 14,50 ) . Das Fleisch wird entweder roh in die heisse Brühe gegeben und gart dort vor sich hin oder es kommt bereits vorgegart in die Brühe. Dabei besteht die Gefahr, dass es, wenn es zum Gast kommt, doch ziemlich durch ist. So war es heute leider auch bei meinem Rindfleisch; schade drum.Wäre es roh zur Phò gegeben worden, wäre ich sehr zufrieden gewesen; so muss ich bei "Essen" diesmal leider einen Punkt abziehen.
Fazit: Ich komme trotzdem wieder und beim nächsten Besuch werde ich vielleicht mal die "Bun Cha" (Traditionelles Gericht aus Hanoi: Gegrillte Schweinefleischscheiben, serviert mit feinen Reisnudeln, frische Kräutern, Salat und Nuoc Cham Sauce zum Dippen) probieren.
P.S. Altes vietnamesisches Sprichwort: "Reis ist die treue Ehefrau, auf die du dich verlassen kannst. Phò ist die kokette Geliebte, für die du dich davonstiehlst, um sie zu besuchen." Und schon bemerkenswert, dass ich Vietnamesen darauf hinweisen muss, wie sie ihre Phò mit Huhn zu benennen haben :-))).
Zunächst blieb mir allerdings die Tür zum nordvietnamesischen Lokal verschlossen. Was war geschehen? Bisher konnte ich doch direkt nach meinen Physio-Terminen hier hineingekommen, da man ab 11 Uhr geöffnet hatte. Ein Blick auf die neue Beschriftung der Eingangstür brachte rasch die Aufklärung: man öffnet aktuell erst ab 12 Uhr. Über eine halbe Stunde im Auto sitzen und warten ? Das wollte ich nicht und so überbrückte ich die Zeit damit, im Scheidter REWE meinen Einkaufszettel abzuarbeiten. Um 12:18 Uhr landete... mehr lesen
Restaurant Little Hanoi
Restaurant Little Hanoi€-€€€Restaurant068159097235Hauptstraße 20, 66123 Saarbrücken
4.0 stars -
"Vor allem die äusserst leckeren Dumplings hatten mich dazu bewogen, hier im "Little Hanoi" wieder einzukehren ...." simba47533Zunächst blieb mir allerdings die Tür zum nordvietnamesischen Lokal verschlossen. Was war geschehen? Bisher konnte ich doch direkt nach meinen Physio-Terminen hier hineingekommen, da man ab 11 Uhr geöffnet hatte. Ein Blick auf die neue Beschriftung der Eingangstür brachte rasch die Aufklärung: man öffnet aktuell erst ab 12 Uhr. Über eine halbe Stunde im Auto sitzen und warten ? Das wollte ich nicht und so überbrückte ich die Zeit damit, im Scheidter REWE meinen Einkaufszettel abzuarbeiten. Um 12:18 Uhr landete
Geschrieben am 28.03.2026 2026-03-28| Aktualisiert am
29.03.2026
Besucht am 27.03.20262 Personen
Rechnungsbetrag: 28 EUR
Gestern war uns wieder einmal danach, bei Familie Nguyen, den Betreibern des Asia Imbisses, etwas zu bestellen. Wobei man "Bistro" und "Imbiss" im Namen des kleinen Gastrobetriebs eigentlich streichen könnte; dass man vor Ort essen kann, ist nämlich so gut wie Geschichte. Es ist nur noch Abholung von bestellten Gerichten vorgesehen, aber das geht ja schon eine ganze Weile so.
Punkt 17 Uhr griff ich also zum Telefon, um im "Linh" anzurufen; Frau Hguyen am anderen Ende war wie immer sofort "dran". Wir kennen und schätzen uns seit 2011, also schon einige Jährchen. Den "Linh"-Flyer hatte ich schon gezückt, um die Bestellung für mich und meine Frau durchzugeben. Auf Vorspeisen haben wir dabei verzichtet, denn die Hauptgerichte fallen so üppig aus, dass man davon zweimal essen kann (siehe den letzten Bericht). Für Mme. Simba sollte es die T7 sein, wobei das "T" auf die Abteilung "Thailändische Gerichte" verweist. Die meisten Gerichte hier sind vietnamesisches Ursprungs, die Nguyens kommen, der Name sagt es schon, von dort, aber Thailand ist auf dem Flyer mit immerhin neun Gerichten vertreten. Für mich sollte es einmal mehr N2 aus dem Bereich "Empfehlungen" werden und dieses Gericht kan ich auch wirklich durchaus empfehlen :-)) Wie üblich kam natürlich zum Ende unseres Telefonats der Spruch von Frau Nguyen: "In 20 Minuten ist fertig." Und in diesen 20 Minuten schaffe ich es auch gerade mal so von uns zuhause bis zum Kieselhumes 3b, dem Sitz des Imbisses.
Das von meiner Frau gewählte Gericht besteht aus knuspriger panierter Hühnerbrust mit Reis als Beilage, Kokosmilch, Gemüse in rotem Curry (scharf) und kostet EUR 14,20; wird es mit gebratenem Reis bestellt, ist ein Aufschlag von EUR 1,80 fällig. Für sie war es ein sehr gutes Gericht; wie schon beim letztenmal konnte sie nicht alles aufessen und der Rest wartet nun im Kühlschrank auf sie. Für mich gab es einmal mehr "N2", die Currynudeln mit Hühnerfleisch, Garnelen, Gemüse und Ei. Normalerweise kostet dieses Gericht EUR 13,50;Ich hatte es diesmal leicht abgewandelt mit gebratenen Nudeln anstelle der "Normalnudeln" bestellt; hier war der bereits erwähnte Aufschlag von EUR 1,80 fällig. Mein Gericht war zwar auch diesmal sehr gut, bei der nächsten Bestellung werde ich aber nicht noch einmal die gebratenen Nudeln sondern die "normalen" nehmen; die passen für mich einfach besser dazu. Auch ich habe nur etwas mehr als die Hälfte geschafft; den Rest gibt es kurz in der Pfanne geschwenkt heute.
Fazit: Einmal mehr waren wir mit dem von Herrn Nguyen Zubereiteten sehr zufrieden. Die kleinen Preiserhöhungen bei den Gerichten haben uns nicht weiter gestört. Allerdings sollten die Flyer, die vom 01.02.25 stammen, dahingehend überarbeitet sprich neu gedruckt werden.
Gestern war uns wieder einmal danach, bei Familie Nguyen, den Betreibern des Asia Imbisses, etwas zu bestellen. Wobei man "Bistro" und "Imbiss" im Namen des kleinen Gastrobetriebs eigentlich streichen könnte; dass man vor Ort essen kann, ist nämlich so gut wie Geschichte. Es ist nur noch Abholung von bestellten Gerichten vorgesehen, aber das geht ja schon eine ganze Weile so.
Punkt 17 Uhr griff ich also zum Telefon, um im "Linh" anzurufen; Frau Hguyen am anderen Ende war wie immer sofort... mehr lesen
Asia Bistro Imbiss Linh
Asia Bistro Imbiss Linh€-€€€Imbiss, Catering, Take Away06819851300Am Kieselhumes 3b, 66111 Saarbrücken
4.0 stars -
"Der "Asia Bistro Imbiss Linh" bot gestern einmal mehr die gewohnt gute Qualität ....." simba47533Gestern war uns wieder einmal danach, bei Familie Nguyen, den Betreibern des Asia Imbisses, etwas zu bestellen. Wobei man "Bistro" und "Imbiss" im Namen des kleinen Gastrobetriebs eigentlich streichen könnte; dass man vor Ort essen kann, ist nämlich so gut wie Geschichte. Es ist nur noch Abholung von bestellten Gerichten vorgesehen, aber das geht ja schon eine ganze Weile so.
Punkt 17 Uhr griff ich also zum Telefon, um im "Linh" anzurufen; Frau Hguyen am anderen Ende war wie immer sofort
Geschrieben am 26.03.2026 2026-03-26| Aktualisiert am
26.03.2026
Es gibt im Saarland Restaurants, die ohne Sterne-Ambitionen excellent kochen. Eines davon ist das Saarbrücker "Indochine, wo Küchenmeister Quang Hoa Nguyen vietnamesische und französische Küche sehr erfolgreich vereint.
Es gibt großartige Köche, die das Kochen bei Großmutter, Vater, Tante oder Onkel gelernt, also keine richtige Kochaubildung absolviert und ihren Werdegang trotzdem sogar mit einem Küchenmeister Titel gekrönt haben. Das "Indochine" mit seinem Betreiber Quang Hoa Nguyen und dessen Frau Thi Nhung Nguyen ist solch ein Fall. Hoa hat hier in Saarbrücken 2005 seine Prüfung als Küchenmeister abgelegt. Seine ursprüngliche Lebensplanung war ganz anders. Geboren in Nordevietnam zog er in jungen Jahren nach Tschechien, um dort Maschinenbau zu studieren. Aber stattdessen landete er 1990 hier im Saarland. Sein erster Job in der Gastronomie war Tellerwäscher, von deutscher Küche hatte er damals noch keine Ahnung. Doch sein Ehrgeiz zahlte sich schnell aus:Er fand eine Stelle als angelernter Koch in der bekannten Saarbrücker "Schlachthof Brasserie by Klaus Erfort" und konnte nach gezielter Weiterbildung 2005 schliesslich seinen Meisterbrief entgegennehmen. 2014 erfüllten sich die Nguyens ihren Traum vom eigenen Restaurant: dem "Indochine" in der Klausener Strasse, sie bezogen dort die Räumlichkeiten des italienischen Restaurants "Roma", das n der Innenstadt direkt neben die Congresshalle umgezogen war. Die Küche der Nguyens verbindet vietnamesische und französische Einflüsse - "Indochina" hieß die ehemalige französische Kolonie in Südostasien, dem heutigen Nord- und Südvietnam. Die recht umfangreiche Karte reicht von klassischen vietnamesischen Vorspeisen wie Frühlings- und Sommerrollen über Salate, Reissuppen und Reisnudeln bis hin zu Fleisch- und Fischgerichten. Alle Speisen werden mit frischen Beilagen serviert und mit großer handwerklicher Sorgfalt zubereitet. Sie sind leicht, gut verträglich und äusserst schmackhaft.
Eine ganz zentrale Rolle spielt der Umgang mit Gewürzen. Nach vietnamesischer Tradition werden sie zunächst angeröstet, anschliessend in Kräutersäckchen in Fonds gegeben oder für Marinaden verwendet. Neben bekannten Zutaten wie Ingwer, Sternanis, Nelken, Sesamsaat oder Kardamon kommen auch Gewürze zum Einsatz, die Nguyen direkt aus Vietnam importiert. Das sorgt für eine ganz besondere Aromatik.
Das "Indochine"-Menü beginnt mit einer Frühlingsrolle als Amuse-Bouche - schön knusprig. Es folgt eine Vorspeisen-Variation: Lotte, mit Thunfisch gefüllt, dazu eingelegter Ingwer sowie confierte Zwiebeln und Feigen. Als zweite Komponente ein in Roter Bete marinierter Lachshappen auf einem Algenbett, gefolgt von einer Crème brûlée von der Gänseleber. Die Komposition überzeugt farblich wie geschmacklich voll und ganz.
Im Zwischengang wird Kalbsbries serviert: in Gewürzen und Portwein mariniert und anschliessend schonend im Dampf gegart. Dazu Süsskartoffelstampf mit Tomaten, Möhren und Sellerie, begleitet von einer Portweinsauce.
Im Fleischhauptgang folgt ein Duo von mariniertem Flanksteak und Rinderfilet mit Kräuterkruste. Die auf den Punkt gegarten Gemüse (Kohlrabi, Brokkoli, Champignons und Tomate) sind fein gefächert bzw. tourniert; die Reiskrokette (mariniert und paniert) passt perfekt dazu. Die Fischvariante kombiniert Skrei auf Spinat mit karamellisierten Scampi und Kurkumaschaum, begleitet von Tomaten und Champignons. Den krönenden Abschluss bildet ein feiner vietnamischer Eiskaffee mit einem Parfait aus Feigen und Matcha.
Das 5-Gänge-Menü kostet 89 Euro, möglich sind auch 8 Gänge (130 Euro) oder 6 Gänge (105 Euro). Preislich beginnen die Vorspeisen auf der Karte bei 12,90 Euro, die Zwischengänge bei 16,90 Euro. Die exclusivsten Hauptgänge kosten 38,90 Euro (etwa die Komposition von Entenbrust und Flanksteak). Hoa Nguyen liebt es, sein Wissen weiterzugeben. ein knappes Dutzend Auszubildende hat das "Indochine bislang durchlaufen und dabei viel gelernt.
Auf die Frage, welche Vision Herr Nguyen für die Zukunft hat, antwortet er: "Menschen mit gutem Essen auch weiterhin glücklich machen - und einen Ort schaffen, an dem mein Team gerne arbeitet und sich weiterentwickelt."
Letzte Frage: "Was war der ungewöhnlichste Wunsch eines Gastes ?" "Ein Silvestermenü laktose- und glutenfrei mit veganer Vorspeise. Aber genau solche Wünsche machen es spannend."
(auszugsweise SZ vom 26.03.2026)
Es gibt im Saarland Restaurants, die ohne Sterne-Ambitionen excellent kochen. Eines davon ist das Saarbrücker "Indochine, wo Küchenmeister Quang Hoa Nguyen vietnamesische und französische Küche sehr erfolgreich vereint.
Es gibt großartige Köche, die das Kochen bei Großmutter, Vater, Tante oder Onkel gelernt, also keine richtige Kochaubildung absolviert und ihren Werdegang trotzdem sogar mit einem Küchenmeister Titel gekrönt haben. Das "Indochine" mit seinem Betreiber Quang Hoa Nguyen und dessen Frau Thi Nhung Nguyen ist solch ein Fall. Hoa hat hier in Saarbrücken... mehr lesen
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"Vom Tellerwäscher zum Küchenmeister ........." simba47533Es gibt im Saarland Restaurants, die ohne Sterne-Ambitionen excellent kochen. Eines davon ist das Saarbrücker "Indochine, wo Küchenmeister Quang Hoa Nguyen vietnamesische und französische Küche sehr erfolgreich vereint.
Es gibt großartige Köche, die das Kochen bei Großmutter, Vater, Tante oder Onkel gelernt, also keine richtige Kochaubildung absolviert und ihren Werdegang trotzdem sogar mit einem Küchenmeister Titel gekrönt haben. Das "Indochine" mit seinem Betreiber Quang Hoa Nguyen und dessen Frau Thi Nhung Nguyen ist solch ein Fall. Hoa hat hier in Saarbrücken
Geschrieben am 23.03.2026 2026-03-23| Aktualisiert am
25.03.2026
Besucht am 23.03.2026Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 165 EUR
Es ist wie verhext: auch in diesem Jahr gelang und gelingt es uns nicht, pünktlich mein Geburtstagsessen (21.03.) und das Geburtstagsessen meiner Frau (06.09.; gleichzeitig unser Hochzeitstag) im Blieskasteler "Hämmerles Restaurant" einzunehmen, weil diese Termine mit Ruhetagen der Hämmerles zusammenfallen. Das war im vergangenen Jahr so und wiederholt sich nun leider auch in 2026; der 21.03. war ein Samstag und der 06.09., ich habe schon mal nachgeschaut, ist diesmal ein Sonntag. An beiden Tagen bleiben die "Hämmerle"-Küche kalt und die Restauranttüre verrammelt.Ergo werden diese Termine eben von uns nachgeholt, der Märztermin also heute mit zwei Tagen Verspätung .
Zu 12:15 Uhr hatte ich einen Tisch reservieren lassen und um 12:17 Uhr hatte Mme.Simba, heute FvD, unser Auto direkt vor "Hämmerles Restaurant" abgestellt, quasi eine Punktlandung. Während sie auf dem Weg ins Restaurant war, setzte ich das Auto noch um auf einen offiziellen Parkplatz. Im Eingangsbereich wurde ich von Tochter Hämmerle empfangen; natürlich wollte sie wissen, wer denn Geburtstag hätte und wir hatten bei der Open Table-Reservierung als Anlass "Geburtstag" angegeben gehabt. Die Frage konnte ich zu ihrer Zufriedenheit beantworten, die nachträglichen Glückwünsche liessen nicht auf sich warten. Sie hatte für uns einen besonders schönen Tisch ausgesucht, an dem mein Schatz bereits Platz genommen hatte; einen Tisch mit Blick auf fast das gesamte Geschehen. Und zu sehen gibt es da immer was, wenn ich nur an die leckeren Sachen, die da vorbeigetragen werden, denke. ``A propos leckere Sachen: wie stets hatten wir die Wahl zwischen drei Menüs oder Bestellungen à la carte. Was ich an "Hämmerles Restaurant" sehr schätze, ist, dass dem Gast die Möglichgkeit gegeben wird, sich ganz gezielt aus den verschiedenen Menüs ganz nach Belieben Gerichte herauszupicken und diese zu kombinieren. Andernorts habe ich es gerade im Sterne- und Fine Dining-Bereich nicht selten erlebt, dass der Gast das Menü so zu nehmen hat wie es ist nach dem Motto "Friß,Vogel oder stirb"; ja, sogar, dass alle am Tisch das gleiche Menü odern müssen, ist schon vorgekommen. Hier geht es Gottseidank freier und ungezwungener zu. Erstmals habe ich heute hier erlebt, dass vier Personen hereinkamen und zwar in Begleitung eines Hundes. Auch das ist offenbar kein Problem; hätte man das Tier nicht beim Eintreten bemerkt, wäre nicht aufgefallen, dass es überhaupt da ist. Lammfromm lag es auf seinem mitgebrachten Kissen, nichts war von ihm zu hören und eine der Servicedamen brachte auch gleich einen Napf mit Wasser für den vierbeinigen Gast. Das nenne ich tollen Service!
Meine liebe Frau trank ein Teinacher Wasser (0,25l EUR 3,30) und nippte später auch mal an meinem Wein. Ich hatte als Starter ein Karlsberg Urpils (0,33l EUR 3,80) und später zum Essen einen Auxerrois (0,2l EUR 11,00 plus 0,1l EUR 5,50) von meinem Lieblingswinzer Armand Gilg (F-Mittelbergheim, Elsaß) sowie abschliessend einen Espresso (EUR 3.00).
Bei der Wahl der Vorspeisen waren wir beide uns diesmal einig; es wurde die "Frühlings-Vorspeisen-Variation" aus dem Frühlings-Menü (EUR 25,00). Bis zum vergangenen Jahr hatte diese Vorspeise noch die Bezeichnung "Assiette Gourmand". Als ich Tochter Hämmerle darauf ansprach, erklärte sie, dass ihrem Sternekoch-Vater ab und an schon mal so ein Namenswechsel einfallen würde. Seis drum. Bei der Wahl der Hauptgerichte trennten sich kulinarisch die Wege der Simbas. Meine Frau, die ein Faible für Bäckchen-Gerichte hat, wählte aus dem "Menü des Tages" "Geschmortes Kalbsbäckchen & Rinderfilet mit frischen Morcheln, Saarbrücker Bio-Pilzen, Frühlingsgemüse und Geheirade" für EUR 43,00. Als Dessert nahm sie "Eine Kugel Eis/Sorbet Basilikum/Minze mit frischer Schlagsahne". Ich entschied mich schliesslich gegen die gefüllte Maispoulardenbrust, die mir hier auch schon mal sehr gut geschmeckt hatte, sowie gegen den Seeteufel in Tomaten-Pistazienkruste bzw. gegen Cordon Bleu & Rinderroulade und für das "Lamm-Trio" (EUR 43,00) aus dem Frühlings-Menü.
Zunächst kam der uns von vielen Hämmerle-Besuchen bekannte Küchengruß in Form von einem Karotten-Ingwer-Süppchen im Glas nebst einen kleinen Stückchen Kartoffelpuffer bzw. Flamm. Hier könnte sich der sonst so findige Cliff Hämmerle wirklich mal einen neuen Küchengruß einfallen lassen, auch für den "Zwischengang" Rotweinsorbet. Ist jetzt aber nur leises Gejammere, denn an diesen Grüßen gibt es ja geschmacklich nichts auszusetzen.
Absolut nichts auszusetzen gab es auch an unseren Gerichten. Die "Frühlings-Vorspeisen-Variation", vormals Assiette Gourmand", besteht aus insgesamt fünf kleinen Gerichten: Bunte Bete-Ziegenfrischkäse / Linsen-Gamba / Avocado-Mango-Nordseekrabben / Fischsuppe und französischem Tatar vom Rind. Die Bete mit dem Ziegenfrischkäse habe ich an meinen Schatz abgetreten; Ziegenfrischkäse mag ich zwar, Bete aber nicht. Die Komponente "Fischsuppe" esse ich hier als Vorspeise "in groß" sehr gerne; zu ihr gibt es neben Aioli und Rouille auch einen große frittierten Gamba. Dieser Gamba taucht hier als einene Komponente zusammen mit den Linsen auf; eine sehr interessante Kombination. Das französische Tatar vom Rind überzeugte wie auch die anderen Komponenten absolut und hatte als kleine Überraschung kräftig Feuer im A.... :-))
Die geschmorten Kalbsbäckchen beim Hauptgericht meiner Frau waren wohl der absolute Kracher, das dem auf den Punkt gegarten Rinderfilet(chen) aus ihrer Sicht ein bisschen die Rücklichter zeigte; sie mag nun mal Bäckchen lieber als Filet. Morcheln, Bio-Pilze, das Frühlingsgemüse und die Geheirade machten das Ganze zu einer wirklich runden Angelegenheit.
Ich hatte mich für das Lammgericht nicht zuletzt deshalb entschieden, weil wir die letztjährigen Bliesgau-Lammwochen gewissermassen "verpennnt" hatten; als ich dafür bei den "Hämmerles" hatte reservieren wollen, war ich buchstäblich zu spät dran gewesen und bei den "Hämmerles" war an all den Lammtagen volles Haus sprich ausgebucht.
Mein "Lammtrio" war eigentlich ein Quartett und bestand aus Lamm-Carrée, 2 Lammkoteletts, Lammragout und einem Lammspieß. Beim Spieß hatte ich eigentlich eine Art Schaschlikspieß erwartet; es war aber ein Hackfleischspieß, der mich absolut nicht enttäuschte. Wunderbar gewürzt und innendrin noch sehr schön saftig. Das Carrée absolut auf den Punkt gegart, genau wie die zwei kleinen Lammkoteletts. "Schwächstes Glied", wenn man hier überhaupt von einem solchen sprechen kann, war im Quartett für mich das Lammragout, das aber insgesamt durchaus auch zu gefallen wusste. Sehr gut zum Gericht passten das Frühlingsgemüse, die kräftige Rotweinjus und die Bärlauchkartoffeln. Nicht sonderlich viel zu sagen gibt es zum Dessert meiner lieben Frau, der Kugel Basilikum-Minzeeis/Sorbet mit frischer Schlagsahne. Es war eben eine Kugel Eis mit Sahne; Punkt. Insgesamt waren wir einmal mehr absolut zufrieden mit der gebotenen Küchenleistung und dem Service. "Hämmerle" ist und bleibt eben "Hämmerle", deshalb kriegen die Bereiche "Essen" und "Service" von mir jeweils wohlverdiente fünf Sternlein!
Es ist wie verhext: auch in diesem Jahr gelang und gelingt es uns nicht, pünktlich mein Geburtstagsessen (21.03.) und das Geburtstagsessen meiner Frau (06.09.; gleichzeitig unser Hochzeitstag) im Blieskasteler "Hämmerles Restaurant" einzunehmen, weil diese Termine mit Ruhetagen der Hämmerles zusammenfallen. Das war im vergangenen Jahr so und wiederholt sich nun leider auch in 2026; der 21.03. war ein Samstag und der 06.09., ich habe schon mal nachgeschaut, ist diesmal ein Sonntag. An beiden Tagen bleiben die "Hämmerle"-Küche kalt und die... mehr lesen
4.5 stars -
"Same procedure as every year ..........." simba47533Es ist wie verhext: auch in diesem Jahr gelang und gelingt es uns nicht, pünktlich mein Geburtstagsessen (21.03.) und das Geburtstagsessen meiner Frau (06.09.; gleichzeitig unser Hochzeitstag) im Blieskasteler "Hämmerles Restaurant" einzunehmen, weil diese Termine mit Ruhetagen der Hämmerles zusammenfallen. Das war im vergangenen Jahr so und wiederholt sich nun leider auch in 2026; der 21.03. war ein Samstag und der 06.09., ich habe schon mal nachgeschaut, ist diesmal ein Sonntag. An beiden Tagen bleiben die "Hämmerle"-Küche kalt und die
Geschrieben am 21.03.2026 2026-03-21| Aktualisiert am
22.03.2026
Besucht am 21.03.20262 Personen
Rechnungsbetrag: 22 EUR
Vorbemerkung: Normalerweise sind wir heute an meinem Geburtstag wie alljährlich beim Sternekoch Cliff Hämmerle in Blieskastel-Webenheim; hat diesmal aber leider nicht hingehauen, da "Hämmerles Restaurant" an Samstagen und Sonntagen Ruhetag hat. Es ist wie verhext; auch am letztjährigen Geburtstag meiner Frau (06.09.), der gleichzeitig unser Hochzeitstag ist, und an meinem letzten Geburtstag hatten wir das gleiche Problem. Die Hämmerle-Truppe hatte Ruhetag und die Restauranttür blieb verschlossen. Natürlich haben wir die Geburtstags-Essen jeweils am nächstfolgenden Werktag nachgeholt, und so wird es auch diesmal werden: am 23.03. lassen wir uns einmal mehr in "Hämmerles Restaurant" verwöhnen .-)).
Als kleines Trostpflaster lud mich mein Schatz zum Frühstück ins "Café Steigleiter" ein; Tochter und Schwiegersohn sollten dazustossen. Vorher wollten wir aber noch in Ruhe zuhause eine Tasse Kaffee trinken und die Zeitung lesen. Und so wurde es wie vorgesehen schliesslich 12:20 Uhr bis wir im "Café Steigleiter" eintrafen. An gleicher Stelle hatten wir vor drei Jahren anlässlich meines damals runden Geburtstages mit etlichen Gästen einen vergnüglichen Nachmittag bei Kaffee, Kuchen sowie dem ein und anderen Getränk verlebt. Frau Rosi konnte sich noch gut daran erinnern und beglückwünschte mich auch heute sehr herzlich. Während wir bereits am Bestellen waren trafen auch Tochter und Schwiegersohn ein. Es dauerte schon ein ganzes Weilchen bis alle Speisen und Getränke geordert und gerichtet waren; dann suchten wir uns einen Vierertisch im hinteren Bereich des Gastraumes aus und brachten unsere Tabletts dorthin. Nur ich bekam mein Gericht an den Tisch gebracht; alles ausser warnen Speisen wird an der Verkaufstheke direkt bezahlt und eigenhändig bzw. eigenfüssig an den ausgesuchtenTisch verbracht.
Meine liebe Frau hatte für sich aus der Abteilung "Frühstücke" die Version "Das Pikante" (2 Weckchen oder Sauerteigbrot, 2 Butter und 1 pikanter Wurst-Schinken-Käse-Teller) ausgesucht , dazu ein Mineralwasser (0,33l EUR 2,50). Für mich gab es eine Tasse Kaffee (EUR 3,20), ein Mohnbrötchen (EUR 1,45) und 2 Landeier gerührt mit Schinken (EUR 5,50). Tochter und Schwiegersohn hatten jeweils eine Tasse Kaffee (EUR 3,20) und ein dickes Stück Torte; um was für Torten es sich dabei gehandelt hat und was sie gekostet haben weiss ich nicht, weil ich den Kassenzettel nicht gesehen habe. Ich denke aber mal, das sich der Preis für so ein Tortenstück zwischen EUR 4,50 und EUR 5,50 bewegt. Appetitlich ausgesehen haben sie allemal, genau wie das Frühstück "Das Pikante" und meine Rühreier mit Schinken. Dabei muss ich Frau Rosi aber wirklich mal sagen, dass sie bei meinem Gericht den Dekokram sprich das Salatblatt und die darauf drapierte Tomatenscheibe künftig ruhig weglassen kann. Ich packe diesen Beihau ohnehin nicht an; er ist quasi "Perlen vor den Simba geworfen" :-)).
Fazit: Wie immer gab es auch diesmal beim "Steigleiter"-Besuch nichts zu meckern; wir werden auch weiterhin diesem Café die Treue halen.
Vorbemerkung: Normalerweise sind wir heute an meinem Geburtstag wie alljährlich beim Sternekoch Cliff Hämmerle in Blieskastel-Webenheim; hat diesmal aber leider nicht hingehauen, da "Hämmerles Restaurant" an Samstagen und Sonntagen Ruhetag hat. Es ist wie verhext; auch am letztjährigen Geburtstag meiner Frau (06.09.), der gleichzeitig unser Hochzeitstag ist, und an meinem letzten Geburtstag hatten wir das gleiche Problem. Die Hämmerle-Truppe hatte Ruhetag und die Restauranttür blieb verschlossen. Natürlich haben wir die Geburtstags-Essen jeweils am nächstfolgenden Werktag nachgeholt, und so wird es... mehr lesen
4.0 stars -
"Vom Frühstück, das ein Spätstück war ......." simba47533Vorbemerkung: Normalerweise sind wir heute an meinem Geburtstag wie alljährlich beim Sternekoch Cliff Hämmerle in Blieskastel-Webenheim; hat diesmal aber leider nicht hingehauen, da "Hämmerles Restaurant" an Samstagen und Sonntagen Ruhetag hat. Es ist wie verhext; auch am letztjährigen Geburtstag meiner Frau (06.09.), der gleichzeitig unser Hochzeitstag ist, und an meinem letzten Geburtstag hatten wir das gleiche Problem. Die Hämmerle-Truppe hatte Ruhetag und die Restauranttür blieb verschlossen. Natürlich haben wir die Geburtstags-Essen jeweils am nächstfolgenden Werktag nachgeholt, und so wird es
Geschrieben am 10.03.2026 2026-03-10| Aktualisiert am
11.03.2026
Besucht am 10.03.2026Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 26 EUR
Im Juni 2025 war ich zuletzt im "Italia" gewesen; Zeit also, dort wieder einmal aufzuschlagen. Um 11 Uhr hatte ich Termin bei meinem Physiotherapeuten und kurz vor 12 Uhr traf ich anschliessend im "Italia" ein. Ein Paar saß bereits im Gastraum und mümmelte an seinen Pizze. Eine junge Frau im Service war zwar flink beim Bringen der Speisekarte, kümmerte sich dann aber nicht mehr um mich. Vielmehr war sie sehr damit befasst, einen großen Blumenstrauß für die Theke zu stecken; das erforderte wohl ihre ganze Aufmerksamkeit. Wäre nicht Frau Wirtin Wundermild mit Einkäufen von der Strasse aus hereingekommen, sässe ich möglicherweise immer noch am Tisch, ohne dass meine Bestellung aufgenommen worden wäre. Ich kenne die Wirtin seit 2006 und als sie mich da hocken sah, liess sie ihre Einkäufe Einkäufe sein und kümmerte sich sofort und direkt um mich. So geht eben Service; das muss das Junghuhn offenbar erst noch verinnerlichen.
Ich bestellte ein Glas Sangovese (bio) (0,2l EUR 6,50); dieser Wein schmeckt mir hier immer besonders gut. Großen Hunger hatte ich nicht, Vorspeise und Dessert fielen daher schon mal flach. Mit meiner Wahl des Hauptgerichts "Bavette alla Scoglio" für EUR 16,50 (hoppla, bei der letzten Bestellung waren es noch EUR 15,90 gewesen) hatte ich bisher jedesmal sehr gute Erfahrungen gemacht. Dass ich bei diesem Gericht auf Lachswürfel gerne verzichte (Lachs zählt für mich schliesslich nicht zu den Meeresfrüchten) hat sich die Wirtin gut gemerkt; Lachs war nicht dabei, dafür thronte auf dem Pastaberg einmal mehr ein Scampo in voller Rüstung, ringsum umrahmt von Miesmuscheln, Vongole sowie Garnelen in allen möglichen Größen: Schade nur, dass diesmal leider nicht das geringste Fitzelchen von Octopus oder Pulpo auf meinem Teller zu finden war; Kopffüßler sind nämlich sonst immer auch mit an Bord.Alles war wie immer sehr pikant gewürzt und mit einem feinen Sößchen versehen. Insgesamt war ich einmal mehr sehr zufrieden. Zum Schluss bestellte ich mir noch einen Espresso (EUR 2,30), bevor es ans Zahlen ging und ich anschliessend angenehm gesättigt das Lokal verliess.
P.S. Fast hätte ich die Erwähnung des Küchengrußes vergessen: wie immer gab es das rechteckige Pizzateig-Gebilde, gefüllt mit einer Art von pikanter dicker Soße; schmackhaft, aber wenn man das Teil wie ich nicht mit Messer und Gabel sondern aus der Hand isst, ist die Gefahr des sich Einsauens durchaus gegeben.
Fazit: Sobald es hier im "Italia" wieder mit der Biergartensaison losgeht, werden meine Frau und ich in diesem Biergarten hin und wieder zu finden sein.
Im Juni 2025 war ich zuletzt im "Italia" gewesen; Zeit also, dort wieder einmal aufzuschlagen. Um 11 Uhr hatte ich Termin bei meinem Physiotherapeuten und kurz vor 12 Uhr traf ich anschliessend im "Italia" ein. Ein Paar saß bereits im Gastraum und mümmelte an seinen Pizze. Eine junge Frau im Service war zwar flink beim Bringen der Speisekarte, kümmerte sich dann aber nicht mehr um mich. Vielmehr war sie sehr damit befasst, einen großen Blumenstrauß für die Theke zu stecken;... mehr lesen
4.0 stars -
"Ich war einmal mehr mit meinem Gericht "Bavette alla Scoglio" sehr gut bedient ........" simba47533Im Juni 2025 war ich zuletzt im "Italia" gewesen; Zeit also, dort wieder einmal aufzuschlagen. Um 11 Uhr hatte ich Termin bei meinem Physiotherapeuten und kurz vor 12 Uhr traf ich anschliessend im "Italia" ein. Ein Paar saß bereits im Gastraum und mümmelte an seinen Pizze. Eine junge Frau im Service war zwar flink beim Bringen der Speisekarte, kümmerte sich dann aber nicht mehr um mich. Vielmehr war sie sehr damit befasst, einen großen Blumenstrauß für die Theke zu stecken;
Geschrieben am 26.02.2026 2026-02-26| Aktualisiert am
26.02.2026
Lukas Duttlinger ist Saarlands bester Jungkoch.Der Azubi aus "Hämmerles Restaurant" konnte bei den Saarländischen Jugendmeisterschaften im Gastgewerbe die Jury von sich überzeugen. Ausruhen kann er sich nicht - im Oktober stehen bereits die Deutschen Meisterschaften an.
" Ich war glücklich und erleichtert, als mein Name fiel, habe es aber erst nicht realisiert, dass ich gewonnen habe", so der Jungkoch.Wenige Wochen nach dem W ist Lukas Duttlinger wieder im Alltag angekommen. An seinem Arbeitsplatz in "Hämmerles Restaurant" prüft er seine Vorbereitungen - das sogenannte Mise en Place. In einer Stunde beginnt der "Chefs Table", das Fine Dining-Format von Cliff Hämmerles Sternebereich. Bis zu zwölf Gäste sitzen dann an vier Tischen, während Duttlinger mit seinen Kollegen und Küchenchef Cliff Hämmerle direkt vor ihen Augen kochen. Sieben Gänge stehen auf dem Menü-Plan. Während Sternekoch Hämmerle den Gästen die Gerichte präsentiert, richtet Duttlinger an, setzt die letzte Akzente und serviert. Doch diese Aufgabe durfte er nicht von Anfang an übernehmen. "Die ersten Wochen habe ich nur Salat geputzt", sagt er und muss dabei lachen. Nach acht Wochen folgte aber bereits die erste Bewährungsprobe. Der Küchenmeister war nicht da - und Duttlinger sollte ganz kurzfristig dessen Rolle übernehmen. "Da bin ich erstmal krachend gescheitert", sagt er. "Aber ich war unglaublich stolz, das machen zu dürfen - und irgendwie doch durchgekommen zu sein." Drei Stunden Vorbereitung sind Standard: schneiden, parieren, portionieren, Saucen ansetzen."Ich muss immer wissen, was da ist, was nachproduziert werden muss und was für den Tag noch ansteht." Ene besondere Faszination übt die asiatische Küche auf Lukas Duttlinger aus. "Ich mag den Geschmack sehr, aber um wirklich auf hohem Niveau zu kochen, muss man sich extrem damit beschäftigen." Sein Ausbilder Clif Hämmerle ergänzt:" Die asiatische Küche ist sehr komplex, sie arbeitet mit eigene Techniken und Produkten. Schon das Schneiden erfordert höchste Präzision. Sushimeister lernen mehrere Jahre nur, wie man Messertechniken und das Schneiden von Fisch perfekt beherrscht." Doch die Liebe zum Detail erkennt Hämmerle auch in Duttlingers Arbeit. Besonders beim Fisch zeige er sein Können, egal ob roh oder gegart, lobt der Chef. Das bewies er auch am Wettbewerbstag. "Sein Tatar war einfach fantastisch. Er kocht mit viel Geschmack und Gefühl", lobt Hämmerle.Ruhe und Organisation habe Duttlinger von Anfang an mitgebracht, sagt er. Genau darin sieht der 20-jährige selbst jedoch eine der größten Herausforderungen während der Ausbildung.."Ich glaube, das Schwierigste - für viele Azubis und damit auch für mich -, ist, eine Ordnung und Struktur aufzubauen und einen Ablauf über die ganze Woche hinzubekommen.Für Hämmerle ist das eine der Grundvoraussetzungen für Führungsverantwortung."Wer eine Leitungsfunktion in der Küche anstrebt, muss voll den Überblick behalten. Ein guter Küchenchef organisiert den Stress.".
Rund acht Monate Vorbereitungszeit bleiben Lukas Duttlinger noch. Im Oktober wird sich dann bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Mainz zeigen, wie weit ihn Routine und Organisation noch tragen..
(auszugsweise SZ vom 26.02.2026)
Lukas Duttlinger ist Saarlands bester Jungkoch.Der Azubi aus "Hämmerles Restaurant" konnte bei den Saarländischen Jugendmeisterschaften im Gastgewerbe die Jury von sich überzeugen. Ausruhen kann er sich nicht - im Oktober stehen bereits die Deutschen Meisterschaften an.
" Ich war glücklich und erleichtert, als mein Name fiel, habe es aber erst nicht realisiert, dass ich gewonnen habe", so der Jungkoch.Wenige Wochen nach dem W ist Lukas Duttlinger wieder im Alltag angekommen. An seinem Arbeitsplatz in "Hämmerles Restaurant" prüft er seine Vorbereitungen - ... mehr lesen
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"Mit viel Geschmack und Gefühl am Herd" simba47533Lukas Duttlinger ist Saarlands bester Jungkoch.Der Azubi aus "Hämmerles Restaurant" konnte bei den Saarländischen Jugendmeisterschaften im Gastgewerbe die Jury von sich überzeugen. Ausruhen kann er sich nicht - im Oktober stehen bereits die Deutschen Meisterschaften an.
" Ich war glücklich und erleichtert, als mein Name fiel, habe es aber erst nicht realisiert, dass ich gewonnen habe", so der Jungkoch.Wenige Wochen nach dem W ist Lukas Duttlinger wieder im Alltag angekommen. An seinem Arbeitsplatz in "Hämmerles Restaurant" prüft er seine Vorbereitungen -
Geschrieben am 26.02.2026 2026-02-26| Aktualisiert am
26.02.2026
Besucht am 25.02.2026Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 40 EUR
Auf Empfehlung einer Bekannten meiner Frau haben wir gestern die "Cantina Calabrese" besucht, ein Lokal in der Saarbrücker Innenstadt. Die Goethestrasse ist eine kleine Seitenstrasse der Mainzer Strasse, einer keineswegs nach Mainz sondern nach St.Ingbert führenden Ausfallstrasse, auf der ziemlich viele Gastrobetriebe zu finden sind. Genannt seien hier nur die mir spontan einfallenden Lokale und Restaurants "Haus Brück", "Heinz und Hilde", "Siam", "Krua Thai", der Zwei-Sterne-Tempel "Gästehaus Erfort", das "Hokkaido" oder eben auch die "Cantina Calabrese" an der Ecke Goethestrasse/Mainzer Strasse.
Die "Cantina Calabrese" ist von Dienstag bis Samstag von 11:30 Uhr bis 14:00 und von 17:30 Uhr bis 22:00 Uhr geöffnet. Als wir um 12:40 Uhr dort eintrafen, blieb uns also nicht mehr allzu viel Zeit zum Essen.Sehr freundlich begrüßt wurde wir von der Wirtin, einer quecksilbrigen kleinen Person, die den Service versieht, während der Ehemann in der Küche steht und dort einen wirklich sehr guten Job macht. Bei unserer Verabschiedung sagte er mir grinsend: "Bei uns zuhause kocht sie, hier bin ich der Chef im Küchenring".
Die "Cantina Calabrese" firmiert als "Trattoria - Espressobar - Feinkostladen". Trattoria trifft es dabei gut, an eine Espressobar erinnert mich hier nichts und der Feinkostladen ist Geschichte. Auf Nachfrage erklärt uns die Wirtin, dass dieser quasi ein Opfer der Corona-Pandemie geworden sei; aktuell habe man nur noch eine kleine Ecke, in der kalabresische Spezialitäten wie beispielsweise die Nduja angeboten würden. Dabei handelt es sich um eine sehr scharfe Streichwurst, die uns von etlichen Besuchen im "La Gondola" (leider schon vor etlichen Jahren geschlossen) her bekannt ist. Wie die früheren Betreiber vom "La Gondola" kommen auch die Betreiber der "Cantina Calabrese" aus Kalabrien, entsprechend ist auch die kulinarische Ausrichtung des Lokals. Dieses ist klein, vom Mobiliar her schlicht eingerichtet und etwas aufgehübscht mit Schwarzweiss-Fotos aus Kalabrien an den Wänden. Bis auf eine klene Stufe am Eingang ist alles ebenerdig, auch die Nassräume werden gut erreicht ohne dass irgendwelche Treppen zu bewältigen sind.
So klein wie der Gastraum ist auch die Speisekarte: Fleisch oder Fisch sucht der Gast vergebens, auch vegetarische oder vegane Gerichte sind hier nicht zu finden. Stattdessen gibt es 7 Antipasti, 6 warm servierte Panini, 21 verschiedene Pastagerichte, 12 Pizze und 2 Desserts.Die aufgerufenen Preise sind moderat.
Was haben wir getrunken und gegessen ? Meine Frau, heute FvD, trank eine Fanta (0,2l EUR 3,00), gegessen hat sie eine "Pizza Cantina", Ich habe ein helles Benediktiner Weizenbier (0,5l EUR5,00) getrunken. Beim Erstbesuch eines italienischen Lokals mache ich normalerweise mit "Spaghetti Carbonara" den Lackmus-Test; ist das Gericht gelungen, komme ich wieder, ansonsten war der Erstbesuch gleichzeitig auch der letzte. Spaghetti Carbonara steht mit EUR 14,00 hier auch auf der Karte, aber angesichts der Gerichte mit der bereits erwähnte Nduja, die ich schon lange nicht mehr gegessen hatte, wich ich diesmal vom üblichen Wege ab. Ich bestellte statt der Carbonara die "Rigatoni Nduja & Gorgonzola" für EUR 16,00. Fürsorglich wie sie anscheinend ist wies mich die Wirtin darauf hin, dass dieses Gerich "ziemlich scharf" sei. Daraufhin outete ich mich als Nduja-Freund; ihre lächelnde Reaktion:"Dann muss ich Ihnen ja nichts mehr erklären." Die Bestellung von Vorspeisen ersparten wir uns, da es bereits ziemlich gegen 14 Uhr ging; der "Bud Spencer Teller" mit Salsiccia und Bohnen für EUR 15,00 oder auch die "Tradizione di Calabria" (verschiedene Spezialitäten aus Kalabrien) für EUR 18,50 hätten mich aber schon interessiert. Aber wir werden ja wiederkommen.
Mit ihrer Pizzabestellung war meine Frau rundum sehr zufrieden.Der Pizzateig war sehr gut, die Ränder schön knusprig und der Boden nicht zu fest. Der Belag mit Spianata (eine pikante Salami), gegrillten Auberginen, Büffelmozarella, Parmesanraspeln und Knoblauch war reichlich, schmeckte ihr wirklich sehr gut und war wohl auch ziemlich sättigend. Meine Ndija-Rigatoni hatten den von mir erwarteten heftigen Wumms; den auf der Karte annoncierten Gorgonzola habe ich nicht herausgeschmeckt. Ich nehme aber an, dass er in Form des in einem Schüsselchen gereichten geriebenen Käses doch mit am Tisch gewesen ist. So oder so, dieses Gericht würde ich jederzeit wieder bestellen, was Kompliment genug sein dürfte. Fast mit Glockenschlag 14 Uhr waren wir "durch", bezahlten und wurden freundlich verabschiedet.Wir lobten die Küchenleistung sowie den Service und versprachen, wiederzukommen. Das hat die Wirtsleute sichtlich gefreut.
Fazit: Schön, dass wir mit der "Cantina Calabrese" wieder einen Vertreter der kalabesischen Küche am Start haben, und erstaunlich, dass uns dieser Gastrobetrieb bisher nicht aufgefallen war, obwohl wir wirklich oft daran vorbeifahren.
Auf Empfehlung einer Bekannten meiner Frau haben wir gestern die "Cantina Calabrese" besucht, ein Lokal in der Saarbrücker Innenstadt. Die Goethestrasse ist eine kleine Seitenstrasse der Mainzer Strasse, einer keineswegs nach Mainz sondern nach St.Ingbert führenden Ausfallstrasse, auf der ziemlich viele Gastrobetriebe zu finden sind. Genannt seien hier nur die mir spontan einfallenden Lokale und Restaurants "Haus Brück", "Heinz und Hilde", "Siam", "Krua Thai", der Zwei-Sterne-Tempel "Gästehaus Erfort", das "Hokkaido" oder eben auch die "Cantina Calabrese" an der Ecke Goethestrasse/Mainzer... mehr lesen
4.0 stars -
"Unser Erstbesuch hat auch ohne meinen üblichen "Carbonara-Test" überzeugt ......" simba47533Auf Empfehlung einer Bekannten meiner Frau haben wir gestern die "Cantina Calabrese" besucht, ein Lokal in der Saarbrücker Innenstadt. Die Goethestrasse ist eine kleine Seitenstrasse der Mainzer Strasse, einer keineswegs nach Mainz sondern nach St.Ingbert führenden Ausfallstrasse, auf der ziemlich viele Gastrobetriebe zu finden sind. Genannt seien hier nur die mir spontan einfallenden Lokale und Restaurants "Haus Brück", "Heinz und Hilde", "Siam", "Krua Thai", der Zwei-Sterne-Tempel "Gästehaus Erfort", das "Hokkaido" oder eben auch die "Cantina Calabrese" an der Ecke Goethestrasse/Mainzer
Geschrieben am 15.02.2026 2026-02-15| Aktualisiert am
22.02.2026
Besucht am 14.02.2026Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 80 EUR
Aber wenigstens konnte ich meine Hörgeräte herunterregeln, um die Lautstärke an den Nebentischen, speziell an einem Achtertisch in Nähe unseres Tisches, für mich etwas erträglicher zu gestalten. Doch fangen wir besser ganz vorne an.
Tochter und Schwiegersohn hatten bei uns sprich bei meiner Frau im Vorfeld angefragt, ob wir am Abernd des Valentintages zusammen im "La Paella" essen wollten. Damit rannten sie bei uns beiden offene Türen ein; wie man weiß ist das "La Paella" definitiv unser hiesiger Lieblingsspanier. Also flugs telefonisch für den Abend des 14.02. zu 18 Uhr einen Tisch für vier Personen bestellt und angesichts der prekären Parkplatzsituation vor Ort waren wir beide bereits knapp 20 Minuten vor der Zeit am "La Paella". Siehe da; direkt vor dem Lokal waren noch zwei von den vier Parkplätzen frei. Wie für uns gemacht; Tochter und Schwiegersohn trafen kurz nach uns ein und fanden für ihr Auto auch noch ein Plätzchen ganz nahe beim "La Paella". Senora Guzman macht ihren Laden immer erst um 17:55 Uhr auf; vor der Tür hatte bereits eine Gruppe von älteren Herrschaften, vier Damen und vier Herren, gelauert. Wir hatten sie bereits beim ein und anderen vorausgegangenen Besuch als ausgesprochen lautstark erleben dürfen bzw. müssen; ich darf vorausschicken, dass sie sich in der Hinsicht diesmal selbst übertroffen haben, noch unterstützt von einer Vierergruppe am Tisch direkt hinter mir und meiner Frau. Und so nahm der sehr laute Abend seinen Lauf; um 19:20 Uhr war auch der letzte Tisch im Gastraum besetzt. Mag wohl auch am speziellen Datum, besagtem Valentinstag, gelegen haben; gut besucht haben wir das "La Paella" eigentlich immer erlebt, so gerammelt voll aber eher selten.
Der uns mittlerweile bekannte ältere Serviceherr hatte bei den vielen Gästen gut zu tun, unterstützt wurde er von einem uns bis dato unbekannten jüngeren Mann. Rasch wurden uns zwei Speisekarten gebracht; ebenso rasch waren wir vier uns darüber einig, was wir essen und trinken wollten.
Meine Frau, heute FvD, bestellte zum Trinken eine Fanta (0,4l EUR 4,00), ich trank im Laufe des Abends zwei Benediktiner Weizenbier (jeweils EUR 4,50 pro 0,5l). Unser "Jungvolk" bestellte für sich eine große Flasche Gerolsteiner Mineralwasser (den Preis dafür kenne ich nicht) und unsere Tochter orderte für sich dazu noch ein alkoholfreies Weizenbier; der Preis dafür dürfte wohl mit dem meines Benediktiner Weizens identisch sein.
Unsere Essensbestellungen waren wie folgt: Meine Frau bestellte (wie meistens) als Vorspeise den gemischten Tapasteller für EUR 15,00 und als Hauptgericht "Pescado al vino blanco" (Fischfilet in Weißweinsauce mit Reis; EUR 27,50). Ich nahm die gleichen Gerichte wie bei unserem letzten Besuch am 19.12.2025; als Vorspeise die "Sopa de Pescado" (Fischsuppe) für EUR 11,90 und als Hauptgericht die gegrillten Calamares mit Patatas Bravas für EUR 24,50. Während ich gerade diesen Bericht mühsam im Zweifinger-Suchsystem eintippe, liegt die "La Paella"-Rechnung direkt vor meiner Nase; dabei fällt mir auf, dass meine Fischsuppe versehentlich nicht berechnet worden ist. Ich nehme das jetzt einfach als kleine Entschädigung für die Lärmbelästigung durch den Achtertisch in unserer mittelbaren Nähe :-))). Unsere Tochter teilte sich mit ihrem Mann den gemischten Tapasteller und nahm das gleiche Hauptgericht wie ihre Mama, also den "Pescado al vino blanco". Unser Schwiegersohn blieb beim Hauptgericht seiner Linie treu, einmal mehr wurde es für ihn die "Parrillada de Pescado" (Platte mit gegrilltem Fisch, Garnelen und Calamares für EUR 32,50).
So groß und reich bestückt wie sich der Tapasteller jedesmal präsentiert müsste er eigentlich "Tapasplatte" heißen; mir persönlich wäre das als Vorspeise einfach zuviel. Meine Frau hat den Inhalt ihres Tellers bis auf das letzte Krümelchen verputzt; unsere Tochter, die sich einen Tapasteller mit ihrem Mann geteilt hat, bekam über die Hälfte davon ab. Der Schwiegersohn ist da auch ein wenig heikel; er mag nicht alles, was da so draufliegt und isst es dann auch nicht sondern gibt es ab an seine Frau oder seine Schwiegermutter. Besonders krass ist das jedesmal mit seinem Hautgericht; er bestellt die "Parrillada de Pescado", obwohl er doch genau weiß, dass da auch Gambas und Calamares mit dabei sind. Er mag weder Schalentiere noch Kopffüßler. Mit dem Fisch in Weißweinsauce wie seine Frau und seine Schwiegermutter ihn hatten wäre er da doch besser bedient und könnte auch noch ein paar Euro sparen. Na ja, warum zerbreche ich mir eigentlich den Kopf darüber ? Der Fisch, es soll Kabeljau gewesen sein, kam jedenfalls sehr gut an; auch die Sauce und die Beilagen, bei den Damen Reis und beim Schwiegersohn Patatas Bravas, wussten zu gefallen. Einmal mehr der Hammer war meine Fischsuppe sowohl geschmacklich wie auch von der Menge und Vielfalt der Einlage (Fisch, Miesmuscheln, Venusmuscheln, Garnelen groß und klein sowie Octopus) her. Besser ist für mich nur die Fischsuppe beim Sternekoch Cliff Hämmerle in Blieskastel-Webenheim. Super wie immer waren auch meine gegrillten Calamares: ganze Tuben, dazu Tubenstreifen und Calamares-Füßlein; alles auf den Punkt gegart, dazu geschmorte Champignons und Patatas Bravas. Der Anteil an Schmorgemüse, der beim letzenmal recht großgewesen war, hielt sich diesmal Gottseidank sehr in Grenzen. Fast hätte ich es vergessen: zu den Hauptgerichten kam noch eine große Schüssel mit Salat mitten auf den Tisch. Er (der Salat, nicht der Tisch) soll sehr gut gewesen sein.
Nur unsere Tochte wollte noch ein Dessert haben. Sie hatte etwas von einem Karamell-Eis läuten gehört; das gab es aber dann doch nicht. Stattdessen bekam sie eine Art Tiramisu mit Pistazien; es soll sehr gut geschmeckt haben, der Preis dafür ist mir nicht bekannt. Mit der Rechnung kamen auch die hinlänglich bekannten Gläschen mit Sol y Sombra auf den Tisch. À propos Rechnung: für meine Frau und mich habe ich glatte EUR 80,00 (plus Trinkgeld) bezahlt; wäre meine versehentlich vergessene Fischsuppe auch auf der Rechnung gewesen, wäre sie natürlich entsprechend höher ausgefallen. Unser "Jungvolk" hat mit einem Rechnungsbetrag von EUR 99,00 fast die Hundertermarke gerissen. So oder so, einmal mehr haben wir im "La Paella" sehr gut gespeist. Ohne die doch ungemein lautstarke Achtertruppe schräg gegenüber von unserem Tisch und den ebenfalls zu lauten Vierertisch direkt hinter uns wäre es ein sehr schöner Abend geworden; so war es nur" ein schöner Abend.
Fazit: Das "La Paella" ist und bleibt unser Lieblingsspanier!
Aber wenigstens konnte ich meine Hörgeräte herunterregeln, um die Lautstärke an den Nebentischen, speziell an einem Achtertisch in Nähe unseres Tisches, für mich etwas erträglicher zu gestalten. Doch fangen wir besser ganz vorne an.
Tochter und Schwiegersohn hatten bei uns sprich bei meiner Frau im Vorfeld angefragt, ob wir am Abernd des Valentintages zusammen im "La Paella" essen wollten. Damit rannten sie bei uns beiden offene Türen ein; wie man weiß ist das "La Paella" definitiv unser hiesiger Lieblingsspanier. Also flugs... mehr lesen
Restaurant La Paella
Restaurant La Paella€-€€€Restaurant, Biergarten068188374988Kanalstraße 15, 66130 Saarbrücken
4.5 stars -
"Schade, dass das "Umfeld" keinen Volume-Regler so wie meine beiden Bass-Amps hatte" simba47533Aber wenigstens konnte ich meine Hörgeräte herunterregeln, um die Lautstärke an den Nebentischen, speziell an einem Achtertisch in Nähe unseres Tisches, für mich etwas erträglicher zu gestalten. Doch fangen wir besser ganz vorne an.
Tochter und Schwiegersohn hatten bei uns sprich bei meiner Frau im Vorfeld angefragt, ob wir am Abernd des Valentintages zusammen im "La Paella" essen wollten. Damit rannten sie bei uns beiden offene Türen ein; wie man weiß ist das "La Paella" definitiv unser hiesiger Lieblingsspanier. Also flugs
Geschrieben am 27.01.2026 2026-01-27| Aktualisiert am
28.01.2026
Besucht am 27.01.2026Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 30 EUR
Muss ja wohl so sein. Heute war im Anschluss an meinen Besuch beim Physiotherapeuten jedenfalls ein "Enten"-Besuch erforderlich, nachdem man mir im "Yoko" (siehe Berich) letztens ein Entengericht von unterirdischer Qualität kredenzt hatte. Selten Ente so schlecht gegessen. Wohingegen die "wilde Ente" gerade in Sachen Flattervieh-Wasservogel wirklich verlässliche Qualität bietet. Also einmal die Fahrt quer durch die Landeshauptstadt und Schlag 12 Uhr landete ich vor der "Ente". Wie üblich hatte sich das Gänserudel in Kompaniestärke zwischen der "Ente" und dem Saarufer platziert. Droht ihnen doch keine Gefahr, im Kochtopf zu landen; sie brüten hier sogar. Zwar bietet das Lokal auch "Gans (und Ente) nach Hause", vorgebraten und küchenfertig mit den traditionellen Beilagen Rotkohl und Kartoffelklößen sowie einer Zubereitungs-Anleitung an. Wobei die "Stammgänse" keine Verwendung finden, stattdessen Tiere von einem Gänsehof nahebei.
Beim Näherkommen hatte ich den Eindruck, dass der Biergarten erheblich verkleinert worden ist; egal, bei 3,5°C mag ohnehin niemand draussen sitzen. Drinnen hatte ich die freie Platzwahl und wählte einen kleineren Tisch im vorderen Gastbereich.Unverändert ist die Karte: Vier Vorspeisen, vier Kindergerichte, dreimal "Brizza" (aus Brezelteig, die Alternative zum Flammkuchen), vier vegetarische Gerichte, zweimal Rind, siebenmal Schwein, siebenmal Ente, siebenmal "Dem Gemüsebauer sein Vitaminstoss" und fünf Desserts. Fisch oder Meeresfrüchte sucht der Gast hier vergebens. Die Ente kommen vom Lugeder Hof Pleiskirchen und sollen dem Vernehmen nach ein schönes Leben mit viel Freilauf gehabt haben bevor Gevatter Tod seine knochige Hand nach ihnen ausstreckt;ich hoffe, dass das tatsächlich so der Fall ist.. Getrunken habe ich ein großes helles Entenbier (0,5l EUR 5,20); das helle wie auch das dunkle Entenbier werden speziell für die "wilde Ente" von einer Sonthofener Brauerei produuziert; das helle kommt aus dem Fass, während es das dunkle nur aus der 0,5l-Bügelflasche gibt.
Gegessen habe ich "Das Federvieh, der Entenbraten vom Lugeder Hof mit Serviettenknödeln, Rotkraut & Entensoße - alles natürlich hausgemacht". Hier hat man die Wahl zwischen Keule (EUR 23,90), Brust (EUR 24,90) bzw. einer halbe Ente (EUR 39,90), die verzehrfertig in der Küche tranchiert wird. Ich habe mich für die Brust entschieden. Sie war sehr gut; ca. 5 oder 6 Minuten früher aus dem Ofen geholt wäre sie absolut perfekt gewesen. An den beiden Serviettenknödeln und dem Rotkraut gab es absolut nichts auszusetzen. Ein bisschen mehr Entensoße hätte dem Gericht gut zu Gesicht gestanden. Soweit ich mich erinnere, sind die Preise der Speisen seit meinem letzten Besuch unverändert geblieben; bei den Getränkepreisen verhält es sich ebenso.
Fazit: Ich war zufrieden, fast war ich sogar sehr zufrieden..
P.S. In Sachen Preise" muss ich mich im nachhinein etwas korrigieren: das große helle Entenbier kostete bei meinem letzte Besuch noch EUR 4,90 und mein Entengericht EUR 23,90. Beide moderaten Preiserhöhungen sind meiner Ansicht nach aber gut zu verkraften; etliche andere Gastros haben da in letzter Zeit erheblich kräftiger zugelangt.
Muss ja wohl so sein. Heute war im Anschluss an meinen Besuch beim Physiotherapeuten jedenfalls ein "Enten"-Besuch erforderlich, nachdem man mir im "Yoko" (siehe Berich) letztens ein Entengericht von unterirdischer Qualität kredenzt hatte. Selten Ente so schlecht gegessen. Wohingegen die "wilde Ente" gerade in Sachen Flattervieh-Wasservogel wirklich verlässliche Qualität bietet. Also einmal die Fahrt quer durch die Landeshauptstadt und Schlag 12 Uhr landete ich vor der "Ente". Wie üblich hatte sich das Gänserudel in Kompaniestärke zwischen der "Ente" und dem... mehr lesen
Wirtshaus Zur Wilden Ente
Wirtshaus Zur Wilden Ente€-€€€Restaurant, Biergarten, Partyservice0681872171Saarstraße 15, 66130 Saarbrücken
4.0 stars -
"Kinder, wie die Zeit vergeht; ist das wirklich schon 15 Monate her seit dem letzten "Enten"-Besuch ?" simba47533Muss ja wohl so sein. Heute war im Anschluss an meinen Besuch beim Physiotherapeuten jedenfalls ein "Enten"-Besuch erforderlich, nachdem man mir im "Yoko" (siehe Berich) letztens ein Entengericht von unterirdischer Qualität kredenzt hatte. Selten Ente so schlecht gegessen. Wohingegen die "wilde Ente" gerade in Sachen Flattervieh-Wasservogel wirklich verlässliche Qualität bietet. Also einmal die Fahrt quer durch die Landeshauptstadt und Schlag 12 Uhr landete ich vor der "Ente". Wie üblich hatte sich das Gänserudel in Kompaniestärke zwischen der "Ente" und dem
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Wie schon in früheren Berichten erwähnt ist das Mittagsgeschäft eher flau; abends soll der Laden allerdings brummen. Heute zur Mittagszeit waren wir insgesamt sechs Personen; ein junges Paar hatte kurz vor mir Platz genommen und nach mir kamen dann noch drei Gäste etwa meines Alters. Mehr wurde es dann aber nicht, zumindest nicht bis zu meinem Weggang. Wie so ein geringer Zuspruch zur Mittagszeit auf Dauer durchzuhalten ist, wissen die Götter; ich weiss es jedenfalls nicht.
Hatte ich kürzlich nachgefragt, warum es hier kein nordvietnamesisches Bier gibt sondern nur das das südvietnamesische "Bia Saigon Export", hatte ich die Auskunft bekommen, dass die Beschaffung von nordvietmamesischem Bier zu aufwendig und zu kostspielig sei. Umso mehr war ich überrascht, aktuell nun mit "Hanoi Export Beer" doch ein nordvietnamesisches Bier auf der Karte vorzufinden. Ich hatte, da meine Arbeitsaufenthalte in beiden Vietnams lange zurückliegen, nicht mehr in Erinnerung, wie es schmeckt. Also habe ich es bestellt; 0.33l dieses aus Gerstenmalz, Hopfen, Wasser und Reis hergestellten Bieres mit 4,9 % vol kosten EUR 3,80. Für mich schmeckt es im Vergleich mit dem Bia Saigon Export lausig; ich werde es nicht wieder bestellen.
Wieder bestellt habe ich dagegen die "Há Ga0 Tôm" für EUR 6,00. Diese gedämpften vietnamesischen Dumplings (Reisteigtaschen) mit der saftigen Garnelenfüllung schmecken wirklich ganz ausgezeichnet. Wie zuletzt serviert kamen sie auch diesmal mit hellem und dunklen Sesam bestreut und serviert auf einem Bananenblatt, das Ganze zusammen mit einem Schälchen Nuoc Mam präsentiert auf einer Schiefertafel. Die Fischsoße ist mit Sicherheit nicht aus der Flasche (zu kaufen in Asia-Märkten) sondern selbstgemacht, wie sie jede vietnamesische Hausfrau, die etwasauf sich hält, auch produziert.
Hauptgericht war für mich diesmal wieder die Phò Bo, die vietnamesische Nationalsuppe, sowohl in Süd- wie auch in Nordvietnam: eine Reisnudelsuppe mit aromatischer Brühe und frischen Kräutern. Serviert mit Limette, kleingehackten sauscharfen "roten Teufelchen" und Sojasprossen. Als Phò Bo kommt sie hier mit dünnen Rindfleischscheiben für EUR 17,50 auf den Tisch, mit Hühnerfleisch für EUR 16,50 (korrekterweise müsste sie auf der Karte allerdings als "Phò Ga" erscheinen, während sie hier fälschlich auch unter "Phò Bo" läuft, genau wie die Phò mit Tofu für EUR 14,50 ) . Das Fleisch wird entweder roh in die heisse Brühe gegeben und gart dort vor sich hin oder es kommt bereits vorgegart in die Brühe. Dabei besteht die Gefahr, dass es, wenn es zum Gast kommt, doch ziemlich durch ist. So war es heute leider auch bei meinem Rindfleisch; schade drum.Wäre es roh zur Phò gegeben worden, wäre ich sehr zufrieden gewesen; so muss ich bei "Essen" diesmal leider einen Punkt abziehen.
Fazit: Ich komme trotzdem wieder und beim nächsten Besuch werde ich vielleicht mal die "Bun Cha" (Traditionelles Gericht aus Hanoi: Gegrillte Schweinefleischscheiben, serviert mit feinen Reisnudeln, frische Kräutern, Salat und Nuoc Cham Sauce zum Dippen) probieren.
P.S. Altes vietnamesisches Sprichwort: "Reis ist die treue Ehefrau, auf die du dich verlassen kannst. Phò ist die kokette Geliebte, für die du dich davonstiehlst, um sie zu besuchen." Und schon bemerkenswert, dass ich Vietnamesen darauf hinweisen muss, wie sie ihre Phò mit Huhn zu benennen haben :-))).